Test: Munddusche Waterpik

Mundduschen im Test : Gründliche Zahnreinigung

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Update 28.08.2020

Mundduschen reinigen die Zähne gründlich und zugleich sanft. Es gibt sie sowohl als stationäre Geräte als auch als mobile Versionen. Einige lassen sich auch direkt an den Wasserhahn anschließen. Empfehlenswerte Modelle sind schon für unter 50 Euro zu haben.

Update 28. August 2020

Wir hatten acht weitere Mundduschen im Test. Die Waterpik Water Flosser WF-06 und die Panasonic EW1411 sind neue Empfehlungen.

Christian Lanzerath
Christian Lanzerath
schreibt als Technik-Journalist unter anderem für CHIP, Computer Bild, ITespress, ZDNet und eKitchen und testet regelmäßig IT-Produkte und Consumer Electronic.

Jeder hätte gern gesundes Zahnfleisch und gesunde Zähne. Dafür kommt man am täglichen, gründlichen Zähneputzen nicht vorbei. Trotz viel Sorgfalt und bester Putztechnik erreicht die Zahnbürste aber nicht jede Stelle im Mund. Gerade in den Zahnzwischenräumen finden sich schnell Rückzugsorte für Mundraum-Bakterien, die sich schnell vermehren und über längere Zeit Schäden anrichten. Deshalb sollte man bei jedem Putzen den Zwischenräumen besondere Beachtung widmen.

Ärzte empfehlen die tägliche Reinigung mit Interdentalbürsten oder mit Zahnseide. Viele Menschen tun sich allerdings mit diesen beiden Reinigungshilfen schwer. Eine passende Alternative kann eine Munddusche sein.

Mundduschen erzielen allerdings nicht so gute Putzergebnisse wie Zwischenraumbürsten oder Zahnseide. Gerade in den Zwischenräumen, wenn die Zähne eng aneinander stehen, kann schnell Karies entstehen. Eine Munddusche ersetzt also das Putzen mit Seide oder Dentalbürste nicht vollständig. Bevor die Zahnzwischenräume aber gar nicht gereinigt werden, ist eine Munddusche eine gute Lösung.

In Kronen, Brücken oder Zahnspangen kann sich Zahnseide verfangen, auch hier sind Mundduschen praktischer. Ecken und unerreichbare Winkel werden hier vorsichtig mit einem dünnen Wasserstrahl gereinigt.

Für empfindliche Zähne: Oral-B WaterJet

Für empfindliche Zähne

Oral-B WaterJet

Test Munddusche: Oral-B WaterJet
Die Düsen der Oral-B bieten zwei Reinigungsmodi: präzise und sanft.

Sollten Sie empfindliche Zähne haben, ist die Oral-B WaterJet die beste Wahl. Denn die stationäre Munddusche bietet zwei verschiedene Betriebsmodi: Drückt man die Düse in den Aufsatzkopf, sprüht sie mit geringem Wasserdruck und reinigt Zahnfleisch und Zähne mit einem leicht verwirbeltem Wasserstrahl. Drückt man Düse nicht ein, erhält man einen präzisen und recht feinen Druck-Strahl. Laut Hersteller wird dann mithilfe kleinerer Luftbläschen besonders gründlich gereinigt. Wir können das nur schwer beurteilen, waren aber mit dem Resultat sehr zufrieden.

Munddusche Test: Testsieger Hozin Dentale Aquarius.
Die verschiedenen Modi können durch Drücken des Düsenkopfes eingestellt werden.

Besonders einfach lässt sich der Tank der Munddusche einsetzen und herausnehmen. Bei anderen Modelle hakte es da hin und wieder. Die Wassermenge von höchstens 600 Milliliter reicht in der sanften Einstellung mit niedrigem Druck ungefähr zwei Minuten, bei höherem Druck rund drei Minuten. Der Druck könnte für unseren Geschmack noch etwas höher sein, ist aber für die meisten Anwender ausreichend.

