Test: Aufmacher

Laser-Multifunktionsdrucker im Test : Die Alleskönner unter den Druckern

Update 29.01.2021

Egal ob zuhause oder in einem Büro – Laser-Multifunktionsdrucker machen sich fast überall gut. Durch ihre Vielseitigkeit eignen sie sich perfekt für Menschen, die viel mit Papierkram arbeiten. Im Gegensatz zu normalen Druckern ist hier noch Scanner, Kopierer und oft ein Fax integriert. Einsteigermodelle gibt es bereits für moderate Preise.

Update 29. Januar 2021

Wir haben fünf weitere Laser-Multifunktionsdrucker getestet. Neue Empfehlungen sind der HP Color Laserjet Pro M283fdw und der HP Laserjet Pro M428fdw.

Sven Kloevekorn
ist Technik-Journalist und Fotograf. Er schreibt unter anderem für Giga, AndroidNext und Notebookcheck. Er testet regelmäßig Drucker, Scanner, Speichergeräte und mehr.

Wenn man nicht nur häufig drucken muss, sondern auch kopieren, scannen und manchmal ein Fax verschicken möchte, dann sollte man auf einen Laser-Multifunktionsdrucker zurückgreifen. Sie eignen sich gut als praktisches All-in-one-Gerät für das heimische Arbeitszimmer, sind aber auch in kleinen bis mittleren Büros gut aufgehoben. Logischerweise sind sie allerdings zumeist noch größer und schwerer als Farblaserdrucker.

Multifunktionsdrucker gibt es natürlich nicht nur als Laserdrucker, sondern auch als Tintenstrahldrucker. Dennoch beschränken wir uns an dieser Stelle auf Laser-Multifunktionsdrucker Die meisten Geräte, die wir untersucht haben, können in Farbe drucken, es gibt aber auch Schwarz-Weiß-Modelle. Die Preisspanne geht weit auseinander: Manche sind kompakt gebaut und daher nur mit Grundfunktionen ausgestattet, solche gibt es bereits für etwas über 100 Euro. Man kann aber auch für einen hochwertigen Drucker mit vielen Features schnell bis zu 550 Euro ausgeben. Im Test hatten wir 18 Laser-Multifunktionsdrucker, von denen aktuell noch 14 zu haben sind.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Gutes GesamtpaketBürotauglichSparsames SchwergewichtFür PuristenKlein, aber oho
Test: Hp Color Laserjet Pro M283fdwTest  Laser-Multi­funktions­drucker: Oki MC363dnwTest  Laser-Multi­funktions­drucker: Kyocera Ecosys M5526cdwTest: Hp Laserjet Pro M428fdwTest  Laser-Multi­funktions­drucker: HP LaserJet Pro MFP M28w
Modell HP Color LaserJet Pro M283fdw Oki MC363dnw Kyocera Ecosys M5526cdw HP LaserJet Pro M428fdw HP LaserJet Pro MFP M28w
Pro
  • Übersichtliche Touchscreen-Bedienung
  • Einfache Installation und Handhabung
  • Gutes Scan- und Druckergebnis
  • Automatischer Duplex-Scan
  • Durchweg gute Druck- und Scan-Ergebnisse
  • Sehr geringe Druckkosten
  • Automatischer Duplex-Scan
  • Recht leise im Betrieb
  • Wi-Fi
  • Sehr hohe Druckgeschwindigkeit
  • Gut strukturierte Menü
  • Netzwerkfähig
  • Einfache Installation und Handhabung
  • Sehr leicht und kompakt
  • Sehr sauberer Text-Druck
  • Guter Text-Scan
  • Wi-Fi
Contra
  • Kleines Display
  • Umständliches Papierhandling am Einzelblatt-Einzug
  • Sehr schwer
  • Teuer
  • Baut sehr hoch
  • Erzeugt Treppchen-Artefakte beim Scan
  • Kleines Display
  • Nur SW-Ausdrucke möglich
  • Hohe Druckkosten
  • Minimalistischer Funktionsumfang
  • Kein Duplex
Bester Preis
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Gutes Gesamtpaket: HP Color LaserJet Pro M283fdw

Gutes Gesamtpaket

HP Color LaserJet Pro M283fdw

Test: Hp Color Laserjet Pro M283fdw
Einfache Bedienung, anspruchsvolles Ergebnis.

