Ausstattung fürs Home Office Test: Home Office

Das perfekte Büro : Die beste Ausstattung fürs Home Office

Veröffentlicht 17.05.2021

Wer kann, der arbeitet aktuell von Zuhause aus. Der Arbeitsweg und so mancher Kollege bleiben einem damit zwar erspart, das Büro in den eigenen vier Wänden hat aber einen Nachteil: die Ausstattung ist meist dürftig. Wir zeigen, was man braucht, damit das Home Office zum perfekten Büro wird.

Stefan Schmid
ist Autor und hat eine Vorliebe für smarte Technik, die den Alltag erleichtert. Bei AllesBeste testet er Gadgets und alles, was ihm sonst noch unter die Finger kommt.

Im Büro sorgen 44 Verordnungen, Gesetze und Richtlinien dafür, dass kaum mehr ein Weg vorbei an ergonomisch optimierten Bürostühlen,  augenfreundlichen Monitoren sowie – für die Glücklichen unter uns – höhenverstellbaren Tischen führt. Gänzlich anders gestaltet sich die Situation im Arbeitszimmer Zuhause. Hier herrscht meist ergonomisches wie technisches Brachland.

Der eigene Rechner ruckelt sich durch die Excel-Datei, der Drucker funktioniert nach seinen eigenen Gesetzen und der Bürostuhl – das lassen wir lieber ganz. Klingt nach Büro Zuhause? Dann ist es höchste Zeit, sich selbst, seinem Rücken und der technischen Ausrüstung etwas Gutes zu tun – mit der besten Ausstattung fürs Home Office.

Grundsätzlich gilt: Bei der Technik fürs Büro braucht es keine Highend-Geräte. Um Produkte aus dem untersten Regal sollte man aber trotzdem einen Bogen machen, denn damit ist meist nicht viel gewonnen. Laut Sprichwort kauft man dann nämlich doppelt, oder ärgert sich jahrelang herum. Außerdem kostet ein schlecht ausgestattetes Büro auch ganz einfach Zeit. Zeit, die man – auch wenn man sich den Arbeitsweg im Home Office spart – deutlich sinnvoller nutzen kann. Manchmal ist es aber nicht nur die Zeit, die verloren geht. Beim Bürostuhl ist es beispielsweise die Gesundheit des Rückens, die man mit einem schlechten Produkt aufs Spiel setzt.

Bürostuhl

Ein guter Bürostuhl gehört zu den absoluten Basics, wenn man von Zuhause aus arbeitet – und gerade deshalb kann man hier schon eine Menge falsch machen. Wer einen Großteil seiner Arbeitszeit im Sitzen verbringt, der spart mit einem »Billigheimer« zwar ein paar Euro, die Ersparnis geht aber zulasten des eigenen Rückens. Rückenschmerzen sind dann quasi vorprogrammiert.

Wer die vermeiden will und deshalb auch beim Arbeiten zuhause auf eine rückenschonende und ergonomische Arbeitsweise Wert legt, der sollte also besser ein bisschen mehr investieren und auf ein paar Extras bei der Ausstattung achten.

Darauf sollte man achten

Wichtig ist, dass sich das Objekt der Sitz-Begierde auf die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Dazu zählt nicht nur eine Einstellmöglichkeit der Sitzhöhe, sondern auch der Lordosenstütze. Letztere stützt beim Sitzen den unteren Bereich des Rückens, die Lumbalzone. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn es mal wieder länger dauert.

Ausstattung fürs Home Office Test: Stuhl

Auch die beste Stütze kann jedoch eine falsche Sitzposition nicht ausgleichen. Ob man richtig sitzt, erkennt man mitunter an der Position seiner Ober- und Unterschenkel. Idealerweise stehen die rechtwinklig zu einander, während zwischen Stuhlkante und Kniekehle etwa eine Hand breit Platz ist. Die Sache mit dem rechten Winkel gilt übrigens auch für die Arme: Beim Ablegen derselben auf den Stuhllehnen sollte der Winkel zwischen Ober- und Unterarm ebenfalls 90 Grad betragen.

Wer auch zuhause viel am Hörer ist, dem empfehlen wir einen Bürostuhl mit Kopfstütze. Damit kann man sich beim Telefonieren nämlich entspannt zurücklehnen und so die Nackenmuskulatur schonen.

Trotz guter Sitzposition und zahlreicher Stützen sollte man den Bürostuhl immer wieder verlassen, denn Mediziner warnen bereits vor dem home-office-bedingten Bewegungsmangel, gerade jetzt in der Pandemie ist Sitzen das neue Rauchen. Ein beliebter Trick, sich (auch) das abzugewöhnen und sich selbst zu mehr Bewegung zu motivieren, ist es, den Drucker ein Stück Abseits vom Home-Office-Cockpit zu positionieren. So ist man hin und wieder zum Aufstehen gezwungen.

Apropos Drucker: Auch wenn seit einigen Jahren vom papierlosen Büro geredet wird, so wirklich papierlos funktioniert es nach wie vor nicht. Auch im Home Office braucht man deshalb einen Drucker – nur welchen?

Drucker

Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich überlegen, wieviel man eigentlich druckt. Wer nur hin und wieder in die Fußstapfen Gutenbergs tritt, ist mit einem Tintenstrahldrucker in der Regel gut beraten. Für Vieldrucker hingegen überwiegen die Vorteile eines Laserdruckers, die da wären: hervorragendes Druckergebnis bei Texten und geringe Druckkosten pro Blatt.

Eine ideale Besetzung für die offene Stelle als Laserdrucker ist in unseren Augen der Color LaserJet Pro M283fdw von HP. Warum? Weil er für wirklich jede Aufgabe im Büro bestens gerüstet ist.

Für alle Fälle gerüstet: HP Color LaserJet Pro M283fdw

Der Color LaserJet Pro MFP M283fdw aus dem Hause HP ist, zumindest was seine Optik angeht, gegenüber dem Vorgängermodell unverändert geblieben. Sein Farbdisplay hätte zwar gerne etwas größer ausfallen dürfen (das Eingeben des WLAN-Passworts wird hier ganz schnell zum Geduldsspiel), ist mit sieben Zentimetern in der Diagonalen aber noch immer ausreichend groß, um damit sicher durchs Menü zu navigieren.

Für alle Fälle gerüstet

HP Color LaserJet Pro M283fdw

Die Menüführung sowie die Darstellung der einzelnen Punkte wirkt durchdacht und ist dank der gut gestalteten Icons auch intuitiv zu bedienen. Detaillierte Einstellungen kann man in der »HP Smart«-Software vornehmen, die hier ein besonderes Lob verdient.

