Test: Canon Imageprograf Pro 300

Fotodrucker im Test : Hochwertige Fotos zuhause drucken

Update 03.09.2021

Für (Hobby)-Fotografen, die ihre Fotos nicht extern drucken lassen möchten, lohnt sich ein Fotodrucker. Die haben gegenüber Online-Diensten den Vorteil, dass man Einstellungen manuell verändern kann, bis der Ausdruck wirklich gelungen ist. Dabei schlagen sie qualitativ etwa Laserdrucker um Längen.

Update 3. September 2021

Wir haben fünf neue Fotodrucker getestet. Der Canon imagePROGRAF 300-Pro, der Epson SureColor SC-P900 sowie sein kleiner Bruder SC-P700 und der Canon Pixma Pro 200 sind neue Empfehlungen.

Sven Kloevekorn
ist Technik-Journalist und Fotograf. Er schreibt unter anderem für Giga, AndroidNext und Notebookcheck. Er testet regelmäßig Drucker, Scanner, Speichergeräte und mehr.

Mittlerweile sind viele Drucker in der Lage, auch auf Fotopapier zu drucken. Die Bildqualität lässt allerdings besonders bei Laserdruckern noch zu wünschen übrig. Wenn man zuhause regelmäßig großformatige Fotos drucken möchte, lohnt es sich in einen professionellen Fotodrucker zu investieren.

Zwar gibt es auch die Möglichkeit, Fotos von Online-Diensten drucken zu lassen, aber da kann man eben nicht kontrollieren, ob das Foto letztendlich wirklich so aussieht wie man es möchte. Hat man jedoch einen Fotodrucker im Arbeitszimmer stehen, so kann man eigenhändig Einstellungen verändern, bis die gewünschte Bildqualität erreicht ist. Das erfordert natürlich viel Liebe zum Detail und Enthusiasmus für Fotos.

Wirklich hochwertige Fotodrucker sind durchaus kostspielig, und zwar nicht nur in der Anschaffung. Gerade die Druckkosten gehen bei häufiger Benutzung ins Geld. Ein Ausdruck auf gutem Fotopapier kann da gerne mal ein paar Euro kosten. Wir haben uns 11 Fotodrucker angesehen, die sich in einem breiten Preisspektrum befinden und allesamt entweder aus dem Hause Canon oder Epson kommen. Hier ist für Hobbyfotografen und für Profis gleichermaßen etwas dabei.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
BenutzerfreundlichGute DruckqualitätPreiswert und solideFür große AusdruckeGünstig
Test: Canon Imageprograf Pro 300Test: Epson Surecolor Sc P700Test Fotodrucker: Epson Expression Foto HD XP-15000Test: Epson Surecolor Sc P900Test: Canon Pixma Pro 200
Modell Canon imagePROGRAF Pro-300 Epson SureColor SC-P700 Epson Expression Foto HD XP-15000 Epson SureColor SC-P900 Canon Pixma Pro-200
Pro
  • Beste Druckqualität im Test mit allen Medien
  • Tiefstes Schwarz im Test
  • Chroma Optimizer (Klarlack-Finish, nur Glanz-Medien)
  • Sehr solide verarbeitet
  • Schräglagenkorrektur
  • Für A3+ sehr kompakt
  • Ausstellungsreife Druckqualität
  • Unterstützt viele Medien + Rollenpapier-Halter eingebaut
  • Großes Touch-Display
  • Hohe Reichweite
  • Auch für Office gut
  • Automatischer Duplexdruck
  • Überzeugende Druckqualität
  • Leicht und kompakt
  • Display und Tasten
  • Für A2+ sehr kompakt
  • Ausstellungsreife Druckqualität
  • Unterstützt viele Medien + Rollenpapier-Halter optional
  • Großes Touch-Display
  • Hohe Reichweite
  • Sehr gute Druckqualität
  • Schräglagenkorrektur
  • Unterstützt viele Medien
  • Große Auswahl an schönen Originalmedien
  • Druckt relativ flott
Contra
  • Teuer
  • Schwer, große Stellfläche
  • Farbverlauf nicht perfekt
  • Gleicher Druckkopf wie beim 10s
  • Langsamer Druck
  • Wenig Auswahl bei Original-Medien
  • Qualität "Kohleschwarz" nicht randlos druckbar
  • Auf Original-Medien etwas blass
  • Relativ langsames Drucktempo
  • Dye-Tinten
  • Schwächer bei matten Medien
  • Kleine "XL"-Patronen
  • Weniger Auswahl bei Original-Medien
  • Langsamer Fotodruck
  • Sehr teuer
  • Wenig Auswahl bei Original-Medien
  • Qualität "Kohleschwarz" nicht randlos druckbar
  • Auf Original-Medien etwas blass
  • Relativ langsames Drucktempo
  • Schwer, große Stellfläche
  • Kleine Patronen mit Dye-Tinten
  • Einrichtung mit Hindernissen
  • Farben etwas ungenau und übersättigt (Herstellerprofile)
Bester Preis
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Benutzerfreundlich: Canon imagePROGRAF 300-Pro

