Kabellos glücklich Test: Schnurlosestelefon Fritzfon

Schnurlose Telefone im Test : Kabellos glücklich

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Veröffentlicht 16.03.2020

Wer einen Festnetz-Anschluss und dabei größtmögliche Bewegungsfreiheit möchte, sollte sich ein schnurloses Telefon zulegen. Wir haben 18 getestet und können einige davon empfehlen.

Christian Lanzerath
Christian Lanzerath
schreibt als Technik-Journalist unter anderem für CHIP, Computer Bild, ITespress, ZDNet und eKitchen und testet regelmäßig IT-Produkte und Consumer Electronic.

Die Ansprüche an schnurlose Telefone werden größer, die Sprachqualität sollte gut sein, der Empfang ohne Störungen und auch die Akkulaufzeit muss zeitgemäß sein. Beinahe alle momentan verfügbaren DECT-Telefone erfüllen diese Anforderungen.

Jedoch scheitert es dann oft an der veralteten Bedienung. Smartphones haben da definitiv die Nase vorne beim Kontakte verwalten und dem Eingeben der Telefonnummern. Wer aber nicht ganz so viele Nummern verwalten will oder muss, kommt auch mit der alten Technik zurecht.

Wir haben daher 18 der aktuellen DECT-Telefone getestet, Modelle ohne und mit eingebautem Router, ohne oder mit Anrufbeantworter und ebenso mit oder ohne einer komfortablen Kontaktverwaltung.

Mit FritzBox unschlagbar: AVM FritzFon C5

Mit FritzBox unschlagbar

AVM FritzFon C5

Die Kontaktverwaltung bei DECT-Telefonen ist so eine Sache. Gut funktioniert sie mit dem FritzFon C5.

Das Ganze klappt aber nur mit einer FritzBox, die eine DECT-Funktion hat, denn hier wird der Router auch als Basisstation genutzt fürs Telefonieren.

Natürlich könnte man das Telefon auch mit einer anderen DECT-Station betreiben, dann verliert man aber die komfortable Adressbuch-Verwaltung. Hier liegt das nämlich nicht am Telefon selbst, sondern an der FritzBox und ihrer Software.

Für das Verwalten von Kontakten gibt es dabei zwei Möglichkeiten. Man kann die Adressbuchdatei ins Telefonbuch von der FritzBox hochladen, so können alle Mobilteile dann darauf zugreifen. In unserem Test klappt das mit beinahe allen Mobilteilen, von denen CAT-iq unterstützt wird.

Außerdem erlaubt AVM das Synchronisieren der Adressbücher in der Cloud. Wenn man also die Kontakte mit einem Konto bei 1&1, Web.de, GMX oder Google synchronisiert, kann man dann mit einem FritzFon darauf direkt zugreifen, genauso wie es beim Smartphone gehen würde. Wenn ein Eintrag geändert wird oder eine neue Telefonnummer hinzugefügt, stehen die Neuerungen automatisch in der FritzBox zur Verfügung, wenig später auch in der Cloud. Hier haben wir eine echte Hintergrund-Synchronisation.

Wenn man nicht alle Kontakte im Adressbuch des Fons möchte, kann man auch nur eine angelegte Gruppe synchronisieren.

Ein paar Nachteile gibt es dann aber doch. Beim Telefonbuch der FritzBox werden nicht so viele Optionen geboten. Standard ist die Sortierung »Vorname Nachname«, anders sortieren lässt sich das nicht. Aber dafür ist eine komfortable Suchfunktion vorhanden.

Die iCloud wird nicht unterstützt, man kann seine Kontakte aber zusätzlich noch mit einem Google-Konto synchronisieren und das Problem so umgehen. Das klappt zwar, und man muss es nur einmal machen, aber es ist dennoch umständlich.

Ansonsten kann man als Apple-Nutzer noch Dial!List verwenden. Das ist ein Anrufmanager, der das Synchronisieren mit einem Mac-Adressbuch übernimmt und man kann dort sogar einstellen, ob die Kontakte nach dem Nach- oder Vornamen sortiert werden sollen. Wenn man das möchte, werden auf dem Mac-Bildschirm auch die Anrufe angezeigt.

Insgesamt bekommt man mit der Kombination aus FritzBox und FritzFon die beste Option für eine recht komfortable Verwaltung der Kontakte.

Die Verarbeitung des Telefons ist wertig, die Rückseite sieht aus, als bestünde sie aus Alu oder Metall. Die Tasten sitzen im Vergleich zum Vorgänger besser und ihr Druckpunkt ist knackig. Die Ladeschale wirkt auch solide und das Mobilteil rutscht im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr heraus.

