Test: Beste Warmluftbürste Test Erfahrung Aufsätze

Warmluftbürsten im Test : Wie frisch vom Friseur

von
Veröffentlicht 01.02.2021

Haare wie frisch vom Friseur – das ist mit einer guten Warmluftbürste möglich. Ähnlich wie bei einem professionellen Salon Blow-Out wird hier das Haar mit einer Kombination aus Bürste und Haartrockner gestylt. Dadurch entsteht auch Zuhause ein glänzender, wohlgeformter Look.

Magi Kusak
Magi Kusak
ist Beauty-Bloggerin und betreibt auf YouTube den ältesten deutschsprachigen Beauty Channel MagiMania. Dort teilt sie ihre Begeisterung für Skincare und effektvolles Makeup mit ihrer Community.

Je nach Haartyp eignen sich unterschiedliche Warmluftbürsten, um das optimale Ergebnis zu erzielen. Einige Hersteller bieten sogar so durchdachte Aufsätze, dass der Styling-Föhn universell einsetzbar ist.

Der Schwerpunkt bei der Bewertung der 9 Warmluftbürsten lag auf einer zuverlässigen, möglichst schnellen Trocknung und einem geschmeidigem Ergebnis ohne fliegende Haare. Das Haar sollte dabei nicht unnötig durch Einklemmen, Reißen, Überdehnen oder zu starker Hitze strapaziert werden.

Zudem ist eine gute Haptik bei nicht zu schwerem Gewicht wünschenswert, ebenso wie ein moderater Lärmpegel und durchdachte Zubehör. Auch ein sinnvolle Anordnung der Bedienknöpfe sowie Details wie eine Aufhängöse bereichern langfristig die Anwendung. Wir haben 9 Warmluftbürsten getestet.

Gute Preis-Leistung: BaByliss Air Style 1000

Gute Preis-Leistung

BaByliss Air Style 1000

Der BaByliss Air Style 1000 überzeugt bei leicht krausem, dickem und auch bei glattem und feinem Haar. Zudem ist die Konzeption der Aufsätze gelungen und das Modell hat genügend Leistung, um auch viel Haar zu trocknen. Insgesamt bietet es von allen getesteten Geräten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Im Set sind vier verschiedenen Aufsätze enthalten: Der Haartrockneraufsatz pustet seitlich und bereitet die Haare für das nachfolgende Styling vor. Bei dichtem Haar eignet sich der Bürstenaufsatz am besten: Er trocknet und glättet gleichzeitig. Dabei bieten die Borsten genügend Widerstand, um die Haare zu entwirren, sie sind zudem aber auch so nachgiebig, dass sie keinen Schaden anrichten oder piksen.

Warmluftbürste Test: Babyliss Air Style 1000 Zubehör Aufsätze
BaByliss Air Style 1000 und die vier Aufsätze.

Für die Trocknung und fürs Ansatzvolumen von feinem Haar ist die Rundbürste gedacht. Die Bürste setzt sich aus einem großen Metallzylinder mit Luftschlitzen sowie einer Bürstenspirale zusammen. Diese besteht aus flexiblen, langen Borsten mit Kugelabschluss, die deutlich sanfter sind als die meisten verarbeiteten Borsten aus Nylon. Zudem ist in dem Set auch ein konischer Lockenstabaufsatz plus Schutzhandschuh dabei.

Die Aufsätze werden seitlich mit zwei Knöpfen gelöst und lassen sich so sehr leicht wechseln. Dabei stören sie nicht, werden nicht aus Versehen gedrückt und bieten zudem etwas Halt beim Styling.

Alle Teile haben eine hochwertige Verarbeitung, sind effektiv und angenehm in der Handhabung. Die Akzente aus Kupfer sind zwar ansprechend, jedoch werden sie durch die fehlende Beschichtung ziemlich heiß. Das Handstück aus glänzendem Plastik würde mit einem matten Finish und Kunststoff edler wirken und vermutlich auch das Betriebsgeräusch besser dämpfen. Jedoch ist das Modell dafür schön leicht.

