Fotodrucker Test: 5 Drucker im Test.

Fotodrucker im Test : Hochwertige Fotos zuhause drucken

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Veröffentlicht 16.03.2020

Für (Hobby)-Fotografen, die ihre Fotos nicht extern drucken lassen möchten, lohnt sich ein Fotodrucker. Diese haben gegenüber Online-Diensten den Vorteil, dass man Einstellungen manuell verändern kann, bis der Ausdruck wirklich gelungen ist. Dabei schlagen sie qualitativ etwa Laserdrucker um Längen.

Sven Kloevekorn
Sven Kloevekorn
ist Technik-Journalist und Fotograf. Er schreibt unter anderem für Giga, AndroidNext und Notebookcheck. Er testet regelmäßig Drucker, Scanner, Speichergeräte und mehr.

Mittlerweile sind viele Drucker in der Lage, auch auf Fotopapier zu drucken. Die Bildqualität lässt allerdings besonders bei Laserdruckern noch zu wünschen übrig. Wenn man zuhause regelmäßig großformatige Fotos drucken möchte, dann lohnt sich daher die Anschaffung eines professionellen Fotodruckers.

Zwar gibt es auch die Möglichkeit, Fotos von Online-Diensten drucken zu lassen, aber da kann man eben nicht kontrollieren, ob das Foto letztendlich wirklich so aussieht wie man es möchte. Hat man jedoch einen Fotodrucker im Arbeitszimmer stehen, so kann man eigenhändig Einstellungen verändern, bis die gewünschte Bildqualität erreicht ist. Das erfordert natürlich viel Liebe zum Detail und Enthusiasmus für Fotos.

Wirklich hochwertige Fotodrucker sind durchaus kostspielig, und zwar nicht nur in der Anschaffung. Gerade die Druckkosten gehen bei häufiger Benutzung ins Geld. Ein Ausdruck auf gutem Fotopapier kann da gerne mal ein paar Euro kosten. Wir haben uns 7 Fotodrucker angesehen, die sich in einem breiten Preisspektrum befinden und allesamt entweder aus dem Hause Canon oder Epson kommen. Hier ist für Hobbyfotografen und für Profis gleichermaßen etwas dabei.

Allrounder: Epson SureColor SP-P600

Allrounder

Epson SureColor SC-P600

Test Fotodrucker: Epson SureColor SC-P600
Der Champion in fast allen Disziplinen kostet auch was und ist ein klarer Fall fürs Arbeitszimmer.

Mit wirklich ausgezeichneter Qualität beim Fotodruck beeindruckt der Epson SureColor SC-P600. Aber auch die Vielseitigkeit in Bezug auf Medien und die einfache Bedienung sprechen für ihn.

Egal ob glänzendem oder mattem Papier: Der SureColor SP-P600 liefert auf allen Materialien erstaunliche Druckqualitäten. In hellen und dunklen Bereichen sind Fotos gleichermaßen detailreich und hoch aufgelöst. Die Farben wirken besonders bei Hauttönen originalgetreu, dabei aber nicht übersättigt.

Pigmenttinte sorgt für ein kräftiges Schwarz, und überhaupt ist der Schwarz-Weiß-Druck eine große Stärke. Graustufen werden so neutral abgebildet wie bei keinem anderen Fotodrucker, zudem stehen im Treiber unter »Advanced B&W Photo« viele weitere Einstellungsmöglichkeiten nur für Schwarz-Weiß-Fotos zur Verfügung.

Auffällig ist, dass es neun Tintenpatronen gibt, aber nur acht Druckköpfe. Das liegt daran, dass Mattschwarz und Photoschwarz sich einen Druckkopf teilen. Im Treiber trägt man ein, auf welchem Medium gerade gedruckt werden soll und der Drucker wählt automatisch das richtige Schwarz aus. Leider ist das nicht so sparsam wie es klingt, da bei jedem Wechsel der Druckkopf durchgespült werden muss, was auf Dauer viel Tinte kostet.

Zu bemängeln ist im Übrigen, dass Fotos auf Glossy-Papier beim schrägen Betrachten ein wenig reflektieren, da kein Klarlack-Finish auf das Foto aufgetragen wird. Außerdem braucht die insgesamt hohe Qualität ihre Zeit: Der Druck unseres A3+-Testbilds dauerte ungefähr acht Minuten.

Fotodrucker Test: Epson Sc P600 Advanced B&w
Fortgeschrittene Schwarzweiß-Einstellungen.

Die Installation des SureColor SP-P600 fällt leicht. Nach der Einbindung ins heimische WLAN und der Treiberinstallation wird noch eine Testseite zur Kalibrierung gedruckt, danach geht es los. Falls kein WLAN besteht, kann man den Fotodrucker auch über LAN oder USB anschließen.

