Kabellos glücklich Test: Schnurlosestelefon Fritzfon

Schnurlose Telefone im Test : Kabellos glücklich

Update 21.07.2021

Wer einen Festnetz-Anschluss und dabei größtmögliche Bewegungsfreiheit möchte, sollte sich ein schnurloses DECT-Telefon zulegen. Wir haben 36 getestet und können einige davon empfehlen.

Update 21. Juli 2021

Wir haben sieben weitere DECT-Telefone getestet. Wir haben neue Empfehlungen für Sie: AVM FritzFon C6, Telekom Speedphone 12, Gigaset E290HX, Panasonic KX-TGH710GG sowie unser erstes getestetes Tischtelefon, das Gigaset T480HX.

Riccardo Düring
ist gelernter Handwerker und langjähriger Testredakteur. Er testet Produkte rund um Heimwerken, Haushalt und Technik.

Die Ansprüche an schnurlose Telefone werden größer, die Sprachqualität sollte gut sein, der Empfang ohne Störungen und auch die Akkulaufzeit muss zeitgemäß sein. Beinahe jedes momentan verfügbare DECT-Telefon erfüllt diese Anforderungen.

Jedoch scheitert es dann oft an der veralteten Bedienung. Smartphones haben da definitiv die Nase vorne beim Kontakte verwalten und dem Eingeben der Telefonnummern. Wer aber nicht ganz so viele Nummern verwalten will oder muss, kommt auch mit alter Technik zurecht.

Wir haben daher 36 der aktuellen DECT-Telefone getestet, Modelle ohne und mit eingebautem Router, ohne oder mit Anrufbeantworter und ebenso mit oder ohne einer komfortablen Kontaktverwaltung.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Perfekt für die FritzboxFür Speedport-NutzerFür SeniorenFür SparfüchseDECT-Tischtelefon
Test Kabellos glücklich: AVM FritzFon C6Test Kabellos glücklich: Telekom Speedphone 12Test: Gigaset E290hxTest: Panasonic Kx Tgh710ggTest: Gigaset T480hx
Modell AVM FritzFon C6 Telekom Speedphone 12 Gigaset E290HX Panasonic KX-TGH710GG Gigaset T480HX
Pro
  • Mit FritzBox enormer Funktionsumfang
  • Angenehmes Farbdisplay
  • Sehr leise bis sehr laute Klingeltöne
  • Änderung der Schriftgröße
  • Viele Internetdienste
  • Optisch sehr ansprechend
  • Sehr gut bedienbare Tasten
  • Einfache Menüführung
  • Tolle Haptik
  • Gute Akku-Leistung
  • Sehr große Tasten
  • Zwei Direktwahltasten
  • Gut lesbares Display
  • Einfache Bedienung
  • Klangfarbe einstellbar
  • Günstigstes Telefon mit Farbdisplay
  • Seitliche Lautstärketasten
  • Viele Klingeltöne
  • Verschiedene Hintergrundbilder
  • Großes Farbdisplay
  • Sehr gute Ausstattung
  • Intuitive Bedienung
  • Telefonbuch der FritzBox übertragbar
  • Eigene Klingeltöne und Bilder
Contra
  • Funktionsumfang nur mit FritzBox nutzbar
  • Ohne Speedbox sehr begrenzter Funktionsumfang
  • FritzBox-Telefonbuch wird nicht angezeigt
  • Wenig Komfort
  • Uhrzeit wird beim Ausschalten gelöscht
  • Klingeltöne sehr laut
  • Softtasten etwas klein
  • Telefonbuch wird mit Fehlern aus der FritzBox übernommen
Bester Preis
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Perfekt für die Fritz!Box: AVM Fritz!Fon C6

Perfekt für die Fritzbox

AVM FritzFon C6

Test Kabellos glücklich: AVM FritzFon C6
In Kombination mit einer FritzBox unschlagbar – mehr Funktionen gibt es bei keinem anderen Telefon.