Benutzerfreundlich

Canon imagePROGRAF Pro-300

Der imagePROGRAF 300-Pro von Canon ist vielseitig, solide verarbeitet und einfach zu bedienen. Vor allem das integrierte Display erleichtert die Bedienung enorm und sorgt dafür, dass auch Fotodruck-Neulinge mit dem Canon bestens zurechtkommen.

Egal ob hochglanz oder matt: Der Fotodrucker von Canon kommt mit beiden Medien bestens zurecht und bringt kräftige, jedoch keinesfalls zu kräftige Farben aufs Papier. Aber nicht nur die Farben der Ausdrucke überzeugen, sondern auch deren Schärfe und Detailreichtum bewegen sich auf einem enorm hohen Niveau. Selbst Hauttöne wirken natürlich.

Weil der Canon nicht mit DYE-, sondern Pigment-Tinte arbeitet, wirkt das für einen stimmigen Bildeindruck so wichtige Schwarz deutlich satter und intensiver. Sieht man von den teuren Epson-Modellen einmal ab, hat kein Fotodrucker ein derart neutrales Schwarz-Weiß-Ergebnis aufs Papier gezaubert wie der Canon. Beim Schwarzweißdruck kommt hier nur graue und schwarze Tinte zum Einsatz, um Farbstiche auszuschließen.

Mit unserem Testbild hatte der Fotodrucker aus dem Hause Canon keinerlei Probleme. Beim Grauverlauf gibt es keine sichtbaren Abstufungen, bei der Darstellung eines blauen Himmels kann man jedoch leichte Nuancen eines Tonwertabrisses erkennen.

Mit Ethernet- und USB-Anschluss sowie einer verbauten WLAN-Antenne ist der Fotodrucker auch in Sachen Konnektivität gut aufgestellt. Zwar muss man auf ein berührungsempfindliches Display, wie es beispielsweise die Modelle von Epson besitzen, verzichten, aber auch ohne dieses Extra gelingt die Bedienung des Canon leicht und intuitiv.

Als ein wenig störend empfanden wir die häufigen Wartungszyklen, die sich der Drucker genehmigt. Ein Feature, das bei Fotodruckern wohl nicht allzu häufig gebraucht werden wird, ist das Drucken vom Handy aus. Aber auch das klappte im Test, ganz egal ob vom Android oder Apple-Smartphone aus, sehr gut. Weil die Druckkosten sich in etwa auf dem Niveau des Pixma 10S befinden, kann man dem imagePROGRAF 300-Pro guten Gewissens eine Empfehlung aussprechen.

Gute Druckqualität: Epson SureColor SC-P700

Gute Druckqualität

Epson SureColor SC-P700

Der SureColor SC-P700 ist dem SC-P900 sehr ähnlich, die beiden Modelle unterscheiden sich lediglich im größtmöglichem Papierformat, mit dem sie zurechtkommen, sowie der im Falle des SC-P700 spindellosen Rollenpapierzufuhr.