Einmal auf dem Rechner installiert, erkennt sie den entsprechenden HP-Drucker sofort im Heimnetzwerk. Wenige Mausklicks später hat man bereits eine Verbindung hergestellt und ein Arsenal an Druck- und Scan-Möglichkeiten macht deutlich, dass man sich hier einen waschechten Alleskönner ins Home Office geholt hat.

Im Test waren wir überrascht, wie benutzerfreundlich und optisch ansprechend man einen Druckertreiber gestalten kann. So muss man sich beispielsweise für die wichtigsten Funktionen (bei einem Multifunktionsdrucker sind das traditionell das Scannen, Kopieren und Drucken) nicht erst durchs Menü wühlen, sondern einfach auf die entsprechende Kachel im Startmenü klicken – den Rest erledigt der Drucker.

Übrigens gibt es die HP-Smart-Software auch fürs Smartphone. Aufbau und Menüführung unterscheiden sich kein bisschen von der PC-Version. Nur auf OCR, also eine Texterkennung, muss man in beiden Fällen verzichten. Das Problem lässt sich aber mit »HP Easy Scan« charmant umschiffen, die kostenlose Software ist nämlich OCR-fähig.

Neben diesen »Soft Skills« überzeugt der HP aber auch bei den Kernkompetenzen eines Home-Office-Druckers. Farbbilder bringt er in einer Qualität aufs Papier, mit der keiner seiner Konkurrenten mithalten kann. Natürlich ist auch hier im Gesamtergebnis noch Luft nach oben, das liegt aber daran, dass ein Laser-Drucker auf diesem Gebiet konstruktionsbedingt nicht seine Stärken hat. Dennoch waren Hauttöne auf dem Ausdruck natürlich und der Grauverlauf gelungen.

Merklich wohler hat sich der M283fdw dennoch beim Text-Druck gefühlt. Buchstaben bringt er klar und deutlich aufs Papier, ein Ausfranzen derselben kann man nicht einmal im Ansatz erkennen und auch das satte Schwarz der Lettern gefällt.

 Laser-Multi­funktions­drucker Test: M283
Beim Textausdruck kann der HP seine Stärken ausspielen.

Ebenso überzeugend ist die Druckgeschwindigkeit des HP: Die Aufwärmzeit inkludiert, benötigte er nur 14 Sekunden, um ein Farbdiagramm aufs Papier zu zaubern. Auch beim Scannen gibt sich der HP keine Blöße. Selbst das »Kleingedruckte« kann man in digitalisierter Form am Bildschirm klar und deutlich erkennen.

 Laser-Multi­funktions­drucker Test: Text M283
Unschärfen kann man erst bei erheblicher Vergrößerung feststellen.

Ähnlich gut gelingt ihm das Digitalisieren von Bildern. Auch hier kann der Multifunktionsdrucker das Gros seiner Konkurrenten hinter sich lassen, lediglich ein grüner Farbsaum störte das ansonsten gute Scanergebnis.

 Laser-Multi­funktions­drucker Test: Hauttöne Scanner
Die Ergebnisse des Scan-Tests: Ricoh M C250FWB, HP LaserJet Pro M428fdw, Lexmark CX431adw, HP Color LaserJet Pro M283fdw, HP Color Laser 179fnw (v.l.n.r.).

Die Kosten für einen Farbausdruck schlagen beim M283fdw mit 16,6 Cent pro Seite zu Buche, für eine Seite Text (SW) werden etwa drei Cent fällig.

Unterm Strich ist der M283fdw die beste Besetzung für die Druck-Position. Wem das alles Zuviel ist, weil er eigentlich nur gelegentlich etwas ausdrucken muss, der sollte einen Blick auf unseren Test der besten Laserdrucker werfen. Den Testsieger in dieser Kategorie gibt es schon für knapp 150 Euro. Günstigere Exemplare gibt es natürlich auch bei den Multifunktionsdruckern. Mehr dazu in unserem Test der besten Multifunktionsdrucker. Noch wichtiger als der Drucker und in der Regel auch deutlich teuerer, ist der Rechner.

Notebook

Das Notebook ist zweifelsohne das Herzstück des Arbeitszimmers. Gleichzeitig gehört es auch mit zu den teuersten Anschaffungen. Während sich im Handwerk schon lange durchgesetzt hat, das gutes Werkzeug seinen Preis hat, kann es vielen beim Notebook nicht günstig genug sein. Das Problem: Günstige Technik hat ihre besten Tage oft schon hinter sich und so lädt und ruckelt es beim Arbeiten fröhlich vor sich hin.

Damit die Performance auch im Home Office stimmt und man keine Zeit mit schlechter Hardware vergeudet, braucht es ein Notebook, das mit den Office-Programmen spielend leicht fertig wird, dessen Akku möglichst einen ganzen Arbeitstag lang durchhält und dessen Display hell und scharf genug ist, um auch nach einem achtstündigen Betrachtungs-Marathon keine schmerzenden Augen davonzutragen. Die Preise für solche Arbeitstiere beginnen bei etwa 500 Euro. Unsere Empfehlung für den Home-Office-Arbeitsplatz ist das Acer Aspire 5.

Die Schaltzentrale: Acer Aspire 5

Dass es das Aspire 5 zur Home-Office-Empfehlung geschafft hat, kommt nicht von ungefähr: Die Performance ist für den Bürobetrieb mehr als ausreichend, der Akku hält, wenn es sein muss, den ganzen Tag lang durch und auch die Verarbeitung bewegt sich auf einem angenehm hohen Niveau. Unterm Strich also alles, was das Heimarbeiter-Herz begehrt.

Kann alles

Acer Aspire 5

Test Home Office: Acer Aspire 5
Mit dem Acer Aspire 5 ist man rundum gut versorgt. Es meistert Alltagsaufgaben mühelos und ist für einen guten Preis zu haben.

Wie es in der 15-Zoll-Klasse mittlerweile üblich ist, kommt auch das Acer relativ schlank daher. Großen Anteil an der schlanken Optik hat der schmale Displayrahmen, der nicht nur schick aussieht, sondern auch Gewicht spart. Gerade einmal 1,6 Kilogramm bringt Acers Bürohengst auf die Waage. Zwar besteht sein Gehäuse »nur« aus Kunststoff, an Verarbeitung und Haptik gibt es aber generell wenig auszusetzen.