Die beste Kontaktverwaltung bekommt man mit den Fritz!Fon-Modellen von AVM – egal ob mit den älteren Modellen Fritz!Fon C4, Fritz!Fon C5 oder dem aktuell getesteten Model Fritz!Fon C6. Das funktioniert aber nur mit der DECT-Funktion einer Fritz!Box. Als Basis zum Telefonieren fungiert dann nämlich gleichzeitig der AVM-Router. Zwar funktioniert das DECT-Telefon auch mit einer anderen getesteten DECT-Station, dann ist aber auch die komfortable Adressbuch-Verwaltung weg. Der Grund dafür ist nämlich nicht etwas das kabellose Telefon, sondern die DECT-Fähigkeit der Fritz!Box, die umfangreiche Software-Funktionen bietet.

 Test: Fritzfon C6

Zur Verwaltung der Kontakte bieten die Fritz!Box-Modelle mehrere Möglichkeiten an: Entweder man lädt eine Adressbuchdatei ins Telefonbuch der Fritz!Box hoch, von der dann die verwendeten Mobilteile drauf zugreifen können. In unserem Test funktionierte das mit fast jedem Mobilteil, das CAT-iq unterstützt.

Zum anderen können Adressbücher in der AVM-Cloud synchronisiert werden. Synchronisiert man die eigenen Kontakte mit einem Konto bei 1&1, Web.de, GMX oder Google, können Sie mit dem Fritz!Fon unmittelbar auf die gespeicherten Kontaktdaten zugreifen – wie bei einem Smartphone. Wird eine neue Rufnummer hinzugefügt oder ein Eintrag geändert, so sind diese geänderten oder neuen Einträge automatisch und sofort auf allen an die Fritz!Box angebundenen Mobilteile und ebenfalls nach einigen Minuten in der AVM-Cloud verfügbar. So muss Hintergrund-Synchronisation aussehen! Alternativ kann auch nur eine Gruppe angelegt und diese synchronisiert werden, um nicht alle Kontakte im Fritz!Fon-Adressbuch zu haben. Schön: Alternativ können auch verschiedene Telefonbücher mehreren Mobilteilen zugeordnet werden.

Leider gibt es auch ein paar Dinge zu bemängeln. Das Fritz!Box-Telefonbuch bietet nur wenig Optionen. So werden die Kontakte nach »Vorname Nachname« geordnet, möchten Sie lieber nach Nachnahmen ordnen, haben Sie leider Pech gehabt. Immerhin fällt die Suchfunktion komfortabel aus. So lässt sich auch in umfangreicheren Kontaktlisten schnell der gewünschte Name finden. Die Personalisierung durch Kontaktbilder ist problemlos möglich. Die FritzBox verweigert die Unterstützung von Apples iCloud. Umgehen lässt sich das aber durch eine zusätzliche Synchronisierung der iCloud-Kontakte mit einem vorhandenem Google-Konto. Gleicht man dieses dann mit dem Fritz!box-Router ab, funktioniert es klaglos, ist aber für uns zu umständlich.

Eine weitere Möglichkeit für Apple-Nutzer ist das Systemprogramm Dial!List. Ein Anrufmanager synchronisiert die Daten dann mit dem Adressbuch des Mac. Man kann ebenfalls einstellen, ob man seine Telefonkontakte nach Nach- oder Vornamen geordnet haben möchte. Auf Wunsch zeigt der Mac dann sogar die Telefonanrufe auf dem Screen an. Die Verbindung aus Fritz!Box und dem Fritz DECT-Telefon bietet weiterhin die bequemste Kontaktverwaltung, die derzeit genutzt werden kann.

Das gut ablesbare Display und die ausgezeichnete Verarbeitung des Fritz!Fon C6 gefallen uns ebenfalls gut. Der Kontrast kann angepasst und die Schrift vergrößert werden. Weiterhin bietet das aktuelle Modell, bis auf die etwas abgerundete Form und die weiße Farbe überwiegend das gleiche wie das C5: Die Menüführung spricht schnell an und auf dem hochauflösenden und farbeigen LC-Display werden die Fotos des Anrufers angezeigt – vorausgesetzt dass diese im Adressbuch gespeichert sind. An der guten Sprachqualität am Hörer als auch beim Freisprechen können wir nichts bemängeln.