Der Color LaserJet Pro MFP M283fdw aus dem Hause HP ist, zumindest was seine Optik angeht, gegenüber dem Vorgängermodell unverändert geblieben. Das Einrichten des Druckers geht spielend leicht von der Hand, lediglich das Farbdisplay hätte gerne etwas größer ausfallen dürfen, knappe sieben Zentimeter Bildschirmdiagonale machen das Eingeben eines WLAN-Passworts hier zum Geduldsspiel.

Abgesehen davon ist die Menüführung sowie die Darstellung der einzelnen Punkte durchdacht und dank der Icons auch intuitiv zu bedienen. Wer mehr Einstellmöglichkeiten braucht, der wird im Internetbrowser oder in der »HP Smart«-Software fündig.

Das Programm hat sich an dieser Stelle ein besonderes Lob verdient. Einmal auf dem Rechner installiert, erkennt es den entsprechenden HP-Drucker sofort im Heimnetzwerk. Wenige Mausklicks später hat man dann auch eine zuverlässige Verbindung hergestellt und ein Arsenal an Möglichkeiten zu Verfügung, die sich vom PC aus wahrnehmen lassen.

Im Test waren wir überrascht, wie benutzerfreundlich und optisch ansprechend man einen Druckertreiber gestalten kann. So muss man sich beispielsweise für die wichtigsten Funktionen (bei einem Multifunktionsdrucker sind das traditionell das Scannen, Kopieren und Drucken) nicht erst durchs Menü wühlen, sondern einfach auf die im Startmenü entsprechend beschriftete Kachel klicken.

Zudem gibt HP seinen Kunden mit der gleichnamigen App die Möglichkeit, fast alle Funktionen der PC-Software auch auf dem Smartphone zu nutzen. Besonders erfreulich: Aufbau und Menüführung unterscheiden sich kein bisschen von einander. Nur auf OCR, also eine Texterkennung, muss man bei den eingescannten Dokumente verzichten, für solche Fälle steht »HP Easy Scan« bereit. Auch diese Software ist kostenlos, bietet aber bis auf die OCR-fähige Scan-Option kaum Möglichkeiten.

HP setzt beim M283fdw auf die bewährte JetIntelligence-Drucktechnik. Damit wird der Schmelzpunkt, um die Tonerpartikel aufs Papier zu bekommen, so gering wie möglich gehalten. So spart man Zeit und Geld, denn weniger Temperatur heißt schließlich auch weniger Energie, die aufgewendet werden muss.

Dass die Technik nicht zulasten der Druckqualität geht, konnte der Drucker schließlich im Praxistest beweisen. Bei Farbbildern konnte kein anderer Drucker im Testfeld mit dem HP mithalten. Natürlich ist auch bei diesem Modell im Gesamtergebnis noch Luft nach oben, aber es handelt sich hier auch um einen Laser-Drucker, der schon konstruktionsbedingt seine Stärken nicht auf diesem Gebiet hat. Dennoch waren Hauttöne auf dem Ausdruck natürlich und auch der Grauverlauf durchaus gelungen.

 Laser-Multi­funktions­drucker Test: Ausdruck M283
Mit dem Color LaserJet Pro M283fdw ausgedrucktes Farbfoto.

Schon deutlich wohler hat sich der Drucker beim Ausdruck von Texten gefühlt, denn das ging natürlich nicht nur deutlich schneller, sondern konnte auch im Ergebnis besser überzeugen: Die Buchstaben waren klar und deutlich auf dem Papier aufgedruckt. Ein Ausfranzen derselben konnten wir nicht einmal im Ansatz erkennen. Auch das satte Schwarz des HP konnte uns im Test überzeugen.

 Laser-Multi­funktions­drucker Test: M283
Beim Textausdruck konnte der HP seine Stärken voll ausspielen.