Die 600 Milliliter Wassermenge reichen bei hohem Druck etwa drei Minuten, bei sanftem Druck etwa zwei – recht kurz für eine feste Munddusche, aber für uns in Ordnung. Die Pumpe der Oral-B könnte mehr Druck haben, sollte im täglichen Gebrauch jedoch ausreichen.

Visuell fügt sie sich mit dem weiß-blauen Design unauffällig ins Badezimmer ein. Vier im Umfang enthaltene Sprühköpfe kann man bequem komfortabel neben dem Handstück stationär unterbringen. Die Oral-B kann auch hängend angebracht werden, wenn wenig Raum im Bad herrscht. Sie bleibt leider ständig auf Standby, lässt sich also nicht komplett ausschalten.

Der Schaluch der Dusche ist nicht sehr lang, das störte im Test aber nicht. Kundenaussagen zufolge werden die Schläuche der Braun Oral-B-Duschen bei langem Gebrauch porös und neigen dazu, zu brechen. Das passiert aber wohl nicht bei allen Geräten.

Die WaterJet gibt es auch zusammen mit der Elektro-Zahnbürste Oral-B 700 als Oral-B Mundpflege-Center. Damit bekommen Sie zwei Geräte für einen fairen Komplettpreis.

Luft-Wasser-Intervall-Reinigung: Philips Sonicare AirFloss Ultra

Luft-Wasser-Intervall-Reinigung

Philips Sonicare AirFloss Ultra

Philips hat sich für die Sonicare AirFloss Ultra eine spezielle Technik zur Reinigung ausgedacht: Die transportable Oral-B gibt kurze, kraftvolle Stöße einer Luft-Wasser-Luft-Mischung ab, um Zahnzwischenräume effektiv zu reinigen.

Daraus ergeben sich Vorteile: Die Methode ist ausgesprochen sanft, weil kein kräftiger Wasserstrahl auf das Zahnfleisch abgegeben wird. Schätzen werden das alle, die sehr schmerzempfindlich sind. Außerdem spart diese Methode Wasser. Der Oral-B-Tank nimmt 20 Milliliter auf, was für mehrmalige Anwendungen (circa 140 Druckstöße) reicht.

Die Benutzung ist im direkten Vergleich zu anderen Modellen anfangs etwas ungewohnt, das »andere« Mund-Gefühl irritiert zunächst, aber man gewöhnt sich schnell daran. Auf jeden Fall liefert die AirFloss Ultra ein gutes Reinigungsergebnis.

Das Gerät ist federleicht und sehr kompakt. Mit gefülltem Tank wiegt es leichte 186 Gramm. Es ist leise und gibt nur Geräusche ab, wenn ein Druckstoß ausgeblasen wird.

Dabei lässt sich einstellen, welche Anzahl an Stößen nacheinander die Düse abgeben soll (1, 2 oder 3). Die Faustregel dabei: je mehr Stöße, desto intensiver die Reinigung. Der Druck lässt sich bei der AirFloss Ultra allerdings nicht anpassen.

Einfache Bedienung: Blusmart Portable Oral Irrigator

Einfache Bedienung

Blusmart Portable Oral Irrigator

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Die Blusmart überzeugt mit einer soliden Leistung und großem Wassertank.

von 160 Lesern gekauft

Für Leute die viel auf Reisen sind, ist die Blusmart Portable Oral Irrigator eine gute Wahl. Die mobile Munddusche kommt mit  Aufbewahrungsbeutel, Ladekabel und Ersatzdüsen und kann so auch gut auf Reisen mitgenommen werden.

Drei Modi kann man auswählen: Massage, Sanft und Standard. Der sanfte Modus ist sehr angenehm und vor allem für Leute mit empfindlichem Zahnfleisch gedacht. Schon der Modus »Standard« ist merklich intensiver und der »Pulse«- oder Massage-Modus war uns beinahe zu kräftig. Unterschiede bei der Reinigungsqualität haben wir in den unterschiedlichen Modi nicht feststellen können.

