Smartphone-Drucker Test: Test Smartphone Drucker Uebersicht

Smartphone-Drucker im Test : Das Polaroid-Prinzip

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Veröffentlicht 16.03.2020

Der "Polaroid-Look" ist wieder voll im Trend. Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und uns die 10 interessantesten und am weitesten verbreiteten Smartphone-Drucker-Modelle für einen ausführlichen Test in die Redaktion geholt.

Sven Kloevekorn
Sven Kloevekorn
ist Technik-Journalist und Fotograf. Er schreibt unter anderem für Giga, AndroidNext und Notebookcheck. Er testet regelmäßig Drucker, Scanner, Speichergeräte und mehr.

Die Sofortbildkamera war für lange Zeit ein sehr beliebtes Gerät, bis sie vor einigen Jahren mit den Digital- und Smartphone-Kameras plötzlich verschwand. Doch bis dahin war sie ein Kultobjekt. Der Grund dafür lag wahrscheinlich am simplen Prinzip der Polaroidkameras. Ein Klick und sofort hält man das Foto in den Händen. Keine zusätzliche Hardware, keine Drucker – und sogar kein Display um vorher das Foto zu betrachten. Die entstandenen Fotos waren natürlich und kreativ, und oftmals auch sehr lustig.

Dieses Prinzip hat immer noch viele Fans, denn heute landen viele Fotos nur im Speicher oder in der Cloud und werden dann einfach vergessen. Deshalb haben Drucker- und Kamera-Hersteller dieses alte Prinzip mit den mobilen Smartphone-Druckern wieder aufgegriffen.

Manche dieser Drucker sind zwar nicht sonderlich kompakt und passen eher in einen Rucksack und nicht wie andere Modelle in die Hosentasche, dennoch haben wir uns Smartphone-Drucker aus allen Mobilitäts-Kategorien angesehen. Mit den Abmessungen unterscheiden sich auch logischerweise die ausgedruckte Bildgröße und das Seitenverhältnis.

Die Hersteller setzen zudem auf verschiedene Bedienkonzepte. Standardmäßig setzen kleine Geräte auf Bluetooth, aber auch WLAN und USB-Verbindungen sind möglich. Hat man sich mit einem Drucker verbunden, muss eine Smartphone-App, dessen Qualität von Hersteller zu Hersteller stark variiert, verwendet werden. In der Regel erlauben die Apps, vor dem Drucken gewisse Bearbeitungen vorzunehmen oder Filter anzuwenden.

Was nicht so erfreulich ist und worauf man unbedingt achten sollte, ist der Bildausschnitt. Viele Apps zeigen leider nicht den korrekten Bildausschnitt an. Oft wird zwar in der Vorschau ein gewisser Rahmen angezeigt, bei vielen Geräten stimmen die jedoch nicht mit dem tatsächlichen ausgedrucktem Foto überein. Es wird mehr abgeschnitten, als angezeigt und das kann ein Foto manchmal ruinieren. Deshalb sollten Sie sich erstmal, so wie wir in unserem Test, daran gewöhnen, wie genau der Drucker die Fotos ausgibt.

Die nächste Einteilung findet bei der verwendeten Drucktechnologie statt. Die meisten kompakten Geräte verwenden die ZINK-Technologie (»Zero ink«). Bei dieser Druck-Variante benötigen die Drucker keine Tinte, die Farben liegen bereits im ZINK-Papier vor und das Gerät aktiviert lediglich die Farben mit einem Hitzeimpuls. Da die Hersteller, wie bei herkömmlichen Druckern auch, mit dem Druckerpapier Geld verdienen möchten, sind die ZINK-Papiere nicht mit ZINK-Druckern von anderen Herstellern kompatibel.

In unserem Test konnten wir dies jedoch umgehen. Dazu nehmen wir einfach das blaue Deckblatt des Papiers des Druckerherstellers und legen es auf den ZINK-Papierstapel des anderen Herstellers. Auf dem Deckblatt ist nämlich ein Barcode aufgedruckt, der sicherstellt, dass nur das hauseigene ZINK-Papier mit dem jeweiligen Drucker verwendet werden. Wie gut das bei allen Druckern funktioniert, können wir natürlich nicht pauschal sagen. In unserem Test fielen uns aber keine wirklichen Unterschiede auf.