Auch die Ausstattung lässt keine Wünsche offen: Eine SSD mit einem Terabyte Speicher ist ebenso an Bord wie 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und ein Sammelsurium an Anschlüssen. Es gibt Steckplätze für die beiden USB-Varianten (Typ A und Typ C), HDMI, einen Kopfhörer-Anschluss und Gigabit-LAN. Mit WLAN und Bluetooth beherrscht der mobile Rechner auch die gängigen drahtlosen Standards.

Unter der Haube werkelt ein Intel-Chip der Tiger-Lake-Generation (Core i5-1135G7), der mit seinen vier Kernen und einer Taktrate von 2,4 Gigahertz jeder Aufgabe im Büro locker gewachsen ist. Sollte sich die Arbeit kurzfristig einmal stapeln, stehen im Boost-Modus 4,2 Gigahertz Taktfrequenz zur Verfügung.

Das Display des Acer löst in FULLHD (1.920 x 1.080 Pixel) auf, dank seiner matten Oberfläche ist man vor störenden Reflexionen recht gut geschützt. Farben kommen darauf kräftig rüber, anspruchsvolle Gemüter werden sich allerdings einen Tick mehr Kontrast wünschen.

Für den Alltag im Büro, den ein oder anderen Stream sowie kleinere Foto- und Videobearbeitungen ist die interne Grafikkarte völlig ausreichend. Bei aktuellen Spieletiteln ist der Acer aber schnell überfordert, wer den Rechner also nach Feierabend als Gaming-Zentrale nutzen möchte, der sollte sich besser nach einem Gaming-Laptop umsehen.

Klappt man den Bildschirm auf, wird das Laptop von der Unterseite des Bildschirms leicht angehoben. Das verbessert zwar die Luftzufuhr und damit den Kühl-Effekt, kann aber beim Abstellen auf den Schenkeln unangenehm sein. Vom Oberschenkel als Arbeitstisch raten wir jedoch grundsätzlich ab, Stichwort »Toasted Skin«.

Mit dem Aspire 5 hat Acer ein Notebook auf den Markt gebracht, das perfekt auf die Bedürfnisse im Home Office zugeschnitten ist. Wem das nicht genug ist, weil er mehr Leistung braucht, oder wer es gerne noch günstiger hätte, der findet in unserem Test der besten Office-Notebooks interessante Alternativen für das Büro daheim.

All-in-One-PC

Mit einem Notebook ist man auch im Home Office ultramobil und kann auch mal die ein oder andere Aufgabe von der Couch aus erledigen. Manche haben es aber lieber etwas besser getrennt, was im Arbeitszimmer ist, bleibt auch im Arbeitszimmer. In diesem Fall ist es besser, man kauft sich einen PC mit großem Bildschirm, oder noch besser: einen Bildschirm mit PC, einen All-in-One-PC.

Die sehen schick aus, bieten mehr als genug Leistung und machen Schluss mit dem Kabelsalat auf dem Schreibtisch. Ein gleichermaßen leistungsstarker wie gutaussehender All-in-One-PC ist der IdeaCentre AIO 3 von Lenovo.

Guter Allrounder: Lenovo IdeaCentre AIO 3

Formschön und aufgeräumt. Damit ist das Äußere des Lenovo IdeaCentre AIO 3 auch schon abgehandelt. Der Standfuß des Allrounders vermittelt den Eindruck, als würde der Bildschirm über dem Schreibtisch dahin schweben.

Guter Allrounder

Lenovo IdeaCentre AIO 3

Test: Lenovo Ideacentre Aio 3
Lenovo bietet mit Hardware von AMD viel Leistung und verpackt diese in einem ansprechenden Design.

Ein ganz anderes Bild vermittelt die im Lenovo verbaute Hardware. Dort sorgen nämlich ein 2,3-Gigahertz-Prozessor aus dem Hause AMD (Ryzen 5-4500U), acht Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 512 Gigabyte große SSD-Festplatte dafür, dass der Schöngeist im Home Office mächtig auf Touren kommt. Für den Büro-Alltag jedenfalls ist man mit der Hardware des Lenovo bestens gerüstet. Allerdings ist man als Laie nur schwer in der Lage, den Lenovo selbstständig aufzurüsten, ohne Spezialkenntnisse scheitert man hier schon am Gehäuse.

 

Weil im kompakten Gehäuse des All-In-One-PCs das Platzangebot sehr klein ist, hat man sich beim Netzteil für eine externe Lösung entschieden. Das ist natürlich Geschmackssache, unseren Geschmack trifft die Lösung allerdings nicht. Deutlich besser haben uns die Anschlüsse auf der Rückseite des Lenovo gefallen, von HDMI über USB bis hin zur 3,5mm-Klinke ist alles vorhanden, selbst eine Bluetooth-Schnittstelle besitzt der Alleskönner. Wer nach Feierabend eine gute alte DVD einlegen möchte, kann das dank des integrierten DVD-Laufwerk ebenfalls tun. Wer sowieso schon alles streamt, der kann sich hier auch ein paar Euro sparen und die Ausstattungsvariante ohne DVD-Laufwerk wählen.

Die üblichen Office-Programme bringen des Lenovo nicht ins Schwitzen. Selbst 4K-Videos können den All-in-One-PC nicht im Entferntesten die Knie zwingen. Damit beweist Lenovo einmal mehr, dass es auch fürs Büro Technik gibt, die gut aussieht und leistungsstark ist. Bislang war vor allem ein Hersteller aus Kalifornien für solche Technik bekannt. Der hat es mit dem iMac natürlich auch in unseren Vergleich der besten All-in-One-PCs geschafft.

Webcam

Mit dem Arbeitsplatz Zuhause fallen natürlich auch die persönlichen Kontakte weg. Wer von daheim aus arbeitet, der trifft sich virtuell. Völlig zurecht fragt man sich: Wozu noch ein teurer Anzug, wenn man sowieso niemanden damit beeindrucken kann?

Wer im Home Office Eindruck machen will, der macht das nicht mit Hugo Boss, sondern mit Vitade. Genauer: der Vitade 960A Pro. Die sorgt nämlich dafür, dass man gestochen scharf und in brillanter Qualität vom übrigen kollegialen Pixelbrei in der Videokonferenz abhebt.

Scharfmacher: Vitade 960A Pro

Bei der Vitade 960A Pro bekommt man für vergleichsweise wenig Geld ein gestochen scharfes und gut ausgeleuchtetes Bild. Zudem kann die Webcam mit vielen cleveren Funktionen aufwarten. Befestigt wird sie wahlweiße auf einem Stativ oder direkt am Bildschirm.

