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Wallboxen im Test : Stromtankstelle für Zuhause

Update 08.11.2021

Mit einer Wallbox lädt man sein Elektroauto schnell und sicher. Wir haben 14 Modelle verglichen und erklären, worauf man beim Kauf achten sollte und welche Kriterien es bei der KfW-Wallbox-Förderung gibt.

Update 8. November 2021

Seit Oktober 2021 sind die Fördermittel der KfW erschöpft und es können keine neuen Anträge gestellt werden. Bis dahin sind bei der KfW insgesamt 825.042 Anträge eingegangen.

Stefan Schmid
ist Autor und hat eine Vorliebe für smarte Technik, die den Alltag erleichtert. Bei AllesBeste testet er Gadgets und alles, was ihm sonst noch unter die Finger kommt.

Die Zukunft gehört dem Elektroantrieb, daran gibt es kaum mehr einen Zweifel. Wer deshalb plant, sich in absehbarer Zeit ein Elektroauto anzuschaffen, sollte sich besser auch gleich noch eine Wallbox anschaffen. Damit geht der Ladevorgang zuhause nicht nur fünfmal schneller vonstatten, sondern ist zudem auch deutlich sicherer. Besonders praktisch: Die KfW fördert jede private Wallbox aktuell mit 900 Euro. Günstige Wallboxen gibt es deshalb quasi geschenkt.

Gemeinsam mit der eMobile Academy haben wir uns die Wallbox-Auswahl auf dem Markt einmal angesehen und erklären, was es bei der KfW-Förderung zu beachten gibt.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
QualitätsmonsterGut vernetztFürs MehrfamilienhausZwei Anschlüsse
Stromtankstelle für Zuhause Test: Bildschirmfoto 2021 09 03 Um 16.04.31Stromtankstelle für Zuhause Test: Bildschirmfoto 2021 09 03 Um 16.07.41Stromtankstelle für Zuhause Test: Bildschirmfoto 2021 09 03 Um 16.07.59Test Stromtankstelle für Zuhause: ABL eMH3 3W2214
Modell ABL eMH1 1W1101 Vestel EVC04-AC11A-T2P2 KEBA KeContact P30 x-series ABL eMH3 3W2214
Pro
  • Förderungsberechtigt
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Modularer Aufbau
  • Einfache Handhabung
  • Zuverlässig
  • Förderungsberechtigt
  • Viele Funktionen
  • Clevere Kabel­aufhängung
  • Drei RFID-Karten im Liefer­umfang
  • Förderungs­berechtigt
  • Robust
  • Zuverlässig
  • Ladeanzeige
  • Ideal für Haus­gemeinschaften
  • Förderungsberechtigt
  • Schick
  • Smarte Zusatz­funktionen
  • Internes Last­management
Contra
  • Wenig Zusatz­funktionen
  • Keine Kabel­halterung
  • Relativ groß
  • Vergleichsweise teuer
  • Teuer
  • Für kleine Garagen über­dimensioniert
Bester Preis
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Qualitätsmonster: ABL eMH1 1W1101

Qualitätsmonster

ABL eMH1 1W1101

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Sie sieht unscheinbar aus, aber die eMH1 1W1101 ist die perfekte Wallbox für den Otto-Normal-Lader.

Das bayerische Unternehmen ABL ist von Anfang an mit dabei im Wallbox-Geschäft – und das sind nun schon immerhin zehn Jahre. Während dieser Zeit hat sich ABL zunehmend den Ruf eines Qualitätsherstellers erarbeitet, was unter anderem an der eMH1-Baureihe liegt.

Zwar ist die ABL-Wallbox mittlerweile schon einige Zeit auf dem Markt, sie ist aber nach wie vor eine der beliebtesten Wallboxen. Optisch macht sie mit ihrem soliden Kunststoffgehäuse einen aufgeräumten Eindruck. Sie ist nach IP54 bestens gegen Spritzwasser und Staub geschützt, was sie nicht nur für den Einsatz in der Garage, sondern auch für Draußen, geeignet macht.