Die seitlichen Lautstärketasten sind gut und der Headset-Anschluss ist nun oben, so kann das Gerät auch einfach in die Hosentasche gesteckt werden.

Beim C4 funktionierten Headsets meist nicht ohne Probleme und hier ist das nicht wirklich anders. Getestet haben wir mit fünf unterschiedlichen Headsets, behoben wurde das Problem aber offenbar nicht. So hat der Gesprächspartner ein Echo seiner Stimme und zwar ein lautes, benutzen kann man ein Headset so nicht. Bei allen Test-Headsets hatten wir dieses Problem. AVM arbeitet angeblich an der Echo-Unterdrückung, das Ganze soll dann als Software-Update verfügbar sein.

Ansonsten wird hier in etwa das Gleiche wie beim Vorgänger geboten. Schnell reagierende Menüführung, hochauflösender, farbiger LCD mit Profilfotos von den Anrufern, wenn sie im Adressbuch sind. Beim Hörer und Freisprechen haben wir auch an der Sprachqualität nichts auszusetzen.

Die Auswahl an Klingeltönen bleibt gleich, wir finden sie schrecklich und es bleiben maximal drei annehmbare übrig. Das ist aber eine persönliche Entscheidung.

Spielereien wie etwa RSS-Reed, Internet-Radio, Media-Player, Babyfon und E-Mail-Client gibt es hier nicht. Hat man Smart-Home-Geräte der Marke, kann man das Telefon auch wie eine Art Fernbedienung nutzen und beim Klingeln an der Haustür wird dann das Videobild der Kamera angezeigt.

Andere DECT-Telefone können das aber auch. Hier sticht vor allem die Kontaktverwaltung heraus, da sie überaus komfortabel ist. Das liegt zwar eher an der FritzBox als am Telefon, doch hier klappt es besonders schnell und reibungslos, das konnte keines der anderen schnurlosen Telefone so gut.

Wenn man aber keine FritzBox hat, empfehlen wir das Telefon nicht. Denn ohne Box geht eigentlich keine Kontaktverwaltung, wir haben es an dem Speedport und an die DECT-Basis vom Panasonic angeschlossen, hier wurden aber keine Kontakte angezeigt. Als Fehlermeldung kommt nur, dass man eine aktuelle FritzBox braucht.

Telefone mit Kontaktverwaltung

Wer Wert auf die Kontaktverwaltung legt, braucht dafür spezielle Telefone, ansonsten müssten die Nummern per Hand eingegeben werden. Wir hatten einige DECT-Telefone im Test, mit denen sich Kontakte verwalten lassen. Bei manchen gut, bei anderen weniger überzeugend. Ausprobieren war hier angesagt.

Für den Speedphone-Router: Telekom Speedphone 11

Für den Speedphone-Router

Telekom Speedphone 11

Test schnurlose Telefon: Telekom Speedphone 11
Wer einen Speedport-Router der Telekom nutzt, greift zum Speedphone.

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Wir empfehlen das Speedphone 11 für alle, die einen Speedport-Router haben. Im Gegensatz zum Speedphone 50 lassen sich hier die Tasten leichter nutzen, für uns ist ein guter Druckpunkt wichtig beim schnurlosen Telefon.

Hinsichtlich wichtiger Funktionen gibt es keine all zu großen Unterschiede bei den Modellen. Bei beiden Geräten ist ein Farbdisplay vorhanden, die Auflösung gleich. Beim Speedphone 50 ist jedoch der Bildschirm etwas größer. Bei beiden Geräten lassen sich 100 Einträge speichern in einem internen Adressbuch, je Kontakt kann man bis zu drei Rufnummern hinterlegen. Sortiert wird hier nach »Nachname Vorname«.

Elegant sehen die Ladestationen aus, aber das Telefon muss darauf schon sehr genau gestellt werden, sonst lädt und hält es nicht gut. Hier gefällt uns das FritzFon besser.

Nachteile gegenüber dem FritzFon und der Box ist, dass beim Speedport-Router die Funktionalität des Online-Adressbuchs eingeschränkt ist. Hier werden die Kontakte lediglich mit dem Telekon-eigenen Adressbuch synchronisiert, welches mit der @t-online Adresse vom Kunden verknüpft ist. Nutzt man einen anderen Anbieter bei der Kontaktverwaltung, müssen Kontakte erstmal zu T-Online importiert werden. Dann kann man sie auf dem Router und schließlich dem Telefon nutzen, umständlich.

Für Telekom Nutzer bietet sich diese Variante aber dennoch an.