Der Vollständigkeit halber soll erwähnt werden, dass man ebenso vom Smartphone drucken kann, etwa über die Epson-eigene App iPrint. Etwas ungünstig ist jedoch, dass in undefinierbaren Zyklen eine minutenlange Wartung durchgeführt wird, während derer man den Drucker nicht nutzen kann.

 

Wie es sich für einen Fotodrucker gehört, gibt es neben dem 120 Blätter fassenden Papierfach noch zwei weitere Einzüge. Einer davon ist der Einzelblatteinzug, der andere ist extra für Medien mit 0,3 Millimeter Dicke oder mehr gemacht, um beispielsweise auch auf Kartons drucken zu können. Gerade bei dicken Materialien ist es schön, dass die Medien im Druckwerk kaum gebogen werden.

Leider ist der Epson SureColor SC-P600 mit seinen ca. 15 Kilo nicht gerade der handlichste Fotodrucker und benötigt viel Stellfläche. Insgesamt passt auch die Verarbeitung nicht ganz zur Druckqualität. Das Touch-Display sowie einige weitere, daneben befindliche Tasten wirken ein wenig billig, machen aber ihren Job. Gleiches gilt für das Gehäuse.

Für einen stattlichen Preis bekommt man beim Epson SureColor SP-P600 viel Qualität beim Druck, denn unabhängig vom Medium wissen die Fotos zu beeindrucken. Damit kann kein anderer Fotodrucker in unserem Test mithalten. Kleine Defizite, etwa beim Design und der Verarbeitung, kann man so leicht verkraften.

Glänzend: Canon Pixma Pro 10S

Glänzend

Canon Pixma Pro 10s

Test Fotodrucker: Canon Pixma Pro 10S
Der wuchtige Pro 10S druckt auf Augenhöhe mit dem Testsieger und hat bei glänzenden Medien sogar die Nase leicht vorn. Wegen höherer Druckkosten und Verschleißproblemen reicht es "nur" für Platz 2.

Aus dem Hause Canon weiß vor allem der Pixma Pro 10S zu überzeugen. Besonders beim Druck auf glänzendem Fotopapier spielt er seine Stärken aus und überflügelt dabei sogar den Epson SureColor SC-P600. Dieser ist aber bei anderen Materialien noch vielseitiger.

Der Pixma Pro 10S ist sehr schwer und wirkt professionell verarbeitet, besitzt aber kein Display und nur drei Tasten. Das ist übrigens bei allen Fotodruckern von Canon so. Eine der drei Tasten ist für die erstmalige WLAN-Verbindung zuständig, daneben gibt es aber auch eine LAN- und eine USB-Buchse. Über dem Papierfach mit 150 Blatt Fassungsvermögen befindet sich der Einzelblatteinzug für dickere Medien.

Im Treiber oder mittels des Plugins »Print Studio Pro« kann man Änderungen an den Druckeinstellungen vornehmen. Auch beim Pixma 10S gibt es einen Wartungszyklus, der aber nicht ganz so nervig ist wie bei Epson.

Beim Pro 10S setzt Canon auf die lichtbeständige Pigmenttinte. Im Gehäuse sind insgesamt zehn Patronen verbaut, darunter sind zwei Grautinten sowie der Chroma Optimizer, der bei glänzendem Papier verwendet wird. Dieser sorgt für gleichmäßigen Glanz und eine einheitlicher erscheinende Oberfläche.

Die herstellereigene Auswahl an Papieren lässt bei Canon nichts zu wünschen übrig. Wir haben daher Testdrucks auf mattem, Glanz- und Seidenglanzpapier durchgeführt. Dabei beeindruckte vor allem das Luster-Papier (Seidenmatt) durch wirklich ansehnliche Fotos.

Überhaupt überzeugten die Druckergebnisse des Pixma Pro 10s auf ganzer Linie. Feine Abstufungen, kräftige Farben, natürliche Hauttöne und Detailreichtum sind nur einige der Dinge, die Canon hier sehr gut gelungen sind. Lediglich Schwarz könnte noch ein kleines bisschen dunkler dargestellt werden.

Auch noch nicht am Optimum angekommen sind Schwarz-Weiß-Drucke. Obwohl es gleich zwei Tintenpatronen mit Grautönen gibt, kommt etwa auf Luster-Papier ein leichter Blau-Grün-Stich durch. Auf höchster Qualitätsstufe dauert der Druck übrigens ähnlich lang wie bei Epson.