Der Tank hat ein Füllvolumen von 200 Millilitern. Das bedeutet etwa zwei Minuten dauerhafte Anwendung. Die Zahnzwischenräume sollten sich damit komplett reinigen lassen. Das Befüllen des Tanks geht leicht, da er komplett herausgenommen und leicht wieder eingesetzt werden kann. Reinigung und Trocknen des Tanks nach Benutzung sind dadurch sehr unkompliziert.

Die Bedienknöpfe lassen sich gut ertasten, so ist das Anpassen des Wasserdrucks möglich, während man das Gerät benutzt. Die Lautstärke empfanden wir im Test nicht störend, sie war ähnlich hoch wie bei den anderen Mundduschen des mobilen Segments.

Gut durchdacht: Der Anschluss des Ladekabels ist mit einem Stöpsel aus Silikon wasserdicht versiegelt. Die Blusmart hat auch eine Memory-Funktion, die sehr praktisch ist, so muss bei der nächsten Benutzung der zuletzt benutzte Wasserdruck nicht erneut eingestellt werden.

Für die Reise geeignet: Panasonic EW1411

Für die Reise geeignet

Panasonic EW1411

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Zum Laden stellt man sie in die Halterung, zum Reinigen der Zahnzwischenräume ist sie aber mobil – ein guter Zwischenweg.

Die Panasonic EW1411 ist vom Aufbau weitestgehend baugleich mit dem EW1211-Schwestermodell. Sie gefällt uns farblich besser, da der Stand der Füllung des Tanks durch die schlichteren Farben in Grau und Weiß besser erkennbar ist.

Das Griff-Gefühl des Handstücks ist trotz der Größe angenehm. Der eher kleine Tank fasst 130 Milliliter, was für die komplette Reinigung spielend ausreicht.

Die an eine Steckdose angeschlossene Ladestation nimmt die Munddusche und außerdem zwei Aufsätze auf, die in der Lieferung mit enthalten sind. So ist eine Montage an der Wand möglich, da im Lieferumfang zwei Schrauben mit dabei sind.

Anleitungen von Mundduschen sind oft etwas missverständlich, so auch bei der EW1411: »Stellen Sie das Ladegerät nicht über oder in die Nähe mit Wasser gefüllter Waschbecken oder Badewannen.« Gemeint ist: Wenn Elektronik oder die Kabel nass werden sollten, besteht die Gefahr eines Stromschlags! Das fest eingebaute Kabel ist ein Nachteil: Sollte es kaputt gehen, muss die ganze Munddusche ausgetauscht werden.

Bevor die Dusche das erste Mal benutzt werden kann, muss der Akku für mehrere Stunden aufgeladen werden. Anschließend kann die Panasonic  von der Ladestation genommen und flexibel überall verwendet werden.

Wählen kann man zwischen vier Modi: Regular, Jet, Soft sowie Interdental. Bei Regular und Soft wird Luft zu Wasserstrahl gemischt. Im Jet-Modus ist der Wasserstrahl stärker und somit für eine präzise Reinigung der Zwischenräume geeignet. Im Interdental-Modus setzt der Wasserfluss zeitweise aus, damit reicht die Füllung des Tanks viel länger. Alle Stufen empfanden wir als angenehm, der Jetmodus war noch genauer und stärker als bei beim EW1211-Modell. Der passende Modus wird durch Druck auf die Taste unterhalb des Einschaltknopfes gewählt. Die Reinigung kann mit einer Start/Stopp-Taste zu jedem Zeitpunkt unterbrochen werden.