Auffallend ist die sehr gut wählbare Lautstärke des Klingeltons, die sich komfortabel in zehn verschiedenen Stufen anpassen lässt. Und das sogar gesondert für Freisprechen, Telefonieren, Medien, Wecker und Anrufe. Diesen Luxus bot kein anderes getestetes DECT-Telefon. Wenn Sie sich mit keinem der 30 Klingelgeräusche anfreunden können, hinterlegen Sie einfach Ihren eigenen Klingelton im MP3-Format in der Fritz!Box. Daneben bietet das Fritz!Fon noch einige nette Spielereien, wie Media-Player, Babyphone, E-Mail-Client, RSS-Feed und Internet-Radio. Besitzen Sie SmartHome-Geräte aus dem Hause des Herstellers kann das Gerät auch als Fernbedienung eingesetzt werden, beispielsweise zur Kontrolle der Temperatur in verschiedenen Räumen oder der Anzeige eines Videobildes von der Haustürkamera.

Der größte Pluspunkt des Fritz!Fon ist die äußerst komfortable Kontaktverwaltung. Wir müssen aber zugegeben: Das liegt eher an der Fritz!Box als am Fritz!Fon, denn auch andere DECT-Modelle können auf die Adressliste der Fritz!Box zugreifen. So schnell und reibungslos wie mit dem C6 klappte es im Testlauf aber mit keinem der anderen Geräte. Besitzen Sie keine Fritz!Box und wollen auch auf eine Anschaffung verzichten, dann müssen wir von einem Kauf abraten. Denn ohne eine Fritz!Box ist eine Kontaktverwaltung mit diesem DECT-Telefon nicht möglich. Schließt man das Fritz!Fon an die Basis des KX-TG6821 von Panasonic oder an das Speedport an, werden keine Kontakte angezeigt.

Für Speedport-Nutzer: Telekom Speedphone 12

Für Speedport-Nutzer

Telekom Speedphone 12

Schade: Das Speedphone 12 der Telekom lässt sich wirklich nur von Speedport-Besitzern nutzen. Optisch gefiel uns dieses DECT-Telefon am besten in unserem Test. Das Design ist schlicht und schnörkellos, wirkt aber trotzdem edel. Nicht einmal das Firmenlogo stört die sehr ruhige Front des Modells. Die gleichmäßige und dezente Tastenbeleuchtung fügt sich ebenfalls passend ins Gesamtbild ein.

Lediglich das Display hätten wir uns weniger zurückhaltend gewünscht. Das 2 Zoll-Display bietet eine Auflösung von 176 x 220 Pixel bei 65.000 Farben. Sehr gut gefällt uns auch der große Schwarz-Weiß-Kontrast. Leider ist dieser aber dauernd zu sehen. Als wir eine Einstellung speicherten, erschien zur Bestätigung ein grüner Haken und ließ erkennen, das im Gerät ein Farbdisplay verbaut ist. Da hätten wir uns etwas mehr farbliche Vielfalt gewünscht– beispielsweise in Form einer Batterie-Anzeige, die entsprechend nach Ladezustand des Akkus grün oder rot erscheint.

Die Menüführung ist übersichtlich und schlicht. Außerdem kann zwischen einer Listen- und einer Grafikansicht gewechselt werden. Aufgrund der guten Sortierung der Unterpunkte sind alle Menüpunkte verständlich und unkompliziert zu finden. Auf ein Babyphone oder eine Alarmfunktion muss ebenfalls nicht verzichtet werden. Die Lautstärke des auffallend guten Sounds der 30 Klingeltöne kann in sieben Stufen angepasst werden. Allerdings hätten wir uns den Spielraum zwischen laut und leise erheblich größer gewünscht. Als eines der wenigen Testmodelle lassen sich mit diesem DECT-Telefon unterschiedliche Klingeltöne verschiedenen internen Telefonnummern zuzuordnen.

Bei der Technik fällt die Ausstattung spartanisch aus. So findet sich weder eine Möglichkeit ein Headset anzuschließen, noch seitliche Lautstärketasten. Interessant wird es im Telefonbuch und intern. Hier ist der Wechsel zwischen zwei Telefonverzeichnissen möglich – unsere und meine Kontakte. Während das Telefonbuch »Meine Kontakte« im Speedphone 12 gespeichert ist, greift »Unsere Kontakte« auf den Fritz!Box-Speicher zurück.