Sowohl vom Können als auch vom Preis her unterscheidet sich der Canon Pixma Pro 10s recht wenig von seinem Konkurrenten aus dem Hause Epson, dem SureColor SP-P600. Der Canon hat bei glänzendem Papier leicht die Nase vorn, schwächelt dafür ein wenig beim Schwarz-Weiß-Druck. Insgesamt trifft man mit dem Pixma Pro 10s ebenso eine gute Wahl.

Preiswert und solide: Epson Expression Photo HD XP-15000

Preiswert und solide

Epson Expression Foto HD XP-15000

Test Fotodrucker: Epson Expression Foto HD XP-15000
Tolle Druckqualität in A3+ geht auch viel günstiger und kompakter. Und einen brauchbaren Office-Printer bekommt man gleich dazu.

Soll es eine Preisklasse weiter runter sein, so ist der Epson Expression Photo HD XP-15000 ein heißer Kandidat. Er ist nicht nur deutlich günstiger, sondern auch erheblich leichter und braucht viel weniger Stellfläche. Trotzdem kann sich die Qualität des Fotodrucks aber wirklich sehen lassen.

Die Verarbeitung wirkt dank des stabilen Gehäuses und der schön angepassten Tasten sogar hochwertiger als die des Epson SureColor SP-P600. Nur das Display fällt hier wiederum ab. Wie bei vielen Multifunktionsdruckern fährt die Papierablage auf einem Schlitten heraus und wird auch wieder automatisch eingezogen. Dort passen über 200 Blatt DIN-A4-Papier oder 50 Seiten Fotopapier herein. Dazu gibt es einen Einzelblatteinzug für dickere oder größere Medien. Standardmäßig ist der XP-15000 mit WLAN, LAN und USB ausgestattet.

Beim Druck überrascht Epson hier mit einer Duplexfunktion, also dem beidseitigen Bedrucken eines Papiers. Das kann sonst nur einer der getesteten Fotodrucker. Normaler Druck von Text oder Grafiken mit Standardpapier wird schneller als bei der Konkurrenz und qualitativ stark erledigt.

Aber wie sieht es beim Fotodruck aus? Hier kommt der XP-15000 nur mit fünf Patronen mit Dye-Tinte sowie pigmentbasiertem Photoschwarz aus. Die Ausdrucke erreichen so natürlich nicht ganz die Qualität teurerer Drucker, sind aber bei weitem nicht schlecht, besonders auf glänzendem und halbmattem Papier. Auf mattem Papier von Epson konnten wir leider nicht testen, die Ergebnissen wären aber vermutlich etwas mauer ausgefallen.

Farben wirken insgesamt weitestgehend natürlich, Hauttöne fallen allerdings tendenziell zu kräftig aus. Bei unserem Testbild fällt vor allem der stufenlose Farbverlauf beim blauen Himmel positiv auf. Im Schwarz-Weiß-Druck gelingen die Graustufen aber leider nicht ganz so gut, bei genauerer Betrachtung erkennt man einen leichten Warmstich.

Dafür, dass der Epson Expression Foto HD XP-15000 deutlich günstiger ist als die Konkurrenz, bietet er doch einiges an Qualität. Leichte Schwächen etwa beim Schwarz-Weiß-Druck oder der Darstellung von Hauttönen sind so gut zu verschmerzen. Sonst fehlt hier nichts, was man wirklich brauchen würde.

Außerdem getestet

Der Canon Pixma Pro 100S kann bei der Druckqualität durchaus mit der Konkurrenz mithalten. Dabei benutzt er im Gegensatz zu den anderen, größeren Fotodruckern Dye-Tinte (außer für Photoschwarz). Die Auswahl der Medien, auf die gedruckt werden kann, ist ein wenig begrenzt, dafür stehen aber alle wünschenswerten Anschlüsse zur Verfügung.

Beim Fotodruck fällt außerdem die Schnelligkeit auf, mit der der Pixma Pro 100S arbeitet. Wie beim Pro 10S ist auch hier das Plugin »Print Studio Pro« verfügbar, das als Druck-Tool für Lightroom oder Photoshop überzeugt. Als eine etwas günstigere Alternative zum Pro 10S macht der Pro 100S immer noch eine gute Figur.

Noch eine Stufe günstiger geht es mit dem Canon Pixma iP8750. Die insgesamt sechs ChromaLife100+-Tinten liefern keine schlechten Fotos, aber man sieht doch Unterschiede zu teureren Modellen. Im Grauverlauf fallen zu deutliche Abstufungen auf, auch der blaue Himmel in unserem Testdruck erscheint in Streifen.