Einzig die schmaler werdende Form des Handgriffs stört in der Handhabung, da man immer ein wenig oben rutscht. Durch den optimalen Widerstand des Schiebereglers schaltet man weder zufällig, noch wird der Wechsel erschwert. Die Anordnung ist jedoch nicht optimal, so schaltet man die BaByliss Air Style 1000 gelegentlich aus Versehen aus, wenn man eigentlich die Kühlfunktion einschalten möchte. Diese ist schnell zu spüren und kühlt deutlich ab, ist nicht lauwarm, sondern fühlt sich frisch an.

Luxuriös: Dyson Airwrap Complete

Luxuriös

Dyson Airwrap Complete

Test: Dyson Airwrap Complete
Schonendes Hair Styling der Zukunft mit raffinierten Features.

Das mit Abstand teuerste Gerät im Testfeld ist der Airwrap Complete von Dyson. Dafür bietet das Modell aber auch jede Menge an Technik und Zubehör. Benötigt man nicht jeden der acht Aufsätze, kann man für bestimmte Haartypen auch auf kleinere Airwrap-Sets zurückgreifen. Das getestete Set bietet zum Vortrocknen einen Haartrockenaufsatz. Vor dem Styling mit der Rundbürste, den Lockenaufsätzen oder den zwei unterschiedlichen Bürsten sollte das Haare leicht geföhnt, jedoch nicht völlig trocken sein.

Die Optik des Geräts hat eine schlichte Eleganz und ist unverkennbar Dyson. Der Hersteller ist vor allem bekannt für Staubsauger und das merkt man auch dem Airwrap an: Er funktioniert durch Verwirbelungen der Luft und geschickten Einsatz. Das bedeutet, das Gerät pustet mehr, daher wird für das Styling daher weniger Wärme benötigt. Das ist zum einen für die Haare schonender und verkürzt zudem die Trockenzeit.

Warmluftbürste Test: Dyson Airwrap Complete Hair Styler Set Zubehör
Dyson Airwrap Complete bietet acht Aufsätze für verschiedene Stylings.

Durch die besondere Technik klingt der Dyson anders als klassische Modelle. Grundsätzlich ist das Geräusch angenehmer, höher und homogener, auf der höchsten Stufe jedoch keineswegs leise. Beim Ausschalten kommt die Turbine augenblicklich zum Stillstand. Begeistert man sich für diese technischen Details, rechtfertigt dies die Investition in dieses Modell. Das Ergebnis unterscheidet sich zwar nicht besonders von dem der anderen Modelle, doch das Styling ist gelegentlich schneller, angenehmer und im besten Fall langfristig schonender.

Im Complete Kit funktionieren drei Aufsätze als Warmluftbürste: Zum einen zwei unterschiedlich feste Bürstenköpfe mit beweglichen Borsten. Zum anderen die Rundbürste mit nachgiebigen Borsten aus Nylon. Verglichen mit ähnlichen Geräten von Grundig und Philips hat der Aufsatz längere Borsten, die mehr nachgeben, weniger piksen und dickere Strähnen stylen können.

Die Aufsätze rasten problemlos ein, auf der Rückseite werden sie per Hebel wieder entriegelt. Man kann sie auch andersherum einsetzen.

Der Cool Shot ist positiv hervorzuheben: Er wird über den An- und Ausschalter aktiviert, die Kälte ist schnell zu spüren und auch tatsächlich kalt. Die Wärme und Intensität kann über zwei Schalter eingestellt werden. Das ist zwar zunächst etwas verwirrend, erweist sich aber als äußerst bequem und praxisnah. Im Gegensatz zu manch anderen Warmluftbürsten sind beim Airwrap auch die schwachen Modi hervorragend justiert.

Für dieses Modell sollte man nicht nur das richtige Budget, sondern zudem auch genügend Platz mitbringen: Das Gerät und auch das Kabel sind überdurchschnittlich lang und die Aufbewahrungsbox ist sehr klobig und groß. Das Kabel ist dick, mittig befindet sich ein Trafo. Dadurch hat das Netzteil doppelt so viel Volumen wie das Basisgerät. Der Korpus der Warmluftbürste ist zylindrisch und glatt, sodass man bei der Verwendung stets die Sorge hat, das Gerät könnte aus der Hand fallen – vor allem während man die Regler bedient.