Scharfmacher

Vitade 960A Pro

Test Home Office: Vitade 960A Pro
Die Vitade 960A Pro überzeugt mit einem sehr scharfen Bild und gutem Autofokus.

Auf der Vorderseite ist eine Touchbedienfläche angebracht, über die man die Helligkeit (drei Stufen) regulieren und die Kamera ausschalten kann. Der Kopf der kreisrunden Webcam ist nicht fixiert und kann in alle Richtungen bewegt werden. Abgerundet wird das Webcam-Gesamtpaket von einem Klappmechanismus, der die Webcam beim Aufstellen sehr variabel macht, wer will kann sie sogar an ein Stativ montieren.

Kleiner Home-Office-Tipp am Rande: Bei der Positionierung der Kamera sollte man berücksichtigen, dass dunkle Objekte und Hintergründe weniger detailreich ausfallen als helle Flächen mit starkem Kontrasten. Was die Bildqualität der Webcam angeht, so gibt sie Farben angenehm warm wieder, nur bei ungünstigem Licht verlieren Details wie feine Haarstrukturen an Schärfe und können nicht mehr klar vom Hintergrund unterschieden werden.

Damit man auch bei Late-Night-Vedeocalls noch scharf rüberkommt, gibt es den Leuchtring. Der sorgt dafür, dass man auch dann noch gut ausgeleuchtet wird, wenn eigentlich schon lange Feierabend ist und im restlichen Zimmer Dunkelheit herrscht. Die besten Resultate liefert die Kamera aber natürlich bei Tageslicht. Dann sind die Farben warm, das Bild detailreich und der Kontrast knackig.

Gut gefallen hat uns auch der große Bildausschnitt der Webcam, sowie ihre Fähigkeit selbstständig scharf zu stellen. Ein weiterer Pluspunkt ist die große Systemkompatibilität der Vitade: Sie funktioniert unter Windows 10 und macOS genauso problemlos, wie mit dem Linux-System, Android-Tablets oder gar der Xbox. Die Vitade 960A Pro ist somit ein hervorragendes Upgrade zur internen Webcam und bietet viel Leistung für nicht allzu viel Geld. Wer es in der Videokonferenz richtig krachen lassen will, dem steht es natürlich frei, auch deutlich mehr Geld in die Hand zu nehmen. Mehr dazu in unserem Test der besten Webcams.

USB-Mikrofon

Freilich möchte sich niemand nur auf seine Optik reduziert sehen, schon gar nicht im Home Office. Wer seiner Stimme wieder zu altem Büro-Glanz verhelfen will, der braucht einen Meister der Tonaufzeichnung. In unserem Test der besten USB-Mikrofone haben wir uns auf die Suche danach begeben und mit dem Yeti Nano einen Stimmenschmeichler entdeckt, der die Lücke zwischen dem, was unsere Stimmbänder produzieren und dem, was in digitalisierter Form bei unseren Kollegen ankommt erfreulich klein hält.

Solide und klangstark: Blue Yeti Nano

Dass das Yeti Nano von einer Firma hergestellt wird, die im Audio-Segment seit 15 Jahren Zuhause ist, merkt man der durchdachten Mikrofon-Konstruktion sofort an, fragile Bauteile sucht man hier vergebens. Wer krampfhaft das Haar in der Suppe sucht, der findet es in Form eines latent wackeligen Lautstärkereglers. Ansonsten gefällt das äußere Erscheinungsbild, der spiegelnde Ring stellt einen schönen Kontrast zur ansonsten mattschwarzen Oberfläche des Mikrofons dar.

Das Metallstativ gibt dem Yeti Nano einen sicheren und stabilen Halt auf dem Schreibtisch. Zudem kann man das USB-Mikrofon spielend leicht kippen und so in die perfekte Sprechposition bringen. Hat man die ideale Mikrofon-Position für die nächste Videokonferenz gefunden, kann man sie mithilfe der seitlich angebrachten Schrauben arretieren.

Seine Einsatzbereitschaft signalisiert das Mikrofon durch einen grün leuchtenden Ring. Drückt man ihn, schaltet es auf stumm, das Grün wechselt dann zu einem Rotton der deutlich macht: Jetzt hört keiner mehr zu. Wer im Home Office gerne mal lautstark von seinen Kindern konsultiert wird, weiß diese Funktion sicherlich zu schätzen.

Das Mikrofon verfügt über zwei Richtcharakteristiken, nämlich Kugel (omnidirektional) und Niere (unidirektional). Für den Einsatz im Home Office empfehlen wir die unidirektionale Niere.

Klanglich ist das Yeti über alle Zweifel erhaben, zu den teureren Schwestermodellen lässt sich hier so gut wie kein Unterschied erkennen. Das gilt insbesondere für Stimmaufnahmen, die vom Mikrofon voll, klar und warm aufgezeichnet werden. Ab einem Abstand von 40 Zentimetern nimmt der Lautstärkepegel ein wenig ab, ein großes Problem ist das unserer Meinung nach aber nicht, wer sitzt schon meterweit vom Mikrofon entfernt?

Wie bei fast allen Kondensatormikrofonen, hört man auch beim Nano, wenn im Hintergrund getippt und geklickt wird, im Test hat das aber nicht weiter gestört. Deutlich mehr gestört hat da schon die Charakteristikumschaltung, die nicht an der Vorder-, sondern an der Rückseite angebracht ist. So kann man nicht auf den ersten Blick sehen, welche Charakteristik gerade aktiv ist. Das hat bei anderen USB-Mikrofonen in unserem Test zwar besser funktioniert.

Bluetooth-Maus

Knappe 500 Meter legt man durchschnittlich pro Tag im Home Office zurück – mit der Computer-Maus. Das ist eine ganze Menge und in etwa die gleiche Strecke, die wir auch zu Fuß zurücklegen. Grund genug also, sich eine Maus anzuschaffen, die schnell, präzise und ergonomisch ist. Vor allem der letzte Punkt wird bei einem Arbeitsgerät, das man acht Stunden am Tag benutzt, oft unterschätzt.

Logitech MX Anywhere 3

Ein echter Handschmeichler ist die MX Anywhere 3 von Logitech. Sie verfügt über eine Bluetooth-Schnittstelle und verbindet sich deshalb draht- und problemlos mit dem PC oder Notebook.

