Schreiben ohne Strippe Test: Bluetooth Tastature Logitech

Bluetooth-Tastaturen im Test : Schreiben ohne Strippe

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Veröffentlicht 16.03.2020

Bluetooth-Tastaturen bieten eine komfortable Handhabung, da man sie kabellos nutzen kann. Dabei sollte aber auch das Tippen angenehm sein und der Preis stimmen. Wir haben 9 Bluetooth-Tastaturen getestet.

Mike Wobker
Mike Wobker
schreibt als freier Technik-Journalist unter anderem für Notebookcheck, Netzwelt, Golem und Computerbase und testet alles rund um PC & Notebooks.

Kabelloses Computer-Zubehör erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Da wundert es nicht, dass auch Bluetooth-Tastaturen immer näher in den Fokus rücken.

Neben der unkomplizierten Handhabung ohne Kabel muss die Tastatur ein angenehmes Tipp-Erlebnis bieten und mit einer guten Verarbeitung punkten. Auch fürs Gaming und ausgedehntes Schreiben muss das Keyboard gewappnet sein.

Multitasking-Talent: Logitech K380

Die schön designte Logitech K380 kann sich mit bis zu drei verschiedenen Geräten verbinden. Außerdem stimmt hier der Preis und die Bedienung ist sehr angenehm. Darüber hinaus konnte sie in unserem Test mit einer enormen Langlebigkeit punkten.

Die K380 ist in Schwarz und in Blau erhältlich. Ihre Tasten heben sich von anderen Modellen ab, da sie rund sind und eine Vertiefung in der Mitte haben: Das ermöglicht ein sehr angenehmes Tippen. Obwohl die Befehlstasten auf den ersten Eindruck recht klein wirken, hatten wir im Test damit keine Probleme. Darauf findet man übrigens sowohl die Symbole für Windows als auch für macOS – die Tastatur wählt automatisch die korrekte Tastenbelegung.

Die Logitech hat zwar keinen Akku, aber laut Hersteller hält sie mit den mitgelieferten AAA-Batterien zwei Jahre durch. Natürlich kann man hier auch einfach auf AAA-Akkus zurückgreifen.

Sie ist ziemlich kompakt und nimmt wenig Platz auf dem Schreibtisch weg. Die Tasten haben trotzdem einen guten Abstand voneinander, sodass man sich nicht mehr vertippt als bei anderen Tastaturen. Überdies verfügt sie über einen hervorragenden Tastenanschlag.

Eine Besonderheit der Logitech K380 ist, dass man sie parallel mit drei verschiedenen Geräten verbinden kann. Mit den Tasten F1, F2 und F3 wechselt man dann hin und her. Man kann alternativ eine eigene Tastenkombination wählen.

Test: Bluetooth-Tastaturen – Testsieger Logitech K380

Egal ob Windows, macOS, Android oder iOS – die Tastatur tut ihren Dienst immer zuverlässig und schnell. Mit dem Treiber Logitech Options kann man außerdem Sondertasten belegen – eine Seltenheit bei Standardtastaturen.

Das einzige Manko, das wir feststellen konnten, war, dass die Feststelltaste nicht leuchtet, wenn sie aktiviert ist. Wenn Ihnen das wichtig ist, kann man sich das aber auch auf dem Bildschirm anzeigen lassen.

Sogar beim Zocken schlägt sich die K380 ganz gut – wer also ab und an mal spielen möchte und eine ansonsten zuverlässige, wertige Tastatur sucht, mit der man gleich mehrere Geräte bedienen kann, der ist hier genau richtig. Für den Preis ist das Gerät unschlagbar.

Mobil: Microsoft Universal Mobile Keyboard

Wer eine Tastatur fürs Smartphone oder Tablet sucht, sollte sich das Universal Mobile Keyboard von Microsoft anschauen. Die Tastatur wird aufgeklappt und es gibt eine Halterung für Mobile Advices.

Mobil

Microsoft Universal Mobile Keyboard

Test Bluetooth-Tastatur: Microsoft Universal Mobile Keyboard

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Das Universal Mobile Keyboard von Microsoft, bzw. sein Deckel, nimmt selbst klobige Geräte, wie z.B. das iPad 3 auf und gibt den Mobilgeräten stabilen Halt. Der Deckel ist abnehmbar und so kann man die Tastatur auch gut auf dem Schreibtisch nutzen. Mit einem Kippschalter kann man praktischerweise zwischen Windows, Apple und Android hin und her wechseln.