Kontaktverwaltung: Gigaset CL660HX

Kontaktverwaltung

Gigaset CL660HX

Bei Gigaset wird mit einer einfachen Verwaltung per App auf dem Smartphone geworben, die heißt ContactsPush, für den Desktop gibt es QuickSync für MacOS und Windows. Ein Quantensprung ist das definitiv, ganz ausgereift aber nicht.

Die App verbindet sich mit einer internetfähigen DECT-Basisstation des Anbieters, die heißt Go Box. Die Kontakte werden vom Adressbuch des Smartphones auf das Mobilteil kopiert. Mit QuickSync geht das bei Outlook auch, alternativ mit einem Adressbuch von Mac oder Windows oder dem Google-Konto. Dafür muss aber das Mobilteil mit dem Rechner per USB oder Bluetooth verbunden sein. Dafür braucht man nicht unbedingt eine Go Box.

Bei den Programmen geht die Synchronisation aber nicht automatisch, es gibt nur den einmaligen Datenabgleich. Wenn man neue Kontakte hat oder eine Nummer ändert, muss das Programm neu gestartet werden, eine Verbindung muss hergestellt und der Abgleich per Hand gestartet werden.

Eine Benutzerfreundlichkeit wie beim Smartphone bekommt man so nicht, aber die Lösung ist nicht schlecht.

Unterstützt wird auch CAT-iq 2, das ist bei allen Modellen mit HX-Endung der Fall. Es kann ohne eigene Basis direkt mit einer DECT-FritzBox verbunden werden. Man drückt am Mobilteil die Taste lange, dann erscheint das Telefonbuch von der FritzBox. Wenn nichts schiefgeht bei der Synchronisation von FritzBox und Google Konto, werden vom Gigaset-Mobilteil immer aktuelle Kontaktdaten angezeigt.

Dabei klappt die Synchronisation in beide Richtungen, wenn man auf dem Mobilteil einen Kontakt löscht oder bearbeitet, wird das auch auf die Cloud übertragen. So bleibt der Datenbestand immer gleich.

Langsamer geht das Aufrufen von Telefonbucheinträgen aber schon als bei dem FritzFon C5. Es kann schon bis zu vier Sekunden dauern, bis die Daten auch auf dem Display erscheinen. Auch Blättern durch Namenslisten oder Nummern dauert. Das nervt manchmal, mit dem Speedport-Router geht es auch nicht schneller.

DECT-Basis: Gigaset SL450A Go

DECT-Basis

Gigaset SL450A Go

Test schnurlose Telefon: Gigaset SL450A Go
Das Gigaset Go kommt mit der Go Box als Basis und ermöglicht die Kontaktverwaltung per PC oder Smartphone.

Hat man keinen Router, der DECT-fähig ist, sollte man über eines der GigasetGo-Modelle nachdenken. Hier ist die Go Box dabei, die fungiert als DECT-Basis und wird ans Internet angeschlossen.

Dank USB und Bluetooth arbeitet das Gerät mit dem Tool QuickSync zusammen, vom Handy können die Daten aber auch per WLAN übernommen werden.

Es gibt außerdem einen Anrufbeantworter, der hat 55 Minuten Aufnahmezeit und einige Zusatzfunktionen wie Nachtmodus, Kalender, Babyfon, E-Mail-Programm und weiteres. Alles dank internetfähiger Go Box.

Wir verstehen nur nicht ganz, weshalb die Box nicht genutzt wird, um eine Synchronisation mit Cloud-Kontakten zu ermöglichen.

Auch Nummern von Anrufern können aus Online-Telefonbüchern nachgeschlagen werden, so wird dann anstatt der Nummer beim Anruf der Name angezeigt. Die Idee ist gut, klappt aber nicht immer, da nicht alle ihre Nummer online veröffentlichen.

Schnittstellen für Adressbücher von iCloud, Google, GMX oder Web.de gibt es nicht. Das finden wir schade, würden uns aber wünschen, dass das noch nachgerüstet wird.

Telefone ohne Kontaktverwaltung

Ein umfangreiches Telefonbuch hat nicht jeder, so muss die Synchronisation mit einem Online-Dienst nicht unbedingt sein. Wenn man die Nummern auch per Hand eingeben kann, gibt es ebenfalls einige gute Geräte.

Für Senioren: Gigaset E370A

Für Senioren

Gigaset E370A

Test schnurlose Telefon: Gigaset E370A
Große Tasten, großes Display, SOS-Funktion – das E370A ist ideal für ältere Benutzer geeignet.