Für Senioren: Gigaset E290HX

Für Senioren

Gigaset E290HX

Test: Gigaset E290hx
Dank großer Tasten, großer Schrift und sinnvollem Aufbau ist das E290HX einfach zu bedienen.

Als Senioren-Telefone werden häufig Modelle mit größeren Tasten bezeichnet. Sobald das Sehvermögen oder die Motorik nachlassen, dürfen Schrift und Tasten gern größer sein. Das bietet das E290HX von Gigaset. Das 2 Zoll-Display des Gigaset besitzt eine angenehme Größe, bietet dafür aber lediglich eine geringe Bildschirmauflösung von 96 x 66 Bildpunkten. Dementsprechend fallen die Grafik und die Schrift äußerst grob aus. Das passt aber angesichts der großen Schrift und den ebenso großen Tasten gut ins Gesamtbild. Die Anzeige setzt auf eine stark vergrößerte Darstellung. Für uns ist in erster Linie eine gute Display-Ausleuchtung wichtig, und die passt auch.

Die einfache Menüführung ist überschaubar – auf technische Spielereien hat der Hersteller verzichtet: Das Hauptmenü besitzt nur sechs Punkte.

Dass wir das E290HX empfehlen, liegt weniger an der großen Menge der Features, sondern an der speziellen Konzeption für ältere Nutzer. Spartanisch: Das DECT-Telefon bietet große Wähltasten mit großer Beschriftung, einen Kontaktspeicher mit 150 Einträgen sowie eine Auswahl an 21 vorinstallierten Klingeltönen. Außerdem finden sich zwei Tasten für die Direktwahl wichtiger Telefonnummern. Das wars. Das Senioren-Telefon ist trotz altbackender Optik technisch gut aufgestellt: 200 Stunden Standby-Modus und CAT-iq 2-Unterstützung. Zehn Stunden Gesprächszeit sind für uns aber zu wenig. Das machen einige Konkurrenzmodelle besser. Ungeachtet dessen ist das E290HX von Gigaset für ältere Menschen eine solides Gerät. Die Vielzahl der Menschen werden vermutlich Modelle mit einer ansprechenderen Optik wählen.

Der Hersteller wirbt mit einer leicht verständlichen und unkomplizierten Kontaktverwaltung über die Desktop-Software QuickSync (iOS und Windows) und die Smartphone-App ContactsPush. Beide Programme wurden für unser Empfinden nicht zu Ende gedacht, sind aber im Vergleich zu den meisten schnurlosen Modellen eine deutliche Verbesserung bei der Verwaltung der Kontakte.

Für Sparfüchse: Panasonic KX-TGH710GG

Für Sparfüchse

Panasonic KX-TGH710GG

Egal, ob man mit Speedport, Fritz!Box oder einem anderen Empfänger arbeitet das KX-TGH710GG von Panasonic auch ohne die Zusatzdienste fremder Routermodelle sehr gut. Besitzt man eine DECT-fähige Fritz!Box wird das Gerät noch empfehlenswerter, da man leicht auf das Telefonverzeichnis zugreifen kann. Dieses kann sogar am heimischen PC ediert werden, und das, obgleich es keine CAT-iq-Zertifizierung besitzt. An die Basisstation des Panasonic können bis zu fünf zusätzliche Mobilteile eingebunden werden. Das Telefonverzeichnis wird dabei in der Basisstation abgespeichert und kann dann von sämtlichen Mobilteilen genutzt werden.

Optisch gefällt das DECT-Telefon von Panasonic vor allem durch sein trendiges Design und das klare und helle Display. Die geringe Auflösung von 128 x 160 Bildpunkten beeinträchtigt aber ein wenig den guten Eindruck. Die Schrift ist etwas größer bemessen und scrollt zum Teil im Menü. Das übersichtliche Menü ist absolut gleich wie bei anderen Modellen von Panasonic. Hier setzt der Hersteller auf ein altbewährtes Design, was dem Nutzer entgegenkommt.

Dieses DECT-Telefon bot die größte Auswahl an Klingeltönen in unserem Test: 40 Klingelgeräusche stehen zur Auswahl. Dabei gibt es sowohl beruhigende Melodien als auch nervige Klingeltöne. So sollte für jeden etwas dabei sein. Die Lautstärke der Klingeltöne empfinden wir als verbesserungswürdig. Diese lässt sich zwar in sechs verschiedenen Stufen einstellen, ist aber bereits auf der kleinsten Stufe sehr laut. Überzeugen konnte hier nur das Fritz!Fon.