Ebenso überzeugend ist die Druckgeschwindigkeit des HP: Die Aufwärmzeit inkludiert, benötigte er nur 14 Sekunden, um ein Farbdiagramm aufs Papier zu zaubern. Übrigens war auch der Ausdruck des Diagramms qualitativ sehr hochwertig. 19 Seiten konnte der M283fdw innerhalb in einer Minute drucken. Auch in der nächsten Disziplin, dem Scannen, gab sich der HP keine Blöße. Selbst das »Kleingedruckte« konnte man in digitalisierter Form am Bildschirm noch gut lesen.

 Laser-Multi­funktions­drucker Test: Text M283
Unschärfen kann man erst bei erheblicher Vergrößerung feststellen.

Ähnlich gut gelang ihm das Digitalisieren von Bildern. Auch hier konnte der HP die meisten seiner Konkurrenten hinter sich lassen, lediglich ein grüner Farbsaum störte das ansonsten gute Scanergebnis.

 Laser-Multi­funktions­drucker Test: Hauttöne Scanner
Die Ergebnisse des Scan-Tests: Ricoh M C250FWB, HP LaserJet Pro M428fdw, Lexmark CX431adw, HP Color LaserJet Pro M283fdw, HP Color Laser 179fnw (v.l.n.r.).

Die Kosten für einen Farbausdruck schlagen beim M283fdw mit 16,6 Cent pro Seite zu Buche, für eine Seite Text (SW) werden etwa drei Cent fällig.

Bürotauglich: Oki MC363dnw

Bürotauglich

Oki MC363dnw

Test  Laser-Multi­funktions­drucker: Oki MC363dnw
Der Oki ist teuer und schwer, für hohes Druckaufkommen in der Gruppe aber mit die erste Wahl.

Für die Erstinstallation ist beim Oki MC363dnw eine DVD beigelegt, die sich als sehr nützlich erweist. Dabei sollte man besser auf eine LAN-Verbindung setzen, da die WLAN-Konfiguration tief im Menü versteckt ist und nicht so leicht zu finden ist. Er ist sogar wahlweise ohne WLAN-Funktion für etwas weniger Geld erhältlich. Ist die Installation aber einmal geschafft, so hat man viele Möglichkeiten. Diese findet man auf dem großzügigen Display vor, das von einer Menge Tasten sowie einem vollen Ziffernblock umgeben ist. Perfekt für ein Büro, wo häufiger gefaxt wird.

Bei der Druckqualität lassen sich drei verschiedene Stufen einstellen. Während die sparsamste Stufe noch recht blass druckt, glänzt der Oki bei optimaler Qualität mit sehr feinen Abstufungen. Dabei wird auch noch wirklich schnell gearbeitet. 20 Seiten pro Minute hat kein anderer Laser-Multifunktionsdrucker in unserem Test überboten.

In Sachen Duplexfunktion lässt der MC363dnw nichts zu wünschen übrig. Beim normalen Druck funktioniert Duplex einwandfrei, man kann aber auch beidseitig bedruckte Papiere Scannen oder Kopieren und bekommt direkt wieder ein beidseitig bedrucktes Dokument heraus, ohne per Hand das Blatt wenden zu müssen.

Positiv hervorzuheben ist außerdem der Einzelblatteinzug. Selbst Hochglanzpapier wird problemlos eingezogen, das ist für viele andere Laser-Multifunktionsdrucker nicht selbstverständlich. Die Detailauflösung könnte aber gerne etwas höher sein.

Qualitativ ist der Oki MC363dnw insgesamt dennoch vorne dabei und auch sonst hervorragend ausgestattet. Das schlägt sich natürlich auch im Anschaffungspreis nieder, die Druckkosten sind mit 16 Cent pro farbige Seite gerade noch im Rahmen. Besonders in einem Büro, wo viel gedruckt wird, macht er sich mit seiner Schnelligkeit sehr gut.

Sparsames Schwergewicht: Kyocera Ecosys M5526cdw

Sparsames Schwergewicht

Kyocera Ecosys M5526cdw

Nicht gerade kompakt ist der Kyocera Ecosys M5526dcw. Fast 30 Kilo bringt er auf die Waage, zudem ist er ziemlich in die Höhe gebaut. Einen Großteil des Innenraums nehmen dabei die voluminösen Toner-Kartuschen ein. Auch bei Kyocera kann beim Kauf zwischen einem Modell mit WLAN-Unterstützung und einem etwas preiswerteren Modell ohne WLAN wählen.

