WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Avm Fritzrepeater 3000

WLAN-Repeater im Test : Brückenbau im Wohnzimmer

Update 10.03.2021

Bei Problemen mit der WLAN-Verbindung gibt es verschiedene Methoden, um die Verbindungsqualität zu steigern. Eine der einfachsten ist es, einen Repeater im Heimnetzwerk zu integrieren. Wir haben 19 Repeater getestet und zeigen, worauf es beim Kauf ankommt.

Update 10. März 2021

Wir haben neue Repeater getestet. Empfehlenswert sind der RE505X von TP-Link und der EAX20 von Netgear.

8. Oktober 2020

Drei neue WLAN-Repeater im Test, drei neue Empfehlungen: Die AVM FritzRepeater 1200, 3000 und 2400 konnten uns allesamt überzeugen.

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Michael Seemann
ist Technik-Journalist mit Schwerpunkt IT und Netzwerk-Technik. Er schreibt unter anderem für PC Magazin, PC Welt, PC Go und Connect und testet bevorzugt Router und Netzwerkgeräte.

Guter WLAN-Empfang ist nicht selbstverständlich. Ob in den eigenen vier Wänden das Internet flüssig und ruckelfrei funktioniert, hängt von diversen Voraussetzungen ab. Theoretisch kann man mit WLAN Daten über weite Strecken senden und empfangen. Das funktioniert aber nur, wenn sich keine Hindernisse, wie Mauern, Wände oder massive Einrichtungsgegenstände zwischen WLAN-Router und Client befinden. Deshalb hilft oft nur, das WLAN-Signal mit Hilfe von weiterer Hardware zu verstärken.

In unseren Übertragungstests mussten WLAN-Repeater eine kürzere Strecke mit einem massiven Hindernis (Weg 1) und eine längere Strecke mit zwei massiven Hindernissen (Weg 2) innerhalb eines Haushalts überbrücken. Als WLAN-Client kam in unserem Test ein Notebook mit einem gewöhnlichen 2×2-MIMO-WLAN-Modul zum Einsatz.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Günstig und effizientViele EinsatzmöglichkeitenMit DurchschleifsteckdoseGünstigEinsteiger-Wifi-6-RepeaterLeistung satt
Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 1200Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 2400Test: Devolo Wifi Repeater+ AcTest  Brückenbau im Wohnzimmer: TP-Link RE300Test: Tp Link Re505xTest: Netgear Eax20
Modell AVM FritzRepeater 1200 AVM FritzRepeater 2400 Devolo WiFi Repeater+ ac TP-Link RE300 TP-Link RE505X Netgear EAX20
Pro
  • Gute Übertragungsraten
  • Hohe Funktionalität, als Access Point nutzbar
  • MU-MIMO, Mesh-fähig (mit AVM-Produkten)
  • Energieeffizient (unter 3 Watt) und platzsparend
  • Belegt nur 2x2 Streams eines 4x4-MU-MIMO-Routers
  • Sehr gute Übertragungsraten
  • Hohe Funktionalität, als Access Point nutzbar
  • MU-MIMO, Mesh-fähig (mit AVM-Produkten)
  • Energieeffizient
  • Flotte WLAN-WLAN-Nettotransfers
  • Clients per WPS-Knopf einbindbar
  • MU-MIMO, Mesh-fähig (mit Devolo-Produkten)
  • Durchschleif­steckdose
  • Gute Dokumenation und 3 Jahre Garantie
  • Sehr günstiger 1200er-Repeater
  • Komfortable Koppelung mit Router (nach Firmware-Update!)
  • Flotte WLAN-WLAN-Nettotransfers
  • Mesh-fähig (mit TP-Link-Produkten)
  • Relativ günstiger Wifi-6-Repeater
  • Komfortable Koppelung mit Router
  • Flotte Nettotransfers (insbesondere mit Wifi-6-Routern)
  • Mesh-fähig (mit TP-Link-Produkten)
  • Hohe Übertragungsleistung mit Wifi-6-Routern
  • 4-GbE-LAN-Ports
  • Gäste-WLAN funktioniert auch im Repeater-Modus
  • Einsatz als Wifi-6-Access-Point mit drei freien LAN-Anschlüssen
  • Mesh-fähig (mit Netgear-Produkten)
Contra
  • Als 2x2-Repeater technisch bedingte, geringere Übertragungsrate als ein 4x4-Repeater
  • Teuer
  • Maximale Leistung nur in Verbindung mit 4x4-Router
  • Relativ großes Steckergehäuse
  • Nur 100Mbit/s-LAN-Ports
  • Probleme mit Fritzbox, wenn Repeater-SSID abweicht
  • Sehr klobiges Gehäuse
  • Relativ teuer
  • Kein LAN-Port (und damit auch kein Access-Point-Modus)
  • Kein WPS für WLAN-Clients
  • Tether-App mit Registrierungszwang
  • Funkt im 2,4-GHz-Band nur über Wifi 4 (300 Mbit/s netto)
  • Eurosteckergehäuse sitzt zu locker in Wandsteckdose => Schuko-Adapter empfehlenswert
  • Kein IPv6
  • Kein IPv6
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
Bester Preis
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Günstig und effizient: AVM FritzRepeater 1200