Der kleinere der beiden Epson Fotodrucker bringt etwa 13 Kilogramm auf die Waage und macht einen deutlich wertigeren Eindruck als sein Vorgänger, bei der Bauform ist man dem Design der Vorgänger-Generation treu geblieben. Weil das Druckergehäuse, abgesehen von einem kleinen Bereich auf der Vorderseite des Druckers, in mattem Schwarz gehalten ist, haben Fingerabdrücke deutlich weniger Chancen, als das bei Modellen in Klavierlack-Optik der Fall ist.

Den berührungsempfindlichen Bildschirm des Epson-Fotodruckers kann man hochklappen. Seine Auflösung ist ausreichend groß und auch die Farbwiedergabe passt soweit. Mit USB, WLAN und Ethernet, befinden sich auch die üblichen Verdächtigen, wenn es um Schnittstellen geht mit an Bord. Mithilfe der App iPrint ist auch das Drucken vom Handy aus kein Problem. Ein großer Vorteil im Vergleich zur Vorgängergeneration, sind die beiden Druckköpfe für Schwarz.

Während beim Vorgänger noch ein Druckkopf für mattes und Hochglanz-Schwarz zuständig waren, teilen sich diese Aufgaben nun zwei unterschiedliche Druckköpfe. Der Farbsatz, der im Fotodrucker vom Canon zum Einsatz kommt, besteht aus zehn unterschiedlichen, pigmentbasierten Tinten.

Bei der Druckqualität kann der SC-P700 durchaus mit den Modellen von Canon mithalten. Seine Ausdrucke sind ebenso detailreich, fallen allerdings ein wenig blass aus im Vergleich zu den Original-Ausdrucken.

Preiswert und solide: Epson Expression Photo HD XP-15000

Preiswert und solide

Epson Expression Foto HD XP-15000

Test Fotodrucker: Epson Expression Foto HD XP-15000
Tolle Druckqualität in A3+ geht auch viel günstiger und kompakter. Und einen brauchbaren Office-Printer bekommt man gleich dazu.

Soll es eine Preisklasse weiter runter sein, so ist der Epson Expression Photo HD XP-15000 ein heißer Kandidat. Er ist nicht nur deutlich günstiger, sondern auch erheblich leichter und braucht viel weniger Stellfläche. Trotzdem kann sich die Qualität des Fotodrucks wirklich sehen lassen.

Die Verarbeitung wirkt dank des stabilen Gehäuses und der schön angepassten Tasten sogar hochwertiger als die des Epson SureColor SP-P600. Nur das Display fällt hier wiederum ab. Wie bei vielen Multifunktionsdruckern fährt die Papierablage auf einem Schlitten heraus und wird auch wieder automatisch eingezogen. Dort passen über 200 Blatt DIN-A4-Papier oder 50 Seiten Fotopapier herein. Dazu gibt es einen Einzelblatteinzug für dickere oder größere Medien. Standardmäßig ist der XP-15000 mit WLAN, LAN und USB ausgestattet.

Beim Druck überrascht Epson hier mit einer Duplexfunktion, also dem beidseitigen Bedrucken eines Papiers. Das kann sonst nur einer der getesteten Fotodrucker. Normaler Druck von Text oder Grafiken mit Standardpapier wird schneller als bei der Konkurrenz und qualitativ stark erledigt.

Aber wie sieht es beim Fotodruck aus? Hier kommt der XP-15000 nur mit fünf Patronen mit Dye-Tinte sowie pigmentbasiertem Photoschwarz aus. Die Ausdrucke erreichen so natürlich nicht ganz die Qualität teurerer Drucker, sind aber bei weitem nicht schlecht, besonders auf glänzendem und halbmattem Papier. Auf mattem Papier von Epson konnten wir leider nicht testen, die Ergebnissen wären aber vermutlich etwas mauer ausgefallen.