Die Steuerung erfolgt über ein schön großes Touch-Display, neben dem sich einige fest zugewiesene Tasten sowie ein Ziffernblock befinden. Insgesamt entstehen dadurch umfangreiche Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten. Dabei ist einzig das ständige Nachfragen des Druckers (»Soll wirklich das eingelegte Papier verwendet werden?«) auf Dauer nervig, das sich übrigens leider nicht deaktivieren lässt.

In Bezug auf die Druckgeschwindigkeit teilt sich der Kyocera den Testsieg mit dem Oki. Beide schaffen 20 Seiten in der Minute und heben sich damit deutlich von der Konkurrenz ab. Die Ergebnisse können sich ebenso sehen lassen. Bei Schwarz-Weiß-Druck fällt auf, dass sehr viel Toner verwendet wird, was zu sehr knackigem Schwarz führt. Aber auch der Farbdruck stellt keinerlei Probleme dar. Dabei ist der Ecosys sogar sehr sparsam: Nur 11 Cent Druckkosten pro Seite sind klarer Spitzenwert unter unseren Testobjekten.

Die Duplexfunktionen sind genauso ausgereift wie bei Oki. Sowohl beim Scannen, als auch beim Kopieren werden beidseitig bedruckte Dokumente als solche bearbeitet und müssen nicht per Hand gewendet werden. Die Scans selbst weisen leider noch nicht so qualitativ hochwertige Detailauflösungen auf wie etwa bei HP, was Kyocera mit künstlich geschärften Kanten kaschieren will. Das ruft Spitzlichter oder Artefakte hervor, die so auf dem Originalpapier nicht vorhanden waren.

Wer ein wenig Geld sparen möchte, bekommt bei Kyocera mit dem Ecosys M5526cdw immer noch einen sehr guten Laser-Multifunktionsdrucker. Die geringen Druckkosten lohnen sich natürlich besonders, wenn sehr viel gedruckt wird, beispielsweise im Büro. Dort macht auch seine Schnelligkeit das Arbeiten angenehmer.

Für Puristen: HP LaserJet Pro M428fdw

Für Puristen

HP LaserJet Pro M428fdw

Der LaserJet Pro M428fdw kann nicht in Farbe drucken. Dass er sich im Test dennoch eine Empfehlung abholen konnte, liegt vor allem daran, dass er in den anderen Disziplinen nicht nur mit dem Rest des Testfelds mithalten konnte, sondern zuweilen sogar deutlich besser war. Dazu zählt beispielsweise seine Benutzerfreundlichkeit: Das Menü des Druckers ist hervorragend strukturiert und sehr übersichtlich. Das Display, das hier zum Einsatz kommt, ist übrigens das gleiche wie das des M283mfp, lediglich die Software erscheint im direkten Vergleich ein wenig gefälliger.

Neben dem Display ist auch die Treiber-Software, namentlich »HP Smart«, dieselbe. Deshalb überrascht es auch nicht, dass uns der M428fdw damit überzeugen konnte. Besonders praktisch: Die wichtigsten Menüpunkte für einen Drucker (»Kopieren« und »Scannen«) lassen sich mit einem Klick auswählen.

Hat man im Menü auch das direkte Drucken in einen Netzwerkordner aktiviert, kann man Scans bequem am Drucker durchführen. Der legt die digitalisierten Dokumente dann nicht nur ab, sondern versieht sie auf Wunsch sogar mit einem Datumsstempel.

Ein nettes Extra ist auch, dass der HP direkt per Mail mit Druckaufträgen versorgt werden kann. Genau aus diesem Grund besitzt der Drucker eine eigene E-Mail-Adresse. Was das Drucken angeht, so ist er M428fdw hier auf das bloße Drucken in Schwarz-Weiß limitiert, das beherrscht er dafür hervorragend. Seine Ausdrucke konnten uns auf ganzer Linie überzeugen. Besonders beeindruckend ist jedoch nicht deren Qualität, sondern die Geschwindigkeit, in der sie erzeugt werden.