Günstig und effizient

AVM FritzRepeater 1200

Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 1200
Der FritzRepeater 1200 ist AVMs günstigster und energieeffizientester und platzsparendster MU-MIMO-Repeater, der 2x2-Funk einen guten Kompromiss, zumal der Repeater seine MU-MIMO-Funktion auch in der Verbindung zum 4x4-Router nutzen kann.

Zum Installieren des FritzRepeater 1200 von AVM braucht es weder Smartphone noch Laptop. Ein Drücken des »Connect«-Knopfes genügt bereits, anschließend muss man nur noch die WPS-Verbindung des Routers aktivieren – fertig. Für umfangreichere Einstellungen kann das ausführliche und in deutscher Sprache vorhandene PDF-Handbuch konsultiert werden, dort werden alle Einstellmöglichkeiten des FritzRepeater 1200 erklärt.

Die Benutzeroberfläche des FritzRepeaters lässt sich – sofern man im Heimnetz unterwegs ist – über die Webadresse http://fritz.repeater erreichen. Weil die Seite auch mit dem Smartphone komfortabel zu bedienen ist (dem Responsive Design sei Dank) braucht es hier keine extra App, passionierte App-Fans können jedoch die »FritzApp WLAN« herunterladen und erhalten dort einen direkten Zugriff auf den Repeater.

Mittels 2×2 Multi User MIMO ist der Repeater in der Lage, mit mehreren Geräten innerhalb des Netzwerks gleichzeitig zu kommunizieren, wofür ihm sowohl 2,4 als auch 5 Gigahertz Frequenzen zur Verfügung stehen. Für eine Anbindung via Kabel ist der AVM FritzRepeater 1200 mit seinem Gigabit-Lan-Port bestens gerüstet. Über diese Verbindung erreichte der Repeater eine Datenrate von bis zu 420 Megabit pro Sekunde – ein Spitzenwert. Selbst das parallele Streamen von zwei Filmen (beide Full-HD, einer über Lan, einer über WLAN), konnten den FritzRepeater 1200 nicht in die Knie zwingen.

Unter der Funktion »LAN-Brücke« verbirgt sich die Möglichkeit, den Repeater wie einen Access Point zu verwenden, indem man ihn via LAN mit dem Heimnetz verbindet und so einen weiteren WLAN-Hotspot schafft. Mit der neuen Firmware-Version ist es zudem möglich, den FritzBox 1200 in Verbindung mit den Router-Modellen ab der 7490er Serie als Mesh-System zu nutzen.

Ein angenehmes Extra ist, dass sich der Repeater mittels Zeitplan ab und wieder einschalten lässt. Sofern es sich beim Router des Heimnetzes ebenso um eine Fritzbox handelt, kann die dort hinterlegte Zeitschaltung einfach übernommen werden.