Gelungenes Update

Logitech MX Anywhere 3

Test perfekte Büro: Logitech MX Anywhere 3
Überzeugt in so gut wie jeder Situation und bietet neben längerer Akkulaufzeit jetzt auch einen USB-Typ-C-Anschluss.

Wer keinen Bluetooth-fähigen Rechner besitzt, muss sich keine Sorgen machen: Ein USB-Stick, mit dem die Maus ebenso eine Verbindung aufnehmen kann, ist im Lieferumfang enthalten.

Die ersten Ausflüge mit der Logitech auf dem Schreibtisch fühlen sich zunächst einmal etwas ungewöhnlich an. Schuld daran ist das geringe Gewicht des Büro-Nagers, der gerade einmal 100 Gramm auf die Waage bringt. Es gibt Artgenossen, die hier deutlich mehr auf die Waage bringen. Nach kurzer Zeit hat man sich aber an das Gewicht gewöhnt und kann sich am hervorragenden Handling der Maus erfreuen, die sich noch dazu auf jedem Terrain wohl fühlt. Ganz egal, ob man sie über einen Glas-, Holz, oder Lacktisch gleiten lässt, der Laser kommt mit jedem Untergrund bestens zurecht.

Eine gute Nachricht gibt es zudem für alle, die das Mausrad nicht nur zum Scrollen benutzen, denn das Klicken mit dem Mausrad ist bei der Anywhere 3 wieder möglich. Für zusätzlichen Komfort beim Surfen sorgen die beiden seitlich angebrachten Tasten, mit denen man vor und zurück schalten kann. Ohne größere Verrenkungen der Fingerglieder kommen allerdings nur Rechtshänder in den Genuss dieser Komfort-Funktion. Linkshänder fahren deshalb mit symmetrischen Mäusen besser, die wir in unserem Test der besten Bluetooth-Mäuse natürlich auch unter die Lupe genommen haben.

Bluetooth-Tastatur

Mit der Maus allein ist es natürlich längst nicht getan, gerade Vielschreibern ist eine gute Tastatur mindestens genauso wichtig. Auch hier hat man die Qual der Wahl. Wer Wert auf Langlebigkeit und gute Bedienbarkeit legt, der kann schon für vergleichsweise wenig Geld seine Tastatur-Träume lebendig werden lassen. Die Firma Logitech zeigt, wie das geht.

Multitasking-Talent: Logitech K380

Die Tasten der Logitech K380 heben sich von anderen Modellen schon allein durch ihre Optik ab, denn sie sind nicht eckig, sondern rund mit einer Vertiefung in der Mitte. Das bringt beim Tippen durchaus Vorteile mit sich und ist auch für die Finger sehr angenehm. Lediglich die Befehlstasten sind ein bisschen arg klein geraten.

Bei der Stromversorgung setzt Logitech hier auf AAA-Batterien. Weil die erste Charge Batterien im Lieferumfang enthalten ist, braucht man sich die ersten zwei Tastatur-Jahre darüber keine Gedanken machen. Bei wem auf dem Schreibtisch chronische Platznot herrscht, der wird sich über die kompakte Bauform der Tastatur freuen. Das spart man wertvolle Quadratzentimeter auf dem Schreibtisch und die Tasten liegen dennoch weit genug von einander entfernt. Anteil am guten Tipp-Gefühl hat aber nicht nur der gelungene Tasten-Abstand, sondern auch der hervorragende Tastenanschlag der Logitech.

Ein cleveres Extra verbirgt sich hinter den Funktionstasten F1 bis F3. Damit kann man nämlich zwischen verschiedenen Geräten wechseln. So tippt man etwas auf dem Tablet und mit einem Tastendruck hat man auf das Notebook gewechselt. Für das Büro Zuhause ist das allerdings eine Funktion, die wohl nur die Wenigsten brauchen werden.

Test: Bluetooth-Tastaturen – Testsieger Logitech K380

 

Viele Funktionen kann man übrigens mithilfe des Treibers bestimmten Sondertasten zuweisen. Das funktioniert, völlig unabhängig vom Betriebssystem, erfreulich problemlos. Ganz ohne meckern kommt die K380 aber nicht durch unseren Test. Der Grund: Die Feststelltaste leuchtet nicht. Das mag kleinlich klingen, kann aber dazu führen, dass man viel Zeit mit der Passworteingabe verbringt.

Ansonsten bekommt man mit der K380 für vergleichsweise wenig Geld eine Tastatur, die auf dem Schreibtisch nicht viel Platz wegnimmt, kabellos funktioniert und mit der sich sehr gut arbeiten lässt. Wer vom klassischen eckigen Tastendesign nicht die Finger lassen kann, oder eine Lösung mit integriertem Touchpad bevorzugt (ja, sowas gibt es), der sollte einen Blick auf unseren Test der besten Bluetooth-Tastaturen werfen.

Monitore

Augenärzte sprechen schon von der sogenannten Quarantäne-Kurzsichtigkeit. Weil wir in den letzten Monaten kaum noch raus kommen, bauen vor allem die Augen von Kindern immer weiter ab. Auch home-office-geplagten Erwachsene kommen nicht vom Bildschirm weg und leiden zunehmend unter dem Phänomen. Genau deshalb sollte man die Arbeit am Bildschirm (wenn man sie schon nicht umgehen kann) so augenschonend wie möglich gestalten.

Der perfekte Monitor fürs Home Office muss her und sollte mindestens eine FULLHD-Auflösung besitzen, besser sogar noch mehr. Es gilt: Je höher die Auflösung, desto weniger muss sich das Auge anstrengen, um die Pixel miteinander in Beziehung zu setzen

Auch die Monitor-Größe spielt eine wichtige Rolle, 22 Zoll sollten hier die absolute Untergrenze sein, besser sind Modelle mit 24 oder 27 Zoll Bildschirmdiagonale. Ein großer Bildschirm hat den Vorteil, dass man damit auch mehrere Programme gleichzeitig im Blick hat. Klingt nach keinem großen Vorteil – ist es aber. Besonders gut fürs Home Office geeignet ist unserer Meinung nach der U2720Q von Dell.

Kontaktfreudig: Dell U2720Q

Der Dell U2720Q misst 27 Zoll in der Diagonalen und nimmt sich auf dem Schreibtisch trotzdem angenehm dezent zurück. Die ergonomische Konstruktion kann man neigen, drehen und in der Höhe regulieren. Wer viel mit Dokumenten arbeitet, für den gibt es den Povit-Modus. Damit kann man den Monitor um 90 Grad drehen und das Arbeiten an Dokumenten so deutlich komfortabler gestalten.