Durch eine leichte Erhöhung der Tasten lässt sich das DECT-Telefon von Panasonic hervorragend bedienen. Die Tasten lassen sich gut erfühlen und stehen nicht zu stark heraus. Die praktischen seitlichen Tasten zur Lautstärke-Einstellung passen sich selbsttätig der augenblicklichen Nutzung an. So kann die Hörerlautstärke während eines Gesprächs oder der Klingelton rasch angeglichen werden.

Insgesamt bietet das KX-TGH710GG von Panasonic ein sehr gutes Gesamtpaket, welches mit der Fritz!Box wie auch der eigenen Basisstation hervorragend harmoniert sowie einen guten Umfang an Funktionen bietet. Echte Mankos konnten wir nicht finden und auch preislich ist das Modell unschlagbar. Sollte Sie die Nutzung mehrerer Mobilteile in Betracht ziehen, empfehlen wir Ihnen den Kauf eines größeren Kombi-Pakets, da die Mobilteile einzeln schwierig zu finden sind und preislich ähnlich teuer wie das schnurlose Telefon mit der Basisstation sind.

DECT-Tischtelefon: Gigaset T480HX

DECT-Tischtelefon

Gigaset T480HX

Test: Gigaset T480hx
Das Gigaset T480HX ist zwar ein DECT-Telefon und verbindet sich direkt mit dem Router, dennoch bietet es den Komfort eines Tischtelefons mit großem Display, Kalender und Teminfunktion.

Seien wir ehrlich: Ein schnurloses DECT-Telefon hat deutliche Vorteile. Dank des DECT-Standard koppelt es sich schnell und direkt mit der Basiseinheit oder dem Router. Ein Telefonanschluss wird dabei nicht benötigt. Dadurch werden DECT-Geräte in erster Linie als schnurlose Modelle angeboten. Dass sie aber auch als Tischtelefon funktionieren, demonstriert das T480HX von Gigaset.

Auch wenn uns das Gigaset – als unser erstes getestetes Tischmodell – überzeugen konnte, heißt es nicht, es sei auch das beste. In den kommenden Updates werden wir noch weitere Modelle dieser Bauform testen. Wir sind gespannt, ob das T480HX hier die Messlatte festlegt.

Beim Auspacken fällt sofort der gewichtige Standfuß auf, mit dem das DECT-Telefon knapp ein Kilogramm Gewicht auf die Waage bringt. Dank des Gewichts steht das Gigaset sicher und kann in drei Neigungen positioniert werden. Wir waren mit der tiefsten Einstellung zufrieden, gern hätte es aber noch flacher ausfallen können. Das farbige 2,8 Zoll-Display ist auffällig, ohne verspielt oder zu bunt zu wirken. Toll: Es können bereits gespeicherte oder eigene Bilder als Screensaver genutzt werden, auf lange Sicht sind die Analoguhr oder der standardisierte Bildschirm aber angenehmer. Die Menüführung gibt keinen Anlass zur Kritik: Auf Tastendruck wird eine grafische Oberfläche geöffnet, die sehr verständlich angibt, wo man welche Funktionen findet. Wählt man einen Bereich aus, zeigt sich in der zweiten Ebene ein sehr übersichtliches, fünfzeiliges Untermenü ohne Grafiken.

Das T480HX bietet aber mehr als ein gut lesbares Menü oder einen verspielten Bildschirmschoner: Neben einer Bluetooth-Koppelung, um Telefonkontakte vom Handy an das DECT-Telefon zu senden, gibt es einen Kalender mit Terminerinnerung, einer Babyphone-Funktion, DECT-Eco, Freisprechen sowie CAT-iq. Noch einfacher lassen sich die Kontakte per USB-Verbindung und QuickSync verwalten. Dafür ist jedoch eine Google-Kontaktverwaltung am PC nötig. Aber auch wenn Sie ihre Kontakte nicht an einem PC verwalten, sollten Sie einen kurzen Blick auf die Desktop-Software QuickSync werfen. Mit dieser lassen sich auch problemlos Anruferbilder, Hintergrundbilder und Klingeltöne übertragen.