Weil AVM bei seinem 1200 auf das schnellere 4×4-Dualband verzichtet und dem Repeater lediglich ein 2×2-Dualband spendiert hat, sind seine Durchsatzrate und Reichweite ein wenig limitiert, vor allem, wenn mehrere WLAN-Clients gleichzeitig Daten übertragen. Der Fairness halber sei jedoch an dieser Stelle erwähnt, dass die mit einem 4×4-Dualband ausgestatteten Repeater meist deutlich teurer sind und die hohe Geschwindigkeit für den Heimgebrauch meist nicht benötigt wird.

Viele Einsatzmöglichkeiten: AVM FritzRepeater 2400

Viele Einsatzmöglichkeiten

AVM FritzRepeater 2400

Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: AVM FritzRepeater 2400
Der FritzRepeater 2400 liegt preislich und bei der Übertragungsleistung zwischen AVMs Repeater-Modellen 1200 und 3000.

Wem es vor allem darauf ankommt, möglichst viel Fläche mit einer schnellen WLAN-Verbindung abzudecken, der greift am besten zum FritzRepeater 2400. Was die Übertragungsleistung per LAN angeht, spielt der 2400 in einer ähnlichen Liga wie der FritzRepeater 3000. Das liegt daran, dass beide das schnelle 4×4-Modul verbaut haben. Vergleicht man die Übertragungsleistung der beiden via WLAN, gerät der 2400 jedoch ein wenig ins Hintertreffen. Grund hierfür ist, dass der 2400er sein 5-Gigahertz-Modul zwischen Repeater und Client aufteilen muss.

Betrachtet man die Übertragungsstrecke zwischen Router, Repeater und Client, fällt auf, dass die Übertragungsraten des 2400er nur marginal höher liegen als die des 1200er.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit des FritzRepeaters 2400 ist die Nutzung als Access-Point, indem mithilfe eines LAN-Kabels eine Verbindung zum Router herstellt wird. Auch hier weiß der Repeater dank seiner 4×4-MU-MIMO-Antenne zu überzeugen und macht aus dem recht schwachen WLAN-Signal des Routers ein Dualband-WLAN, das leistungstechnisch dem der Fritzbox 7590 entspricht.
Ist man lediglich auf der Suche nach einem WLAN-Repeater, bietet der FritzRepeater 2400 im Vergleich zum 1200er keine großen Vorteile. Seine Stärken liegen vor allem in der Nutzung als Access Point und der Möglichkeit, ein weiteres Gerät via Netzwerkkabel anschließen zu können.

Mit Durchschleifsteckdose: Devolo WiFi Repeater+ ac

Der WiFi Repeater von Devolo kommt mit drei Jahren Herstellergarantie und ist mit einer Durchschleifsteckdose ausgestattet. So kann er auch an einer eigentlich schon belegten Steckdose angeschlossen werden. Um das hauseigene WLAN zu erweitern, genügt es, die WPS-Taste zu drücken.

Mit Durchschleifsteckdose

Devolo WiFi Repeater+ ac

Test: Devolo Wifi Repeater+ Ac
Der etwas teurere 1200er-MU-MIMO-Repeater mit Durchschleifsteckdose für den Nicht-Fritzbox-Nutzer.

Koppelt man en Repeater von Devolo mit der Fritzbox 7590, baut der Devolo zunächst sowohl mit dem 2,4-GHz-, als auch mit dem 5-GHz-Funkband eine Verbindung auf und übernimmt zudem deren WPA2- und SSID-Passwort. Damit wir sicher sein konnten, dass sich der Test-Client auch wirklich mit dem Repeater und nicht der FritzBox verbindet, haben wir den Access Points umbenannt.

Dadurch wurde allerdings auch die Verbindung via 5-GHz-Funkband gekappt. Im Test sorgte das für merklich niedrigere Nettotransferraten. Weil dieses Problem nur bei der Verbindung mit der Fritzbox auftrat, haben wir im  Test einen anderen Router verwendet. Trotzdem sollte sich Devolo dieses Problems annehmen.