Geschätzt wird sie aber nicht nur wegen ihrer Robustheit, sondern auch wegen ihrer Zuverlässigkeit und kinderleichter Handhabung. Das alles sorgt dafür, dass die ABL hervorragend für den Alltag geeignet ist. Zwar gibt es die Wallbox in unterschiedlichen Varianten, wir haben uns für die Variante mit fest verbautem Kabel und 11 kW Leistung entschieden. So muss man die Wallbox nicht vom Netzbetreiber genehmigen lassen.

Wallbox Test: Abl
Diese Tiefgarage ist mit mehreren ABL-Wallboxen versehen.

Mit dem sechs Meter langen Ladekabel der ABL ist man flexibel genug aufgestellt, um quasi jede Stelle in der Garage erreichen zu können. Das erscheint im ersten Moment vielleicht ein wenig unnütz, allerdings ist man so für die Zukunft besser aufgestellt, schließlich ist nicht bei jedem  Elektroauto der Anschluss zum Laden an der selben Stelle.

Auch beim Montieren hat die ABL einen großen Vorteil: Weil die Stromzuleitungen sowohl von unten als auch von hinten ins Wallbox-Innere verlegt werden können, hat man beim Montieren derselben deutlich mehr Möglichkeiten. Ein weiterer Vorteil ist der modulare Aufbau der Wallbox. Damit können defekte Teile schnell und einfach ausgetauscht werden.

Abstriche muss man bei der Kabelaufbewahrung in Kauf nehmen, denn eine Halterung gibt es hier standardmäßig nicht dazu. Es gibt allerdings die Möglichkeit, eine Montageplatte des Herstellers zu erwerben, bei der eine entsprechende Halterung mit an Bord ist. Was bei der ABL eMh1 hingegen fehlt, ist die Möglichkeit, sie in ein Backend-System zu integrieren. Wer also vom Smartphone aus auf seine Wallbox zugreifen will, der sollte sich besser nach einer Alternative umsehen.

Gut vernetzt: Vestel EVC04-AC11A-T2P2

Gut vernetzt

Vestel EVC04-AC11A-T2P2

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Ausstattung und Leistung der Vestel-Wallbox können sich sehen lassen.

Ebenfalls mit einer Leistung von 11 kW, aber auch mit jeder Menge smarter technischer Extras gespickt, kommt die Vestel EVC04-AC11A-T2P2 daher. Sie spricht vor allem die Fraktion der Elektroauto-Fahrer an, die gerne auch vom Handy aus einen Blick auf den Ladevorgang werfen.

Auch hier haben wir uns für die Variante mit 11 kW Leistung entschieden. Für den Alltag ist das mehr als genug Leistung, um das Elektroauto zügig volltanken zu können. Übrigens: Wer eine Wallbox bevorzugt, die mit vielen Schnittstellen, vor allem, was die drahtlose Kommunikation anbelangt, daherkommt, der sollte im Vestel-Universum auf die Buchstabenkombination »SW« achten. Damit ist man in puncto drahtlose Kommunikation auf der sicheren Seite.

Wallbox Test: Vestel Evc04 Ac11a T2p2
Die Wallbox von Vestel.

Die Vestel-Wallbox wiegt 8,9 Kg und ist mit 31,5 x 46,0 x 13,5 Zentimetern nicht wirklich klein geraten. Besonders viel Mühe hat man sich bei der App »Vestel Drive Green« gegeben. Mit der ist es beispielsweise möglich, das Laden zu kontrollieren, oder auf den ebenfalls verbauten Energiezähler zuzugreifen.

Weil die Vestel auch OCPP (1.6) beherrscht und mit einer RFID-Schnittstelle vor Fremdzugriffen gut geschützt ist, ist sie auch für den Einsatz in einer Hausgemeinschaft gut zu gebrauchen. Praktisch: Drei RFID-Karten sind im Lieferumfang mit dabei. Wem das zu wenig ist, der kann auch mithilfe der App Ladefreigaben verteilen. Vermisst haben wir hier lediglich einen MID-Zähler. Der ist aber, dank der verbauten RS485-Schnittstelle, nachrüstbar, wenn man ihn wirklich einmal brauchen sollte.

