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Wagenheber im Test : Starke Sache

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Veröffentlicht 18.12.2020

Will man sich einen Wagenheber anschaffen, sollte man darauf achten, dass er für das eigene Fahrzeug geeignet ist und sich mit ihm sicher arbeiten lässt. Zur Wahl stehen viele verschiedene Varianten. Wir haben 16 Modelle getestet.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Im Spätherbst müssen die Winterreifen montiert werden und im Frühjahr kommen sie wieder runter. Wer dafür nicht jedes Mal in eine Werkstatt fahren will und stattdessen seine Reifen selbst wechselt, der braucht einen Wagenheber.

Ein Wagenheber ist aber nicht nur für den Reifenwechsel zu gebrauchen, sondern auch praktisch, um andere Teile des Autos einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen. Wir haben 16 Modelle getestet, vom sperrigen Rangierwagenheber zum kleinen Scherenwagenheber.

Allrounder: BGS 2889

Allrounder

BGS 2889 Rangier-Wagenheber 2,5 t

Test: Bgs 2889 Rangier Wagenheber 2,5 T
So macht der nächste Boxenstopp Spaß: Mit dem BGS 2889 ist selbst das Anheben schwerer Fahrzeuge ein Kinderspiel.

Mit einer Länge von 64 Zentimetern und einer Breite von 28,5 Zentimetern ist der BGS 2889 alles andere als schmächtig, aber dennoch handlich genug, um im Garagen-Regal verstaut werden zu können. Seine Hebelstange ist 1,2 Meter lang und besteht aus zwei Teilen, die ineinander gesteckt sind.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Bgs2889 Räder
Der 2889 von BGS rollt auf silbernen Rädern.

Der 2889 besteht aus Stahl und Aluminium, was ihn robust und stabil macht. Der hochwertige Eindruck wird von der Doppelhubkolben-Mechanik zusätzlich unterstrichen. Weil der Wagenheber von BGS verschraubt ist, kann man ihn zum Reparieren zerlegen. Der 2889 macht durch sein Äußeres bereits deutlich, dass er für den stationären und nicht für den mobilen Einsatz konstruiert wurde.

Auf seinen Metallrollen lässt er sich aber gut schieben, was auch daran liegt, dass zwei der vier Rollen drehbar gelagert sind und seine Monövrierfähigkeit so enorm erhöhen. Wer seinen Wagenheber auch mal tragen muss, der wird sich über die seitlich angebrachten Griffe freuen.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Bgs2889 Rolle
Eine der drehbaren Rollen des BGS.

Der BGS kann maximal 2,5 Tonnen anheben. Überrascht waren wir, dass er auch mit dem flachen Sportwagen bestens zurecht kam, was daran liegt, dass der Kraftprotz lediglich 10 Zentimeter hoch ist. Sein Hubteller kann sich bis zu 46 Zentimeter heben, was ihn auch für den Einsatz am SUV prädestiniert. Die Auflagefläche sorgt zusammen mit dem mitgelieferten Gummi dafür, dass man PKWs sicher anheben kann.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Bgs2889 Auto
Wenige Hubbewegungen reichen, um den Volvo aufzubocken.

Wenige Hubbewegungen reichen meist, um die Auflagefläche auf Arbeitshöhe zu bringen und auch die Standfestigkeit des Wagenhebers ist lobenswert. Der lange Hebel sorgt dafür, dass ihn auch größere Reifenmonteure bequem bedienen können. Eine leichte Linksdrehung der Stange reicht, um das aufgebockte Fahrzeug butterweich Richtung Boden gleiten zu lassen. Unterm Strich ist der BGS 2889 zwar teurer als die Konkurrenz im Testfeld, dafür bekommt man aber auch viel Qualität und einen hervorragenden Wagenheber.

Kraftprotz: Güde GRH 3/470

Kraftprotz

Güde Rangierwagenheber GRH 3/470

Test: Güde Rangierwagenheber Grh 3/470
Der Güde GRH 3/470 punktet durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist ein starker hydraulischer Rangierwagenheber.

