Sparsame Drucker für das Arbeitszimmer Test: Laserdrucker Lexmark

Laserdrucker im Test : Sparsame Drucker für das Arbeitszimmer

von
Veröffentlicht 19.04.2020

Für den gelegentlichen Gebrauch zuhause eignen sich Laserdrucker gut. Es gibt mittlerweile einige recht günstige Modelle, die absolut ausreichend sind, solange man nur Texte oder schwarz-weiß-Grafiken drucken möchte. Hier haben sie einige Vorteile gegenüber Tintenstrahldruckern.

Thomas Johannsen
Thomas Johannsen
ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone. Als Hifi- und Heimkino-Experte schreibt er unter anderem für Fachzeitschriften wie Heimkino und Digital Home.

Wer kennt es nicht: Man hat länger nichts mehr gedruckt, dann braucht man dringend ein Dokument – und die Tinte ist eingetrocknet. Nutzer von Tintenstrahldruckern, die nur unregelmäßig drucken müssen, haben das sicher schon einmal erlebt. Eine bessere Option ist deshalb ein Laserdrucker, zumal diese inzwischen ebenso bezahlbar sind.

Vor allem für das Drucken von Texten sind Laserdrucker besser geeignet. Wer öfter auch mal Fotos drucken möchte, sollte allerdings eher auf einen Tintenstrahldrucker zurückgreifen, da die Laserdrucker in diesem Test nur schwarz-weiß drucken. Falls man etwas mehr Geld zur Verfügung hat und sich breiter aufstellen möchte, kann man sich nach Multifunktionsdruckern oder Farblaserdruckern umschauen. Für das komplette Programm inklusive Kopieren, Scannen und Faxen bietet sich schließlich sogar ein Laser-Multifunktionsdrucker an.

Wir haben mittlerweile 17 Laserdrucker für zuhause oder ein kleines Büro getestet. Davon sind momentan noch 13 Modelle erhältlich. Sie bewegen sich preislich im Bereich von 80 bis gut 200 Euro.

Gutes Gesamtpaket: Brother HL-L2350dw

Gutes Gesamtpaket

Brother HL-L2350dw

Test Laser­drucker für Zuhause: Brother HL-L2350dw
Der Brother verfügt zwar "nur" über WLAN, besticht aber mit seiner Druckqualität und den geringen Druckkosten.

Mit dem HL-L2350dw hat Brother ein sehr gelungenes Nachfolgermodell zum HL-L2340dw auf den Markt gebracht. Optisch unterscheiden sich die beiden kaum, allerdings weist die neue Variante einige Verbesserungen auf.

Für einen Duplexdrucker, also einen Drucker der beidseitig Papier bedrucken kann, ist der HL-L2350dw ziemlich kompakt gebaut. Dabei hat er aber im Vergleich zu seinem Vorgänger etwas Gewicht zugelegt. Das liegt womöglich am neuen Druckwerk, welches 1200 x 1200 dpi (dots per inch) druckt. Der Vorgänger erlaubte maximal 600 x 600 dpi.

Eine LAN-Schnittstelle sucht man vergeblich, was aber kein großes Problem darstellt, weil die Verbindung per WLAN in unseren Tests auch an verschiedenen Standorten immer zuverlässig funktionierte. Das gilt glücklicherweise für die allermeisten der getesteten Drucker, obwohl gerade Druckern hier immer noch das Image anhaftet, bei der Installation im WLAN Probleme zu verursachen.

Das Display ist sehr einfach gehalten. Es ist einfarbig, einzeilig und verfügt über keine grafische Oberfläche. Dennoch zeigt sich, dass die Informationen darauf durchaus hilfreich sind. Beim Druck sind drei Qualitätsstufen wählbar: Optimale, normale und Entwurf-Qualität unterscheiden sich besonders bei Grafiken mit Graustufen-Flächen, das Schriftbild bleibt quasi gleich. In Entwurf-Qualität sind die Flächen recht stark gerastert, aber schon in normaler Qualität wirkt das Druckbild sehr homogen.

Im Test der Druckgeschwindigkeit ließen wir alle Laserdrucker einen 10-seitigen Standardtext aus dem Bereitschaftsmodus drucken. Der HL-L2350dw lag dabei mit 40 Sekunden bei optimaler Qualität und 34 Sekunden bei normaler Qualität im Mittelfeld. Zum Vergleich: Der Lexmark B2338dw gewann den Test in 25 Sekunden, Schlusslicht war der Canon iSensys mit 50 Sekunden. Beim Duplexdruck erwies sich der HL-L2350dw als einer der zuverlässigsten Drucker und zeigte keine nennenswerten Schwächen. Mit 3,5 Cent Druckkosten per Papier ist der Brother nicht gerade der günstigste. Hier gilt: Für geringere Druckkosten muss meist ein höherer Anschaffungspreis gezahlt werden.