Wie schon die Wallbox von ABL ist auch die Vestel nach IP54 gegen Spritzwasser und Staub geschützt. Somit kann man also auch die Vestel bedenkenlos im Feien aufstellen. Ein letztes Pro-Argument findet man bei der Vestel in Form der Bauform. Die ist nämlich so gestaltet, dass man das Ladekabel daran ganz einfach aufwickeln kann – praktisch.

Fürs Mehrfamilienhaus: Keba KeContact P30 x-series

Fürs Mehrfamilienhaus

KEBA KeContact P30 x-series

Stromtankstelle für Zuhause Test: Bildschirmfoto 2021 09 03 Um 16.07.59
Die Keba-Wallbox ist umfangreich ausgestattet und bietet einen einfachen Weg, sein eigenes Lastmanagement aufzubauen.

Die KeContact P30 x-series von Keba macht einen unscheinbaren Eindruck. Dabei ist die Wallbox rundum gut ausgestattet und spielt ihre Stärken vor allem da aus, wo mehrere Wallboxen zusammengeschlossen werden, beispielsweise in Hausgemeinschaften.

Wie bei vielen anderen Wallboxen, kann man auch bei Keba wählen, ob man ein fest verbautes Ladekabel möchte. Im Zweifel sollte man hier zur Sechs-Meter-Variante greifen, so wird man auch in Zukunft keine Anschlussproblem, beispielsweise weil das Kabel zu kurz ist, um die Ladebuchse des neuen Elektroautos zu erreichen, haben.

Auf der Vorderseite der Wallbox findet man eine Ladestatus-Anzeige, die Grün leuchtet. Wer eine Photovoltaik-Anlage sein Eigen nennt, wird sich über die Möglichkeit freuen, dass sich die Keba-Wallbox mit dieser perfekt abstimmen lässt. Im Alltag kann das eine Menge Geld sparen.

Ein großer Vorteil der X-Serie ist die mögliche Integration als Master in ein Lastmanagement. Damit hat man die Möglichkeit über die Stromversorgung der übrigen Ladepunkte zu entscheiden. Wer nur ein Slave-Lastmanagement braucht, der kann übrigens auch zur C-Serie greifen.

Wallbox Test: Keba
Die Wallbox von Keba kommt ohne Schnickschnack aus.

Dass wir bei der Keba zur Variante mit 22 kW Leistung raten, ist den deutlich umfangreicheren Konfigurationsmöglichkeiten dieser Variante geschuldet. Hier bleiben nahezu keine (Ausstattungs-) Wünsche offen und die Lieferzeit ist verhältnismäßig kurz.

Verzichten muss man hier allerdings auf eine Authentifizierungsmöglichkeit via RFID. Die kann man aber, wenn man sie wirklich braucht, nachrüsten. Weil die Keba-Wallbox auch über eine UDP-Schnittstelle verfügt, ist sie, zumindest bis zu einem gewissen Grad smart-home-fähig, indem man beispielsweise Informationen rund um den Status abrufen kann. Wer also eine Wallbox mit vielen Konfigurationsmöglichkeiten sucht, ist mit der Keba P30 bestens bedient.

Zwei Anschlüsse: ABL eMH3 3W2214

Zwei Anschlüsse

ABL eMH3 3W2214

Test Stromtankstelle für Zuhause: ABL eMH3 3W2214
Die leistungsstarke Wallbox des bayerischen Traditionsherstellers lässt kaum Wünsche offen.

Die eMH3 3W2214 stammt vom Hersteller ABL und ist mit sämtlichen Schikanen der Wallbox-Technik ausgestattet. Das hat zwar seinen Preis, man darf jedoch nicht vergessen, dass dieses Modell zwei Ladepunkte verfügt und dementsprechend auch nicht mit 900, sondern mit 1.800 Euro gefördert wird.