Farben wirken insgesamt weitestgehend natürlich, Hauttöne fallen allerdings tendenziell zu kräftig aus. Bei unserem Testbild fällt vor allem der stufenlose Farbverlauf beim blauen Himmel positiv auf. Im Schwarz-Weiß-Druck gelingen die Graustufen aber leider nicht ganz so gut, bei genauerer Betrachtung erkennt man einen leichten Warmstich.

Dafür, dass der Epson Expression Foto HD XP-15000 deutlich günstiger ist als die Konkurrenz, bietet er doch einiges an Qualität. Leichte Schwächen etwa beim Schwarz-Weiß-Druck oder der Darstellung von Hauttönen sind so gut zu verschmerzen. Sonst fehlt hier nichts, was man wirklich brauchen würde.

Für große Ausdrucke: Epson SureColor SC-P900

Für große Ausdrucke

Epson SureColor SC-P900

Der SC-P900 ist die richtige Wahl, wenn man auch mal größere Drucke, beispielsweise im A2+-Format, zu Papier bringen möchte. Dann führt kein Weg am großen Epson vorbei.

Trotz der Gigantischen Ausdrucke, die der Epson ausspucken kann, ist er verhältnismäßig flach und wiegt »nur« 14,8 Kilogramm.

Weil der SC-P900 dem SC-P700, abgesehen vom Rollenpapierhalter, wie ein Haar dem anderen gleicht, möchten wir an dieser Stelle auf den vorhergehenden Test des SC-P700 verweisen.

Günstig: Canon Pixma Pro-200

Günstig

Canon Pixma Pro-200

Der Pixma Pro-200 schafft große Ausdrucke im A3+-Format und ist obendrein noch günstig. Damit ist der Canon der ideale Einstieg in die Welt des semiprofessionellen Fotodrucks.

Die Bedienung erfolgt nicht über einen berührungsempfindlichen Bildschirm, sondern ganz klassisch über Tasten und Steuerkreuz. Das verbaute Farbdisplay sorgt dafür, dass Informationen klar und deutlich darauf abgelesen werden können. An Anschlussmöglichkeiten stehen Ethernet, USB und mit WLAN auch ein drahtlose Möglichkeit der Datenübertragung zur Verfügung, die auch den Fotodruck vom Smartphone ermöglicht.

Der Fotodrucker kommt nicht nur mit recht dickem Fotopapier zurecht, sondern auch mit CDs und DVDs. Selbst Banner von bis zu einem Meter Länge kann man damit drucken.

Die im Canon zum Einsatz kommenden DYE-Tinten haben im Verglich zum Vorgängermodell eine leichte Verbesserung erfahren und sollen langsamer ausbleichen sowie einen größeren Farbraum aufweisen. Unsere Test-Ausdrucke jedenfalls hatten strahlende, zuweilen schon etwas zu kräftige Farben. Detailreichtum und Schärfe bewegen sich auf einem erfreulich hohen Niveau.

Ein Punkt, den man beim Pixma Pro-200 auf keinen Fall vergessen sollte: Die Druckkosten sind vergleichsweise hoch. Hier ist man schnell ein paar Euro los, wenn das Format mal etwas größer gewählt wird.

Was gibt es sonst noch?

Aus dem Hause Canon weiß vor allem der Pixma Pro 10S zu überzeugen. Besonders beim Druck auf glänzendem Fotopapier spielt er seine Stärken aus und überflügelt dabei sogar den Epson SureColor SC-P600. Beim Pro 10S setzt Canon auf die lichtbeständige Pigmenttinte. Überhaupt überzeugten die Druckergebnisse des Pixma Pro 10s auf ganzer Linie. Feine Abstufungen, kräftige Farben, natürliche Hauttöne und Detailreichtum sind nur einige der Dinge, die Canon hier sehr gut gelungen sind. Lediglich Schwarz könnte noch ein kleines bisschen dunkler dargestellt werden.