Die 27,4 Kilogramm des Güde GRH 3/470 machen deutlich, dass es sich hier um einen ausgewachsenen Rangierwagenheber handelt. Das zeigt sich auch an seiner Belastbarkeit: Bis zu 3 Tonnen hebt das gute Stück.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Güde Grh3470
Die massive Verarbeitung des Güde schlägt sich auch auf sein Gewicht nieder.

Die Stahlkonstruktion des Wagenhebers macht einen äußerst stabilen Eindruck. Sein Pumparm ist aus zwei Teilen gefertigt, die sich jedoch sehr einfach zusammenstecken lassen. Dass er ein wenig Spiel hat, fällt nicht weiter negativ auf. Mit 11 Zentimetern Durchmesser ist der Lastteller angenehm breit. Im Lieferumfang ist zudem eine Gummiauflage für ihn mitgeliefert. Zwei der vier leichtgängigen Metallrollen des Güde lassen sich frei drehen (360 Grad). Beim Rangieren sollte man aber trotzdem darauf achten, dass sich die beiden nicht drehbaren Rollen nicht querstellen, da man die 27,4 Kilogramm des Wagenhebers sonst deutlich spürt. Mit 55 x 34 Zentimetern ist das Schwergewicht allerdings kompakt genug, um in jeder Garage verstaut werden zu können.

Dreht man die Griffstange des Wagenhebers nach rechts, wird der Hubteller, die entsprechenden Pumpbewegungen vorausgesetzt, nach oben gebracht. Nach rechts gedreht senkt man ihn hingegen langsam ab, wobei man hier sehr fein dosieren kann. Weder der flache Sportwagen noch der hohe SUV stellen den Wagenheber von Güde vor Probleme. Das liegt an seinem Hubbereich, der sich von 13 bis hin zu 46,5 Zentimetern erstreckt. Im Vergleich zum 2889 von BGS verlangt einem der Güde allerdings mehr Pumpbewegungen ab. Mit einer Länge von 96 Zentimetern müssen sich große Menschen zum Arbeiten außerdem ein wenig bücken. In Summe bekommt man hier einen echten Kraftprotz, mit sich sicher arbeiten lässt und der durch problemloses Handling überzeugt.

Günstig: Dunlop 2T

Günstig

Dunlop Hydraulischer Rangierwagenheber 2T

Test: Dunlop Hydraulischer Rangierwagenheber 2t
Zum entspannten Reifenwechseln reicht der Dunlop 2T locker aus – Verarbeitung und Hubleistung stimmen.

Keine Preise gefunden.

Der Dunlop 2T richtet sich an all jene, die einen Wagenheber nur zweimal im Jahr, nämlich zum Reifenwechsel im Frühjahr und Herbst, aus dem Garagen-Regal bemühen. Der Rangierwagenheber mit knallgelber Färbung ist neun Kilogramm schwer und in der Lage, zwei Tonnen zu wuchten. Für einen kinderleichten Transport sorgt der im Lieferumfang enthaltene Kunststoffgriff, der einfach links und rechts eingehakt wird. Für den Bodentransport ist der Wagenheber mit vier Metallrollen ausgestattet, zwei davon sind drehbar gelagert.

Im Lieferumfang des Dunlop ist eine Gummiauflage für den metallenen Hubteller enthalten. Die Hubhöhe des Wagenhebers beträgt zwischen 13,5 und 30,5 Zentimetern, was für den Großteil der Autos, unter anderem unseren Volvo, völlig ausreichend ist. Für einen sehr kompakten Wagenheber wie den 2T von Dunlop ist die Hubstange mit 67 Zentimetern überraschend lang, beim Arbeiten mit ihr spürt man allerdings ein deutliches Spiel.

Der 2T ist aus Stahl gefertigt und solide verarbeitet. Fahrzeuge schultert er ohne große Mühe. Im Vergleich zu den Wagenhebern von Güde und BGS muss man beim Dunlop aber mehr Kraft einsetzen und es sind wesentlich mehr Pumpbewegungen nötig, um den PKW nach oben zu hieven. Die Standfestigkeit des 2T ist völlig in Ordnung. Um den PKW herabzulassen, gibt es beim Dunlop eine Ventilschraube, die man am besten mithilfe eines breiten Schlitzschraubendrehers betätigt. So gelangt das Fahrzeug in einer moderaten Geschwindigkeit Richtung Boden. Wer auf der Suche nach einem zuverlässigen Helfer für den gelegentlichen Einsatz ist, der bekommt mit dem Dunlop 2T einen Wagenheber ohne große Schwächen.