Kontaktfreudig

Dell U2720Q

Die Vorteile des Dell beschränken sich aber nicht nur auf den Povit-Modus, zahlreiche Stecklätze an seiner Rückseite sorgen nämlich dafür, dass der Monitor auch als Neuling am Arbeitsplatz schnell Anschluss findet. USB-Anschlüsse gibt es in sämtlichen Varianten und auch die Anschluss-Klassiker, nämlich HDMI und DisplayPort, sind natürlich vorhanden.

Abgesehen von seinen vielen Anschlussmöglichkeiten bietet der Dell vor allem eines: eine hervorragende Bildqualität. Dass Dell hier den Fokus auf die Office-Tauglichkeit gelegt hat, merkt man dem Monitor an, trotzdem ist die Farbraumabdeckung, die gerade im Büro eigentlich keine große Rolle spielt, erstaunlich hoch. Der sRGB-Farbraum wird fast vollständig, der DCI-P3-Farbraum zu 95% abgedeckt. Damit ist der 4K-Monitor selbst für anspruchsvollere Video- und Bildbearbeitungen attraktiv.

Das macht ihn für die klassischen Büro-Aufgaben beinahe schon überqualifiziert, aber den Punkt mit den Augen, die ganz besonders im Home Office geschützt werden müssen, hatten wir ja bereits. Auch die Farbtiefe, welche mit 10 Bit über genug Potential verfügt, um 1,07 Milliarden Farben darzustellen, hat im Test einen positiven Eindruck hinterlassen.

Es ist daher wenig überraschend, dass Dell den Monitor auch eine HDR-Tauglichkeit bescheinigt (Vesa-Standard DisplayHDR 400). Zwar handelt es sich hier um keine besonders hohe HDR-Spezifikation und verglichen mit High-End-Geräten ist die HDR-Fähigkeit des Dell etwas schlechter, in unserem Test konnten wir aber einen deutlichen Unterschied zum normalen SDR-Content feststellen, das Bild des Dell U2720Q wirkt einfach kräftiger.

Ein kleines Manko ist, dass der Dell über keine integrierte Lautsprecher verfügt. Die sind zwar in der Regel sowieso nicht besonders leistungsstark, reichen aber aus, um mal eben das Video vom Kollegen akustisch zu untermalen. Hier ist man als Nutzer leider zu einer externen Lösung gezwungen. Ein weiterer Kritikpunkt ist seine statische Bildwiederholrate. Das sollte aber allenfalls für passionierte Gamer ein Problem darstellen, im Home-Office-Betrieb wird man davon nichts mitbekommen.

Unterm Strich erfüllt der Dell alle Anforderungen, die wir an einen Bildschirm im Home-Office stellen, und geht sogar noch ein Stück weit darüber hinaus. Genau aus diesem Grund ist der Preis für den Boliden von Dell auch mehr als gerechtfertigt. Sparfüchse finden in unserem Test der besten 4K-Monitore aber auch günstigere Alternativen.

Wer auch mit einer etwas geringeren Auflösung zufrieden ist, der sollte einen Blick auf den AOC Q27P1 werfen. Der kommt im Vergleich zum Dell nicht ganz so elegant rüber, man darf sich vom plump wirkenden Äußeren des Bildschirms allerdings nicht täuschen lassen, denn unter seiner Hülle verbirgt sich hervorragende Technik.

Starkes Gesamtpaket: AOC Q27P1

Der günstige Allrounder von AOC verfügt mit HDMI, DVI und DisplayPort über die wichtigsten Anschlüsse für die Bildwiedergabe. Dass der Hersteller dem Monitor keinen USB-C-Anschluss spendiert hat, ist allerdings überraschend, schließlich ist der Anschluss-Typ auf dem besten Wege zu einer Art Standard-Anschluss zu werden, der mittlerweile bei vielen technischen Geräten zu finden ist.

Starkes Gesamtpaket

AOC Q27P1

Der Standfuß des AOC Q27P1  ist stabil und lässt sich in jede beliebige Richtungen drehen. Man kann den Monitor in der Höhe verstellen und auch die Nutzung im Hochkant-Format (Pivot-Modus) möglich.

Das wichtigste Kriterium für einen Monitor ist und bleibt allerdings die Bildqualität – und genau dort liegen die Stärken des AOC. Den sRGB-Farbraum deckt er vollständig, den für Grafiker wichtigen AdobeRGB-Farbraum zu 75 % ab. Weil uns das Panel im Standard-Modus ein wenig zu hell eingestellt war, haben wir hier eine kleine Korrektur vorgenommen. Dank der vorderseitig angebrachten Tasten kann man so ein Feintuning schnell bewerkstelligen. Danach waren wir mit der Bildqualität sehr zufrieden.

Neben der Helligkeit kann man an der Vorderseite natürlich noch viele weitere Details einstellen, selbst den Blaulicht-Anteil des Panels kann man so reduzieren. Damit nicht nur die Farben, sondern auch die Schärfe stimmt, kommt auch die Auflösung des Monitors nicht zu kurz, mit einer Pixeldichte von 109ppi ist das WQHD-Display für den (augenschonenden) Einsatz im Home Office völlig ausreichend. Wer allerdings in der Welt der Grafik- und Bildbearbeitung Zuhause ist, der muss hier natürlich ein paar Abstriche machen. Mehr dazu, sowie die ein oder andere interessante Monitor-Alternative, gibt es in unserem Test der besten PC-Monitore.

Noise-Cancelling-Kopfhörer

Im Großraumbüro kennt man das ja: Es herrscht ständig ein gewisser Schallpegel. Auch, wer von zuhause aus arbeitet, ist vor Lärm am Arbeitsplatz aber keineswegs sicher, schließlich ist man oft nicht allein in der Haushalts-Abteilung. Genau aus diesem Grund gibt es bei Kopfhörern die Noise-Cancelling-Funktion. Im Test war man damit vor störenden Außengeräuschen jedenfalls bestens geschützt.

Starkes Gesamtpaket: Sony WH-1000X M4

Starkes Gesamtpaket

Sony WH-1000X M4

Test Ausstattung fürs Home Office: Sony WH-1000X M4
Kompromisslos guter Klang und hervorragende Geräuschunterdrückung – in der vierten Version nochmal verbessert.

Optisch hat sich beim Sony WH-1000X M4 im Vergleich zum Vorgänger wenig geändert. Neu hinzugekommen ist ein in der Ohrmuschel verbauter Sensor, der automatisch erkennt, ob der Kopfhörer gerade getragen oder abgenommen wird.

