Test: Farblaserdrucker

Farblaserdrucker im Test : Farbe ins Büro bringen

Update 24.03.2021

Mit einem Farblaserdrucker ist man sowohl zuhause als auch in einem kleinen Büro vielseitig aufgestellt. Im Textdruck sind sie sowieso hervorragend, farbige Grafiken sind auch kein Problem mehr. Selbst bei Fotos haben Farblaserdrucker gegenüber Tintenstrahldruckern aufgeholt.

Update 24. März 2021

Wir haben weitere Farblaserdrucker getestet. Neue Empfehlung sind der Color Laserjet Pro M255dw von HP und der HL-L8360CDW von Brother.

Sven Kloevekorn
ist Technik-Journalist und Fotograf. Er schreibt unter anderem für Giga, AndroidNext und Notebookcheck. Er testet regelmäßig Drucker, Scanner, Speichergeräte und mehr.

Wer hin und wieder in Farbe druckt, sich aber nicht mit den Problemen von eingetrockneten Tintenpatronen herumschlagen möchte, für den ist ein Farblaserdrucker keine schlechte Wahl. Diese sind zum Teil kaum noch teurer als Tintenstrahldrucker oder Schwarz-Weiß-Laserdrucker. Schon länger sind Laserdrucker generell für ihren guten Textdruck bekannt. Wir haben daher nun überprüft, wie sie insbesondere beim Farbdruck abschneiden.

In unseren Test haben wir insgesamt 11 Farblaserdrucker aufgenommen, von denen aktuell noch 11 verfügbar sind. Die Geräte befinden sich in der Preisspanne zwischen ca. 100 und 300 Euro. Auf dem Markt gibt es auch einige deutlich teurere Farblaserdrucker, aber wir beschränken uns auf solche, die für das heimische Arbeitszimmer oder ein kleines Büro geeignet sind.

Fürs Home Office: HP Color LaserJet Pro M255dw

Fürs Home Office

HP LaserJet Pro M255dw

Test: Hp Laserjet Pro M255dw
Der beste Allrounder für das Arbeitszimmer oder Home-Office.

Der Color Laserjet Pro M255dw von HP ist nicht besonders groß und passt deshalb auch hervorragend in etwas kleinere Home-Office-Arbeitsplätze. Dass er trotz seiner geringen Maße einen hervorragenden Job macht, hat unser Test gezeigt.

Gegenüber dem Vorgängermodell, dem M254dw, hat sich nur wenig geändert. So druckt der Nachfolger nun einen Hauch schneller und verbraucht einen Tick weniger Strom. In einer Minute kann man bis zu 13 Seiten drucken, inklusive der Zeit, die der Drucker braucht, um aus dem Standby hochzufahren.

Will man nicht nur Text, sondern auch Grafiken zu Papier bringen, spielt der M255dw seine Stärken aus. Auch sehr kleine Schriftgrößen druckt er in hervorragender Qualität. Selbst sehr feine Linien druckt er in guter Qualität und ohne größere Verzerrungen.

Beim Ausdrucken von Bildern überzeugt der M255dw mit seiner überaus korrekten Farbwiedergabe und auch bei den Grau- und Farbstufenübergängen gibt es keine auffälligen Abstufungen. Auch Flächen weisen keinerlei Rasterung, oder Streifen auf.

Zwar ist der mögliche Tonwertumfang bei vier Tonern recht beschränkt (auf Normalpapier), trotzdem ist in recht dunklen Bildbereichen die Durchzeichnung gelungen, wie man am Kirchturm im Nachtpanorama erkennen kann.

Laut Druckerchannel verursacht eine Farbseite beim M255dw Druckkosten von knapp 17 Cent, reine Textseiten schlagen mit 3,1 Cent zu Buche. Die Installation des Druckers ging sehr schnell und stellt selbst Laien vor keine großen Probleme, nur etwas tiefergehende Einstell-Optionen, wie beispielsweise Rechteverwaltung für Arbeitsgruppen etc. sucht man vergeblich.

Bei den Anschlüssen hingegen lässt der HP keine Wünsche offen. Von USB bis WLAN wird jede Schnittstelle bedient. Wer vom Handy aus drucken will, für den gibt es eine App, aber auch AirPrint (iOS) und Mopria (Android) beherrscht der Drucker. Mit einem Fassungsvermögen von lediglich 250 Blatt ist die Kassette des HP allerdings recht klein dimensioniert, gerade wer oft und viel druckt, wünscht sich hier eine etwas größere oder mehrere Kassetten.