Solide: Dunlop Scherenwagenheber

Solide

Dunlop Scherenwagenheber

Test: Dunlop Scherenwagenheber
Kompakt, leicht, preiswert: Wenn es unbedingt ein Scherenwagenheber sein soll, hat Dunlop ein passendes Modell im Sortiment.

Der Scherenwagenheber von Dunlop hat in unserem Test ebenso einen durchaus soliden Eindruck hinterlassen. Er ist für Fahrzeuge mit einer Bodenfreiheit zwischen 10,5 und 38 Zentimetern geeignet, seine Belastbarkeit ist auf 1,5 Tonnen limitiert. Für sehr große Autos mit gigantischen Felgen ist der Dunlop deshalb nicht die richtige Wahl.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Dunlop Scherenwagenheber
Der Scherenwagenheber mit seiner langen Kurbel macht einen stabilen Eindruck. Auf einen Gummipuffer muss man aber leider verzichten.

Weil die Kurbel zusammengesteckt werden kann, ist sie recht lang, der nötige Kraftaufwand beim Betätigen ist folglich gering. Was das Kurbeln anbelangt, so klappte das mit dem Mazda noch recht problemlos, während man sich beim Volvo mit seinen 2,2 Tonnen schon wesentlich mehr anstrengen musste. Die ersten Zentimeter bis zum Fahrzeugboden müssen beim Dunlop nicht mit der Kurbel zurückgelegt werden, sondern können einfach per Hand hochgedreht werden. Das geht blitzschnell und spielend einfach.

Zwar sind im Lieferumfang des Dunlop ein paar Handschuhe enthalten, auf einen Gummiteller muss man aber leider verzichten. Weil der Scherenwagenheber nur 10,5 Zentimeter hoch ist, kann man ihn auch für flache Autos wie den Mazda gut gebrauchen. Die maximale Höhe des Hubs ist 38 Zentimeter und damit auch für die meisten SUVs völlig ausreichend.

Ein großer Vorteil des Dunlop ist seine kompakte und leichte Bauart: Mit einer Länge von lediglich 42 Zentimetern und einem Gewicht von 2,5 Kilogramm passt er in nahezu jeden Kofferraum.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Dunlop Scherenwagenheber Auto
Mit entsprechend viel Kraftaufwand lässt sich auch der schwere Volvo mit dem Scherenwagenheber nach oben hieven.

Der Wagenheber wurde vom TÜV Rheinland geprüft und trägt zudem das GS-Zeichen. Zudem ist er nicht nur für den schnellen Gebrauch unterwegs geeignet, sondern auch für kleinere Fahrzeuge empfehlenswert. Das Reifenwechsel-Prozedere lässt sich mit dem Dunlop Scherenwagenheber ohne große Schwierigkeiten durchführen. Für schwere Fahrzeuge ist allerdings ein Rangierwagenheber empfehlenswerter.

Was gibt es sonst noch?

Der Verda 2,5T ist ein Rangierwagenheber, der einen Hubbereich zwischen 8 und 36 Zentimetern hat. Als besonders praktisch empfanden wir den im Lieferumfang enthaltenen Hubadapter, der dafür sorgt, dass man sich ein paar Pumpvorgänge spart, da die Aufnahmefläche damit nämlich ein paar Zentimeter erhöht wird. Um das Auto zu schonen, ist auch eine gummierte Einlage im Lieferumfang enthalten. Bedient man die Ventilschraube mit Gefühl, gleitet das Auto sanft herunter.

Der günstigste von uns getestete Wagenheber ist der 10008 von Unitec. Der Wagenheber wuchtet bis zu zwei Tonnen, ist für sehr flache Sportwägen mit seinen 13,5 Zentimetern aber vielleicht ein bisschen zu hoch. Mit einer maximalen Hubhöhe von lediglich 34,2 Zentimetern fällt er für große SUVs ein wenig niedrig aus, den Volvo bekamen wir damit allerdings aufgebockt. Mithilfe der hydraulischen Unterstützung gelang uns das auch ohne viel Kraftaufwand. Vermisst haben wir allerdings eine gummierte Auflagefläche.