Nicht so ganz zufrieden waren wir mit der Fritz!Box-Synchronisation. Das DECT-Telefon von Gigaset greift dabei nicht unmittelbar auf das in der Fritz!Box hinterlegte Telefonbuch zu. Wir waren zumindest nicht dazu in der Lage. Die Telefonkontakte können aber von der Fritz!Box importiert werden, was jedoch für etwas Verwirrung sorgen kann: Sind zu einem Telefonkontakt mehrere Rufnummern gespeichert, werden diese danach unter mehreren Namen abgespeichert. Diese setzen sich aus der Kombination Vorname/Name und den Kürzeln @ge, @pr oder @mo zusammen – »ge«, »pr« oder »mo« steht dann für die Kennzeichnungen geschäftlich, privat oder mobil, unter denen die Telefonnummern bisher abgelegt waren.

Sollte es eventuell andere Kniffe geben, um auf das Telefonbuch der Fritz!Box direkt zugreifen zu können, würde dann auch die Vereinigung mit dem Router stimmen. Zumindest Datum und Uhrzeit wurden direkt angezeigt. Als erstes DECT-Tischtelefon in unserem Test besticht das T480HX von Gigaset durch seine dezente Optik und gute Technik. Es lässt sich über das Menü intuitiv bedienenden und bringt einen elektronischen Terminplaner mit. Das Telefonverzeichnis sollte für Business-Aufgaben groß genug bemessen sein und kann mit Google-Kontakten am PC zusammenarbeiten.

Was gibt es sonst noch?

Unsere bisherige Empfehlung Fritz!Fon C5 von AVM ist vom Nachfolgemodell Fritz!Fon C6 abgelöst worden. Beim neuen Modell hat AVM den Klang und die Ergonomie verbessert, des Weiteren wurde die Laufzeit durch eine höhere Akku-Kapazität verbessert. Der Hersteller sorgt mit seiner hervorragenden Update-Politik dafür, dass man mit dem Fritz!Fon C5 auf keinerlei Funktionen verzichten muss. Vorausgesetzt man besitzt auch eine Fritz!VBox, denn nur so kann das DECT-Telefon sein volles Potential ausspielen. Beim Display des Gerätes hat sich ebenfalls nichts getan. Wer auf Verbesserungen verzichten möchte, kann mit dem C5 etwas Geld sparen. Wir raten aber zum aktuellen Modell von AVM.

Wir empfehlen das Speedphone 11 für alle, die einen Speedport-Router haben. Das DECT-Telefon besitzt ein Farbdisplay, die Tasten lassen sich leicht nutzen und haben einen guten Druckpunkt. 100 Einträge lassen sich intern im Adressbuch des Gerätes speichern, je Kontakt können bis zu drei Rufnummern hinterlegt werden. Sortiert wird hier nach »Nachname Vorname«. Elegant sieht die Ladestation aus, aber das Telefon muss darauf schon sehr genau gestellt werden, sonst lädt und hält es nicht gut. Hier gefällt uns das Fritz!Fon besser. Nachteile gegenüber dem FritzFon und der Box ist, dass beim Speedport-Router die Funktionalität des Online-Adressbuchs eingeschränkt ist. Hier werden die Kontakte lediglich mit dem Hersteller-eigenen Adressbuch synchronisiert, welches mit der @t-online E-Mail-Adresse der Telekom-Klientel verknüpft ist. Nutzt man einen anderen Anbieter bei der Kontaktverwaltung, müssen die Kontakte erstmal zu T-Online importiert werden. Dann kann man sie auf dem Router und schließlich dem Telefon nutzen, umständlich. Für Telekom Nutzer bietet sich diese Variante aber dennoch an. Für alle Speedport-Nutzer ist das Speedphone 11 noch immer eine gute Wahl. Da das Nachfolgemodell Speedphone 12 aber einen ähnlichen Preis besitzt, sollten man hier zum neueren Variante greifen.