Somit kann die Munddusche einfach gereinigt werden: Das Wasser nach nach der Benutzung ausgegossen, das noch im Gerät übrige Wasser wird durch Einschalten des Geräts automatisch abgepumpt. Soll die Munddusche komplett trocken sein, nimmt man einfach den Tank ab und öffnet dessen Deckel. Die Düsen werden per Knopfdruck entfernt und können bis zur erneuten Reinigung im Ständer trocknen. Panasonic empfiehlt zur Säuberung der Düsen eine Zahnbürste.

Der im Gerät fest verbaute Akku soll laut Hersteller eine Lebensdauer von drei Jahren haben. Wechsel-Akkus hätten wir besser gefunden, aber hier geht wohl die Wasserfestigkeit der Langlebigkeit vor.

Die Panasonic EW1411 ist besonders gut für unterwegs geeignet und damit für alle Käufer, die keine stationäre Munddusche möchten, unsere Empfehlung.

Mit Whitening-Funktion: Waterpik Waterflosser Whitening WF-06

Mit Whitening-Funktion

Waterpik Water Flosser WF-06

Die Waterpik Waterflosser Whitening WF-06 ist eine Munddusche, die Whitening-Tabletten im Lieferumfang hat. Denn auch mit einer Munddusche ist das Weißen der Zähne möglich.

Etwa 600 Milliliter fasst der Wassertank. Genug Platz für ein paar Düsen bietet der aufklappbare Deckel. Der wird oben einfach auf den Wassertank gelegt, dabei wird er von einem Teil aus Kunststoff an der Hinterseite des Tanks gehalten. Wir sehen hier die Gefahr einer Bruchstelle, bedingt durch das viele Auf- und Abnehmen und den ständigen Wasserkontakt.

Der Kipp-Netzschalter am Gerät schaltet die Munddusche komplett (ohne Standby) aus. Es gibt einen Drehknopf für den zehnstufigen Reinigungs-Modus: Von sanft bis ordentlich, von noch angenehm bis zu einem kräftigen Strahl. Das Handstück hat einen zusätzlichen An/Aus-Schalter. Neben den herkömmlichen Düsen sind noch eine Plaque- und Orthodontic-Düse sowie zusätzliche 30 Whitening-Tabletten enthalten.

Man füllt den Tank, klappt die Düsenhalterung auf, legt eine Whitening-Tablette ein und sucht sich eine Düse aus. Danach wird alles wieder geschlossen und man kann mit der Reinigung beginnen. Die Tablette schmecken intensiv nach Minze. Laut Hersteller sollen nach zweiwöchiger Anwendung 25 Prozent der Verfärbungen verschwunden sein, überprüfen konnten wird das im Test nicht.

Wenn man eine antibakterielle Lösung oder ein Mundwasser benutzt, sollte der Tank anschließend mit Wasser ausgewaschen werden. Die gleichzeitige Benutzung von Mundwasser und Whitening-Tablette wird wegen des unangenehmen Geschmacks nicht empfohlen. Starke Ablagerungen werden mit Essig entfernt.

Das Handstück hat eine angenehme Griffigkeit, es lässt sich problemlos in die dafür vorgesehene Halterung einsetzen. Das Länge des Kabels war ausreichend. Wenn man den Deckel nicht gerade genug aufsetzt, kann der Deckel allerdings versehentlich im gefüllten Tank landen. Unterbrechungen während des Reinigens sind möglich. Das Zahnfleisch blutete im Test nicht: Wir empfanden alle Stufen durchgehend als angenehm.

Die Lautstärke hat uns ein bisschen gestört, stationäre Mundduschen sind generell lauter sind als mobile Geräte. Noch ein Manko: Die Düsen sind nur für dieses Gerät konzipiert, andere Düsen passen nicht.

Der Waterpik Flosser ist die richtige Wahl für alle, die ihre Zähne von Zeit zu Zeit mit Tabletten aufhellen wollen. Wem das nicht wichtig ist, greift besser zu einer unserer anderen Empfehlungen.