Der 10024 von Cartrend ist ein recht massiver Wagenheber, der bis zu 2,5 Tonnen heben kann und mit einer maximalen Hubhöhe von 53 Zentimetern ideal für SUVs geeignet ist. Weil der Wagenheber umgekehrt nur für Autos mit einer Bodenhöhe von 15 Zentimetern oder mehr geeignet ist, kann man ihn für flache Sportwägen nur bedingt empfehlen. Zwar fehlt im Lieferumfang eine Gummiunterlage, der 9 Zentimeter große Höhenadapter entschädigt dafür jedoch halbwegs.

Der Name »Goodyear« steht eigentlich für Qualität, vom GOD1252 kann man das allerdings nicht behaupten. Zwar ist der Wagenheber eigentlich in der Lage, bis zu 1,5 Tonnen zu heben, unser knapp eine Tonne schwerer Mazda zog jedoch schon einen langen Kampf zwischen Mensch und Wagenheber nach sich, bei dem sich die Kurbel als sehr schwergängig herausstellte. Lobenswert hingegen ist die große Gummiauflage des Wagenhebers sowie seine Hubhöhe, die bei 11,5 Zentimetern beginnt und erst bei 39 Zentimetern endet.

Wissenswertes über Wagenheber

Wagenheber ist nicht gleich Wagenheber, denn wie so oft gibt es auch her unterschiedliche Typen. Der Scherenwagenheber zählt hier wohl zu den bekanntesten und gehört bei vielen Fahrzeugen zum »Lieferumfang«, was wohl auch daran liegt, dass es sich um das konzeptionell einfachste Modell handelt, das recht klein ist und wenig wiegt. Die Preise beginnen hier bei etwa 15 Euro.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Scherenwagenheber
Scherenwagenheber können einfach im Kofferraum verstaut werden, ihr Stand ist allerdings nicht besonders sicher.

Um die 1,5 Tonnen halten die Modelle aus, schwere SUVs kann man damit also nicht anheben. Beim Bedienen erfordern sie einiges an Kraft, denn hydraulisch unterstützt werden die rautenförmigen Modelle nicht. Im Vergleich zum Rangierwagenheber ist der Scherenwagenheber auch deutlich instabiler, weshalb wir in ihm mehr eine Notlösung sehen, um unterwegs eine Reifenpanne beheben zu können.

Rangierwagenheber sind deutlich massiver und schwerer, die Hydraulik sorgt mittels Öldruck dafür, dass das Hochbocken ohne nennenswerten Kraftaufwand funktioniert. Um das Auto wieder runter zu lassen, reicht es, das Ventil zu öffnen. Die Preise für Rangierwagenheber beginnen bei etwa 25 Euro, sehr hochwertige Modelle können aber auch mit dem zehnfachen Preis zu Buche schlagen. Diese lassen sich nicht mehr ohne Weiteres transportieren, dafür sind manche Modelle in der Lage, vier Tonnen schwere Fahrzeuge zu stemmen. Sie sind besonders gut für SUVs und Autos mit relativ hoher Bodenfreiheit geeignet.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Rangierwagenheber
Mithilfe eines Rangierwagenhebers bekommt man schwere Fahrzeuge ohne großen Kraftaufwand angehoben.

Stempelwagenheber hingegen sind für alle interessant, denen es auf hohe Belastbarkeit ankommt, denn sie können bis zu 20 Tonnen in die Höhe wuchten. Diese Wagenheber arbeiten entweder pneumatisch (Luft), oder hydraulisch (Öl). Günstige Exemplare gibt es hier ab etwa 20 oder 30 Euro. Der Nachteil dieser Wagenheber ist in ihrer eingeschränkten Hubhöhe zu sehen. Zudem besitzen sie keine Standfläche, weshalb man mit ihnen sehr sorgfältig arbeiten muss, damit nichts umkippt.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Stempelwagenheber
Ein Stempelwagenheber hat zwar eine hohe Hubleistung, seine Standfläche ist allerdings recht klein.