 Test: M428
HP LaserJet Pro M428fdw

Bis zu 34 Seiten druckt der schnellste Multifunktionsdrucker in unserem Testfeld in einer Minute, beim Kopieren schafft er 25 Seiten in einer Minute. Auch das ist ein absoluter Spitzenwert. Die Druckkosten des LaserJet Pro M428fdw fallen mit etwas über zwei Cent pro gedruckter Seite zudem angenehm gering aus.

Klein, aber oho: HP LaserJet Pro MFP M28w

Klein, aber oho

HP LaserJet Pro MFP M28w

Test  Laser-Multi­funktions­drucker: HP LaserJet Pro MFP M28w
Der im Vergleich winzige HP beherrscht nur Grundfunktionen und druckt recht teuer, kostet dafür aber auch wenig.

Auf den ersten Blick sieht der HP LaserJet Pro MFP M28w gar nicht wie ein Laser-Multifunktionsdrucker aus. Dennoch handelt es sich hier um eine ziemlich abgespeckte Version eines solchen, bei der man für einen sehr kleinen Preis auf einige Funktionen verzichten muss. Darunter fällt unter anderem der Farbdruck. Immerhin ist der HP dafür sehr handlich und findet schnell seinen Stellplatz. Ein wenig Kompaktheit geht leider verloren, wenn Papier zugeführt wird. Hierzu muss man den Einzug herunterklappen, was extra Platz braucht.

Außerdem fehlen Funktionen wie Duplex-Druck sowie Duplex-Scan. Das Scannen selbst geht nur vom PC aus und dann am besten mit der HP Smart App. Damit werden sogar Farbfotos qualitativ gut wiedergegeben, einzig dunkle Bereiche tendieren zu einheitlichem Schwarz statt feinen Abstufungen. Kopieren kann man immerhin direkt am Gerät, wo sich auch etwa die Menge der Kopien einstellen lässt. Viel mehr kann man aber am sehr kleinen LC-Display nicht ausrichten.

Der Einzelblatteinzug nimmt nur Medien bis 120 g/m² auf, Fotopapier sollte also nicht verwendet werden. Das macht bei einem Schwarz-Weiß-Drucker zugegebenermaßen auch weniger Sinn. Beim Druck wird nur eine Qualitätsstufe angeboten, was aber völlig okay ist, da Texte hier schon sehr ordentlich dargestellt werden.

Immerhin verfügt der HP LaserJet Pro MFP M28w über USB A- und WLAN-Anschluss, sogar mit WiFi-Direct, falls man vom Handy drucken möchte. Dabei werden auch die Apps HP-Print, Mopria, Apple AirPrint und Google Cloud Print unterstützt. Es gibt auch hier ein Modell, dass für 10-20 Euro weniger keine WLAN-Verbindung anbietet.

Der M28w ist also zu empfehlen für alle Sparfüchse, die auf Farb- und Fotodruck sowie das ein oder andere Extrafeature verzichten können. Er findet seinen Platz wohl am besten im heimischen Arbeitszimmer bei Menschen, die sich auf Schwarz-Weiß-Druck, Scannen und Kopieren beschränken und dies auch nicht so häufig tun.

Was gibt es sonst noch?

Um auch im Arbeitszimmer untergebracht werden zu können, ist es wichtig, dass ein Laser-Multifunktionsdrucker trotz all seiner Funktion so kompakt wie möglich gehalten wird. Das ist beim HP Color LaserJet Pro M281fdw gut gelungen. 42 x 42 cm Stellfläche sind gegenüber der Konkurrenz ein sehr guter Wert, mit 14 Kilo ist er vergleichsweise ein Leichtgewicht. Bei der Erstinstallation ist der HP schnell im WLAN eingebunden, auch die Dienste Apple AirPrint und WiFi Direct werden unterstützt. Drucken vom Smartphone aus ist so leichtgemacht.