Insgesamt ist der HL-L2350dw ein fürs heimische Netzwerk sehr gut geeigneter Laserdrucker. Er ist kompakt gebaut und liefert hohe Druckqualität in recht kurzer Zeit. Auch der Duplexdruck stellt kein Problem dar. Zu bemängeln ist einzig der fehlende LAN-Anschluss.

Mit LAN-Schnittstelle: HP LaserJet Pro M118dw

Der HP LaserJet Pro M118dw ist in Grau und Weiß gehalten und etwas sperriger als der HL-L2350dw. Dafür ist aber die 260-Blatt-Papierkassette komplett ins Gehäuse integriert und braucht so keinen zusätzlichen Platz. Auffällig ist auch das kleine Fenster an der vorderen Klappe, durch das die Papier-Restmenge kontrolliert werden kann.

In Bezug auf Verbindungen überzeugt der M118dw auf ganzer Linie: WLAN, LAN und selbst Drucken vom Smartphone ist möglich. Der Druckvorgang an sich geht vergleichsweise schnell, das gilt auch für den Duplexdruck. Nur wenn in höchster Qualität gedruckt wird, muss man etwas länger warten, wobei sich die Druckqualität aber kaum verbessert. Das ist jedoch nicht so schlimm, da die Qualität ohnehin sehr hoch ist und besonders durch kontrastreiche Grafiken und fein gerasterte graue Flächen positiv auffällt.

Beim Drucken selbst ist der M118dw leider nicht der leiseste und eignet sich daher eher nicht für lärmsensible Umgebungen. Der Preis von 3 Cent pro Seite ist moderat. Beim Druckertreiber wurde auf ein Standardmodell zurückgegriffen, welches für den heimischen Gebrauch alles zu bieten hat und leicht bedienbar ist.

Damit ist der LaserJet Pro M118dw auf jeden Fall empfehlenswert. Gerade die Druckqualität ist ausgezeichnet und der Druck geht noch dazu ziemlich schnell. Wer zudem nicht allzu geräuschempfindlich ist, bekommt hier für einen moderaten Preis einen Laserdrucker ohne nennenswerte Defizite.

Kompakt und günstig: HP Laser 107w

Mit nur etwa 33 x 22 cm Stellfläche ist der HP Laser 107w der kleinste unter den getesteten Laserdruckern. Das Papierfach wird allerdings nach vorne ausgeklappt, weswegen doch ein wenig mehr Platz eingeplant werden muss. Ins Papierfach selbst passen 150 Blatt, außerdem kann man einzelne Blätter hereingeben.

Aufgrund der Kompaktheit muss aber auch auf das ein oder andere Feature verzichten werden. Einen LAN-Anschluss etwa sucht man vergeblich. Darüber hinaus funktioniert kein Duplexdruck, mit dem man Papier sparen könnte. Das ist besonders ärgerlich, da die Druckkosten mit 5 Cent pro Seite doch extrem hoch sind. Das wiederum liegt am stärkeren Farbauftrag, der wenigstens schöne Kontraste ermöglicht. Die Druckqualität ist somit absolut solide.

Wer also nur unregelmäßig daheim druckt, für den ist der HP Laser 107w eine echte Alternative. Bei höheren Druckaufkommen kommen allerdings die exorbitanten Seitenpreise ins Spiel, die über längere Zeit den eigentlich sehr günstigen Laserdrucker doch etwas kostspieliger machen.

Schwer, aber schnell: Lexmark B2338dw

Fast schon zu schwer für einen Laserdrucker für zuhause ist der Lexmark B2338dw mit seinen stolzen 13,9 Kilogramm. Auch von seinen Funktionen her richtet sich der B2338 nicht unbedingt nur an Heimanwender, sondern auch an etwas professionellere Nutzer.

Darauf deutet schon das Display hin, das beleuchtet und zweizeilig ist. Bereits hier kann man etwa Power Management, Remote Operator oder Sicherheitsfunktionen einstellen. Darüber hinaus bietet auch der Treiber selbst vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten.

Beim Drucken selbst überzeugt Lexmark vor allem mit Geschwindigkeit. Egal, welcher Qualitätsstandard eingestellt ist, der Druckauftrag für 10 Seiten ist immer nach 25 Sekunden beendet. Rekord in unserem Test. Dabei leidet auch die Qualität nicht: Der B2338dw benutzt tendenziell viel Toner, was wiederum zu kontrastreichen Grafiken führt. Mit 2,9 Cent pro Seite ist er damit im Vergleich sogar eher noch einer der günstigeren Laserdrucker.