Hat man keinen Router, der DECT-fähig ist, sollte man über eines der GigasetGo-Modelle nachdenken, beispielsweise das Gigaset SL450A Go. Hier ist die Go Box dabei, die fungiert als DECT-Basis und wird ans Internet angeschlossen. Dank USB und Bluetooth arbeitet das Gerät mit dem Tool QuickSync zusammen, vom Handy können die Daten aber auch per WLAN übernommen werden. Es gibt außerdem einen Anrufbeantworter, der hat 55 Minuten Aufnahmezeit und einige Zusatzfunktionen wie Nachtmodus, Kalender, Babyfon, E-Mail-Programm und weiteres. Alles dank internetfähiger Go Box. Wir verstehen nur nicht ganz, weshalb die Box nicht genutzt wird, um eine Synchronisation mit Cloud-Kontakten zu ermöglichen.

Auch Nummern von Anrufern können aus Online-Telefonbüchern nachgeschlagen werden, so wird dann anstatt der Nummer beim Anruf der Name angezeigt. Die Idee ist gut, klappt aber nicht immer, da nicht alle ihre Nummer online veröffentlichen. Schnittstellen für Adressbücher von iCloud, Google, GMX oder Web.de gibt es nicht. Das finden wir schade, würden uns aber wünschen, dass das noch nachgerüstet wird.

Das moderne Design des D635 von Philips gefällt uns. Und das Gerät liefert alles mit was ein modernes DECT-Telefon benötigen. Angefangen bei der übersichtlichen Menüführung, der anständigen Ausstattung und dem dezenten Farbdisplay. Die Nutzung der Philips-Basisstation vorausgesetzt. Mit unserer Fritz!Box mochte das Gerät leider nicht so richtig zusammenarbeiten. Uhrzeit über das Netz oder das Telefonbuch? Fehlanzeige! Sollte sich der Hersteller doch noch entscheiden, auf den weltweit genutzten CAT-iq-Standard umzusatteln, könnten wir das D635 von Philips ebenfalls für Fritz!Box-Nutzer empfehlen.

Bei den Funktionen ist das KX-TG6861 von Panasonic gut ausgestattet und war in unserem aktuellen Testlauf das einzige DECT-Telefon, dass ohne zu Murren das Fritz!Box-Telefonbuch übernahm. Nur die Display-Auflösung mit 103 x 65 Pixeln war schlicht zu grobkörnig, um alle Funktion bequem nutzen zu können. Auch beim Verstellen des Kontrasts zeigte sich beim Blick auf das Display keine Besserung. Der Akkumulator des Gerätes ist erstklassig, das Telefonbuch kann bis zu 200 Einträge speichern und greift bei Bedarf auf die Fritz!Box zu. Dazu gibt es einen DECT-Eco Modus, einen Wählcomputer für unerwünschte Anrufer, eine Menge Klingeltöne und ein Babyphone. Das Gerät hat also praktisch alles, was man sich von einem aktuellen DECT-Modell wünscht – allein Menü und Display wirken altbacken.

Wissenswertes über schnurlose Telefone

Schnurlose Telefone werden aufgrund des Funk-Standards DECT-Telefone genannt. Inzwischen bieten sie viele Funktionen. Sie können fürs Schreiben von Mails oder als Babyfon genutzt werden, können Webradio empfangen und RSS-Feeds abrufen, manche ermöglichen sogar das Verwalten von Terminen.

Jedoch braucht man die ganzen Sonderfunktionen nicht wirklich. Für Kinder hat man ein Babyfon, zum Musikhören ein anderes Gerät und E-Mails schreibt man für gewöhnlich mit dem Telefon auch nicht.

Fürs Telefonieren ist vor allem die Sprachqualität wichtig, bei modernen DECT-Geräten gibt es da keine Probleme. Wenn es blöd läuft, ist die Sprachqualität nur Durchschnitt, schlecht war aber keines unserer Testgeräte.

Bei vielen Telefonen gibt es wahlweise auch einen Anrufbeantworter, der AB tut auch das, was er soll. Maximal bei der Aufnahmedauer unterscheiden sich die Geräte voneinander oder bei der Ansagen-Anzahl.