Mit einer Übertragungsleistung zwischen 200 und 230 Mbit/s spielt der Repeater ganz oben mit, so konnte man einen 4K- und ein 2K-Film, den wir übrigens von unserem NAS-System gestreamt haben, flüssig genießen. Mann kann den Repeater von Devolo auch als Zugangspunkt (WLAN-Access-Point) betreiben. Beispielsweise, um einen LAN-Anschluss für WLAN-Clients nutzbar zu machen. Verwendet man den Devolo so, ist seine Geschwindigkeit allerdings auf 95 Mbit/s limitiert, was an den LAN-Ports liegt, mit denen er ausgestattet ist.

Zurück zu den positiven Dingen: Das PDF-Handbuch ist vorbildlich und auch die Steuerung mithilfe der Smartphone-App von Devolo klappte im Test hervorragend. Auch die Einstellmöglichkeiten, die man im Webmenü findet, haben uns im Test gut gefallen. Interessant ist der WLAN-Repeater von Devolo deshalb für alle, die keinen AVM-Router besitzen und mit den beiden recht langsamen LAN-Ports leben können.

Der RE300 ist ein günstiger Dualband-Repeater, der in der Praxis hervorragende Übertragungsleistungen bietet. Selbst entfernte Clients versorgte er noch mit Nettodatentransferraten von bis zu 240 Mbit/s. Auch das zeitgleiche Streamen eines 4K- und eines 2K-Film war im Test kein Problem. Lediglich die duale Verbindung klappte im Test nicht auf Anhieb, war aber nach dem Software-Update keine Hürde mehr.

Günstig
Test  Brückenbau im Wohnzimmer: TP-Link RE300
Sehr preisgünstiger, flotter und gut bedienbarer 1200er-Repeater, wenn man auf LAN-Port, Access-Point-Modus und MU-MIMO verzichten kann.

Will man den Repeater mit der »Tether«-App steuern, muss man ein extra Konto anlegen. Das ist zwar etwas unschön, dafür bekommt man aber auch Cloud-Zugriff, was man aber bei einem Repeater nicht unbedingt braucht. Was man hingegen immer braucht, ist eine Möglichkeit zur Steuerung und Konfiguration des Geräts und in dieser Disziplin konnte der TP-Link vollkommen überzeugen.

Im Test machte es keinen großen Unterschied, ob man sich bei der Bedienung für die Weboberfläche oder das Smartphone entschied: In beiden Fällen waren die wichtigsten Informationen immer gut strukturiert ablesbar. Gefallen haben uns auch die vielen Erklärungen in deutscher Sprache, die dafür sorgen, dass sich auch Laien auf Anhieb damit zurechtfinden können. Das PDF-Handbuch, welches man auch der Supportseite von TP-Link finden kann, gibt es aber leider nur auf Englisch.

 WLAN-Repeater Test: Tp Link Re300 Status
Übersichtlich: Die Status-Übersicht.

Ein nettes Extra ist auch die Möglichkeit, bestimmte Clients direkt am Repeater blockieren zu können. Zudem kann man einen Zeitplan für die Verbindung definieren. Besitzer eines Routers von TP-Link können sich darüber freuen, dass der RE300 in Verbindung mit diesem Mesh-fähig ist.

Ein kleiner Nachteil des Repeaters: Sein Funkmodul ist nicht auf dem neuesten Stand der Technik, MU-MIMO beherrscht es deshalb nicht und einen Ethernet-Port sucht man leider auch vergeblich. Das ist in Anbetracht des günstigen Preises aber durchaus verschmerzbar. Zudem gibt es eine dreijährige Herstellergarantie oben drauf.