Apropos größere Druckaufträge: Die arbeitet der 255dw nicht gerade leise ab. Ansonsten ist der Laserjet Pro M255dw aber ein wahrer Alleskönner, der nicht nur aufgrund seiner kompakten Abmessungen hervorragend in jedes (Home) Office passt, sondern auch wegen seiner guten Leistungen.

Starke Farbqualität: Kyocera Ecosys P5021cdw

Starke Farbqualität

Kyocera Ecosys P5021cdw

Test  Farb­laser­drucker: Kyocera ECOSYS P5021cdw
Der Kyocera liefert hervorragende Druckergebnisse auch in Farbe und druckt Text recht günstig.

Über 20 Kilo schwer und damit fast schon zu sperrig für zuhause ist der Kyocera Ecosys P5021cdw. Wegen seines einfarbigen Displays wirkt er auf den ersten Blick etwas altbacken, was aber nichts über seine Eigenschaften aussagt. Ins heimische Netzwerk kann er etwa gleichermaßen über WLAN und LAN integriert werden. Über der Papierkassette befindet sich der Einzelblatteinzug, der sehr benutzerfreundlich gestaltet ist.

Gerade in Bezug auf die Druckqualität täuscht sein Äußeres gewaltig. Die Ausdrucke erscheinen sehr hochwertig, egal ob in Schwarz oder in Farbe. Die Farben selbst wirken besonders satt, die Kontraste gelingen ebenso gut. Dabei verbraucht der Ecosys auch nicht zu viel Toner, die Druckkosten sind mit 14,4 Cent pro Seite nämlich absolut im Rahmen. Das Ganze geht sogar ziemlich schnell: Der Kyocera schafft 13 Seiten in der Minute.

Hat das Schwergewicht erst einmal seinen Platz gefunden, so hat man als Nutzer sicherlich viel Freude an der besonders in Farbe starken Druckqualität. Beim Ecosys P5021cdw bekommt man also viel Leistung für einen fairen Preis.

Preiswert und solide: Lexmark CS417dn

Preiswert und solide

Lexmark CS417dn

Test  Farb­laser­drucker: Lexmark CS417dn
Der Lexmark liefert für wenig Geld ein sehr gutes Druckergebnis.

von 146 Lesern gekauft

Eine wirklich ordentliche Performance für einen unschlagbaren Preis bekommt man beim Lexmark CS417dn. Die Druckqualität ist zwar nicht ganz so hoch wie bei HP oder Kyocera, aber das wäre für diesen Preis auch zu viel verlangt. Übrigens ist nicht nur der Anschaffungspreis Spitze, sondern auch die Druckkosten: 13,6 Cent pro Seite sind in unserem Test nicht zu schlagen.

Leichte Abstriche muss man bei der Druckgeschwindigkeit machen. Das liegt gerade bei größeren Druckaufträgen daran, dass der Lexmark sich nach einigen Blättern immer wieder kurze Verschnaufpausen nimmt. Eine Verbindung mit dem heimischen Netzwerk kann nur über LAN aufgebaut werden, das WLAN-Modul fehlt leider. Dafür stehen gleich zwei USB-Buchsen zur Verfügung. Außerdem ist der CS417dn der einzige von uns getestete Farblaserdrucker, der einen Netzschalter besitzt.

Kleine Probleme gibt es wiederum mit der Einzelblattzufuhr. Hierbei ist schwierig zu erkennen, wie herum man das jeweilige Medium einlegen soll. Ansonsten ist aber gerade das Display sehr aufschlussreich und gut bedienbar.

Wer also auf die Verbindung per WLAN und das letzte bisschen Druckqualität verzichten kann, bekommt mit dem Lexmark CS417dn einen immer noch ordentlichen Farblaserdrucker für sehr kleines Geld.

Für hohes Druckaufkommen: Brother HL-L8360CDW

Für hohes Druckaufkommen

Brother HL-L8360CDW

Test: Brother Hl L8360cdw
Rasantes Tempo, hohe Kapazitäten und sehr günstigste Seitenpreise zeichen den Boliden für Vieldrucker aus.

Der HL-L8360CDW von Brother ist alles andere als klein und richtet sich vor allem an die Fraktion der Vieldrucker. Neben seinen Maßen deuten auch die zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten darauf hin, dass es sich hier um ein Gerät handelt, das auch in professioneller Umgebung bestens zurecht kommt.