Ein weiterer Typ sind die sogenannten Ballon- bzw. Luftkissenwagenheber. Sie sind aus einer Art Kunststoffsack und werden unter dem Auto platziert. Dann befestigt man am Auspuff einen Schlauch, der die Abgase in den Sack pumpt. Das klappt zwar ohne eigene Kraftanstrengung, man muss allerdings aufpassen, dass das Auto nicht herunterrutscht. Hier ist eine extra Absicherung empfehlenswert, da solche Modelle bis zu drei Tonnen schwere Autos heben können. Hubhöhen von 50 Zentimetern sind mit solchen Modellen durchaus möglich. Preislich bewegen sich solche Wagenheber zwischen 60 und 150 Euro.

Worauf man beim Einsatz eines Wagenhebers achten sollte

Das Wichtigste ist, dass man den Wagenheber an der richtigen Stelle platziert, da das Fahrzeug sonst beschädigt werden kann. Hier hilft in den meisten Fällen die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs weiter. Nicht minder wichtig ist, dass man Auto und Wagenheber auf einer ebenen Fläche positioniert, der kleinstmögliche Gang eingelegt (Automatik: »P«) und die Handbremse angezogen ist. Man sollte das Fahrzeug niemals höher aufbocken als nötig und dabei eine Gummiauflage verwenden.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Tipps
Bevor das Fahrzeug angehoben wird, sollte man einen Blick ins Bordbuch werfen.

Sofern der Rangierwagenheber über eine hydraulische Unterstützung verfügt, sollte man beim Herunterlassen des Fahrzeugs darauf achten, eine gewisse Sorgfalt walten zu lassen. Rauscht das Auto zu schnell nach unten, drohen Schäden am Fahrzeug und am Reifenwechsler. Ventile, die mittels Hubstange angesteuert werden können, sind meist recht feinfühlig dosierbar und deshalb zu bevorzugen.

Wagenheber Test: Wagenheber
Mit einer Gummiauflage vermeidet man Beschädigungen am Fahrzeug.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Die Wahl des richtigen Wagenheber ist von dessen Einsatzzweck abhängig. Während sich Stempel-, Luftkissen- und Scherenwagenheber für den mobilen Einsatz eignen, ist ein Rangierwagenheber wegen seiner Größe eher eine stationäre Lösung. Auch das Auto spielt bei der Wahl des Wagenhebers eine Rolle. Hierbei ist die Hublast sowie die maximale und minimale Hubhöhe von Interesse. Besitzer eines Sportwagens sollten aufpassen, dass auch der Wagenheber entsprechend flach ist. Umgekehrt sollten SUV-Besitzer die maximale Hubhöhe, sowie die angegebene Traglast des Wagenhebers im Auge haben. Für die meisten Autos sollte ein Modell mit 1,5 Tonnen Traglast ausreichend sein. GS-Zeichen, TÜV-Siegel oder CE-Kennzeichnung stellen sicher, dass man es mit einem Qualitätsprodukt zu tun hat.

So haben wir getestet

Im Test bekamen es die Wagenheber mit zwei verschiedenen Fahrzeugen zu tun: Einem Mazda MX-5 NA (Baujahr 1991), der lediglich eine Tonne wiegt und einem Volvo XC 90 (Baujahr 2019), der 2,2 Tonnen schwer ist. Mit dem SUV konnten wir gut die Hubhöhe der Testkandidaten vergleichen, während der flache Roadster eine möglichst flache Wagenheber-Konstruktion verlangt.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Gruppenbild
Unsere Testkandidaten.

Zudem haben wir das Gewicht, die Rangierbarkeit und die Verarbeitung der Wagenheber unter die Lupe genommen. Auch der nötige Kraftaufwand, um die Autos aufgebockt zu bekommen, spielte beim Test eine Rolle. Zudem war uns wichtig, wie dosiert man das Fahrzeug wieder herunterlassen kann.

Wagenheber Test: Wagenhebertest Juli2020 Mazda
Die Bodenfreiheit des Mazda MX-5 ist im Vergleich zum Volvo deutlich geringer.

Auch die mitgelieferte Gummiauflage wurde von uns getestet. Im Mittelpunkt unseres Interesses stand dabei die Frage, ob sich nach dem Benutzen des Wagenhebers Kratzer am PKW finden lassen.

 

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