Beim Druck setzt HP auf Jet-Intelligence: Dabei wird der Toner nur so viel erhitzt wie nötig, was sowohl Zeit als auch Energie spart. Überhaupt verbraucht der M281fdw sehr wenig Energie, man kann ihn sogar per Netzschalter ganz ausschalten. Besonders der Farbdruck weiß hierbei zu überzeugen. Es sind keine Schlieren erkennbar und die Auflösung ist insgesamt sehr hoch, was in der Form kein anderer der getesteten Laser-Multifunktionsdrucker schafft.

Die gute Qualität kommt sogar noch sehr schnell zustande: 15 Seiten pro Minute wird nur von zwei Konkurrenten geschlagen. Die eingescannten Dokumente kann man entweder klassisch in einem Ordner auf dem PC sammeln, aber auch direkt auf einen eingesteckten USB-Stick übertragen. Der Scan selbst dauert bei HP nur 10 Sekunden und wird in 300 dpi aufgelöst. Das ist flott.

Dass Qualität nicht ganz billig um die Ecke kommt, ist selbstverständlich. Auch die Druckkosten sind mit 16,2 Cent pro Farbdruck eher hoch. Für das Geld bekommt man jedoch mit dem HP Color LaserJet Pro M281fdw einen Laser-Multifunktionsdrucker, der insgesamt gute Qualität bietet und dabei auch noch schnell arbeitet.

Mit einem übersichtlichen Menü ist der Brother MFC 9332cdw schnell eingerichtet und auch danach sehr benutzerfreundlich. Die Ergebnisse beim Druck sind gut, dabei lässt er sich aber recht viel Zeit. Gerade optimale Qualität braucht noch einmal deutlich länger als der Eco-Modus. Beim Einzug von Fotopapier tat sich der Brother ein wenig schwer und der Ausdruck kam schließlich etwas gebogen wieder heraus. Für den ziemlich hohen Preis bekommt man woanders mehr.

Der Canon i-Sensys MF735cx ist einem günstigeren Modell, nämlich dem Canon i-Sensys MF635cx, äußerlich sehr ähnlich. So ist etwa das Touch-Display identisch, daneben befindet sich beim MF735cx aber noch die NFC-Funktion, mit der man direkt vom Handy oder Tablet drucken kann. Der Druckprozess läuft im Vergleich aber viel schneller und die Papierkassette ist von 150 auf 250 Blatt ausgedehnt worden. Problematisch ist weiterhin, dass man für viele Einstellungen Admin sein muss und die Bedienung dabei nicht ganz intuitiv ist.

Der Brother MFC-2710DN ähnelt von seinen Eigenschaften her dem HP LaserJet Pro MFP M28w. Er ist ebenso klein, kompakt und preiswert und konzentriert sich dafür auf einige Grundfunktionen. So druckt er nur Schwarz-Weiß, hat dabei aber einen sehr ordentlichen Textdruck. Auch das Scannen geht flugs und ist – im Gegensatz zum Druck – in Farbe möglich. Sogar ein Faxmodem gibt es, die Wähl- und Funktionstasten aus Gummi sind allerdings nicht so praktisch. Überhaupt ist die Bedienung ein wenig durch das kleine Display erschwert.

Eine weitere Alternative, wenn man einen sehr kompakten Laser-Multifunktionsdrucker sucht, ist der HP Color Laser MFP 178ngw. Der ist entsprechend günstig, für einen kleinen Aufpreis aber auch mit Faxmodem und ADF zu bekommen. Dann geht er logischerweise etwas mehr in die Höhe. Verbindungen zum Drucker sind über LAN, WLAN (inkl. WiFi-Direct) und USB möglich. Die Bedienung ist mit einem zweizeiligen, einfarbigen Menü sowie ein paar dedizierten Tasten eher einfach gehalten.

Beim Druck offenbart der MFP 178ngw allerdings einige praktische Schwächen. Erstens gehen die Druckkosten durch die Decke, sobald man häufiger drucken muss. Zweitens dauert insbesondere der Farbdruck sehr lange. Drittens fehlt eine automatische Duplexfunktion. Schließlich bietet die Papierkassette nicht allzu viel Platz und steht vorne doch um einiges über. Die Qualität ist aber nicht zu beanstanden: Der Textdruck ist einer der saubersten, bei feinster Schrift geht nichts verloren und Farben sind insgesamt schön kontrastreich. Der HP eignet sich unter dem Strich besser für Privatleute, die nur gelegentlich drucken.