Außerdem getestet

Die Smagreho Munddusche ist ohne Strom nutzbar und verfügt weder über Pumpe noch Tank. Stattdessen schließt man sie am Wasserhahn an. Durch den direkten Wasseranschluss ist die Zufuhr von Wasser praktisch endlos, der Druck für die Munddusche wird ganz einfach per Wasserhahn reguliert. Dadurch ist sie im Einsatz auch sehr leise.

Mithilfe der mitgelieferten Aufsätze lässt sich die die Smagreho recht einfach an fast allen Wasserhähnen anbringen. Ein sogenannter Splitter ermöglicht die dauerhafte Installation, der Wasserhahn lässt sich dann normal weiter benutzen. Mit einem Hebel schaltet man zwischen Wasserhahn und der Munddusche um – und umgekehrt. Eine Halterung für die Wand wird ebenfalls mitgeliefert. Ist der Leitungsdruck nicht ausreichend, liefert die Düse nur einen dünnen Strahl.

Wir finden: Die Munddusche von Smagreho ist eine innovative Idee, die noch dazu wenig kostet. Die feste Installation am Wasserhahn ist aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

Die Orali Munddusche funktioniert ebenfalls ohne Strom: Bei ihr wird per Hand gepumpt. Im Test funktionierte das gut, mit etwas Kraftaufwand erhielten wir auch einen recht kräftigen Strahl. Das kann bei längeren Gebrauch aber ermüden. Dafür arbeitet die Orali lautlos, ist ziemlich leicht und klein und der Tank bietet von der Größe her Platz für circa 40 Stöße. Ersatzdüsen für die Orali haben wir auch nach längerem Suchen nicht gefunden.

Apiker bietet eine Munddusche an, die zu den stationären Modellen gehört. Das von uns gekaufte Modell in der schicken Farbe Schwarz, fanden wir optisch sehr ansprechend. Der weiße Schlauch hat uns dagegen optisch ein wenig gestört. Die Zusatz-Düsen können bequem im Deckel verstaut werden. Sie hatte als einziges Modell Saugnapffüße. Toll!

Im laufenden Betrieb pulsiert das Handstück aber mit – man spürt deutlich, wie Wasser im Gerät umher gepumpt wird. Alle benutzten Stufen waren spürbar angenehm, Der Parodontal-Aufsatz wirkte im Vergleich zu den Extra-Aufsätzen ziemlich unpräzise.

Die sehr hübsche Truelife Aquafloss Station kommt in den Farben Mintgrün und Weiß. Es gibt einen auflegbaren Deckel, der Stauraum für Düsen bietet. Ein Drehknopf, den man auf »Off« stellt, schaltet das Gerät ab. Es gibt leider keinen separaten Netzschalter. Wer ganz sicher gehen möchte, zieht das Netzkabel aus der Stromdose, dann wird die Munddusche komplett abgeschaltet. Die zweckmäßige Verarbeitung wirkt nicht hochwertig, wirkt aber auch nicht billig. Die Strahlstärken der verschiedenen Stufen variieren bei diesem Gerät am auffälligsten: von kaum spürbar bis zu sehr schmerzhaft. Menschen mit eher unempfindlichem Zahnfleisch, werden wahrscheinlich Gefallen an der höchsten Stufe finden. Ein großer Vorteil für den Benutzer, wenn man die Stufenunterschiede so deutlich spüren kann.

Die mobile Hangsun Wireless Oral Irrigator bietet Ersatzdüsen, eine Ladestation ein Travel-Case. Das Befüllen des Wassertanks durch Öffnen einer Rückseitenklappe ist etwas kompliziert. Die drei Modi sind angenehm und zu keinem Zeitpunkt zu stark. Der kleine Wassertank begrenzt die Betriebsdauer auf 35 Sekunden – das reicht nicht komplett für den ganzen Mundraum. Beide Bedienknöpfe – Modus und Ein-Aus – sind direkt nebeneinander platziert, so das ein intuitives Bedienen schwierig fällt. Wir empfinden die Hangsun-Munddusche als ein anständiges Modell, das durch das Transport-Case für Reisende gut geeignet ist.