Eine weitere Besonderheit des ZINK-Verfahrens ist die niedrigere, gar »trashig«-wirkende Druckqualität, wie man sie von Sofortbild-Kameras kennt. Manche Fans kaufen sich sogar solche Smartphone-Drucker gerade wegen dem kultigen Retro-Look.

Die zweite Drucktechnologie ist die von den größeren Druckern bevorzugte Thermosublimationstechnik. Dieses Verfahren vereint alle Verbrauchsmaterialien gemeinsam in einer Patrone und sind nicht separat erhältnich. Hier wird mit einen farbigen Wachsband die Farbe auf das Papier mit sehr hohen Temperaturen übertragen und versiegelt. Das führt zu einer sehr guten Druckqualität und die Fotos sind auch sehr haltbar. Der Nachteil ist aber der viele Plastikmüll und auch die hohen Kosten pro Druck.

Kompakt und gut: HP Sprocket Plus

Kompakt und gut

HP Sprocket Plus

Test Smartphonedrucker: HP Sprocket Plus
Der beste Kleine druckt die größten tintenlosen Fotos und patzt dabei weniger als die Kollegen.

von 190 Lesern gekauft

Unter den Fotodruckern im Hosentaschen-Format hat uns die HP Sprocket Plus begeistert und können sie nach unserem Test wärmstens weiterempfehlen. Die Sprocket Plus gibt deutlich größere Fotos als ihre Konkurrenten aus, erzielte sehr gute Ergebnisse hinsichtlich der Druckqualität und die Smartphone-App ist ausgereift und erlaubt eine komfortable Bedienung. Beeindruckend, was so ein kompaktes Gerät leisten kann.

Der Sprocket Plus macht einen wertigen und stabilen Eindruck. Wenn wir etwas fester auf das Gehäuse drücken, gibt es nicht nach. Trotz seinem Hosentaschen-Format sollten Sie sich aber nicht auf das Gerät setzen, das würde es mit hoher Wahrscheinlichkeit beschädigen. Das gilt übrigens für alle in unserem Test.

Für das HP-übliche Äußere sorgt ein Streifen im Kupferlook. Dank den abgerundeten Ecken und der glatten Plastikoberfläche kann man das Gerät schnell in einer Hosen- oder Jackentasche verstauen.

In unserem Testbild erkennen wir das vorher beschriebene Problem mit dem Beschnitt. Dieser ist gleichmäßig, aber die Kreuze von unserem Originalbild sind verschwunden. In der Smartphone-App, in der wir den Druck gestartet haben, war das nicht sichtbar.

Die Qualität hingegen stimmt. Der Graustufenverlauf ist fein und nur wenn wir das Foto auf dem Smartphone betrachten, fällt uns ein blauer Farbstich auf. Der Farbstich zieht sich aber über alle Helligkeitsstufen und ist somit verkraftbar. Die Farbtafel bildet der kleine HP-Drucker gut ab, lediglich die jeweils hellsten und dunkelsten Graustufen sind nicht gut zu unterscheiden.

Das Elbphilharmonie-Foto zeigt schöne Farben, die jedoch nicht übersättigt sind. Hier finden wir einen nicht zu übersehenden Magentastich. Zudem ist der Himmel nicht gerade streifenfrei. Hier haben wir zur Veranschaulichung eine Vergrößerung verwendet, im eigentlichen Ausdruck kommen die Streifen nicht so sehr zur Geltung wie auf unserem Zoom.

Am überzeugendsten war das Porträt-Foto, das sich selbst mit dem Ausdruck von größeren Druckern messen kann. Die Hauttöne werden bei Druckern dieser Größe nicht gut dargestellt und leiden oft unter Tonwertabrissen. Umso erfreulicher ist es, dass der Sprocket Plus nicht davon betroffen ist und das Foto schön natürlich wirkt. Aufgrund des allgemeinen Blaustichs wirken die Hauttöne etwas zu rosa. Das klingt merkwürdig, doch der Grund dafür ist der Blaustich, der die Gelbtöne unterdrückt und das wiederum verstärkt das Rote in der Haut.