 Kopf­hörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wh1000xm4 Sensor
Der Sony WH-1000 XM4 ist mit einem Sensor ausgestattet, der registriert, ob der Kopfhörer gerade getragen wird.

Auch am Klang selbst wurde gefeilt, was es beim Sony-Kopfhörer nun auf die Ohren gibt, ist höchst individuell, denn der Klang wird der Beschaffenheit der Ohrmuschel angepasst. Dafür genügt es, in der Sony-App ein Foto derselben hochzuladen, den Rest erledigt die Software. Von dieser Vermessung der Ohrmuschel profitiert, wessen Ohren deutlich von der Norm abweichen.

Damit der Kopfhörer auch beim längeren Tragen nicht irgendwann stört, sind seine Polster sehr weich und besonders anpassungsfähig. Sie schmiegen sich förmlich an den Ohren entlang und machen den Kopfhörer von Sony damit nicht nur fürs Home Office, sondern auch für längere Reisen interessant.

 Kopf­hörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wh1000xm4 Komplett
Neben dem Reise-Adapter gehört ein Ladekabel (USB-C) und ein Audiokabel zum mitgelieferten Zubehör.

30 Stunden hält der Kopfhörer bei aktiviertem Bluetooth und Noise Cancelling durch, hat man bis dahin noch immer keine Lademöglichkeit gefunden, kann man einfach das im Lieferumfang enthaltene Kabel nehmen und schon ist man nicht mehr auf den Akku angewiesen.

 Kopf­hörer mit Noise Cancelling Test: Sony Wh1000xm4 Imcase
Im kleinen Case des Sony hat alles seinen Platz.

Will man trotz der hervorragenden Noise-Cancelling-Funktion doch wieder etwas von der Außenwelt mitbekommen, gibt es den »Quick Attention Mode«. Damit wird die Musik leiser und Umgebungsgeräusche verstärkt, sobald man seine Handfläche auf die Kapsel legt. Auch die übrige Steuerung erfolgt über Touch-Bedienflachen, die Lautstärke wird beispielsweise mit Wischgesten reguliert.

Ebenso zum Lieferumfang gehört ein kleines Case aus strapazierfähigem Stoff, in dem sich der Kopfhörer gut transportieren lässt. Lediglich Bedientasten und ein Inline-Mikrofon haben wir im Test vermisst.

Zwar muss man bei der Bluetooth-Übertragung auf den aptX-Codec verzichten, mit dem LDAC-Codec gibt es aber eine potente Alternative für die kabellose Musikübertragung. Auch 360-Reality-Sound beherrscht der Kopfhörer. Das kommt dem, was man gemeinhin Surround-Sound nennt, schon ziemlich nahe.

Ach ja: Neben all den technischen Besonderheiten hat der Kopfhörer auch einen erstklassigen Klang, der die komplette Bandbreite an hörbaren Frequenzen abdeckt. Die Übergänge zwischen Mittel- und Grundtöne sind fließend, die Bässe knackig und auch die Klangfarbe gibt der Sony richtig wieder. Unterm Strich also ein Noise-Cancelling-Kopfhörer, der nicht nur fürs Büro zu gebrauchen ist, aber dort sicher eine gute Figur macht. Für deutlich mehr Geld gibt es auch eine Alternative aus dem Hause Bang & Olufsen. Mehr dazu in unserem Test der besten Noise-Cancelling-Kopfhörer

WLAN-Repeater

Zu guter Letzt wollen wir uns noch einem Problem widmen, dass eng mit dem Arbeitszimmer selbst verknüpft ist, nämlich dem oft schlechten WLAN-Empfang. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oft liegt es beispielsweise daran, dass der Raum einfach »Abseits vom Schuss« liegt und das Signal des WLAN-Routers einfach nicht so weit reicht. Manchmal sind auch die Wände zu dick, oder zwischen Router und Client stört ein Sicherungskasten das Signal. Wie man es auch dreht und wendet, was beim Streamen der Lieblingsserie nervt, das stört erst recht beim Arbeiten: eine schlechte Internetverbindung.

Der kann man mit vielen Dingen zu Leibe rücken, ein Mesh-System ist dafür ebenso geeignet wie ein Powerline-Set. Hier haben wir uns für einen WLAN-Repeater entschieden, den FritzRepeater 1200.

Günstig und effizient: AVM FritzRepeater 1200

Einfacher kann man eine Installation nicht machen: Beim FritzRepeater 1200 reicht es, den »Connect«-Knopf zu drücken und beim Router die WPS-Verbindung zu aktivieren, den Rest übernimmt das Gerät selbst. Als ob die IT-Abteilung bei einem Zuhause wäre. Sollten danach noch Fragen offen sein, reicht ein Blick ins ausführliche PDF-Handbuch, um sämtliche relevanten Informationen einzuholen.

Günstig und effizient

AVM FritzRepeater 1200

Test Ausstattung fürs Home Office: AVM FritzRepeater 1200
Der FritzRepeater 1200 ist AVMs günstigster und energieeffizientester und platzsparendster MU-MIMO-Repeater, der 2x2-Funk einen guten Kompromiss, zumal der Repeater seine MU-MIMO-Funktion auch in der Verbindung zum 4x4-Router nutzen kann.

Die Benutzeroberfläche des FritzRepeaters lässt sich – sofern man im Heimnetz unterwegs ist – über die Webadresse http://fritz.repeater erreichen. Das klappt selbst mit dem Smartphone recht gut. Wer trotzdem lieber eine App benutzen möchte, der kann das mit der »FritzApp WLAN« natürlich tun, denn auch das funktioniert.

Mithilfe von 2×2 Multi User MIMO kann der Repeater mit mehreren Geräten innerhalb des Netzwerks gleichzeitig kommunizieren. Dafür steht ihm die 2,4- und die 5-Gigahertz-Frequenz zur Verfügung. Mit dem Gigabit-LAN-Port gibt es auch eine Verbindungsmöglichkeit via Kabel. Mit dieser Verbindung haben wir im Test eine Datenrate von 420 Megabit pro Sekunde geschafft – ein Spitzenwert. Selbst das gleichzeitige Streamen von zwei Filmen (beide in Full-HD-Auflösung, einer über WLAN, einer über LAN), zwingt den FritzRepeater 1200 längst nicht in die Knie.