Beim RE505X von TP-Link handelt es sich um einen Repeater mit 2×2-Dualband, der bereits fit für den Wifi-6-Standard ist. Sein ganzes Können zeigt der Repeater folglich erst im Zusammenspiel mit einem Router, der ebenfalls Wifi 6 beherrscht. Im Test haben wir deshalb den Nighthawk WAX200 von Netgear verwendet.

Einsteiger-Wifi-6-Repeater
Test: Tp Link Re505x
Der RE505X ist ein vergleichsweise günstiger Wifi-6-Repeater, der mit guten Transfers und einfacher Bedienung überzeugt, auch wenn er strenggenommen nur bei 5 GHz mit Wifi 6 funkt.

Das Koppeln der beiden Geräte via WPS-Taste klappt, egal welches Funkband man verwendete, hervorragend. Das aktive Funkband, das gerade zur Kommunikation mit dem Router verwendet wird, zeigt der Repeater mithilfe zweier LEDs an. Praktisch, denn so spart man sich die Informationsbeschaffung im Webmenü.

Was Bedienung und Funktionalität angeht (die Bedienung kann übrigens auch über die Tether-App erfolgen), spielt der Repeater in derselben Liga wie der RE300. Wer ein Konto bei TP-Link anlegt, das im übrigen kostenlos ist, kommt dank der Cloud-Verbindung dann sogar in den Genuss den Router mithilfe der Tether-App auch von unterwegs aus steuern zu können.

Funkt der Repeater über Wifi 6, haben wir im Test (sofern der Router auch Wifi 6 beherrscht) 1200 Mbit/s brutto gemessen. Schließt man einen Client per LAN an, kommunizieren Router und Repeater mit etwa 750 Mbit/s netto. Übrigens kann man den LAN-Port des Repeaters auch als Wifi-6-fähigen Access Point nutzen.  Im Test haben wir parallel ein 2K- und ein 4K-Video gestreamt, beide Streams liefen ohne Ruckler.

Nutzt man nicht das 5-Ghz-Band, sondern das mit 2,4 Ghz, funkt der RE505X allerdings nur mit bis zu 300 Mbit/s, im 20 Mhz-Kanal sinkt der Wert dann sogar auf 144,4 Mhz ab. Würde der Repeater auch bei 2,4 Ghz Wifi 6 beherrschen, wären die Transferraten in etwa doppelt so hoch, insofern ist es ein wenig schade, dass er den schnellen WLAN-Standard nur bei der höheren Frequenz beherrscht.

Weil er an der Steckdose angebracht zudem einen recht wackeligen Eindruck macht, sollte man bei der Anschaffung des RE505X auch gleich ein paar Euro in Schuko-Adapter investieren.

Leistung satt: Netgear EAX20

Der EAX20 von Netgear kommt mit satten vier Gigabit-LAN-Ports. Selbst wenn man ihn Als Access Point betreibt, was durchaus möglich ist, stehen einem noch immer drei dieser Ports zur Verfügung.

Leistung satt

Netgear EAX20

Test: Netgear Eax20
Der EAX20 von Netgear präsentiert sich als lesitungsfähiger, gut ausgestatteter 2x2-Wifi-6-Repeater mit 4 GbE-Ports, der auch als Wifi-6-Accesspoint eine gute Figur abgibt.

Egal ob Wifi-5- oder Wifi-6-Router: die Verdingung über die WPS-Taste klappt immer hervorragend, sofern man dabei die richtige Reihenfolge einhält: Erst am Extender die Taste drücken, danach folgt erst der Router. Diese Information fehlt auf der Quickinfo-Anleitung, die auch sonst recht sparsam mit Informationen ist.

Die 2,4-Ghz-Verbindung wird übrigens erst beim zweiten Kopplungsvorgang aufgebaut, als erstes wird die Verbindung via 5-Ghz-Band hergestellt. SSID und Passwort (WPA2-Verschlüsselung) werden vom Haupt-Router übernommen. Im Webmenü kann man nicht nur das Passwort ändern, sondern sich auch ausführlich über die zwei Verbindungen zum Router und die beiden WLANs des Repeaters informieren. Auch für den sicheren Zugriff auf das Webmenü mittels Browser ist durch SSL-Verschlüsselung gesorgt.