2.380 Blatt bekommt man im Brother unter, mehr schafft kein anderer Drucker im Test. Die schlechte Nachricht: Dafür braucht es eine optional erhältliche Zusatzkassette. Ganz ohne Zusatz schafft es das Ausgabefach an die Spitze des Testfeldes, denn mit einem Fassungsvermögen von 150 Blatt ist es jedem anderen im Test überlegen.

Ein weiterer Vorteil des Brother: Mit 11,5 Cent für einen Farb- und 1,3 Cent für einen Text-Ausdruck bewegen sich die Druckkosten hier auf einem angenehm niedrigen Niveau. Im Testfeld jedenfalls ist keiner, der günstiger drucken kann.

Das geht allerdings ein klein wenig zu Lasten der Qualität des Druckergebnisses, denn feine Linien bringt der Brother etwas unsauber aufs Papier und auch Fotos werden nicht ideal ausgedruckt. Unsere Testbilder hatten nämlich einen Streifen. Beim Ausdrucken von Grafiken hingegen ist uns diese kleine Schwäche des HL-L8360CDW nicht weiter aufgefallen.

Was gibt es sonst noch?

Der Geschwindigkeitssieger in unserem Test ist der Oki C532dn mit 16 Seiten pro Minute. Er empfiehlt sich allerdings eher weniger für den Heimgebrauch, sondern eher für einen Druckerraum im Büro. Das liegt vor allem an seiner ziemlich großen Stellfläche und seinem Gewicht. Aber auch die Geräusche, die er im Leerlauf von sich gibt, können auf Dauer nervig werden.

Die Sperrigkeit des Oki wird immerhin sinnvoll genutzt. Die vier Tonerkartuschen sind sehr groß und sollen in Schwarz etwa 7000 Seiten, in Farbe ca. 6000 Seiten schaffen. Im Drucker selbst lassen sich außerdem bis zu vier Papiereinzüge unterbringen, die insgesamt 1.410 Blätter aufnehmen können.

Die Bedienung ist leicht verständlich und erfolgt über ein einfarbiges Display, das dafür aber recht groß ist. Daneben befinden sich einige Tasten und ein Nummernblock. Lediglich die vielen Einstellungsmöglichkeiten bei Netzwerk und Sicherheit können ein wenig verwirrend sein.

Was Textdruck angeht, so ist der Oki trotz der insgesamt geringen Unterschiede doch ein wenig positiv herausgestochen. Das liegt einmal an der bereits angesprochenen Schnelligkeit, aber auch an der extrem scharfen Text-Auflösung. Sobald Farbe ins Spiel kommt, fällt er leider ein wenig ab. Auf Fotos wirken Farbflächen nicht ganz ausgeglichen, die Auflösung ist nicht mehr ganz so hoch und auch der Hautton sieht etwas unnatürlich aus. Bei sehr feiner Schrift scheint es, als würden Buchstabenteile verschluckt werden.

Insgesamt gehört der Oki C532dn also am besten in ein Büro, in dem recht viel in schwarz-weiß gedruckt wird und wo ein Druckerraum zur Verfügung steht. Dort kann er seine Stärken, zu denen auch der Seitenpreis von 1,7 Cent für schwarz-weiß-Seiten zählt, voll ausspielen.

Wenn es darum geht, feine Linien und Schrift in Farbe zu drucken, dann ist der Lexmark C3326dw weit vorne dabei. Er arbeitet dank großzügigem Farbauftrag sehr kontrastreich, was aber auch mit den höchsten Druckkosten in unserem Test einhergeht. Für einen Farblaserdrucker ist er außerdem ziemlich kompakt und nicht wirklich hoch. Eine Besonderheit ist der Randlosmodus, der komplett randlose Fotos garantieren soll. In einem schnellen Test klappte das bei uns aber nicht ganz. Außerdem dürfte das Display gerne größer sein und mehr Funktionen beinhalten. Die Druckqualität an sich ist aber nicht zu beanstanden, weswegen man hier auch nichts falsch macht.

In der Druckqualität steht der Samsung Xpress C1810w den anderen Farblaserdruckern in nichts nach, ganz im Gegenteil. Eine automatische Duplexfunktion gibt es leider nicht, für beidseitigen Druck müsste man die Blätter also immer per Hand wenden. Für zuhause ist er immer noch eine gute Option, solange man ihn noch preiswert findet. Samsung hat nämlich die Produktion mittlerweile eingestellt.

