USB-Sticks Test: Usb Sticks Alle

USB-Sticks im Test : Einfacher Datentransport

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Update 23.10.2020

Ein guter USB-Stick zeichnet sich vor allem durch schnelle Datenübertragung aus. Den Herstellerangaben kann man allerdings selten trauen. Wir haben mehr als 78 USB-Sticks getestet und verraten Ihnen, welche besonders flott sind.

Update 23. Oktober 2020

Wir haben weitere USB-Sticks getestet. Der USB 3.0 Stick von Raoyi (64 Gigabyte) und der JetFlash 920 von Transcend (128 Gigabyte) sind neue Empfehlungen

Mike Wobker
Mike Wobker
schreibt als freier Technik-Journalist unter anderem für Notebookcheck, Netzwelt, Golem und Computerbase und testet alles rund um PC & Notebooks.

USB-Sticks sind längst nicht nur eine bequeme Art Daten zu transportieren, sie können inzwischen auch als Safe für Ihre Daten, als Authentifizierung-Schlüssel oder als mobiles Live-System dienen. USB-Datenspeicher kommen in den unterschiedlichsten Ausführungen und unterscheiden sich in Kapazität und Geschwindigkeit. Wir haben 78 verschiedene Sticks getestet und ermittelt, welche wir für besonders empfehlenswert halten.

Die besten USB-Sticks mit 32 Gigabyte

Es gibt zwar immer noch USB-Sticks mit kleinerem Speicher, wir glauben aber, dass sich eine Anschaffung nicht lohnt. 32 Gigabyte ist für uns die unterste Grenze.
Wir haben 27 Sticks getestet und festgestellt, dass die sehr günstigen Produkte oft auch über eine eingeschränkte Leistung verfügen.

Flexibel und Kompakt: Adata Choice UC350

Flexibel und Kompakt

Adata Choice UC350

Test USB-Stick: ADATA Choice UC350
Dank ausgewogener Datenraten und Dual-Steckern holt sich der Stick den Testsieg.

von 664 Lesern gekauft

Der Choice UC350 von Adata ist nicht das günstigste Modell, dafür kann es aber auch recht viel. Die sequenziellen Lese- und Schreibraten sind ausgeglichen und flott, zudem schafft es Adata, gleich zwei USB-Steckertypen im winzigen Gehäuse unterzubringen. Außerdem gibt der Hersteller eine sehr lange Garantie auf das Produkt, nämlich 30 Jahre.

Der Datenträger von Adata gehört nicht zu den schnellsten Modellen in unserer Testreihe (107,9 MB/s bzw. 94,47 MB/s), ist aber immer noch schneller als die meisten Geräte. Zudem sind die Lese- und Schreibraten sehr ausgewogene und konsistent. So profitieren Sie von dem Stick in mehreren Einsatzszenarien und das empfinden wir als wichtiger als eine einseitige, sehr gute Leistung.

Der Adata Choice UC350 iefert das beste Gesamtpaket ab.
Der Adata Choice UC350 können wir wärmstens empfehlen.

Eine andere Besonderheit des Adata-Sticks ist, dass es zusätzlich zu der gängigen USB-A-Schnittschnittstelle über noch einen USB-C-Anschluss verfügt. Damit können Sie den USB-Stick selbst an Ihrem Smartphone nutzen. Um die jeweilige Schnittstelle zu nutzen, muss einfach nur die goldene Abdeckung von einem Ende auf das andere Ende umgesteckt werden. Der ungenutzte Stecker wird so vor Schäden bewahrt, vorausgesetzt Sie verlieren die Kappe nicht. Diese ist nämlich leider nicht so stabil verbaut und sitzt locker. Man sollte also während des Transports aufpassen, dass sich die Kappe nicht löst und verloren geht.

Die duale USB-Ausstattung ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der USB-Stick nur knapp drei Zentimeter lang ist, was ihn ferner zu einem der der kleinsten Geräte auf dem Markt macht. Dass ADATA auf sein Konzept vertraut, beweisen auch die drei Jahrzente Herstellergarantie, die der Hersteller auf seinen Stick gibt. Es wird zwar mit einer lebenslangen Garantie geworben, jedoch beträgt eine solche Garantie hierzulande 30 Jahre ab dem Kaufdatum.

Klassischer Stick: Intenso Ultra Line 32

Klassischer Stick

Intenso Ultra Line 32 GB

Für alle, die einen klassischen USB-Stick für einen kleinen Preis suchen, ist der Ultra Line 32 von Intenso einen Blick wert. Dass es das günstigste Modell in unserer Testreihe ist, erkennt man schnell an den Datenraten.

Vom Äußeren her erinnert der Ultra Line 32 an einen üblichen USB-Stick und ist auch dementsprechend groß. Zudem hat er eine Kappe, der die USB-Schnittstelle schützt. Die Verarbeitung ist unauffällig, man erkennt schon auf dem ersten Blick, dass es sich um ein günstigeres Gerät handelt. Der günstige Preis spiegelt sich auch in den Datenraten wieder, denn hier müssen Abstriche hingenommen werden. Beim Lesen kommt der Stick nur auf 56 MB/s, beim Schreiben auf nur 47,7 MB/s. Andere Geräte sind hier mindestens doppelt so schnell.

Der Intenso ist ein klassischer USB-Stick mit Kappe.