Die Einrichtung via App ist etwas umständlich, weil man die Zugangsdaten händisch eintippen muss. Um den Repeater dann per WPS einzurichten, muss man im Browser »mywifiext.net« aufrufen. Voraussetzung dafür ist, dass der Client, über den man das macht, per Kabel oder WLAN mit dem EAX20 verbunden ist.

Auch beim Netgear gibt es Funkband-LEDS. Die informieren aber nur über die derzeit aktiven Repeater-WLANs, einen Anhaltspunkt, welche Funkbänder gerade für die Kommunikation zum Router verwendet werden, liefern sie nicht.

Im Vergleich mit dem RE505X sind die Übertragungsraten im 5-Ghz-Band beim EAX20 einen Tick besser. Der deutliche Vorteil ist aber die Unterstützung von Wifi 6 im 2,4-Ghz-Band. Damit sind nämlich im Vergleich zum RE505X doppelt so hohe Linkraten möglich. Im Streaming Test mit jeweils einem 4K- und 2K-Video gibt es keine störende Ruckler. Gut finden wir auch, dass sich WLAN-Clients ganz unkompliziert per WPS-Taste koppeln lassen.

Zwar fehlt dem Repeater die Möglichkeit, definierten Clients eine Zeitsperre zuzuweisen, dafür gibt es allerdings ein Gast-WLAN, dessen Nutzern der Zugriff auf bestimmte Heimnetz-Geräte verwehrt werden kann. Der EAX20 ist mit einem Anschaffungspreis von 140 Euro zwar nicht gerade günstig, bietet dafür aber ein rundum gelungenes Paket aus Bedienkomfort, Ausstattung und Leistung.

Was gibt es sonst noch?

Der AVM FritzRepeater 3000 verfügt über das schnelle 4×4-Modul, was ihn für eben jene besonders attraktiv macht, die auf eine derart schnelle Verbindung angewiesen sind – oder einfach gerne ein paar Geschwindigkeitsreserven in der Hinterhand haben. Dieses Extra an Geschwindigkeit macht den FritzRepeater 3000 jedoch auch etwa doppelt so teuer wie seinen kleinen Bruder, den 1200. Um zu verhindern, dass sowohl für die Client-Verbindung, als auch für die Router-Verbindung das gleiche WLAN-Modul verwendet wird, nutzen die WLAN-Clients bei diesem Modell unabhängige Module, was eine deutliche höhere Übertragungsrate zur Folge hat.

Selbst mit einem per WLAN verbundenen 2×2-Gerät waren hier Übertragungsraten jenseits der 300 Megabit pro Sekunde möglich. Noch schneller wurde es mit einer Kabelverbindung (LAN): Über eine WLAN-Brücke zum Router haben wir 550 Megabit pro Sekunde gemessen. Dieser Wert macht den AVM FritzRepeater 3000 auch für die Anwendung im kabellosen Heimnetz-Bereich interessant.

Wer nun mit einer derart schnellen Verbindung liebäugelt, um dem nächsten Ladescreen bei Netflix vorzubeugen, der wird jedoch enttäuscht werden, denn derart schnelle Übertragungsraten funktionieren nur im Heimnetz, beim klassischen Surfen ist das Datenlimit der eigene Internetanschluss, welcher meist auf eine Geschwindigkeit von 100 Megabit limitiert ist. Nur, wer innerhalb seines Heimnetzwerks regelmäßig große Mengen an Daten überträgt, wird den Geschwindigkeitsvorteil des AVM FritzRepeater 3000 überhaupt bemerken.