Langsam, aber dafür ziemlich leise ist der Brother HL L3230CDW. Im Druck wirken sowohl Schwarz als auch Farben etwas blass, Fotos auf normalem Papier sehen aber gar nicht mal so schlecht aus. Damit ist er für das Arbeitszimmer daheim ausreichend, mehr aber auch nicht.

Der Ricoh Spc260dnw beeindruckt mit Features wie NFC- oder WiFi-Direct für eine schnellere Verbindung mit etwa dem Smartphone. Das war es dann aber schon. Beim Druck waren Text und einfache Grafiken noch in Ordnung, aber sobald es anspruchsvoller wurde, zeigen sich starke Defizite. Sehr kleine Schrift war kaum noch lesbar, bei Fotos oder komplizierteren Grafiken nahm die Qualität ebenso drastisch ab.

Wissenswertes über Farblaserdrucker

Beim Kauf eines Druckers gibt es grundsätzlich zwei Optionen: einen Laserdrucker oder einen Tintenstrahldrucker. Laserdrucker liegen vorne, wenn es um Textdruck geht. Hier arbeiten sie schneller und vor allem schärfer. Der Farbdruck hingegen war lange Zeit die Domäne der Tintenstrahldrucker. Das lag vor allem an den geringeren Anschaffungskosten, aber auch an den Vorteilen beim Fotodruck.

Die Farblaserdrucker haben allerdings aufgeholt: Sie sind mittlerweile deutlich kompakter, obwohl ja vier Toner untergebracht sind. Damit eignen sie sich gut für zuhause oder Büros, in denen etwas weniger Platz ist. Auch in Bezug auf die Kosten bleiben sie kaum noch hinter den Tintenstrahldruckern zurück. Die Druckkosten ähneln sich mittlerweile ziemlich, bei der Anschaffung sind Farblaserdrucker nur noch ein wenig kostspieliger.

Alltagstauglicher sind Farblaserdrucker allemal. Da sie logischerweise nicht mit flüssiger Tinte arbeiten, kann nichts eintrocknen, selbst wenn man den Drucker länger nicht benutzt. Nach einer längeren Druckpause heizt sich der Laserdrucker kurz auf und ist sofort betriebsbereit, während man bei Tintenstrahldruckern erst warten muss, bis die Düsen durchgespült wurden und danach trotzdem Gefahr läuft, dass die Tinte eingetrocknet ist. Auch Tintenauffangbehälter, die man von Zeit zu Zeit austauschen müsste, gibt es bei den Laserprintern also nicht.

Tintenstrahldrucker haben aber auch ihre Stärken. Eine davon ist sicherlich der Fotodruck auf Hoch- oder Seidenglanzfotopapier. Die feinen Tintentröpfchen ziehen ins Papier ein und lassen das Papier selbst somit weiterhin glänzen, was die schöne Foto-Optik beibehält. Bei Farblaserdruckern geht das nicht, da hier das Tonerpulver auf der Oberfläche des Papiers fixiert wird. Der Glanz von Fotopapier wird daher verdeckt und geht größtenteils verloren. Die meisten Laserdrucker können zwar auf Fotopapier drucken, aber praktisch macht es eben weniger Sinn, da es bessere Optionen für Fotodruck gibt.

So haben wir getestet

Der Markt für handlichere Farblaserdrucker, die man sich daheim ins Arbeitszimmer stellen kann, ist recht überschaubar. Einige Hersteller von Schwarz-Weiß-Laserdruckern stellen gar keine Farblaserdrucker her, und wenn doch dann dauert es meist sehr lange, bis ein neues Modell erscheint. Außerdem fallen die Farblaserdrucker doch öfter recht groß und sperrig aus, da hier schließlich vier Tonerkartuschen ihren Platz im Gehäuse finden müssen.

Unsere Kriterien im Praxistest sind hauptsächlich Druckqualität, Geschwindigkeit und Handhabung. Bei der Qualität kommt es uns besonders darauf an, wie gut die Farblaserdrucker in Farbe und bei Fotos drucken. Im Textdruck erlaubt sich keines der getesteten Geräte signifikante Schwächen.

Wir ließen die Farblaserdrucker zunächst eine farbige Grafik mit verhältnismäßig kleiner Schrift drucken, danach ein farbenfrohes Foto auf Standardpapier. Darüber hinaus haben wir die Schnelligkeit geprüft und gemessen, wie viele Seiten die einzelnen Geräte aus dem Bereitschaftsmodus in einer Minute drucken können. Die Ergebnisse werden schließlich ergänzt durch Eigenschaften wie Verbindungsmöglichkeiten oder Anschaffungs- und Druckkosten.

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