Smartphone-Drucker Test: Hp Sprocket Plus Screenshots
Die Oberfläche der HP-App ist schlicht, verfügt jedoch über ausreichend viele Optionen.

Ebenfalls gefallen hat uns die Smartphone-App. Die Kopplung mit dem Foto-Drucker klappte auf Anhieb. In der Galerie können Sie anschließend lokal oder in der Cloud gespeicherte Fotos auswählen und drucken. Social-Media-Kanäle wie Instagram können direkt mit der App verbunden werden. Vor dem Drucken können Fotos noch leicht bearbeitet werden und mit Filtern oder Smileys verschönert werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig und auch die Qualität stimmt.

Der Akku ist vom Hersteller fest verbaut worden und kann nicht vom Nutzer ausgetauscht werden. Das ist, wie auch schon das ganze Konzept, nicht sonderlich umweltschonend. Leider machen es viele Hersteller nicht anders. Ein weiterer Punkt sind die Kosten: Mit rund 60 Cent pro Druck sind sie relativ hoch. Wobei das auch bei den kleineren Polaroid-Druckern im Test nicht anders war, die waren sogar teurer. Die kommen auf 61 Cent pro Foto und das bei einem 30% kleineren Ausdruck.

Vollwertiger Drucker: Canon Selphy CP1300

Vollwertiger Drucker

Canon Selphy CP1300

Test Smartphonedrucker: Canon Selphy CP1300
Vielseitigkeit und die beste Bildqualität im Test sprechen für den beliebten Postkarten-Drucker.

Das Modell von Canon, die Selphy CP1300 ist nicht mehr ganz so mobil und mit 892 Gramm auch nicht so mehr so leicht. Trotzdem ist das Gerät leicht und klein genug, um es in einem Rucksack zu transportieren. Diese Nachteile macht der Selphy wieder wett, in dem es Fotos in Postkartengröße (10 x 15 cm) drucken kann, die beste Druckqualität im Test aufweist und über die mit Abstand geringsten Kosten pro Foto verfügt. Ein Farbdisplay und zahlreiche Anschlussmöglichkeiten gibt es obendrauf. Damit ist der Canon Selphy CP1300 eher als vollwertiger Drucker mit einem optionalen Akku zu verstehen und nicht als kompakten Sofortbild-Drucker.

Die Druckqualität des Canon-Druckers kann keines der getesteten Geräte übertreffen. Die CP1300 war sogar unser Referenzmodell für die Testfotos. An einen guten 8-Farben-Tintenstrahldrucker kommt er zwar nicht ran, dennoch sind die Ausdrucke sehr gut. Das liegt auch an der verwendeten Thermosublimations-Technik. Die weitestgehend korrekte und beinahe streifenfreie Farbwiedergabe, gepaart mit feinen Graustufen und einer hervorragende Schärfe, sind bei der Größe des Druckers wirklich beeindruckend.

Sämtliche hellen und dunklen Grautöne auf der Farbtafel können problemlos voneinander unterschieden werden. Der Canon ist gemeinsam mit der Kodak Dock Station eines der zwei Testgeräte, die natürliche Hauttöne richtig wiedergeben kann und auch das Foto von der Elbphilharmonie gelingt der Canon sehr gut. Bemängeln müssen wir den Canon auch wieder beim Thema Beschnitt. Die Canon-App zeigt die abgeschnittenen Seiten nicht korrekt an und so fehlen auch hier die Kreuze beim Testfoto.

Bei der Bedienung überzeugte uns das Gerät von Canon ebenfalls. Die wichtigsten Funktionen können über dedizierte Tasten und einem Steuerkreuz erreicht werden. So können Sie auch ohne App oder Computer drucken, denn SD-Karten und USB-Sticks werden vom CP1300 unterstützt. Selbstverständlich ist auch eine Anzeige verbaut. Mit 3,2 Zoll ist dieser groß genug und zudem klappbar, leider wurde auf eine Touch-Funktion verzichtet.