Warmluftbürste Test: Dyson Airwrap Complete Hair Styler Set Box
Die Aufbewahrungsbox bedarf viel Platz.

Lockenstäbe basieren auf dem Prinzip des Coandă-Effekts: Die Strähne wird angelegt und wickelt sich dann wie von Zauberhand um den Aufsatz. In diesem Test geht es allerdings um Warmluftbürsten, daher wurde dieses Feature nicht eingehend getestet. Bei den schnurgeraden, lockenresistenten Haaren der Testerin sorgte der Dyson lediglich für ein paar Wellen. Für schweres, langes Haar sind außerdem einzelne Barrels erhältlich.

Es empfiehlt sich übrigens, die Website von Dyson zu durchstöbern. Hier gibt es zahlreiche Anwendungsvideos, die auch ohne den Airwrap Inspiration bieten.

Für alle Haartypen: Aibesser Warmluftbürste

Für alle Haartypen

Aibesser Warmluftbürste

Test: Aibesser Haartrockner Warmluftbürste
Bändigt Haarmähne und schafft elegantes Volumen.

Die Warmluftbürste von Aibesser ist in diversen Farben und baugleich auch von vielen verschiedenen Herstellern erhältlich. Das Besondere an diesem Modell ist der fest verbaute, sehr große und oval geformte Bürstenkopf mit zwei unterschiedlichen Borstenarten: Die längeren Plastikborsten schließen mit Kügelchen ab und werden von stumpfen Nylon-Borsten umzingelt. Die Borsten aus Plastik sind, nachgiebig, lang und angenehm. Diese Version pustet auch mehr und zudem effizienter mit intensiver Hitze.

Dank der großen Arbeitsfläche können viele Haare gleichzeitig erwärmt werden. Dadurch wird das Trocknen beschleunigt und das Glätten unterstützt. Dabei spannen die Borsten das Haar und bürstet es so glatt wie bei einem professionellen Blow Out. Dank des ovalen Querschnitts lässt sich die stärker gerundete Seite zudem für Ansatzvolumen oder eingedrehte Spitzen verwenden. Das funktioniert auch bei kürzerem Haar.

Die Haare sollten vor der Verwendung vorbereitet werden, mit krausen Strähnen oder Knoten kommt die Warmluftbürste nicht gut zurecht. Zudem sollte man es im besten Fall auch vortrocknen, da das Gerät klobig und schwer ist und es so ermüdend ist, es längere Zeit hochzuhalten. Am besten teilt man das Haar partieweise ab, da sich an der Rückseite des Kopfs schnell Strähnen verfangen können. So fanden sich in den dichten Borsten mehr abgebrochene oder herausgezogene Haare als bei den anderen Modellen.

Die Kühlfunktion befindet sich zwischen dem Aus-Schalter und den Arbeitsstufen und ist nicht so leicht zu »treffen«. So schaltet man das Gerät immer wieder erst aus, ehe die Funktion richtig einrastet. Jedoch bringt die Stufe auch nichts, denn auch nach mehreren Minuten ist es nur unwesentlich kühler. Die Kühlfunktion ist bei dieser Warmluftbürste aber auch nicht notwendig. Darüber hinaus hat dieses Modell die höchste Lautstärke im Testfeld und das Geräusch klingt zudem schriller als bei anderen Testgeräte.

Für kürzeres Haar: BaByliss Big Hair Dual

Für kürzeres Haar

BaByliss Big Hair Dual AS952E

Bei der Big Hair Dual von BaByliss handelt es sich um ein rotierendes Modell, das sich auf Knopfdruck nach links und rechts drehen lässt. Die beiden Aufsätze variieren nur im Durchmesser und werden mit einem Riegel befestigt. Die Aufsätze haben jeweils einen Plastik-Transportschutz, da die Borsten relativ weich und nachgiebig sind.