Wer eine Doppelgarage besitzt, sollte nun ganz genau hinsehen, denn mit den beiden Ladepunkten der eMH3 3W2214 kann man zwei Autos in der Garage laden – zeitgleich. Aktuell dürften die Wenigsten zwar zwei Elektroautos besitzen, falls es aber doch einmal soweit ist, ist es schön zu wissen, dass man in der Garage bereits entsprechend vorgesorgt hat. Um in den Genuss der Förderung zu kommen muss man die Wallbox allerdings noch auf 11 kW Leistung drosseln.

Trotz ihrer enormen Leistungsfähigkeit, ist sie mit Maßen von 40,0 x 49,2 x 19,2 cm nicht fürchterlich groß geraten. Zudem ist sie gegen Spritzwasser und Staub laut IP54 gut geschützt. Ebenso gut geschützt ist sie vor den unberechtigten Zugriffen Dritter, denn Strom fließt bei dieser ABL – sofern man das denn möchte – nur dann, wenn man die entsprechende RFID-Karte besitzt. Wer keine solche Karte hat, bekommt auch keinen Strom.

Wallbox Test: Abl Emh3 3w2214
Schick: die Baureihe eMH3 von ABL.

Wer die Zugangskontrolle nicht braucht, weil beispielsweise sowieso nur ein ausgewählter Personenkreis Zugang zur Wallbox hat, der kann die Funktion natürlich auch deaktivieren. Weil ein DC-Fehlerstromsensor mit an Bord ist, kann die Stromzufuhr im Bedarfsfall in wenigen Millisekunden gekappt werden.

Die ABL-Wallbox richtet sich in erster Linie an all jene, denen ein Ladepunkt nicht reicht und die in puncto Ausstattung lieber zu viel als zu wenig haben. Wer sich zu dieser Kategorie zählt, kann hier bedenkenlos zugreifen, schließlich gibt es hier auch die doppelte Förderung: 1.800 Euro.

Was gibt es sonst noch?

Die Wallbox von Heidelberg bewegt sich, was Qualität, Leistung und Ausstattung anbelangt, auf demselben Niveau der ABL. Gefallen hat uns hier auch die Möglichkeit, das Kabel um die Wallbox herum aufzuwickeln, wie wir es schon von der Vestel kennen. Leider muss man hier auf den TCP Modbus verzichten und auch beim Web-Interface wurde der Rotstift angesetzt.

Die Electrify eBox wr30-R Base von Hesotec sieht mit ihrer Edelstahl-Hülle deutlich eleganter aus als der Rest und auch sonst weiß die Ladelösung zu gefallen, denn auch bei der Ausstattung braucht sie sich keinesfalls hinter den anderen Mitbewerbern zu verstecken. Einziges Manko ist hier der vergleichsweise hohe Preis.

Die VW-Wallbox gibt es in drei verschiedenen Ausbaustufen, wir haben uns die mittlere, »Connect« genannte, Ausbaustufe einmal genauer angesehen. Die ist mit allem ausgestattet, was das smartphoneaffine Ladeherz begehrt, selbst LTE beherrscht die Wallbox. Weil die zahlreichen Schnittstellen in der Praxis aber kaum jemand wirklich braucht, hat es in unserem Vergleich nicht zur Empfehlung gereicht.

Die Evlink Wallbox G4 Smart 22kW T2-Kabel von Schneider Electric wird vor einer weißen Garagenwand nahezu unsichtbar. Praktisch finden wir, dass das fest verbaute Kabel seitlich herausgeführt wird. Um die KfW-Förderung zu erhalten, muss man die Wallbox von 22 auf 11 kW drosseln lassen. In Anbetracht der restlichen Ausstattung erscheint der von Schneider Electric aufgerufene Preis aus unserer Sicht jedoch recht ambitioniert.