Anders als die meisten Test-Geräte kann man diesen Drucker per WLAN ins Heimnetz einbinden. Dann können alle Geräte im Netzwerk, eingeschlossen Computer, auf den CP1300 zugreifen und über das Netzwerk drucken. Der Drucker ist kompatibel mit Apple AirPrint, Mopria (Android) und PictBridge.

Smartphone-Drucker Test: Canon Selphy Cp1300 Screenshots
Die Canon-App konnte uns nicht überzeugen.

Den Selphy CP1300 kann man als Allrounder bezeichnen, der mit seiner Funktionsvielfalt alle anderen Smartphone-Drucker übertrifft. Leider kann man das nicht über die zuständige Smartphone-App »Canon Print« sagen. Die App kann nur das nötigste und ihm fehlen wirklich wichtige Funktionen. Im Prinzip ist Canon Print nur eine Galerie-App, in der man ein Foto zum Drucken auswählt. Eine Bearbeitungsfunktion gibt es nicht. Für solche Zwecke hat Canon separate Apps – weshalb man die nicht in einer App bündelt, können wir Ihnen nicht sagen.

Retro-Charme: Fujifilm Instax Share SP-3

Retro-Charme

Fujifilm Instax Share SP-3

Test Smartphonedrucker: Fujifilm Instax Share SP-3
Retro-Freunde steigen hier ein. Umweltaspekte und Look der teuren Fotos sind original 1976.

Keine Preise gefunden.

Wer wirklich das Gefühl und die Optik der Sofortbildkameras vermisst, sollte sich die Instax Share SP-3 von dem Sofortbild-Pionier Fujifilm genauer ansehen. Die Fotos der Instax sind mit 6,2 x 6,2 cm klein und besitzen einem weißen Rahmen, den man ertasten kann. Die quadratischen Ausdrucke sehen exakt wie eine winzige Ausgabe der Polaroid-Sofortbilder aus.

Um das Retro-Gefühl so richtig aufkommen zu lassen, hat sich Fujifilm für ein interessantes Druckverfahren entschieden. Die »Fujifilm-Polaroids« brauchen eine kleine Weile, bis sie ihre Farben entfalten. Sie kommen »unentwickelt« aus dem Drucker und erst nach Minuten gibt der Ausdruck die wahre Farbpracht des Fotos preis – sehr kultig!

Fujifilm hat sich zudem für ein etwas unkonventionelles Design entschieden und im Gegensatz zu anderen ZINK-Druckern ist der Instax kantiger und klobiger, was man eigentlich von einem kompakten Smartphone-Drucker nicht erwartet. Dafür hat es ein Wiedererkennungswert – ob das Design einem gefällt, ist natürlich Geschmackssache. Die Gehäusequalität ist zwar nicht auf dem allerhöchsten Niveau und die Verarbeitung ist nicht so sauber, aber sie ist noch von ausreichend guter Qualität. HP zeigt, was man hier bei einem günstigeren Preis trotzdem besser machen kann.

Detaillierten Angaben zur genauen Druckmethode finden wir nicht. Fujifilm teilt nur mit, dass eine »3-Farb-Belichtung mit OLED B5« eingesetzt wird. Doch wie immer das Druckverfahren nun genau funktioniert, das Ergebnis ist, was zählt. Und die Ergebnisse sind, wie alles andere in diesem Gerät, außergewöhnlich. Der quadratische Beschnitt ist für Hobbyfotografen eine kleine Herausforderung. Damit nicht allzu viel Beschnitt anfällt, sollten Sie im 4:3-Format fotografieren. Im 16:9-Format ist der Beschnitt sehr groß, wie Sie an unserem Testbild sehen können.