Für ältere Nutzer eignet sich das Gigaset E370A gut. Hier gibt es einen festen Druckpunkt auf großen Tasten, beim Display außerdem eine Lupenfunktion und auch einen SOS-Notruf.

Durch die Lupenfunktion können ausgewählte Elemente vergrößert werden, so kann man etwa beim Telefonbuch die Namen besser lesen oder die Optionen beim Menü.

Per Tastendruck sendet außerdem die SOS-Funktion dann einen Notruf an eine Telefonnummer, die man vorher festlegt. Nachdem er abgenommen hat, hört der Angerufene, dass es ein Notruf ist. Wenn er die Taste 5 drückt, kann er mit dem Anrufer verbunden werden, der kann dann per Freisprechfunktion reden. So muss das Telefon nicht zwingend ans Ohr gehalten werden. Maximal vier Nummern können für den SOS-Notruf eingespeichert werden. Wenn keiner rangeht, es besetzt ist oder der Anrufbeantworter, wird die nächste Nummer gewählt.

Außerdem hat uns die robuste Verarbeitung gefallen. Das Display ist zudem leuchtstark und groß und somit gut ablesbar. Für jeden Kontakt kann man drei Nummern speichern, ebenso das Geburtsdatum. An den Termin wird man dann sogar erinnert.

Bis maximal 55 Minuten nimmt der Anrufbeantworter auf. Jedoch ist der AB nicht die Ladestation, es stehen also zwei Geräte herum. Ohne Anrufbeantworter kann man das Telefon aber auch kaufen.

Gigaset E370A: Dank großer Tasten, großem Display und SOS-Ruf ideal für Senioren.
Große Tasten, großes Display und SOS-Ruf.

Schlicht und gut: Telekom Sinus 207

Von der Telekom gibt es noch das Sinus 207. Ein schlichtes aber gutes Telefon, der Klang ist klar und die Verarbeitung solide. In der Hand liegt es gut und die Tasten kann man ebenso gut drücken. Einen Freisprecher gibt es auch.

In das Telefonbuch passen maximal 150 Einträge und je Kontakt darf nur eine Nummer gespeichert werden. Für einige Nutzer dürfte das aber reichen.

Als Sinus A 207 kommt es mit Anrufbeantworter, hier können maximal 30 Minuten aufgenommen werden.

Wer also nur nach einem einfachen aber guten Telefon sucht, ist hier richtig.

Was gibt es sonst noch?

Das Gigaset C570A ähnelt unserer Empfehlung für Senioren, bis auf die SOS-Funktion. Hier sind die Tasten ebenfalls groß, die Bedienung einfach. Unsere Empfehlung bekommt man teils aber für denselben Preis beziehungsweise niedriger, für Senioren wäre das dann sinnvoller.

Das AVM FritzFon C4 ist der Vorgänger unserer Empfehlung, hier gibt es keinen Energiesparmodus und es reagiert nicht so schnell. Da es nur wenig billiger als unsere Empfehlung ist, empfehlen wir das neuere Telefon.

Das Speedphone 50 unterscheidet sich vom 11er durch Headset-Anschluss und Lautstärkewippe. Das gibt es beim Speedphone 11 beides nicht. Das 50er war außerdem zur FritzBox kompatibel, hier gibt es aber bessere Telefone und wir finden den Aufpreis dafür zu hoch.

Panasonic KX-TGJ320 und Panasonic KX-TG6821 sind einfache Geräte mit keinen offensichtlichen Schwächen, Highlights sucht man aber auch vergeblich. Beim TGJ320 kann man je Kontakt maximal drei Nummern speichern. Die günstigere Variante KX-TG6821 bietet nur eine Nummer. Bei beiden wird zentral in der Basis das Adressbuch gespeichert. So können zugekaufte Mobilteile gleich darauf zugreifen.

Wissenswertes über schnurlose Telefone

Schnurlose Telefone werden aufgrund des Funk-Standards DECT-Telefone genannt. Inzwischen bieten sie viele Funktionen. Sie können fürs Schreiben von Mails genutzt werden, als Babyfon, können Webradio empfangen und RSS-Feeds abrufen, manche ermöglichen sogar das Verwalten von Terminen.

Jedoch braucht man die ganzen Sonderfunktionen nicht wirklich. Für Kinder hat man ein Babyfon, zum Musikhören ein anderes Gerät und E-Mails schreibt man für gewöhnlich mit dem Telefon auch nicht.

Fürs Telefonieren ist vor allem die Sprachqualität wichtig, bei modernen DECT-Geräten gibt es da keine Probleme. Wenn es blöd läuft, ist die Sprachqualität nur Durchschnitt, schlecht war aber keines unserer Testgeräte.