Ein paar kleine Nachteile hat der AVM FritzRepeater 3000 natürlich auch. Die WLAN-Brücke vom Repeater zum Router funktioniert im 5-Gigahertz-Bereich nämlich nicht unter dem Kanal 100. Das macht es nötig, dass auch das 5-Gigahertz-Lan des Routers oberhalb dieses Bereichs senden muss. Während sich eine Fritzbox – ausgestattet mit der aktuellen Firmware – selbstständig um dieses Problem kümmert und entsprechend die hohen Kanäle verwendet, muss das bei anderen Routern oder älteren Firmware-Versionen »von Hand« gemacht werden.

Sollten Sie einen Firestick (Amazon) oder Chromecast (Google) benutzen, könnte das ein kleines Problem darstellen. Diese Hersteller verwenden in den genannten Produkten im 5-Gigahertz-Bereich nämlich lediglich die Kanäle zwischen 36 und 48, um sich so vor der kostspieligen DFS-Zertifizierung zu drücken. Für sie als Benutzer heißt das, dass die Geräte nicht über die WLAN-Brücke kommunizieren können und deshalb auf den langsameren 2,4 Gigahertz-Standard ausweichen müssen, oder aber das zweite Band des Repeaters verwendet werden muss, das ebenfalls mit 5 Gigahertz kommuniziert.

TP-Links RE355 kann jeweils zwei Datenstreams parallel übertragen, seine maximale Linkrate beträgt außerdem 867 Mbit/s bei 5 GHz und 300 Mbit/s bei 2,4 GHz. Das gleichzeitige Streamen von FullHD-Videos über unsere ungünstigere Teststrecke (Weg 2) bewältigt der RE355 problemlos. Mit der Smartphone-App »Tether« lassen sich wichtige Informationen auslesen und einige Konfigurationen direkt am Smartphone vornehmen.

Die WPS-Funktion hingegen enttäuscht. Im Gegensatz zu diversen anderen Modellen funktioniert die WPS-Taste nur für den Verbindungsaufbau mit dem WLAN-Router. Neue WLAN-Clients können nicht per Knopfdruck in das Heimnetz eingebunden werden. Über den seitlich angebrachten Gigabit-LAN-Port des RE355 können Sie auch Clients per LAN-Kabel ins Heimnetz hinzufügen. Die so eingebundenen Geräte erreichten auch sehr gute Testergebnisse.

Wenn für Sie der Preis keine Rolle spielt, gibt es kaum ein besser ausgestatteten Repeater als den Netgear EX8000. Mit seinem Triband-WLAN, also ganzen drei separaten Funkmodulen, und 4×4 MU-MIMO Wave 2 lässt er keine Wünsche offen und erreicht fantastische Datenraten (Weg 1 – 240 Mbit/s bzw. Weg 2 – 210 Mbit/s). Zudem verfügt das Gerät über einen 4-Port-Switch und einen USB-Anschluss mit NAS-Funktionalität (inklusive DLNA-Mediaserver). Es stellt sich aber bei dem Preis und der Größe des EX8000s die Frage, ob man mit einem aktuellen WLAN-Router nicht besser bedient wäre.

Wissenswertes über WLAN-Repeater

Ein WLAN-Repeater verstärkt das WLAN-Funksignal des Routers, indem er die Daten wie ein normaler WLAN-Client empfängt und ein eigenes WLAN-Netz erstellt, in das er die Daten weitersendet. Dadurch erhalten Clients, die keine direkte Verbindung zum Router herstellen können, einen indirekten Zugriff über den WLAN-Repeater zum Router.

Für gewöhnlich verbindet man den Repeater dabei per Kopfdruck (WPS) mit dem WLAN des vorhandenen Routers. Daraufhin klont der Repeater die Router-Konfiguration und spiegelt so das WLAN für die entfernten Clients. Das ist nicht nur für die Inbetriebnahme vorteilhaft, auch die Endgeräte können sich auf diese Weise problemlos mit dem Repeater-Netz verbinden, da die Zugangsdaten des Routers bereits eingespeichert sind. Der Übergang zwischen Router- und Repeater-WLAN geschieht dadurch nahtlos, der Anwender bemerkt auch gar nicht, mit welchen Netz die Verbindung erfolgt.

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