Ähnliches wie für den Pixma iP8750 gilt auch für den noch einmal preiswerteren Canon Pixma iX6850. Trotz nur fünf Tintenpatronen erscheinen die Ausdrucke für uns sogar etwas schöner als die des iP8750. Vor allem Hautfarben wirken nicht so übersättigt, der Schwarz-Weiß-Druck ist kühler und dadurch neutraler. Zwar gibt es auch hier keine LAN-Buchse, der Fotodruck selbst läuft aber ziemlich schnell ab. Wer einen sehr günstigen Fotodrucker mit noch ordentlicher Qualität aus dem Hause Canon sucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Wissenswertes über Fotodrucker

Online-Fotodienste machen den Fotodruckern ziemliche Konkurrenz. Sogenannte 30er-Poster (45 x 30 cm) sind dort sehr günstig zu haben und bieten dennoch solide Qualität – auch wenn das Papier etwas dünner ist. Werden die Fotos jedoch größer, so wird auch der Fotodienst rapide teurer. Daher gilt: Je größer die Fotos, die man drucken will, desto eher lohnt sich ein Fotodrucker. Schließlich darf man auch nicht vergessen, dass man am Fotodrucker deutlich hochwertigeres Papier benutzen kann, was den Ausdruck noch einmal aufwertet.

Darüber hinaus hat man am eigenen Fotodrucker logischerweise viel bessere Kontrolle über das Ergebnis. Vorab können etwa Helligkeit, Kontrast, Beschnitt und Farbgebung eingestellt werden. Bevor man letztendlich druckt, kann man mithilfe des Soft-Proofings eine ziemlich getreue Vorschau begutachten und gegebenenfalls Details anpassen.

Zur Bildbearbeitung liefern die Hersteller spezielle Programme mit oder stellen sie zum kostenlosen Download bereit, wie etwa »My Image Garden« von Canon. Natürlich gibt es noch viele andere Programme, wir haben für den Praxistest meist Adobe Lightroom verwendet. Die wirklichen Veränderungen am Druckergebnis nimmt man aber normalerweise erst im Treibermenü des Druckers vor.

Fotodrucker Test: Lightroom Druckmodul
Druckmodul Lightroom mit unseren Standardeinstellungen.

Für viele Fotoenthusiasten ist es wichtig, dass beim Fotodruck keine Ränder bleiben. Alle von uns getesteten Fotodrucker können das laut Herstellerangaben, auch im A3+-Format. Jedoch fallen DIN-A-Formate mit einem ungefähren Seitenverhältnis von 7:5 generell etwas höher aus als Fotos im Format 3:2. Dieses Problem lösen die beiden Hersteller Canon und Epson verschieden. Bei Canon nimmt man leichte, weiße Ränder oben und unten in Kauf. Epson hingegen beschneidet das Bild in der Werkseinstellung lieber so weit, dass oben und unten keine Ränder mehr erkennbar sind. Dafür gehen allerdings links und rechts jeweils ein paar Millimeter mehr verloren.

Natürlich kann man, egal ob Canon oder Epson, im Bildprogramm oder im Treiber noch viel manuell an den Einstellungen verändern. Sollten am Ende aber dennoch weiße Ränder zurückbleiben, so ist es für Fotografen oft üblich, diese mit einer Schneidemaschine zu entfernen. Das ist – zumindest wenn man günstig die Möglichkeit hat – womöglich besser als bei jedem Foto Beschnitt tolerieren zu müssen.

Zu einem schönen Fotodruck tragen selbstverständlich auch die Qualität der Tinte und die des Papiers bei. Bei der Tinte gilt prinzipiell: Je mehr einzelne Tinten, desto mehr Farben oder Farbabstufungen können dargestellt werden. Unter den Fotodruckern sind daher Dye-Tinte und Pigmenttinte verbreitet.