Die Panasonic EW1211 ist mit dem Modell EW1411 nahezu baugleich, es fehlt nur eine Funktion. Auf Wunsch kann dem Wasserstrahl eine anständigen Ladung Luft hinzugegeben werden, das macht die Reinigung zusätzlich sanfter. Das rechtfertigt den Aufpreis unserer Meinung nach allerdings nicht. Vor dem ersten Benutzung des Gerätes muss der Akku lange aufgeladen werden. Das Reinigungsergebnis ist gut und die Haptik einwandfrei. Eine Befestigung an der Wand ist ebenfalls möglich.

Zum Zubehör der Duomishu Munddusche gehören eine recht graue, große Tasche für das Gerät, zwei Düsen (allerdings ohne extra Behältnis) und ein USB-Ladekabel – dieses unverständlicherweise ohne einen Netzstecker. Wenn man die Rezensionen liest, sind die meisten Kunden diesem Umstand gewogen, wir können diese Art der Lademethode aber nicht so richtig nachvollziehen. Man möchte die Dusche im Bad laden, da wo sie normalerweise steht und nicht in einem separatem Raum mit dort passendem Anschluss. Für uns ist das Zweckentfremden eines anderen vorhandenen Netzsteckers nicht der bequemste und beste Weg. Im Urlaub, können wir uns diese Möglichkeit gut vorstellen. Im Urlaub dagegen finden wir diese Idee gut, da man sich eventuell andere Steckdosenarten keine Sorgen machen muss.

Die Leistung der Munddusche ist gut. Es gibt eine große Auswahl an Ersatzdüsen für die unterschiedliche Anwendungsbereiche. Die verarbeitete Qualität des Gerätes hätten wir uns ein weniger besser gewünscht. Die Rückseite, die genoppt ist, ist angenehm griffig.

Wissenswertes über Mundduschen

Generell gibt zwei Kategorien von Mundduschen: mobile und stationäre Modelle. Die Stationären werden an eine der Steckdosen im Badezimmer angeschlossen und haben ihren festen Platz auf oder neben dem Waschbecken. Sie zeichnen sind durch einen verhältnismäßig großen Wassertank aus, der das Handstück mit einem Schlauch verbindet. Das Handstück bei ihnen entsprechend leicht und hat meistens einen Schalter, mit dem sich der Wasserstrahl kontrollieren lässt. Der Pumpdruck, mit dem das Wasser im Schlauch zur Aufsteckdüse gepumpt wird, ist mit einem Drehknopf regulierbar.

Mobile Modelle haben den Wassertank direkt im Handstück, in dem ebenfalls ein Akku verbaut ist. Auch wenn der Tank bei diesen Modellen meist nur 125 bis 250 Milliliter fasst, reicht die Wassermenge nur für eine Anwendung in der Regel aus. Ihr Vorteil: Kein Schlauch schränkt die Bewegung ein, außerdem eignen sie sich gut für Reisen. Tendenziell sind sie auch leiser als ihre stationären Konkurrenten.

 Munddusche Test: Munddusche Waterpik
Die mobile Munddusche eignet sich für die Reise, die stationären Modelle eher fürs Bad.

Stationäre Mundduschen erzeugen generell einen höheren Druck als mobile Modelle. Im Normalfall reicht der Druck aber aus, um die Zahnzwischenräume gründlich zu reinigen. Die meisten möchten ihr Zahnfleisch ohnehin nicht mit einem kräftigen Strahl belasten, der Druck mobiler Munddusche reicht dann vollkommen aus.

Funktionsweise

Die Funktionsweise ist bei allen Mundduschen gleich: Ein Wasserstrahl spült unter hohem Druck die Reste des Essens und weiterer Ablagerungen aus den Zwischenräumen. Die Düse wird für ein bis zwei Sekunden zwischen den Zähnen aufgesetzt und verrichtet dort ihre Arbeit. Zahnlücke für Zahnlücke.