Leider gibt es aber noch ein bedeutendes Defizit, nämlich die Erstinstallation. Der Treiber erkannte in unserem Test den mit dem Netzwerk verbundenen Drucker nicht, weswegen wir bei der Hotline anriefen. Dort wurde uns empfohlen, einen bestimmten Treiber aus dem Internet zu installieren, anstatt den von der CD zu verwenden. Das hat dann zwar funktioniert, aber gerade als Laie wird man auch auf der Treiber-Website von Lexmark verwirrt.

Wenn die Installation aber einmal durchgestanden ist, dann hat man mit dem B2338dw einen zwar schweren, aber für unter 100 Euro wirklich preiswerten Laserdrucker zur Verfügung, der besonders durch seine Schnelligkeit glänzt.

Starke Druckqualität: Ricoh SP 400DN

Starke Druckqualität

Ricoh SP 400DN

Test Laser­drucker für Zuhause: Ricoh SP 400DN
Hervorragendes Druckergebnis, wegen der Größe und dem Gewicht eher was fürs kleine Büro.

Sogar noch ein bisschen schwerer als der Lexmark ist der Ricoh SP 400DN. Seine 40 x 40 cm muss man erst einmal unterbringen, aber wenn man das geschafft hat, kann man sich besonders an der starken Druckqualität erfreuen. Hier ist der SP 400DN mit das Beste, was die Laserdrucker in unserem Test zu bieten hatten und eignet sich daher gut für Zeugnisse oder Verträge, aber auch andere, grafikreiche Dokumente.

Eine Verbindung mit dem Drucker kann ausschließlich über ein LAN-Kabel aufgebaut werden, über WLAN funktioniert es also leider nicht. Auf die Dienste AirPrint und Google Cloud Print kann man aber trotzdem zurückgreifen, solange man im selben Netzwerk ist.

Für die Papierzufuhr braucht es beim SP 400DN außerdem weder eine Lade noch ein Papierfach. Ebenso benutzerfreundlich ist das Display mit vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen.

Da der SP 400DN doch sehr sperrig daherkommt, eignet er sich vermutlich besser für ein kleines Büro. Für den hohen Standard bei der Druckqualität muss man aber nicht einmal besonders tief in die Tasche greifen. Schade ist allenfalls, dass man keine WLAN-Verbindung aufbauen kann.

Außerdem getestet

Der Brother HL-L2375dw ist sozusagen das Upgrade zum HL-L2350dw, den wir empfehlen können. Für etwas mehr Geld bekommt man hier den beim HL-L2350 fehlenden LAN-Anschluss sowie eine größere Starterpatrone. Beim Vorgänger reicht diese für 700 Standardseiten, der HL-L2375 kann ganze 1.200 Seiten füllen. Wer einen Laserdrucker von Brother möchte und dazu eine LAN-Schnittstelle braucht, ist beim HL-L2375dw richtig.

Das Druckwerk des Canon iSensys LBP 162dw sieht auf den ersten Blick identisch aus wie das des HP LaserJet Pro M118dw. Dabei ist der Canon aber erheblich kostspieliger, was man vielleicht mit dem arbeitsgruppentauglichen Funktionsumfang und den fünfzeiligen LC-Display erklären kann. Leider hat der LBP 162dw in unseren Tests aber weitere Schwächen gezeigt. Er belegte den letzten Platz im 10-Seiten-Druck mit 50 Sekunden und kann das nicht einmal mit guter Druckqualität kompensieren. So könnte etwa die Schrift gerne mehr Toner vertragen. Wenigstens zählt der Canon bei den Seitenpreisen mit 2,7 Cent zu den preiswerteren Laserdruckern.

Ein schweigender Riese ist der Kyocera Ecosys P2235dw. Auch er zählt also zu den sperrigeren Laserdruckern, ist dafür aber erstaunlich leise. Die Erstinstallation lief etwas langatmig und verwirrend: Es dauerte eine beinahe eine halbe Stunde, bis – laut Anleitung – die Toner befüllt waren. Danach macht der Ecosys P2235dw aber einen guten Job. Zu den Besonderheiten gehört eine USB-Buchse sowie die Möglichkeit, Kassetten hinzuzufügen. Für das kleine Arbeitszimmer wirkt er insgesamt zu kräftig, weswegen er vermutlich besser in einem etwas größeren Büro aufgehoben ist.

