Mobiler Speicher Test: Festplatte Toshiba

Externe Festplatten im Test : Mobiler Speicher

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Veröffentlicht 16.03.2020

Wer ab und zu Daten an Bekannte weitergeben möchte oder einfach nur einen Platz für das Backup des PCs, Fotos und Musik braucht, für den ist eine externe Festplatte eine gute Wahl. Es gibt sie in verschiedenen Speicher- und Zoll-Größen – auch die schnellen SSDs werden immer beliebter. Wir haben 39 externe Festplatten getestet.

Mike Wobker
Mike Wobker
schreibt als freier Technik-Journalist unter anderem für Notebookcheck, Netzwelt, Golem und Computerbase und testet alles rund um PC & Notebooks.

Wenn man neben dem PC oder Laptop eine weitere Speichermöglichkeit für seine Daten sucht, ist eine externe Festplatte die optimale Lösung. Sie bieten immer mehr Speicherkapazitäten und kosten meist nicht viel. Lohnenswert ist das doppelte Speichern allemal: Wenn dann noch mal der Computer abschmiert, will man keinen Datenverlust riskieren. Doch auch für den Datentransport – besonders bei sehr großen Dateien oder Datenmengen – sind externe Festplatten eine tolle Möglichkeit, Fotos, Videos, Spiele oder Musik an Freunde weiterzugeben.

Externe Festplatten kann man grob in drei Gruppen einteilen: Einerseits gibt es die 2,5-Zoll-Modelle, die kein Netzteil benötigen und nur mit dem Strom vom PC laufen. 3,5-Zoll-Festplatten hingegen bieten potentiell mehr Speicherplatz, müssen aber extra an die Steckdose. Die dritte Gruppe bilden die SSDs. Sie sind die neueste Art der externen Festplatten und erfreuen sich nicht ohne Grund immer größerer Beliebtheit. Zwar sind sie teurer, dafür sind sie aber viel schneller als herkömmliche Festplatten – das liegt vor allem am USB-3.0-Standard.

Unsere 2,5-Zoll-Empfehlung: Toshiba Canvio Advance

Wer eine kleine und schnelle externe Festplatte sucht, sollte sich die Toshiba Canvio Advance zulegen. Sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen verzeichnet sie hohe Datenraten und schnelle Reaktionszeiten. Kopieren geht ebenfalls fix, zusätzlich überzeugt das Gerät mit einer umfangreichen Software. Die Toshiba kann außerdem mit einem Preis pro Gigabyte von nur vier Cent punkten.

Die Toshiba Canvio Advance nutzt den USB-3.0-Standard. In unserem Test wurden beim Lesen 136,53 MB/s erreicht – beim Schreiben 130,98 MB/s. Beides sind sehr gute Werte für eine HDD, die per USB angeschlossen wird. Die Zugriffszeiten beim Lesen von 18,6 Millisekunden und 6 Millisekunden beim Schreiben können sich ebenfalls sehen lassen. Besonders schnell ist sie beim Kopieren des ISO-Image – dafür braucht sie nur 8,1 Sekunden.

Damit das ganze auch wirklich so schnell geht, muss der PC, an den die Festplatte per USB-3.0-Kabel angeschlossen ist, natürlich auch über einen passenden USB-Anschluss verfügen. Man erkennt einen solchen an der blauen Farbe der USB-Buchse.

Mit der Software »Toshiba Storage Backup Software« erhält man viele Möglichkeiten, die Datensicherung einzurichten. Hier kann man Zeitpläne einstellen oder die Sicherung auf bestimmte Ordner begrenzen. Auch beim Wiederherstellen eines Backups kommt die Software zum Einsatz. Die Festplatte kann außerdem mit Hilfe der Software mit einem Passwort geschützt werden.

Insgesamt bekommt man hier eine Festplatte mit hohen Datenraten, niedrigen Zugriffszeiten und drei Jahren Garantie.

Unsere 3,5-Zoll-Empfehlung: Transcend StoreJet 35T3

Die Transcend StoreJet 35T3 bietet drei Terabyte Speicherplatz – ein Gigabyte kostet hier etwa 3,5 Cent, das ist wirklich ein guter Preis. Wer sich das Modell mit noch mehr Terabyte anschafft, spart sogar noch mehr in Hinblick auf die Kosten pro Gigabyte. Die Festplatte glänzt mit hohen Datenraten: Sie liest mit 177,46 und schreibt mit 176,86 Megabyte pro Sekunde. Auch die Zugriffszeit beim Schreiben kann sich sehen lassen: In nur 4,544 Millisekunden ist die Festplatte fertig damit.

Mit einem USB-3.0-Anschluss wird die Festplatte an den PC angeschlossen. Da es sich um ein 3,5-Zoll-Modell handelt, muss zusätzlich ein Netzstecker angeschlossen werden. Einen Netzschalter gibt es aber leider nicht.

An der Vorderseite der Transcend StoreJet 35T3 befindet sich ein beleuchteter Schalter, mit dem man quasi auf Knopfdruck ein Backup seines PCs anfertigen kann – sehr praktisch! Natürlich muss man vorher die Backup-Software einrichten. Auch das Hersteller-Tool RecovRx finden wir sehr benutzerfreundlich, da es versehentlich gelöschte Daten wiederherstellen kann.