Tipp: Wenn man den Kopf über das Waschbecken hält und den Mund schließt, bleibt der Badezimmerspiegel bei der Prozedur weitgehend sauber.

Füllt man den Tank mit Warmwasser und lässt den Wasserdruck moderat, bekommt man eine angenehme Massage des Zahnfleisches. Manche Mundduschen bieten sogar eigene Wasserstrahl-Modi dafür.

Je häufiger man die Munddusche benutzt, desto gesünder sind Zahnfleisch und Zähne. Den besten Reinigungseffekt erzielt man durch die Benutzung nach jedem Zähneputzen.

Viele Mundduschen lassen sich auch mit Mundwasser betreiben, was einen zusätzlichen Reinigungs- und vor allem Frische-Effekt hat. Allerdings sollte man danach das ganze Gerät – Tank, Schlauch und Aufsatz – gründlich mit klarem Wasser spülen. Ohnehin ist es ratsam, das überschüssige Wasser aus dem Tank zu gießen und beim nächsten Mal frisch nachzufüllen.

 Munddusche Test: Munddusche Waterpik Tableten
Bei manchen Mundduschen werden Reiniger-Tabs mitgeliefert.

Manche Geräte dürfen aber auch gar nicht mit Mundwasser benutzt werden. Es wird dann in der Beschreibung explizit darauf hingewiesen. Sollte man keine Infos finden, sollte man lieber beim Hersteller nachfragen. Denn bei falscher Anwendung kann das Gerät kaputt gehen. Panasonic-Modelle zum Beispiel vertragen kein Puder, Zahnpasta oder Salz.

Die Waterpik Whitening Munddusche kommt mit Whitening-Tabletten, die in die Düsenhalterung gelegt werden. Die Tabletten kommen nicht mit dem Wassertank in Berührung, Zahnfleisch und Zähne werden aber gründlicher als nur mit Wasser gereinigt.

Reinigung

Mundduschen sind leicht zu reinigen, da sie ausnahmslos wasserfest sind. Wegen der elektrischen Bauteile gehören sie aber trotzdem nicht in die Spülmaschine. Einfach den Tank einfach ausspülen, und das Gehäuse mit einem nicht zu nassen Tuch abwaschen. Das Innere des Tanks kann mit verdünnter Zitronen- oder Essigsäure gut entkalkt und gereinigt werden. Nachträgliches Spülen mit klarem Wasser nicht vergessen!

Obwohl eine Desinfektion in der Grippezeit sinnvoll wäre, vertragen manche Geräte Alkohol zur Reinigung nicht. Auch heißes Wasser ist keine Alternative, da die Geräte meist nur eine Wassertemperatur von 40 bis 50 Grad vertragen.

Die Düsen und ihre Funktionen

Einige Hersteller liefern für die Munddusche nur zwei Standard-Düsen mit, andere ein ganze Batterie an unterschiedlichen Aufsätzen. Wieviel braucht man davon?

 Munddusche Test: Munddusche
Die verschiedenen Aufsätze.

Normale Düsen: Immer im Umfang enthalten und nachkaufbar, sollten sie verschleißen oder der Hygiene wegen neu angeschafft werden müssen. Die Form ist herstellerübergreifend ähnlich. Der Härtegrad und die Wasserstrahlfrequenz wird durch die Mundduschenvoreinstellung bestimmt. Bei Panasonic sind die Düsen schmaler, arbeiten aber nach unserer Meinung trotzdem sehr präzise. Als einziger Hersteller im Test bietet Oral-B die Möglichkeit die Düse nach innen zu drücken und so den Wasserstrahl zu beeinflussen.