Wissenswertes über Laser-Multifunktionsdrucker

Unter einem Laser-Multifunktionsdrucker stellt man sich vielleicht zuerst ein Gerät vor, das im Großraumbüro seinen Platz findet. Diese Annahme ist aber nicht mehr ganz aktuell, da die Modelle mittlerweile günstiger und kompakter geworden sind. Dadurch sind potentielle Käufer ermutigt, sich einen Multifunktionsdrucker auch in ihr Arbeitszimmer zu stellen. Gerade für Menschen, die häufiger von zuhause aus arbeiten, erweisen sie sich als nützlich. Schließlich hat man hier einen Farbdrucker, Kopierer, Scanner und gegebenenfalls Fax in einem.

Wie bei Schwarz-weiß- oder Farbdruckern stellt sich auch bei Multifunktionsdruckern die Gretchenfrage: Laser oder Tintenstrahl?

Traditionell beeindrucken Laserdrucker durch scharf gestochene Texte und Schnelligkeit beim Drucken, die sich besonders bei größeren Druckaufträgen zeigt. Darüber hinaus besteht hier nicht die Gefahr, dass Tintenpatronen nach einiger Zeit eintrocknen oder die Tinte auf einem frisch gedruckten Dokument noch verschmiert. Gerade das Problem mit eingetrockneter Tinte haben vermutlich schon viele Nutzer eines Tintenstrahldruckers erlebt, nachdem eine längere Zeit nichts gedruckt wurde. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch kostspielig.

Einen Tintenstrahldrucker sollte man nutzen, wenn man öfters Fotos drucken möchte. Nur die wenigsten Laserdrucker halten in der Qualität beim Fotodruck mit Tintenstrahlgeräten mit. Wem das wichtig ist, der kann sich nach Tintenstrahl-Multifunktionsdruckern umschauen. Bei den Druckkosten pro Seite haben Tintenstrahldrucker ebenso knapp die Nase vorn. Gerade beim Farbdruck sind Laserdrucker doch noch etwas teurer, bei Schwarz-weiß sind sich die Preise ziemlich ähnlich. Natürlich sind die Druckkosten auch immer direkt modellabhängig.

So haben wir getestet

Zunächst ging es uns logischerweise um die Einfachheit der Ersteinrichtung. Dabei zeigt sich bei vielen Laser-Multifunktionsdruckern schon, ob die Bedienoberfläche – sprich Display, Tasten und gegebenenfalls Ziffernblock – benutzerfreundlich ist. Manche Geräte setzen hier bereits auf Touch-Screens, andere wiederum noch auf einfarbige, kleine Displays. Soweit möglich, haben wir die Verbindung immer per WLAN vorgenommen.

Ist das geschafft, so beginnt der Geschwindigkeitstest. Die Testobjekte müssen dabei einen 10-seitigen Standardtext drucken, wenn möglich in Eco-Qualität und in der besten Qualität. Die Zeit wird dann auf Seiten pro Minute hochgerechnet.

Anschließend müssen sie sich im Fotodruck beweisen. Dabei wird ein Testbild per Einzelblattzufuhr auf Hochglanz-Fotopapier gedruckt. Wichtig ist dabei Qualität, Schnelligkeit sowie ein sauberes Einziehen des Mediums. Unser Testbild kommt dann beim Scannen noch einmal zum Einsatz. Wiederum kommt es hier auf Qualität, aber auch auf Geschwindigkeit an.

Neben dem Anschaffungspreis sind die Druckkosten pro Seite, sowohl in Schwarz-Weiß als auch in Farbe, ein Kriterium. Die Berechnungen dazu haben wir jeweils von druckerchannel.de übernommen. Letztendlich sind auch die Maße und das Gewicht der Laser-Multifunktionsdrucker interessant. Kleinere Exemplare machen sich zuhause gut, während die sperrigeren Modelle eher im Büro ihren Platz finden.

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