Bei diesem Modell arbeitet man mit den Borstenspitzen anstatt zwischen den Haarsträhnen. Diese lässt man gegen die Wuchsrichtung über den Ansatz streichen, sodass viel Volumen entsteht, das auch lange hält. Vor allem bei kürzerem Haar funktioniert das sehr gut: Das Modell wurde ebenfalls von einer anderen Testerin mit kurzen, sehr feinem Haar getestet – wonach sie sich gleich ein Exemplar gekauft hat.

Je länger die Haare, desto mehr Strähnen muss man abteilen, damit sich diese nicht im Rotor verfangen. Bei glattem Haar kann man neben Ansatzvolumen zudem die Spitzen ein wenig eindrehen. Bei dichtem, dicken, oder krausem Haar funktioniert dieses Modell nicht.

Diese Warmluftbürste ist auch in anderen Ausführungen mit weiteren Aufsätzen verfügbar. Das Zubehör sowie das Handstück mit Metallic-Finish sehen gut und hochwertig. Dadurch ist das Modell aber leider auch relativ schwer, dafür wird das Betriebsgeräusch jedoch angenehm gedämpft.

Der große Nachteil der Big Hair Dual ist der Borstenverschleiß: Mit der Zeit verbiegen sie sich, da sie relativ weich sind. Wird die Bürste auf vorgetrockneten Haaren verwendet, sollten die Borsten aber eine ganze Weile halten. Zudem lädt sich das Haar teilweise statisch auf.

Was gibt es sonst noch?

Der Volumen- und Lockenstyler von Grundig ist ein günstiges, leichtes Modell mit drei unterschiedlich großen Aufsätzen. Diese haben ein Keramikbeschichtung und haben eine starre Bürstenspirale mit recht kurzen Borsten. Feine Haarpartien werden mit diesem Konzept gut entwirrt. Zudem geben die Borsten am Haaransatz angenehm nach. Für dickes, dichtes Haar empfiehlt sich das Modell weniger. Die verschiedenen Aufsätze sind eher für verschiedene Köpfe als für unterschiedliche Stylings geeignet. Auf der mittleren Stufe pustet die Bürste nur wenig, dabei wird die Wärme nicht runtergedreht, daher wird der Aufsatz sehr heiß. Über einen einzelnen Knopf wird die Kühlfunktion aktiviert. Dieser muss durchgehend gedrückt werden und ist nach 20 bis 30 Sekunden nur lauwarm.

Die Aufsätze erscheinen durch die Keramikbeschichtung und den matten Kunststoff wertig. Bei dem glänzenden Handstück sieht es anders aus: Hier wirken die Schalter klapprig und die Luftdüsen laden dazu ein, sich die Haare zu verbrennen. Das Modell ist annähernd so laut wie die anderen Testgeräte, allerdings ist hier das Geräusch unangenehm und schrill. Zudem laden sich die Haare gelegentlich statisch auf. Dafür ist der Styler ziemlich preiswert. Wer lediglich feinerem Haar etwas Volumen geben möchte, liegt mit diesem Modell nicht daneben. Bei größeren Herausforderungen sind andere Modelle geeigneter.

Ein Klassiker, der bereits seit Jahren erhältlich ist, ist der Satin Hair 7 Airstyler von Braun. Allerdings könnte das Modell ein Update sowie bessere Aufsätze gut gebrauchen. Die Rundbürste entwirrt nicht gut, die piksenden, starren Borsten schmerzen an der Kopfhaut und die Reinigung der Bürste ist umständlich. Die Wärme ist im Verhältnis zur Föhnintensität ausgewogen. Bei einer durchschnittlichen Haardichte sollte sie effizient sein, aber bei sehr dicken Haaren reicht es zum Trocknen nicht.

Die Ionen-Technologie funktioniert auch bei fliegenden Haaren. Das Modell hat eine ordentliche Verarbeitung und Haptik. Der Cool-Shot-Knopf ist praktischerweise separat, allerdings rastet er nicht ein. Die Kühlung springt zwar augenblicklich spürbar an, doch ein effizienter Luftzug ist erst nach 20 bis 30 Sekunden zu spüren.