Hautfarben sehen enorm übersättigt und unnatürlich aus, zudem weisen sie einen Rotstich auf. Im Vergleich zu den größeren Fotodruckern ist beim Schwarz-Weiß-Foto ein Warmstich erkennbar, kleine Details gehen zudem verloren. Einen LAN-Anschluss sucht man vergeblich.

Ähnliches wie für den Pixma iP8750 gilt auch für den noch einmal preiswerteren Canon Pixma iX6850. Trotz nur fünf Tintenpatronen erscheinen die Ausdrucke für uns sogar etwas schöner als die des iP8750. Vor allem Hautfarben wirken nicht so übersättigt, der Schwarz-Weiß-Druck ist kühler und dadurch neutraler.

Zwar gibt es auch hier keine LAN-Buchse, der Fotodruck selbst läuft aber ziemlich schnell ab. Wer einen sehr günstigen Fotodrucker mit noch ordentlicher Qualität aus dem Hause Canon sucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Eine zweite, extrem kostenarme Möglichkeit ist der Canon Pixma iP7250, der nur in A4 drucken kann. Bei ihm zeigen sich allerdings die Probleme der günstigen Canon-Fotodrucker wieder deutlicher. Viele der Testausdrucke weisen einen Magentastich auf und erscheinen generell zu warm. Hauttöne wirken besonders bei dunkler Haut stark übersättigt, an fließenden Übergangen scheitert der iP7250 ebenso.

Immerhin ist er mit einer Duplexfunktion ausgestattet, das kann außer ihm nur ein weiterer Fotodrucker von sich behaupten. Die WLAN-Verbindung machte uns leider Probleme: Nach einem Ausdruck brach sie ab und wir konnten sie auch nicht wieder herstellen, weswegen wir die restlichen Testdrucke über USB machen mussten. Aufgrund der hohen Verbrauchskosten ist der Pixma iP7250 höchstens etwas für Menschen, die nur gelegentlich Fotos drucken.

Wissenswertes über Fotodrucker

Online-Fotodienste machen den Fotodruckern ziemliche Konkurrenz. Sogenannte 30er-Poster (45 x 30 cm) sind dort sehr günstig zu haben und bieten dennoch solide Qualität – auch wenn das Papier etwas dünner ist. Werden die Fotos jedoch größer, so wird auch der Fotodienst rapide teurer. Daher gilt: Je größer die Fotos, die man drucken will, desto eher lohnt sich ein Fotodrucker. Schließlich darf man auch nicht vergessen, dass man am Fotodrucker deutlich hochwertigeres Papier benutzen kann, was den Ausdruck noch einmal aufwertet.

Darüber hinaus hat man am eigenen Fotodrucker logischerweise viel bessere Kontrolle über das Ergebnis. Vorab können etwa Helligkeit, Kontrast, Beschnitt und Farbgebung eingestellt werden. Bevor man letztendlich druckt, kann man mithilfe des Soft-Proofings eine ziemlich getreue Vorschau begutachten und gegebenenfalls Details anpassen.

Zur Bildbearbeitung liefern die Hersteller spezielle Programme mit oder stellen sie zum kostenlosen Download bereit, wie etwa »My Image Garden« von Canon. Natürlich gibt es noch viele andere Programme, wir haben für den Praxistest meist Adobe Lightroom verwendet. Die wirklichen Veränderungen am Druckergebnis nimmt man aber normalerweise erst im Treibermenü des Druckers vor.

Fotodrucker Test: Lightroom Druckmodul
Druckmodul Lightroom mit unseren Standardeinstellungen.

Für viele Fotoenthusiasten ist es wichtig, dass beim Fotodruck keine Ränder bleiben. Alle von uns getesteten Fotodrucker können das laut Herstellerangaben, auch im A3+-Format. Jedoch fallen DIN-A-Formate mit einem ungefähren Seitenverhältnis von 7:5 generell etwas höher aus als Fotos im Format 3:2. Dieses Problem lösen die beiden Hersteller Canon und Epson verschieden. Bei Canon nimmt man leichte, weiße Ränder oben und unten in Kauf. Epson hingegen beschneidet das Bild in der Werkseinstellung lieber so weit, dass oben und unten keine Ränder mehr erkennbar sind. Dafür gehen allerdings links und rechts jeweils ein paar Millimeter mehr verloren.

Natürlich kann man, egal ob Canon oder Epson, im Bildprogramm oder im Treiber noch viel manuell an den Einstellungen verändern. Sollten am Ende aber dennoch weiße Ränder zurückbleiben, so ist es für Fotografen oft üblich, diese mit einer Schneidemaschine zu entfernen. Das ist – zumindest wenn man günstig die Möglichkeit hat – womöglich besser als bei jedem Foto Beschnitt tolerieren zu müssen.