Die Ausdrücke weisen für einen ZINK-Drucker kräftige und weitestgehend korrekte Farben auf. Probleme gibt es beim Kontrast und auch die Bildschärfe ist nicht optimal. Auf unserem Testbild sind die drei hellsten und dunkelsten Stufen der Farbtafel sind schwer unterscheidbar. Auch bei unserer Porträtaufnahme ist das zu erkennen. Das Gesicht wirkt blass und die Haare sind teilweise auf dem weißen Hintergrund nur sehr schwer zu erkennen. Sehr schön hingegen ist die Vorschau in der App. Der Beschnitt stimmt mit dem Ausdruck überein. Das ist bei dem quadratischen Format sehr wichtig.

Allgemein gefällt uns die Fujifilm-App. Sie wirkt, genau wie die Smartphone-App von HP, sehr durchdachten und ausgereift. Im Vergleich dazu hat die App von Fujifilm jedoch einen kleineren Funktionsumfang und weniger Filter.

Verbinden können Sie sich mit dem Instax Share SP-3 nur über WLAN, eine Bluetooth-Funktion fehlt. Die Kopplung klappte auch hier problemlos und ohne Verzögerungen.

Smartphone-Drucker Test: Fujifilm Instax Share Sp 3 Screenshots
Ausgereifte App mit allen nötigen Funktionen.

Leider ist der Fujifilm-Drucker noch weniger umweltverträglich, als unsere anderen Empfehlungen, aufgrund der Kassette. Der Drucker darf übrigens wie bei klassischen Filmkameras nicht mehr geöffnet werden, nachdem die Kassette eingesetzt wurde, da sonst die Lichteinstrahlung die Medien beschädigen würde.

Erfreulich ist, dass sich die Akkus austauschen lassen und das Gerät nicht mit einem abgenutzten Akku obsolet wird. Außerdem können Sie so längere Fotosessions planen, wenn Sie einen Ersatzakku dabei haben. Einen austauschbaren Akku finden Sie sonst nur bei der Canon Selphy CP1300. Dieser spielt aber in einer anderen Mobilitäts-Kategorie und zudem ist der Akku nur optional erhältlich.

Was gibt es sonst noch?

Vom günstigen Kodak Mini 2 HD würde man bei der Größe erwarten, wie bei unseren anderen kompakten Testgeräten ein ZINK-Drucker zu sein. Doch tatsächlich ist der Mini 2 HD trotz der relativ kleinen Größe ein Thermosublimations-Drucker. Da hier das Druckmaterial nur im Paket erhältlich ist, sind mit höheren Druckkosten (0,70 Cent pro Druck) zu rechnen.

Die Druckqualität kann die Kosten aber teilweise rechtfertigen. Bei zwei unserer Testbilder ist sie den meisten Drucker, die auf das ZINK-Verfahren setzen, deutlich überlegen. Ein schwaches Ergebnis liefert sie beim Porträtfoto ab: Das Gesicht zeigt deutliche Schwächen und die Haare kann man zum Teil kaum mehr vom Hintergrund unterscheiden. Weitere Kritikpunkte sind das ungewöhnliche Scheckkartenformat (nicht 1:1) und der Beschnitt, der in der sonst funktionsreichen Smartphone-App falsch angezeigt wird. Zudem wirkt Verarbeitung des Druckers nicht sonderlich solide.

Nachdem der »große Bruder«, die Canon Selphy CP1300, so gut in unserem Test abschnitt, hatten wir ähnlich gut Ergebnisse von der Zoemini erwartet. Mit seinen kompakten Abmessungen und seinem minimalistischem Äußeren war sie zudem optisch interessiert. Man könnte den Zoemini schnell mit einem 2,5-Festplatte verwechseln. Die NFC-Funktion war einer der Alleinstellungsmerkmale des Geräts. Eigentlich soll er zur Kopplung verwendet werden können, rief bei uns das PlayStore und die Download-Seite der Canon-App auf. Sehr schade.

Die Druckkosten sind – für einen ZINK-Drucker – mit nur 44 Cent sehr günstig. Leider ist die Qualität der Testbilder enttäuschend: Deutliche Streifen im Himmel, ein bunter Grauverlauf sowie harten Abstufungen im Farbverlauf. Erstaunlich gut gelang dem kleinen Fotodrucker das Porträtfoto. Die Farben wirken zwar nicht natürlich, aber insgesamt sehr gut. Die Zoemini könnte deshalb interessant für Selfie- und Porträt-Liebhaber sein. Die Smartphone-App ist ebenfalls brauchbar.