Am besten eignet sich das Gerät für unterwegs, um aus dem Tablet einen Mini-Laptop zu machen – am PC zu Hause sind andere Geräte besser, da die Tastatur und damit auch die Tasten kleiner ausfallen und eng aneinander liegen. Die Verarbeitung ist dafür recht gut und auch der Tastenanschlag kann sich sehen lassen.

Das Universal Mobile Keyboard wird mit einem microUSB-Port mit Strom beliefert. Auch ein interner Akku ist an Bord, der einige Wochen aushält. Angeblich reichen der Tastatur nur zehn Minuten Aufladung, um einen ganzen Arbeitstag zu überstehen.

Wenn man den Deckel schließt, schaltet sich die Tastatur ab. Auf die F-Tasten muss man bei diesem Keyboard verzichten – hier muss man sich mit den Zifferntasten und der FN-Taste zufriedengeben.

Wer eine Tastatur für unterwegs sucht, sollte sich dieses Modell anschauen – für zu Hause empfehlen wir andere Geräte.

Für Mac-Fans: Apple Magic Keyboard

Das Magic Keyboard gibt es ohne oder mit Ziffernblock. Es ist perfekt auf Apples Betriebssystem abgestimmt, was ein angenehmes und effizientes Arbeiten ermöglicht. Besonders ist die flache Bauart und das minimalistische, wertige Design. Das lässt sich Apple allerdings wie immer teuer bezahlen.

Alle, die im Apple-Kosmos leben, sollten sich natürlich auch das Magic Keyboard anschauen. Es wird von Generation zu Generation dünner und besitzt mittlerweile auch einen integrierten Akku. Mit dem Lightning-Kabel wird die Tastatur aufgeladen. Auf eine Tastaturbeleuchtung wurde bis auf die Feststelltaste verzichtet – das kommt dem Akku sehr zugute, der viele Wochen am Stück durchhält.

Apple besticht wie üblich mit seinem edlen, modernen Look, der durch solide Materialien wie Aluminium unterstrichen wird. Besonders toll finden wir die flache Bauweise, die dafür sorgt, dass man seine Hände nicht zu stark anwinkeln muss. Der Tastenhub ist in den letzten Jahren kürzer geworden, was anfangs gewöhnungsbedürftig sein könnte. Sie klicken auf jeden Fall lauter als andere Tastaturen im Test.

Besonderheiten sind, dass man die Sondertasten nutzen kann, um Mission Control oder das Launchpad aufzurufen.

Im Test glänze die Tastatur aber auch unter Windows. Die Sonder- bzw. F-Tasten erfüllen hier aber nicht mehr die vorgesehenen Funktionen wie Liedwechsel o. Ä. Eine Entfernen-Taste gibt es leider nur in der Version mit Ziffernblock.

Wenn man zwischen den Systemen wechseln möchte, muss man die Tastatur immer erst wieder ab- und anmelden. Gleiches gilt z.B. für die Nutzung mit einem iPad.

Wer sich im Apple-Ökosystem wohlfühlt, der sollte zum Magic Keyboard greifen.

Smart-TV geeignet: Logitech TV K600

Eine Tastatur auf dem Sofa? Die wird vor allem dann nötig, wenn man den Browser des Smart-TVs benutzen will oder auf dem Fernseher streamen möchte. Per Fernbedienung ist die Steuerung recht fummelig, eine Tastatur schafft Abhilfe. Ein geeignetes Modell dafür ist die Logitech TV K600.

Die Tastatur stellt per Bluetooth Kontakt mit dem Fernseher her und man kann außerdem noch zwei weitere Geräte wie Smartphone oder Tablet mit der Tastatur koppeln. Über den Unifying-Empfänger funktioniert auch noch eine vierte Verbindung, der USB-Empfänger hat am Laptop bzw. PC.

Für maximalen Komfort ist ein kleines rundes Touchpad integriert. Das macht die Tastatur zwar unattraktiver für Linkshänder, aber man spart sich die separate Maus. Zusätzlich gibt es noch ein Steuerkreuz, damit werden die Tasten der Fernbedienung ersetzt.

Links befinden sich Medientasten, die erleichtern die Bedienung ziemlich. Damit die aber auch gut funktionieren, sollte der Fernseher die aktuelle Software installiert haben.

Nutzt man die Tastatur länger nicht, sollte man sie per Schalter auf »Off« stellen, das spart Strom und schont die Batterien.