Mit dem Kabel im Heimnetz eingebunden, kann man auch die Funktion »LAN-Brücke« nutzen und den Repeater wie einen Access Point verwenden. Mit der neuen Firmware-Version ist es zudem möglich, den FritzBox 1200 in Verbindung mit den etwas neueren Router-Modellen (ab der 7490er Serie) als Mesh-System zu nutzen.

Ein nettes Extra ist die Zeitplan-Steuerung des Repeaters zum Aus- und Einschalten. Handelt es sich beim Heimnetz-Router auch um eine Fritzbox, kann man die dort hinterlegte Zeitschaltung übrigens einfach übernehmen – sehr praktisch.

Zwar merkt man dem Repeater bei seiner Durchsatzrate und seiner Reichweite an, dass AVM hier auf das schnellere 4×4-Dualband verzichtet und »nur« ein 2×2-Dualband verbaut hat, allerdings ist so ein 4×4-Dualband auch recht teuer und der damit einhergehende Geschwindigkeitsvorteil im Heimgebrauch nicht wirklich nötig, selbst wenn zwei Familienmitglieder gleichzeitig an einer Videokonferenz teilnehmen müssen, ist das für den FritzRepeater 1200 kein Problem. Mehr dazu in unserem Test der besten WLAN-Repeater.

Wissenswertes zur Arbeit im Home Office

Ganz untypisch deutsch ist vieles im Home Office rechtlich nicht eindeutig definiert. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bewegen sich beim Arbeiten von Zuhause aus deshalb oft in einem juristischen Graubereich. Licht ins Dunkel, zumindest stellenweise, bringt die im Arbeitsschutzrecht verankerte Telearbeit.

Telearbeit und Home Office

Die gute Nachricht: Für die Einrichtung des Telearbeitsplatzes ist der Arbeitgeber zuständig. Die schlechte Nachricht: Wer von seinem Arbeitgeber coronabedingt zum Arbeiten nach Hause beordert wurde und sein Arbeits-Dasein nun zwischen Sofa und Küchentisch fristen muss, der fällt meist nicht unter die Regularien der Telearbeit – und kommt folglich auch nicht in den Genuss eines vom Arbeitgeber finanzierten Heimarbeitsplatzes. Muss man sich in der Grauzone »Home Office« also seine eigene Büro-Ausstattung kümmern?

Die Arbeitsmittel

Grundsätzlich gilt auch im Home Office, dass Arbeitsmittel vom Arbeitgeber gestellt werden müssen. Die Realität zeigt aber, dass solche rechtlichen Grundsätze meist nicht viel Wert sind und es herrscht ein fröhliches »Dazwischen«: Für Büromaterialen wie beispielsweise das Druckerpapier ist die Sachlage und auch die Rechtslage freilich klar, die beiden Posten hat in jedem Fall der Arbeitgeber zu zahlen.

Beim Notebook ist es schon deutlich komplizierter, weil man recht schwer nachweisen kann, ob, beziehungsweise wie häufig das Gerät auch privat genutzt wird. Hier gilt es ferner zu unterscheiden, ob das Notebook extra fürs Home Office angeschafft wurde, oder ob sich der Arbeitnehmer das Gerät bereits zuvor gekauft hat. In diesem Fall hat der Arbeitgeber eine Aufwandsentschädigungspflicht.

Solche theoretischen Gedankenspiele finden in der Praxis aber recht selten Anwendung. Ganz ähnlich sieht es übrigens bei den zusätzlichen Aufwendung für Strom und Heizung aus, auch hier ist dem Home Office aktuell mit juristischen Mitteln kaum beizukommen.

Der Versicherungsschutz

Dass der Arbeitsplatz zuhause rechtlich noch ein wenig hinterherhinkt, merkt man auch am teils fehlenden Versicherungsschutz der Arbeitnehmenden. Wer sich also beispielsweise im Home Office ein Bein bricht, muss zuerst einmal nachweisen, dass er sich das Bein wirklich während der Arbeit gebrochen hat. Was im Großraumbüro recht einfach gelingt, ist Zuhause schon deutlich schwerer, wenn die Übergänge zwischen Arbeit und Wohnen fließend sind.

Ebenso schwierig ist die Frage, ob man wirklich von Zuhause aus arbeiten muss, oder sich auch einen Heimarbeitsplatz auf den Balearen einrichten kann. Das mag in der Theorie zwar recht klar nach pro Balearen aussehen, wer so etwas plant, der sollte aber besser auf seinen Arbeitgeber zugehen und es mit ihm besprechen, denn ein Aufenthaltsort außerhalb Deutschlands hat auch steuerrechtliche und sozialversicherungsrechtliche Konsequenzen.

Sonderfall Corona

Ein Recht auf Home Office gibt es übrigens nicht. Zwar ist der Arbeitgeber aktuell dazu verpflichtet, das Arbeiten zu Hause zu ermöglichen, das gilt allerdings nicht, wenn keine betrieblichen Gründe vorliegen, die den Mitarbeitenden dazu verdonnern ins Büro zu kommen – und die sind im Zweifel schnell gefunden.

Und dann sind da natürlich auch noch die Kinder, die sich freilich nicht in der Rolle des stillen Kollegen genügen und die auch irgendwie noch versorgt werden müssen. Wer nicht zu den Tausendsassan gehört, die Home Office, Kinderbetreuung, Haushalt und das Verfassen der eigenen Memoiren locker unter einen Hut bekommt, der kann auf eine Klausel im Infektionsschutzgesetz plädieren, die den durch die verminderte Arbeitsleistung generierten Lohnausfall zu einem gewissen Teil ausgleicht.

Steuerliche Aspekte

Wo wir gerade beim Thema Steuern sind: Nachdem die Chancen denkbar schlecht stehen, den Arbeitgeber für die Home-Office-Ausstattung  aufkommen zu lassen, bleibt für die häuslich Isolierten noch die Frage offen, ob man zumindest beim Fiskus die Mehrbelastung steuerlich geltend machen kann. Soviel vorab: Man kann, das ist aber recht kompliziert und in den meisten Fällen wenig erfolgversprechend, da man sich nicht auf den Grundsatz berufen kann, keinen anderen Arbeitsplatz zu haben. Schließlich haben die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Home Office die theoretische Möglichkeit auch im Büro zu arbeiten.

Einfacher und erfolgsversprechender ist es da, von der für 2020 vom Gesetzgeber beschlossenen Homeoffice-Pauschale Gebrauch zu machen. Pro Arbeitstag zuhause kann man fünf Euro absetzen, das gilt für bis zu 120 Tage.

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