Die HP Sprocket New Edition ist die Neuauflage unserer Empfehlung, dem HP Sprocket Plus. Das rundliche Gehäuse mit seinem Farbsprenklern hebt sich von der einfallslosen Konkurrenz ab und auf Wunsch kann eine Tragschlaufe angebracht werden. Die Bildqualität geht eigentlich ganz in Ordnung in Anbetracht der Größe. Doch ZINK-typsich finden wir auch hier Verfärbungen im Grauverlauf, im Himmel des Elbphilharmonie-Fotos deutet sich ein feines Streifenmuster an.

Was nichts mit der ZINK-Technik zu tun hat und weswegen wir keine Empfehlung abgegeben haben, ist die Farbverfälschung im Porträt-Bild. Der HP-Drucker verpasst dem Gesicht des Modells glatt ein »Schweinchenrosa«. Zur Bedienung kommt hier dieselbe App zum Einsatz wie beim Vorgänger, mit den identischen Vor- und Nachteilen und dementsprechend gibt es auch wieder die gleichen Schwierigkeiten beim unvorhersehbarem Beschnitt.

Rein von der Druckqualität her ist die Polaroid Mint eigentlich ein, gerade noch so, akzeptables Gerät. Wir können trotzdem nur vom kleinen Smartphone-Drucker abraten, denn im Test war die App unbrauchbar. Sie neigt zu häufigen Abstürzen, die sogar zum Verlust der Bilder führen kann! Wahrscheinlich ist Ihnen auch aufgefallen, dass das Testbild zur Elbphilharmonie fehlt. Das ist kein Versehen unsererseits. Obwohl wir es mehrmals versucht haben, konnten wir das Testbild mit dem Mint nicht ausdrucken. Den Grund dafür konnten wir nicht ermitteln. Zudem hat uns die Kopplung bei keinem der Drucker so große Kopfschmerzen bereitet wie beim Polaroid Mini.

Das nächste Gerät aus dem Hause Polaroid ist die Polaroid ZIP. Der ist ebenso kompakt, aber auch ein wenig dicklicher. Die Druckqualität ist bestenfalls mittelmäßig: Die gedruckten Fotos sind zu dunkel und weisen einen starken Blau-Magenta-Stich auf. Außerdem brechen Hauttöne gerne aus und die Ausdrücke krümmen sich. Wenn man dann noch die hohen Kosten pro Druck betrachtet, wird einem schnell klar, dass man bei den Alternativen mehr für sein Geld bekommt.

Bis auf das reduzierte Bildformat und dem etwas skurrilen Gehäuse ähnelt sich der Fujifilm Instax Share SP-2 und der größeren SP-3. Die ungewöhnlich kleinen Fotos kosten insgesamt natürlich weniger, aber die Ersparnis hält sich in Grenzen. Der SP-3 besitzt zudem eine etwas bessere Druckqualität, weshalb wir zum neueren Modell raten.

Die Kodak Dock Station wird speziell als Smartphone-Drucker beworben und Smartphones können direkt am Drucker ohne lästige Kabel angebunden werden. Abgesehen davon, dass die Verbindung für Android-Geräte über einen veralteten Micro-USB-Anschluss erfolgt, den aktuelle Smartphones nicht mehr besitzen, der Drucker von Kodak besitz auch keinen Akku. Für einen Smartphone-Drucker ist das ein No-Go.

Die Dock-Station ist zwar kompakter als die Canon Selphy CP1300 und besitzt eine ähnliche Druckqualität. Mit der viel geringeren Flexibilität und den 3x (!) so hohen Druckkosten fiel uns aber die Entscheidung leicht. Sehr gut und besser als Canon ist die Smartphone-App von Kodak. So viel kann man von Kodak aber erwarten, denn auf ein Display und dedizierte Tasten haben sie bei der Dock Station komplett verzichtet.

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