Bei vielen Telefonen gibt es wahlweise auch einen Anrufbeantworter, der AB tut auch das, was er soll. Maximal bei der Aufnahmedauer unterscheiden sich die Geräte voneinander oder bei der Ansagen-Anzahl.

Telefonnummern braucht man zum Telefonieren auch noch. Die sollten möglichst komfortabel gespeichert werden können, außerdem möchte man sie aktuell halten und verwalten können. Am besten wäre es, wenn man die Kontakte vom Computer importieren kann oder sie mit dem Cloud-Adressbuch synchronisiert werden. Neue Nummern möchte man meist nicht auf jedem Gerät einzeln eintragen.

Das klappt aber nicht so gut, wie man sich das wünschen würde. Einfache Modelle erfordern das manuelle Eingeben von Telefonnummern. Auch teure Modelle handhaben das oft so, hier sehen wir dringenden Nachholbedarf.

Echter Sync nur mit CAT-iq 2

Beim Festnetztelefon können die Kontakte nur mit einem Router modern verwaltet werden, wenn dieser die Funktion bietet und man ihn als Basisstation nutzt. Dafür eignen sich einige AVM FritzBoxen und ein paar Telekom Speedport-Modelle. Hier können Online-Kontakte dann importiert werden, etwa das Adressbuch von T-Online oder Google-Kontakte, alles wird auf dem aktuellen Stand gehalten.

Allerdings wird bislang von keinem die Apple iCloud unterstützt. Hier bräuchte man dann noch ein Google-Konto, mit welchem man die iCloud-Kontakte synchronisiert. Wenn das erstmal eingerichtet ist, klappt es gut.

Wenn die Router Zugriff auf Online-Telefonbücher haben, klappt auch eine echte Synchronisation von den Kontakten. Hierfür sind eigentlich noch nicht mal Geräte vom selben Hersteller nötig. Wir haben im Test etwa FritzBox und Gigaset kombiniert, auch mit Speedport Smart klappte es mit ein paar Einschränkungen.

Das liegt am CAT-iq 2 Standard. Wird diese Technologie von den Geräten unterstützt, kann man Mobilteile eines Herstellers mit einer DECT-Basis eines anderen Herstellers verbinden und dennoch wichtige Funktionen nutzen. Unter anderem auch die Übertragung von Telefonbüchern.

Dafür ist aber Voraussetzung, dass die Basis-Station auch CAT-iq 2 unterstützt. FritzBoxen mit DECT-Funktion tun das inzwischen alle, sofern das passende Firmware Update aufgespielt ist. Neueste Speedport-Router von der Telekom können das auch.

Einheitlich implementiert scheint der Standard aber nicht zu sein. Wir konnten etwa das Speedphone 50 und 11 mit unserer FritzBox 7590 verbinden, aber beim Speedphone 11 kam dann nur die Meldung »Bitte warten« und blockierte das Display. Wir haben das Gerät auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und auch dann noch die Fehlermeldung bekommen. Mit dem Speedphone 50 ging es leichter, hier konnten wir aufs Telefonbuch der FritzBox zugreifen, mit dem die Google-Kontakte synchronisiert waren.

Das FritzFon C5 kann nur mit einer FritzBox genutzt werden, der Hersteller weist auch darauf hin, dass CAT-iq 2 hier nicht korrekt umgesetzt wurde. Trotzdem sollen viele Dienste, die über CAT-iq definiert sind, unterstützt werden. Wir haben getestet mit dem Speedport Smart von der Telekom, hier konnten wir das Telefonbuch des Routers aber nicht aufrufen. Laut Fehlermeldung braucht man dafür eine FritzBox.

Nur Ausprobieren sagt einem, welche Kombination klappen kann. Wer sichergehen will, sollte Basis und Mobilteil vom selben Hersteller kaufen.

So haben wir getestet

Wir haben verschiedene DECT-Telefone ausgesucht und sie mit einer AVM FritzBox 7590, den eigenen Basisstationen und einem Telekom Speedport Smart getestet.

Bei einigen Testgeräten wurde der CAT-iq 2.x-Standard unterstützt, damit geht die Kontaktverwaltung recht gut. Die anderen waren normale DECT-Telefone. Hier muss man die wenigen Nummern dann per Hand eingeben.

Alle Testgeräte haben sich mit dem Speedport und der FritzBox verbinden lassen. Wir konnten sowohl aus- als auch eingehende Gespräche führen. Bei einfachen Modellen gibt es aber keinen integrierten Anrufbeantworter der FritzBox und auf die Telefonbücher im Router kann auch nicht zugegriffen werden.

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