Zu einem schönen Fotodruck tragen selbstverständlich auch die Qualität der Tinte und die des Papiers bei. Bei der Tinte gilt prinzipiell: Je mehr einzelne Tinten, desto mehr Farben oder Farbabstufungen können dargestellt werden. Unter den Fotodruckern sind daher Dye-Tinte und Pigmenttinte verbreitet.

Dye-Tinte hat den Vorteil, dass Farben durch Übereinanderdrucken der Tinte gemischt werden, was wiederum insgesamt weniger Patronen erfordert. Außerdem zieht sie schön ins Papier ein und trocknet schnell. Mit Pigmenttinte muss für das Mischen von Farben nebeneinander gedruckt werden, da sich die Pigmente übereinander schlicht überdecken würden. Dafür liefert Pigmenttinte kräftigeres Schwarz und ist lichtbeständiger.

Erwähnenswert ist außerdem, dass alle von uns getesteten Fotodrucker über eine Patrone verfügen, die nur für Grautöne zuständig ist. Dadurch werden Farbtinten bei der Herstellung vom Grautönen weitestgehend außen vor gelassen, was wiederum Farbstiche vorbeugen soll. Wer also gerne Fotos in Schwarz-Weiß druckt, darf sich über neutrale Graustufen freuen.

Bei der Auswahl des Papiers hat man große Auswahl. Zunächst sollte man bedenken, dass Canon und Epson ihre herstellereigenen Papiere anbieten, die natürlich perfekt auf die Drucker abgestimmt sind und daher meist auch qualitativ bessere Fotos drucken. Dabei gibt es verschiedene Papierqualitäten: »Glossy« (bei Canon »Pro Platinum«) ist Papier mit einer glänzenden Oberfläche, »Semi Gloss« ist demnach halbmatt und »Matte« ganz matt. Darüber hinaus wird »Luster« (Seidenglanz) angeboten.

Fotos erscheinen in der Regel auf glänzendem Material am besten. Das Bildmaterial wird scharf aufgelöst, die Farben leuchten und Schwarz ist sehr tief. Ein kleiner Nachteil sind die Reflexionen beim Ansehen, die auch beim Abfotografieren unserer Testausdrucke erkenntlich werden.

Fotodrucker Test: Fotodrucker Größenvergleich
Diese Abbildung dient zur Darstellung der Größenverhältnisse und nicht der absoluten Größen der Medien.

Schließlich sind auch die Druckkosten immer ein Thema. Diese sind leider bei Fotodruckern nicht eindeutig zu ermitteln, da hier viele Faktoren eine Rolle spielen. So nimmt etwa mattes Papier mehr Tinte auf als glänzendes Papier, ebenso erfordert ein buntes Landschaftsbild mehr Tinte als ein Porträtfoto mit größeren, hellen Bildteilen. Letztendlich ist auch die Druckqualität ein Faktor.

So haben wir getestet

Jeder Fotodrucker musste ein ausgewähltes Fotoset auf Papier des jeweiligen Herstellers im Format 3:2 drucken. Zusätzlich haben wir jeweils ein Testbild im Format 7:5 gedruckt, um herauszufinden, wie stark der Beschnitt beim Randlosdruck ausfällt.

Im 3:2-Format ließen wir zunächst ein Testbild in 6.000 x 4.000 Pixeln (24 Megapixel) drucken, das links und rechts den Graustufen- und RGB-Farbverlauf zeigt. In der Mitte befinden sich zudem Fotos aus den Kategorien Porträt, Landschaft und Nachtaufnahme sowie ein Farbfeld in allen Grundfarben.

Das Porträtfoto mit den drei Damen soll in erster Linie zeigen, wie natürlich die Fotodrucker verschiedene Hautfarben darstellen. Beim Landschaftsfoto geht es um die Farbwiedergabe. Wie kommen die Drucker mit den fast schon übertrieben kräftigen Farben klar? Spannend zu sehen ist insbesondere, ob der Himmel streifenfrei gelingt.

Einzeln gedruckt wurde außerdem ein hochauflösendes Schwarz-Weiß-Foto. Dabei zeigt sich, wie gut die Fotodrucker Graustufen wiedergeben und wie detailreich dunkle und helle Bildbereiche noch dargestellt werden.

Dabei haben sich unter den getesteten Druckern bei jedem Testmotiv sichtbare Unterschiede hervorgetan. Gerade günstigere Fotodrucker hatten hier Probleme, etwa mit Farbstichen beim Schwarz-Weiß-Druck oder der Natürlichkeit der Hauttöne.

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