Auf den ersten Blick macht der Philips Essential Care Airstyler einen guten Eindruck: Das Modell hat eine gute Optik, bietet viele sinnvolle Aufsätze für verschiedene Stylings und für ein Markenmodell ist der Preis verlockend. Im Praxistest blieben aber ein paar Wünsche offen: Für dickes Haar reicht die Trockenleistung nicht aus. Beim Bürstenaufsatz scheint es, dass die Wärme nicht effizient umgeleitet wird. Der leichte Aufsatz ist hohl und balanciert das Gewicht nicht aus. Dafür wird die Rundbürste sehr heiß.

Dagegen ist die Kühlfunktion gut und ist in wenigen Minuten spürbar kühl. Leider pustet es nur gering. Das Modell ist leicht, die Details sind sauber verarbeitet. Obwohl die Optik gelungen ist, hat das Design nervige Mängel: Durch den schrägen Abschluss ist es nicht möglich, die Aufsätze aufrecht zu lagern. Der Lockenstabaufsatz reißt ab und zu auch ein Haar ab. Außerdem ist die Platzierung des Wechselknopfes etwas unglücklich, wodurch er beim Styling mehrmals abfiel, wenn man aus Versehen dagegen kommt.

Wissenswertes über Warmluftbürsten

Für wen eignet sich eine Warmluftbürste?

Eine Warmluftbürste ist für alle Haartypen geeignet, solange das Haar gesund ist und die Hitzebehandlung verträgt. Von der Verbindung von Haartrockner und Bürste kann man ab einer Kinnlänge profitieren. So kann eine Warmluftbürste »der bessere Föhn« sein, Haare schneller trocknen und dabei auch gleichmäßig bürsten. Glatten Haaren kann man den letzten Schliff verpassen, ohne den unnatürlichen Look eines Glätteisens. Und bei feinem und schütterem Haar kann man mit einer Warmluftbürsten Volumen zaubern. Durch die Zugkraft der Borsten wird gewelltes oder krauses Haar optisch »aufgeräumt«.

Bereits beim Trocknen kann man auf einen bestimmten Look hinarbeiten und gezielt Beach Waves platzieren. Mit einer gezielten Technik kann eine Warmluftbürste aus kinn- bis schulterlangen Haaren das Beste herausholen. Möchte man noch etwas länger etwas von dem Styling haben, kann man auf Trockenshampoo zurückgreifen.

Anwendung

Da eine Warmluftbürste einen Haartrockner ersetzen kann, wird sie auf gewaschenem, handtuchtrockenem Haar angewendet. Man sollte das Haar aber vorher mit Pflegeprodukten auf die Wärmebehandlung vorbereiten. Je dichter die Haare sind, desto eher sollte man sie vortrocknen – entweder an der Luft, mit einem Föhn oder dem mitgelieferten Föhnaufsatz.

Wichtig ist der Schutz der Haare vor der entstehenden Hitze: Dafür benötigt man nicht zwangsläufig ein explizites Hitze-Spray. Alle Styling-Produkte, die auf den Haaren einen Film hinterlassen, stellen so eine Barriere zwischen Haar und Tool her. Wie effektiv diese Barriere ist, hängt jeweils von Produkt, Applikation und Menge ab.

Bei dickerem Haar bietet sich ein Trockenöl auf Silikonbasis an, bei feinem Haar empfiehlt sich ein leichtes Haarspray, das auch zusätzlich Griffigkeit spendet. Sowohl Polymere als auch Silikone bilden einen schützenden Film. Zu pflanzlichen Produkten sollte man nur greifen, wenn der Hersteller eine Kombination mit Styling-Geräten empfiehlt, da viele Pflanzenöle bei hohen Temperaturen instabil werden.

Ansonsten lohnt es sich auch, Multi-Purpose-Produkte zu verwenden, da jedes zusätzliche Produkt das Haar beschwert, an den Borsten kleben bleibt und diese dadurch häufiger gereinigt werden müssen.