Durch seine sehr geringen Druckkosten springt der Oki B412dn ins Auge. Mit nur 1,8 Cent pro Seite ist er in dieser Hinsicht unter unseren getesteten Laserdruckern der Primus. Wie auch einige seiner Konkurrenten ist der Oki doch etwas groß und schwer für zuhause und gehört womöglich eher in ein Büro, wo sowieso viel gedruckt werden muss. Die Druckqualität lässt kaum etwas zu wünschen übrig, dafür sind die etwas höheren Anschaffungskosten akzeptabel.

Wissenswertes über Laserdrucker

Für viele stellt sich beim Kauf eines Druckers die Frage: Tintenstrahldrucker oder Laserdrucker? Hier erfahren Sie, was sich für wen besser eignet.

Meist sind Tintenstrahldrucker die etwas preiswertere Alternative – obwohl mittlerweile auch Laserdrucker unter 100 Euro erhältlich sind. Bei den Tintenstrahldruckern darf man aber nicht vergessen, dass auch die Tintenpatronen ins Geld gehen, diese kosten oft beinahe so viel wie der eigentliche Drucker.

Wichtig bei der Auswahl ist die Frage, wie häufig man drucken muss. Für Leute, die nur unregelmäßig drucken, liegt eigentlich der Gedanke nahe einen günstigeren Tintenstrahldrucker zu kaufen. Das Problem dabei sind allerdings die Tintenpatronen: Diese tendieren dazu, bei längerem Nichtgebrauch einzutrocknen und sind danach quasi unbrauchbar. Da neue Tintenpatronen wie bereits angedeutet nicht gerade billig sind, lohnt es sich besonders für Gelegenheitsnutzer, lieber gleich einen Laserdrucker zu kaufen.

Aber auch Tintenstrahldrucker haben ihre Vorteile. Wer etwa häufiger Fotos bearbeitet und druckt, ist mit einem Tintenstrahldrucker besser beraten. Insbesondere die teureren Modelle drucken in sehr hoher Qualität. Die günstigen Laserdrucker hingegen drucken meist nur in Schwarz-Weiß, für einen Farblaserdrucker müsste man nochmal tiefer in die Tasche greifen.

 

Wer aber nur selten Fotos druckt und ansonsten hauptsächlich Textdokumente benötigt, sollte lieber einen Laserdrucker in Erwägung ziehen. Selbst einige günstigere Modelle gibt es mittlerweile mit WLAN-Anbindung. Gerade in Zeiten von Laptops und Smartphones ist das ein sehr zu empfehlendes Feature. Wenn dann doch einmal ein Foto gedruckt werden soll, bieten sich dafür etwa Druckstationen von Drogeriemärkten oder spezielle Online-Dienste an.

So haben wir getestet

Wir haben uns insgesamt 17 Laserdrucker von verschiedenen Herstellern angesehen. Dabei haben wir uns auf Funktionen und Ausstattung konzentriert sowie einen kleinen Praxistest durchgeführt.

Natürlich haben wir auch die Verarbeitungsqualität begutachtet, hier gab es allerdings kaum Auffälligkeiten. Für den kleinen Preis darf man hier auch keine ausgefallenen Designs erwarten. Da es um Laserdrucker für zuhause geht, ist auch Gewicht und Größe wichtig. In Bezug auf Benutzerfreundlichkeit ging es uns hauptsächlich um das Display sowie die zugehörigen Tasten, aber auch um die Einfachheit der Erstinstallation. In diesem Zusammenhang spielt auch die Konnektivität eine Rolle. Lässt sich der Laserdrucker über WLAN, LAN oder sogar beide Wege verbinden? Bei unseren Tests haben wir, soweit möglich, immer WLAN genutzt.

Der Praxistest bestand aus dem Druck unterschiedlicher Testdateien, anhand derer wir Schriftbild und die Kontraste bei Grafiken beurteilen. Anschließend ließen wir jeden Laserdrucker einen Text über zehn Seiten drucken. Hier messen wir die Zeit, die das jeweilige Gerät aus dem Bereitschaftsmodus bis zum fertigen Druck benötigt.

Letztendlich kommt es selbstverständlich auch auf den Preis an. Dabei ist zu beachten, dass der Kostenfaktor nicht nur auf die Anschaffungskosten zu reduzieren ist, sondern man auch die Druckkosten pro Seite beachten sollte. Diese bewegen sich zwischen 1,8 und 5 Cent pro Seite. Irgendwann ist schließlich auch der Toner eines Laserdruckers leer und es muss ein neuer angeschafft werden.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.