Auch Transcend liefert ein Passwort-Programm mit, damit kann man die Festplatte schützen, aber auch Daten in eine Cloud laden. Während des Betriebs verbraucht die Transcend nicht mehr als sechs Watt, was ein guter Wert ist. Außerdem braucht sie keinen Kühler und macht somit keine störenden Geräusche.

Unsere SSD-Empfehlung: Adata SD700

Die Adata SD700 bietet 512 Gigabyte Speicherplatz – sie ist auch in den Größen 256 Gigabyte oder einem Terabyte verfügbar. Für eine SSD ist die Adata nicht teuer und in unserem Test erreichte sie sehr hohe Schreib- und Leseraten. Auch die Größe der Festplatte ist schön kompakt und so eignet sie sich perfekt zum Mitnehmen. Das wird nochmals davon unterstrichen, dass sie mit einem wasser-, staub- und stoßfesten Gehäuse ausgestattet ist.

Die schnelle SSD von Adata liest mit sportlichen 419,71 und schreibt mit 411,33 Megabyte pro Sekunde. Eine gängige 2,5-Zoll-Festplatte ist etwa viermal so langsam. Die Adata SD700 reizt damit das Optimum eines USB-3.0-Ports mit 550 Megabyte pro Sekunde aus.

Man kann sich zu dieser Festplatte kostenfrei die Zusatz-Software von Adata herunterladen. Mit HDDtoGO kann man etwa Daten unterschiedlicher Programme synchronisieren und Backups erstellen. Auch bestimmte Dateien können mit einem Passwort gesichert werden.

Das Gehäuse der SSD ist mit einer Gummihülle geschützt, so ist sie noch robuster gegen Stöße. Durch die Verschlusskappe haben Staub, Dreck und Flüssigkeiten außerdem keine Chance, in den Anschluss zu gelangen. Die Adata ist dadurch sogar IP68-zertifiziert.

Was gibt es sonst noch?

Wer viel Speicher benötigt und wenig ausgeben will, für den ist auch die Maxtor M3 Portable eine gute Alternative. Sie ist eine 2,5-Zoll-Festplatte mit nützlicher Zusatz-Software und liefert solide Transferraten.

Auch die Transcend StoreJet 25M3 ist eine tolle Alternative bei den 2,5-Zoll-Geräten: Sie bietet Backups auf Knopfdruck, die Software ist im Lieferumfang enthalten und zu dem stoß- und rutschfesten Gehäuse gibt es noch drei Jahre Garantie.

Ein gutes 3,5-Zoll-Modell mit wenig Stromverbrauch ist die Western Digital Elements. Auch sie liefert eine zugehörige Software mit und sogar ein Netzschalter ist verbaut. Die Transferraten gehen ebenfalls in Ordnung.

Mit der Portable SSD T5 hat auch Samsung eine empfehlenswerte SSD gebaut, die zwar etwas teurer ist, dafür aber richtig schnell arbeitet. Sie hat einen USB-Typ-C-Anschluss und zwei Kabel für Typ-A und Typ-C-Ports. Es gibt sie sowohl in den Größen 250 und 500 Gigabyte als auch mit ein oder zwei Terabyte.

Die Western Digital My Passport SSD trumpft mit einem tollen Design und einer umfangreichen Software auf. Außerdem sind ein USB-C- und ein Adapter für USB-A-Kabel im Lieferumfang enthalten.

Wer es richtig schnell will, der greift zur Samsung Portable X5. Sie kostet richtig viel, kann dafür aber mit unschlagbaren Schreib- und Leseraten herhalten. Dagegen sehen selbst die anderen SSDs alt aus.

Was Sie über externe Festplatten wissen sollten

Die drei Typen von externen Festplatten – 2,5-Zoller, 3,5-Zoller und SSDs – bringen verschiedene Vor- und Nachteile mit sich. Die 2,5-Zoll-Geräte haben kompakte Maße und können leicht mitgenommen werden. Die 3,5-Modelle hingegen benötigen eine eigene Stromversorgung, haben dafür aber mehr Speicherplatz. Die SSDs wiederum sind am schnellsten in Sachen Transferraten.

Inzwischen eignen sich auch 2,5-Zoll-Modelle für Backups, denn die kleinen Festplatten gibt es mit bis zu vier Terabyte Kapazität. Außerdem benötigen Sie keine externe Stromzufuhr, womit Backups und schneller Datenaustausch genauso schnell gelingen, wie etwa mit USB-Sticks.

Mobiler Speicher Test: 20180525
Unsere externen Festplatten im Überblick.

Wer viel Speicherplatz benötigt, sollte eher zu einem 3,5-Zoll-Modell greifen – sie bieten bis zu acht Terabyte und hier sind die Preise pro Gigabyte am günstigsten.

Wenn einem ein oder zwei Terabyte ausreichen und man eher Wert auf Geschwindigkeit legt, sollte man sich SSDs näher ansehen. Sie sind teurer, dafür aber bis zu viermal so schnell im Vergleich zu herkömmlichen HDDs. Dazu kommt, dass sie robuster sind: Bei SSDs kommen keine rotierenden Magnetscheiben zum Einsatz – damit gibt es keine beweglichen Teile im Inneren, die beschädigt werden könnten.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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