Wissenswertes über Wallboxen

Um Zuschuss 440, also die KfW Wallbox-Förderung zu erhalten, muss man ein paar Dinge beachten. Generell wird nicht nur die Wallbox gefördert, sondern auch die Montage derselben. Das sollte man in jedem Fall einen Installateur machen lassen. Nicht nur, weil bei solch enormen Stromstärken, wie sie bei der Wallbox anliegen, Gefahr für Leib und Leben herrscht, sondern auch, weil die Montage durch einen Fachmann nötig ist, um förderungsberechtigt zu sein. Hierfür qualifizierte Monteure findet man übrigenshier.

Vor der Installation

Bevor es zur Wallbox-Montage kommt, sollte man zunächst einmal den Hausanschluss prüfen. Weil der Anschlusswert einer Wallbox auf dem Niveau eines Einfamilienhauses liegt, muss gewährleistet sein, dass der Hausanschluss mit dem Mehr an Leistung zurechtkommt. Ebenso sollte man einen Blick auf die Kabel werfen, denn wenn der Kabelquerschnitt nicht ausreichend ist, kommen Folgekosten für den Austausch der Stromleitungen auf den Wallbox-Besitzer in spe zu.

Je nach dem wie leistungsstark die Wunsch-Wallbox sein soll, ist es entweder nötig diese beim Netzbetreiber nur anzumelden (bis 11kW) oder aber es muss eine zusätzliche Genehmigung eingeholt und dem Netzbetreiber zugesendet werden. An dieser Stelle ist es wichtig zu wissen, dass Netzbetreiber und Stromanbieter nicht dasselbe sind.

Ein wichtiges Förderungskriterium ist ferner, dass die Wallbox mit einem Lademanagementsystem ausgestattet ist, das über eine sogenannte intelligente Steuerung verfügt. So kann die Wallbox mit anderen am Stromnetz angeschlossenen Komponenten kommunizieren und ihre Ladeleistung entsprechend den aktuellen Gegebenheiten anpassen.

Wallbox Test: Wallbox
Eine Wallbox ist perfekt für das Laden Zuhause.

Nicht weniger wichtig: der Fehlerstromschutz. Ist der nicht mit an Bord, muss er vom Elektriker nachgerüstet werden. Das kostet Zeit und Geld. Um ganz konkret zu wissen, ob die eigene Wallbox förderungsberechtigt ist, gibt es hier eine Liste der KfW.

Kriterien der Wallbox-Förderung

Die KfW-Förderung ist für Wohnungseigentümer, Mieter, Vermieter und Wohnungseigentümergemeinschaften gedacht. Nicht förderungsberechtigt sind deshalb Unternehmen, die nicht zugleich auch noch Vermieter sind. Ebenso werden bei diesem Förderprogramm öffentliche Ladesäulen übergangen. Zudem gilt es noch folgende Förder-Kriterien zu beachten:

  • Die Förderung ist auf Wallboxen mit maximal 11 kW Leistung beschränkt.
  • Der Strom, mit dem die Wallbox betrieben wird, muss aus erneuerbaren Energien stammen.
  • Wallboxen können nicht gefördert werden, wenn sie im Zuge eines Neubaus mit angeschlossen werden.
  • Die Summe aus Installations- und Anschaffungskosten muss wenigstens 900 Euro betragen, da es sich hier um einen Schwellenbetrag handelt.
  • Jeder Ladepunkt wird mit 900 Euro gefördert. Verfügt eine Wallbox über mehrere Ladepunkte, wird jeder davon mit 900 Euro bezuschusst.

22 oder 11 Kilowatt: die richtige Leistung

Der Großteil an Wallboxen auf dem Markt wird mit 11 oder 22 kW Leistung angeboten. Weil nur die leistungsschwächeren 11-kW-Modelle förderungsberechtigt sind, muss, wer sich für die 22-kW-Variante entscheidet, diese auf 11 kW Leistung drosseln, um die 900 Euro Förderung zu erhalten. Leistungstechnisch sollte eine 11-kW-Wallbox in jedem Fall ausreichen. Eine Batterie, beispielsweise die in Volkswagens ID.3 verbaute mit 58 kWh Kapazität, bekommt man damit in etwas mehr als fünf Stunden wieder voll.