Die Anwendung wird effizienter und einfacher, wenn einzelne Partien mit Haarklemmen abgeteilt werden und man sich dann von unten nach oben vorarbeitet. Ist dies je nach Haarpracht zu viel Aufwand, kann man die Haare auch einfach so bearbeiten, als wenn man sie bürsten würde. Damit schöpft man das Potential des Stylings zwar nicht aus, es ist aber ein guter, praxisnaher Kompromiss.

Warmluftbürstenaufsätze

Je nach Marke ist die Auswahl an Aufsätzen sehr unterschiedlich, daher sollte man je nach Haartyp, -länge und Frisur das richtige Kit wählen. Dabei sollte man sich eher an Qualität und Formen und weniger an der Anzahl orientieren.

Für dickes Haar eignen sich Warmluftbürsten am besten, die die Form einer traditionellen Bürste mit parallel angeordneten, formstabilen und dicken Borsten haben und so das Volumen kontrollieren und das Haar zu glätten.

Für mehr Fülle bei feinem Haar eignen sich Rundbürsten für den Einsatz am Haaransatz besser. Dabei sollten die Borsten ein wenig nachgeben, damit sie auf der Kopfhaut angenehm sind und bei Widerständen keine Haare herausreißen. Beide Arten von Aufsätzen funktionieren aber grundsätzlich bei beiden Haartypen und häufig entscheidet auch die persönliche Styling-Vorliebe.

Zudem sollte man die Aufsätze nach der Anschaffung auf Pressnähte untersuchen und prüfen, ob sich in Schlitzen einzelne Haare verfangen könnten.

Ionen & statische Aufladung

Die meisten Warmluftbürsten haben mittlerweile eine Anti-Statik-Schicht (Turmalin, Keramik) oder sie »versprühen« negative Ionen. Dies wirkt positiv geladenen Haaren entgegen und beugt so fliegenden Haaren vor. Ob sich die Haare beim Styling statisch aufladen, hängt auch mit weiteren Faktoren wie Haarpflege, Styling-Produkten, Wetter oder Kleidung zusammen.

Erfahrungsgemäß funktionieren Modelle mit Ionen-Technologie zuverlässig gegen fliegendes Haar. Dagegen wirken anti-statische Beschichtungen schwächer oder maximal vorbeugend für die Anwendung.

Kühlfunktion – Cool Shot

Die meisten Modelle bieten einen Modus für das Abkühlen der Haare. Dadurch soll die neue Formgebung fixiert werden. Denn nach dem Styling sind die Haare sehr warm und durch ihr eigenes Gewicht könnte die neugewonnene Form nach unten gezogen werden und aushängen.

Allerdings schaffen es nur wenige Geräte, wirklich kühl zu werden. Oft dauert es auch zu lange, bis die gepustete Luft oder der Aufsatz abkühlt. Diese Funktion ist für Warmluftbürsten jedoch zweitrangig. Wer Locken oder Wellen stylt, kann diese nach dem Drehen auch mit einer Klammer fixieren.

So haben wir getestet

Die 9 Testgeräte wurden aus Empfehlungen und Bestsellern ausgewählt. Dabei handelt es sich meist um Sets mit Aufsätzen, die die Aufgabe einer Warmluftbürste erledigen und das Haar zugleich trocknen und glätten. Die Haare sollen gebändigt und nicht geglättet werden und danach homogen aussehen, geschwungen abschließen und im besten Fall glänzen.

Die Anwendung sollte möglichst leicht und effektiv sein und sollte nicht durch nervige Details belastet werden. Das Modell sollte angenehm in der Hand liegen und bequem zu bedienen sein. Wünschenswert ist auch ein praktisches Verstauen. Die Aufsätze sollten vor allem funktionell sein und die Bedürfnisse genau erfüllen.

Getestet wurden die Modelle von zwei Frauen mit sehr unterschiedlichem Haar, da sie sowohl auf dünnem, glatten, als auch auf dickem, dichten und leicht krausen Haar funktionieren sollten. Hierbei steht besonders ein möglichst kurze Anwendungsdauer im Vordergrund und dass widerspenstige Partien entwirrt werden. Im Test wurden kein Styling-Mittel verwendet.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.