Wenn die mitgelieferten Batterien, doch mal leer sein sollten, lässt sich das Batteriefach unten leicht öffnen und die Batterien austauschen. Eine Aussparung für den Unifying-Stick findet man da auch. Wird der nicht benötigt, kann man ihn so einfach und sicher aufbewahren.

Damit eine Enttäuschung vermieden wird, sollte der Fernseher die Funktionen der Tastatur natürlich auch vollständig unterstützen. Auf »tvcheck.logi.com« findet man alle Modelle, die mit der Tastatur zusammenarbeiten können. Das sind die meisten Fernseher von LG, Sony, Philips und Samsung, die maximal aus dem Jahr 2016 sein dürfen. Am sichersten ist, man gibt einfach die Modellnummer ein.

Günstig: Tecknet Slim Kabellose Tastatur

Günstig

Tecknet Slim Kabellose Tastatur

Mit dem Tecknet Slim Wireless Keyboard bekommt man eine kleine und leichte, vor allem aber günstige Tastatur. Über längere Strecken lässt es sich damit aber auch gut tippen.

Tasten wie der Nummernblock und der Bildlauf fehlen natürlich, die braucht man oft aber sowieso nicht. Kritisieren könnte man hier maximal die etwas kleinen Pfeiltasten. Eine kleine LED gibt es auch, die zeigt an, wenn der Akku zur Neige geht.

Genau genommen handelt es sich bei der Tecknet um keine Bluetooth-Tastatur, in unserem Test hätte sie somit nichts zu suchen. Doch das Preis-Leistungs-Verhältnis hat uns so überzeugt, dass wir uns trotzdem dazu entschieden haben, eine Empfehlung auszusprechen. Die Verbindung zum Tablet oder PC erfolgt über einen USB-Funkempfänger, unter ChromeOS, Android und Windows sollte das problemlos klappen.

Probleme hatten wir im Test mit der Verbindung jedenfalls nicht, so empfehlen wir diese Tastatur vor allem aufgrund der tollen Tippeigenschaften.

Günstig ist sie zudem, da kann man auch über die fehlenden Batterien hinwegsehen. Zwei AAA-Batterien reichen für einen Monat, nutzt man das Gerät nur moderat, halten sie auch länger. Zum Energie-Sparen kann man die Tastatur an der Unterseite mit einem Switch auch ausschalten.

Eine Halterung für den Empfänger-Stick ist auch verbaut. So kann nichts verloren gehen.

Wer eine günstige und gute Tastatur sucht, ist hier richtig, sofern man kein Bluetooth braucht.

Was gibt es sonst noch?

Auch von Anker und CSL gibt es Bluetooth-Tastaturen, die man in Betracht ziehen kann. CSL setzt in Sachen Tastenbelegung eher auf macOS und Anker auf Windows. Ansonsten sind die beiden Modelle weitestgehend baugleich. Sie eignen sich mit ihrer kompakten Bauweise für unterwegs – der Akku ist auch hier integriert und wird mit einem microUSB-Anschluss geladen. Mehrere Wochen halten die Keyboards dann durch.

Test: Bluetooth-Tastatur – Testsieger Logitech K380

Was Sie über Bluetooth-Tastaturen wissen sollten

Ein Schreibtisch ohne Kabel sieht einfach besser aus – aber kabelloses Arbeiten ist auch oft praktischer, wenn mal etwas verrückt oder eine andere Arbeitsposition eingenommen werden möchte. Die beste Lösung dafür sind Bluetooth-Tastaturen, für die es mittlerweile eine enorm große Auswahl gibt.

Viele Modelle können sich mit mehreren Geräten verbinden – ein weiterer großer Vorteil des drahtlosen Arbeitens. Mit nur einem Tastendruck ist man schon beim nächsten PC, Tablet, TV oder Smartphone.

Leider haben die wenigstens Bluetooth-Tastaturen einen Ziffernblock. Wer also darauf wert legt, sollte sich zweimal überlegen, eine Bluetooth-Tastatur zu kaufen.

Viele Keyboards mit Bluetooth haben interne Akkus, eine Bauweise, die sich besonders gut für unterwegs eignet, Hintergrundbeleuchtung und Treiber, mit denen man auch Sondertasten belegen kann. Sie sind in der Regel eher flach und verzichten auch auf ausklappbare Ständer, welche die Tastatur erhöhen.

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