Dye-Tinte hat den Vorteil, dass Farben durch Übereinanderdrucken der Tinte gemischt werden, was wiederum insgesamt weniger Patronen erfordert. Außerdem zieht sie schön ins Papier ein und trocknet schnell. Mit Pigmenttinte muss für das Mischen von Farben nebeneinander gedruckt werden, da sich die Pigmente übereinander schlicht überdecken würden. Dafür liefert Pigmenttinte kräftigeres Schwarz und ist lichtbeständiger.

Erwähnenswert ist außerdem, dass alle von uns getesteten Fotodrucker über eine Patrone verfügen, die nur für Grautöne zuständig ist. Dadurch werden Farbtinten bei der Herstellung vom Grautönen weitestgehend außen vor gelassen, was wiederum Farbstiche vorbeugen soll. Wer also gerne Fotos in Schwarz-Weiß druckt, darf sich über neutrale Graustufen freuen.

Bei der Auswahl des Papiers hat man große Auswahl. Zunächst sollte man bedenken, dass Canon und Epson ihre herstellereigenen Papiere anbieten, die natürlich perfekt auf die Drucker abgestimmt sind und daher meist auch qualitativ bessere Fotos drucken. Dabei gibt es verschiedene Papierqualitäten: »Glossy« (bei Canon »Pro Platinum«) ist Papier mit einer glänzenden Oberfläche, »Semi Gloss« ist demnach halbmatt und »Matte« ganz matt. Darüber hinaus wird »Luster« (Seidenglanz) angeboten.

Fotos erscheinen in der Regel auf glänzendem Material am besten. Das Bildmaterial wird scharf aufgelöst, die Farben leuchten und Schwarz ist sehr tief. Ein kleiner Nachteil sind die Reflexionen beim Ansehen, die auch beim Abfotografieren unserer Testausdrucke erkenntlich werden.

Fotodrucker Test: Fotodrucker Größenvergleich
Diese Abbildung dient zur Darstellung der Größenverhältnisse und nicht der absoluten Größen der Medien.

Schließlich sind auch die Druckkosten immer ein Thema. Diese sind leider bei Fotodruckern nicht eindeutig zu ermitteln, da hier viele Faktoren eine Rolle spielen. So nimmt etwa mattes Papier mehr Tinte auf als glänzendes Papier, ebenso erfordert ein buntes Landschaftsbild mehr Tinte als ein Porträtfoto mit größeren, hellen Bildteilen. Letztendlich ist auch die Druckqualität ein Faktor.

So haben wir getestet

Jeder Fotodrucker musste ein ausgewähltes Fotoset auf Papier des jeweiligen Herstellers im Format 3:2 drucken. Zusätzlich haben wir jeweils ein Testbild im Format 7:5 gedruckt, um herauszufinden, wie stark der Beschnitt beim Randlosdruck ausfällt.

Im 3:2-Format ließen wir zunächst ein Testbild in 6.000 x 4.000 Pixeln (24 Megapixel) drucken, das links und rechts den Graustufen- und RGB-Farbverlauf zeigt. In der Mitte befinden sich zudem Fotos aus den Kategorien Porträt, Landschaft und Nachtaufnahme sowie ein Farbfeld in allen Grundfarben.

Das Porträtfoto mit den drei Damen soll in erster Linie zeigen, wie natürlich die Fotodrucker verschiedene Hautfarben darstellen. Beim Landschaftsfoto geht es um die Farbwiedergabe. Wie kommen die Drucker mit den fast schon übertrieben kräftigen Farben klar? Spannend zu sehen ist insbesondere, ob der Himmel streifenfrei gelingt.

Einzeln gedruckt wurde außerdem ein hochauflösendes Schwarz-Weiß-Foto. Dabei zeigt sich, wie gut die Fotodrucker Graustufen wiedergeben und wie detailreich dunkle und helle Bildbereiche noch dargestellt werden.

Dabei haben sich unter den getesteten Druckern bei jedem Testmotiv sichtbare Unterschiede hervorgetan. Gerade günstigere Fotodrucker hatten hier Probleme, etwa mit Farbstichen beim Schwarz-Weiß-Druck oder der Natürlichkeit der Hauttöne.

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