Das sind keine großartigen Ergebnisse, jedoch ausreichend für das Übertragen von kleineren Dateien und Dokumenten. Wenn Sie größere Dateien laden möchten oder gar einen sogenannten Live-Stick nutzen möchten, sollten Sie andere Alternativen in Betracht ziehen.

Klein und praktisch: Kingston Data Traveler microDuo 3C

Klein und praktisch

Kingston Data Traveler microDuo 3C

Wie schon unsere Empfehlung von Adata, bietet auch der Data Traveler microDuo 3C von Kingston zwei USB-Anschlüsse an und ist damit ebenfalls sehr flexibel einsetzbar. Bei der Leserate übertrifft er sogar den Adata-Stick. Leider ist er beim Schreiben deutlich langsamer. Preislich liegt der Stick im Mittelfeld, erfreulicher ist da schon die Garantie von über 5 Jahren.

Die Abmessungen sind ähnlich klein, wie die Alternative von Adata, doch bei der Implementierung der Schutzkappe sind die Hersteller unterschiedliche Wege gegangen. Die unbenutzte, freie Buchse wird mit einer umklappbaren Plastikkappe geschützt, die fest am Gehäuse angebracht ist und nicht abgenommen werden kann.

Der microDuo zeigt wie man den Schutz moderner regeln kann.

Mit seiner sequenziellen Leserate muss sich der Kingston vor größeren Geräten nicht verstecken: Sehr gute 134,30 MB/s kann er erreichen. Bei der Schreibrate kann er dieselbe Power aber nicht abrufen. Die Datenrate bricht auf gerade einmal 19,27 MB/s ein. Eigentlich enttäuschend, doch der Hersteller gibt die Leistung sehr exakt an und man weiß von vornherein, was einen erwartet.

Zudem spendiert Kingston dem Datenspeicher eine fünfjährige Garantie. Der Preis pro Gigabyte ist akzeptabel und mit 5 Jahren Garantie ist der Stick von Kingston unserer Meinung nach empfehlenswert.

Was gibt es sonst noch?

Der Transcend JetFlash 590 ist weder der kompakteste, noch der schnellste USB-Stick in unserem Test. Dafür sind Geschwindigkeiten ordentlich und weichen nicht so sehr voneinander ab und das Gerät besitzt eine Herstellergarantie über fünf Jahre. Transcent legt dem Jetflash außerdem eine kostenlose Software bei, mit welcher der Zustand des USB-Sticks überwacht werden kann.

Ein weiterer mobiler Datenträger mit dualem USB-Anschluss ist der PNY DuoLink OTG. Zum Umschalten der Stecker wird ein simpler Mechanismus verwendet, der etwas fummelig ist. Auch wenn er nicht zu den langsameren Datenträgern in unserem Testfeld gehörte, finden wir die Garantie mit einem Jahr zu kurz und denken, dass es da bessere Alternativen gibt.

Leider verwendet Apple immer noch keine USB-C-Anschlüsse am iPhone, weshalb einem die dualen Sticks nicht viel helfen. Deshalb hat SanDisk mit dem iXpand einen USB-Stick speziell für das iPhone entworfen. Das Gerät besitzt einen gummierten Knick, womit das Display des iPhones nicht blockiert wird und der Stick auch nicht allzu sehr absteht. Ein durchdachtes Design, wofür sich SanDisk aber gut bezahlen lässt, denn günstig ist das Gerät nicht. Für den Preis bietet SanDisk aber auch eine zweijährige Garantie, sowie ein automatisches Verschlüsseln.

Ein weiteres Gerät von SanDisk und ein weiteres Gerät mit dualem Stecker: der Ultra Dual Drive. Er verfügt nicht über eine sonderlich hohe Leistung beim Schreiben und auch das Gehäuse ist nur aus einfachem Plastik. Was den Ultra Dual Drive besonders macht, ist die zweite Anschlussmöglichkeit. Diese ist nämlich ein microUSB-Anschluss und nicht etwa USB-C. Damit dürfte der Stick für Besitzer älterer Geräte interessant sein.

Der SanDisk Ultra ist mit einer Leseleistung von 147,10 MB/s beachtlich schnell und übertrumpft damit sogar die Angabe des Herstellers. Bei der Schreibrate hört die Euphorie dann aber wieder auf. Lediglich 29,02 MB/s schafft der relativ günstige SanDisk. Ein weiterer Punkt der uns nicht überzeugt, ist der Schutz des USB-Steckers. Der lässt sich ins Gehäuse einfahren, steht aber selbst dann noch ab. Effektiver Schutz geht anders.

Wer einen winzigen und leichten USB-Stick sucht, kann auch den Samsung Fit in Betracht ziehen. Der drei Gramm leichte USB-Stick ist nicht nur recht robust gebaut, er ist selbst gegen Einflüsse wie Magnetstrahlung geschützt. Steckt man den Stick in einen USB-Port, ragt das Gehäuse nur noch etwas vom Port ab. Doch nicht nur seine Größe ist etwas Besonderes. Die Datenraten sind mit 153,90MB/s und 59,56 MB/s beachtlich, wenn auch etwas unausgeglichen.

Wirklich stabil und wertig gebaut ist der Data Traveler SE9 G2 von Kingston. Dessen Gehäuse besteht vollkommen aus Metall, was den netten Zusatzeffekt hat, dass er schick aussieht. Kritik gab es in unserem Test an der Leistung: Der Data Traveler weicht mit den Datenraten 93,32 MB/s und 58,40 MB/s von der vom Hersteller versprochenen Leistung deutlich ab.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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