Telefonnummern braucht man zum Telefonieren auch noch. Die sollten möglichst komfortabel gespeichert werden können, außerdem möchte man sie aktuell halten und verwalten können. Am besten wäre es, wenn man die Kontakte vom Computer importieren kann oder sie mit dem Cloud-Adressbuch synchronisiert werden. Neue Nummern möchte man meist nicht auf jedem Gerät einzeln eintragen.

Das klappt aber nicht so gut, wie man sich das wünschen würde. Einfache Modelle erfordern das manuelle Eingeben von Telefonnummern. Auch teure Modelle handhaben das oft so, hier sehen wir dringenden Nachholbedarf.

Echter Sync nur mit CAT-iq 2

Beim Festnetztelefon können die Kontakte nur mit einem Router modern verwaltet werden, wenn dieser die Funktion bietet und man ihn als Basisstation nutzt. Dafür eignen sich einige AVM Fritz!Boxen und ein paar Telekom Speedport-Modelle. Hier können Online-Kontakte dann importiert werden, etwa das Adressbuch von T-Online oder Google-Kontakte, alles wird auf dem aktuellen Stand gehalten.

Allerdings wird bislang von keinem die Apple iCloud unterstützt. Hier bräuchte man dann noch ein Google-Konto, mit welchem man die iCloud-Kontakte synchronisiert. Wenn das erstmal eingerichtet ist, klappt es gut.

Wenn die Router Zugriff auf Online-Telefonbücher haben, klappt auch eine echte Synchronisation von den Kontakten. Hierfür sind eigentlich noch nicht mal Geräte vom selben Hersteller nötig. Wir haben im Test etwa Fritz!Box und Gigaset kombiniert, auch mit Speedport Smart klappte es mit ein paar Einschränkungen.

Das liegt am CAT-iq 2 Standard. Wird diese Technologie von den Geräten unterstützt, kann man Mobilteile eines Herstellers mit einer DECT-Basis eines anderen Herstellers verbinden und dennoch wichtige Funktionen nutzen. Unter anderem auch die Übertragung von Telefonbüchern.

Dafür ist aber Voraussetzung, dass die Basis-Station auch CAT-iq 2 unterstützt. Fritz!Boxen mit DECT-Funktion tun das inzwischen alle, sofern das passende Firmware Update aufgespielt ist. Neueste Speedport-Router von der Telekom können das auch.

Einheitlich implementiert scheint der Standard aber nicht zu sein. Wir konnten etwa das Speedphone 50 und 11 mit unserer Fritz!Box 7590 verbinden, aber beim Speedphone 11 kam dann nur die Meldung »Bitte warten« und blockierte das Display. Wir haben das Gerät auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und auch dann noch die Fehlermeldung bekommen. Mit dem Speedphone 50 ging es leichter, hier konnten wir aufs Telefonbuch der FritzBox zugreifen, mit dem die Google-Kontakte synchronisiert waren.

Das Fritz!Fon C6 kann nur mit einer Fritz!Box genutzt werden, der Hersteller weist auch darauf hin, dass CAT-iq 2 hier nicht korrekt umgesetzt wurde. Trotzdem sollen viele Dienste, die über CAT-iq definiert sind, unterstützt werden. Wir haben getestet mit dem Speedport Smart von der Telekom, hier konnten wir das Telefonbuch des Routers aber nicht aufrufen. Laut Fehlermeldung braucht man dafür eine FritzBox.

Nur Ausprobieren sagt einem, welche Kombination klappen kann. Wer sichergehen will, sollte Basis und Mobilteil vom selben Hersteller kaufen.

So haben wir getestet

Wir haben verschiedene DECT-Telefone ausgesucht und sie mit einer AVM Fritz!Box 7590, den eigenen Basisstationen und einem Telekom Speedport Smart getestet.

Bei einigen Testgeräten wurde der CAT-iq 2.x-Standard unterstützt, damit geht die Kontaktverwaltung recht gut. Die anderen waren normale DECT-Telefone. Hier muss man die wenigen Nummern dann per Hand eingeben.

Alle Testgeräte haben sich mit dem Speedport und der Fritz!Box verbinden lassen. Wir konnten sowohl aus- als auch eingehende Gespräche führen. Bei einfachen Modellen gibt es aber keinen integrierten Anrufbeantworter der Fritz!Box und auf die Telefonbücher im Router kann auch nicht zugegriffen werden.

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