Das sollte in den meisten Fällen völlig ausreichend sein, aktuell gibt es sowieso kaum ein Elektroauto, das die Leistung einer 22-kW-Wallbox überhaupt ausschöpfen kann.

Öffentliche Ladesäulen schaffen teils 150 kW Leistung. Das liegt daran, dass hier nicht mit Wechsel-, sondern mit Gleichstrom geladen wird. Gleichstrom ist für den Akku deutlich besser zu handhaben und es kann entsprechend schneller aufgeladen werden.

Welchen Stecker brauche ich für meine Wallbox?

Die meisten Elektroautos sind mittlerweile mit einem Typ-2-Stecker ausgestattet. Entscheidet man sich also für eine Wallbox mit fest montiertem Stecker, muss man also in der Regel zu diesem Stecker-Typ greifen. Eine Ausnahme bilden ältere Elektroautos wie beispielsweise der alte Nissan Leaf. Wer sich unsicher ist, sollte einen Blick ins Handbuch des eigenen Stromers werfen.

RFID

Um die Wallbox vor unberechtigten Zugriffen zu schützen, kann man sie mit RFID ausstatten. Um das Elektroauto dann laden zu können, muss man im Besitz der entsprechenden RFID-Karte sein. Ist eine Wallbox mit einem derartigen System ausgestattet, sind in der Regel auch die RFID-Karten im Lieferumfang enthalten.

Lastmanagementsystem

Werden mehrere E-Autos unter einem Dach geladen, muss auch das Lastmanagement ins Auge gefasst werden, denn die Strom-Infrastruktur wird mit zu viel Last auf einmal nur schwer fertig. Um dem StromKollaps entgegenzuwirken, sorgt ein Lastmanagementsystem dafür, dass die zur Verfügung stehende Strommenge unter den E-Autos aufgeteilt wird.

OCPP

Bei OCPP (Open Charge Point Protocol) handelt es sich um ein offenes und standardisiertes Protokoll, das die Kommunikation zwischen Zentralsystem und Ladestation sicherstellt. Im Netzgebiet Hamburg ist das beispielsweise bereits ein Pflichtstandard. Damit ist es möglich, dass Wallboxen verschiedener Hersteller von einem einzigen Lastmanagementsystem verwaltet werden.

MID-Zähler

Ein MID-Zähler ist im Idealfall eichrechtskonform und gibt Auskunft über die exakte Strommenge, die auf den Weg Richtung Fahrzeugbatterie gebracht wurde. Er ist vor allem für Besitzer eines elektrifizierten Firmenwagens nützlich, hat man sich mit seinem Arbeitgeber nicht sowieso auf eine Stromkostenpauschale geeinigt.

Kabel

Ob man sich für ein fest verbautes Kabel entscheidet, ist letztlich Geschmackssache. Unserer Meinung nach ist die fest montierte Lösung jedoch deutlich komfortabler und überwiegt somit den Nachteil, dass man, sollte das Kabel doch einmal kaputt gehen, den Austausch nur von einem Fachmann durchführen lassen kann.

Wallbox Test: Emh1 Kabel Hand
Die Kabelfrage ist letztlich Geschmackssache.

Günstige Wallboxen meiden

Weil eine Wallbox ein sicherheitsrelevantes Bauteil ist, sollte man hier besser zu einem qualitativ hochwertigen Markenprodukt greifen. Wer sich beim Thema Wallbox-Marken nicht gut auskennt, kann einen Blick in diese Liste werfen. Generell gilt, dass man um Wallboxen, die weniger als 500 Euro kosten, besser einen Bogen machen sollte. Mit Wallboxen der Hersteller KEBA, ABL oder Webasto kann man in der Regel aber nicht viel falsch machen. Entgegen der landläufigen Meinung, ist übrigens nicht die Wallbox die beste, die möglichst viele Funktionen in sich vereint. Besser ist es, eine Wallbox zu besitzen, die gerade soviel kann, wie man im Alltag braucht.

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