Die Orthodontic/Kieferorthopädische Düse: Ist vor allem für Zahnspangenträger-Träger und Nutzer anderer orthodontische Einsätze geeignet. Die schwer erreichbaren Stellen kann man so sehr leicht von Bakterien und Essenresten befreien. Manche Benutzer kaufen Mundduschen extra für die Säuberung ihrer festen Klammer. Die Düse ist weich und angenehm.

Die Periodontal Düse: Mit diesem Aufsatz soll Parodontitis vermieden werden. Der Bereich zwischen Zahnfleisch und Zahn wird mit dieser Düse gut gereinigt. Die Düsenspitze ist schmal, läuft meist spitz zu und wurde von uns als präzise empfunden. Kleine Zwischenräume und schwer erreichbare Stellen können so gut erreicht werden.

Die Plaque Düse: Soll die Zähne von Plaque und Essensresten befreien. Diese Düse ist nicht standardmäßig mit im Umfang dabei, die Borsten sind bei dieser Düse breiter angeordnet.

Der Zahnbürstenaufsatz: Ein Zahnbürstenkopf, der etwas kürzer ist, mit einem mittig rinnenden Wasserfluss. Dabei spritzt das Wasser nicht, wie bei den anderen Aufsätzen, sondern fließt wie ein Rinnsal. Das Säuberungsgefühl ist so sehr angenehm, die Bürste an sich ist eher weich. Dieser Aufsatz ist als Ersatz für eine Zahnbürste nicht zu empfehlen. Als zusätzliche Art der Reinigung finden wir ihn aber gut.

Der Zungenreiniger: Dieser meist blaue, durchsichtige Aufsatz hat die Form aus eines Löffels. Der leichte Wasserstrahl dieser Düse wird mittig abgegeben. Ein alltäglicher Zungenreiniger wird über die Zunge gezogen, bei diesem Aufsatz müsste man zuerst den »Löffel« dafür umdrehen. Dann aber spritzt der Wasserstrahl auf die Zunge und ließ uns im Test erstmal Wasser schlucken. So soll es nicht sein. Entweder den »Löffel« oder den Strahl hätten wir logischer gefunden, in Kombination finden wir es nicht durchdacht. Ein herkömmlicher Zungenreiniger ist hier praktischer. Da man diesen heiß abwaschen kann, ist es außerdem hygienischer.

Die Nasendüse: Braucht am so einen Aufsatz wirklich? Das namhafte Hersteller diesen Aufsatz nicht als Standard mitliefern, ist schon Aussage genug. Vom Prinzip ist es wie eine Nasendusche aufgebaut. Da man die Kunstoff-Teile aber nicht vernünftig desinfizieren kann, finden wir es unhygienisch. Wir haben den Aufsatz nicht selbst getestet, raten aber während zum Beispiel einer Erkältung davon ab. Die Gefahr einer erneuten Ansteckung ist einfach zu groß.

Faustregel: Normale Düsen sind völlig ausreichend, außer man trägt feste Zahnspangen, hat künstliche Zähne oder eine andere zahnmedizinische Apparatur, die sanfter oder präziser gereinigt werden muss.

Vorsicht!

Auch wenn Mundduschen eine großartige Erfindung sind, in einigen Situationen sollte man Vorsicht walten lassen, denn nicht für jeden ist eine Munddusche das beste Mittel der Wahl.

Von einigen Herstellern wird ein Mindestalter von acht Jahren zur Nutzung der Duschen angegeben. Ein kräftiger, falsch positionierter Wasserstrahl kann Irritationen, vielleicht sogar Schäden verursachen. Wenn Sie wenig oder gar kein Mundgefühl haben, sollte Sie die Verwendung einer Munddusche vermeiden, um versehentliche Verletzungen zu vermeiden.

Wenn Sie von einem Zahnarzt krankheitsbedingt behandelt werden, Sie Mundraumprobleme haben, oder bei Ihnen Parodontose diagnostiziert wurde, fragen Sie den Experten. Der muss entscheiden, ob die Verwendung einer Munddusche ratsam ist.

So haben wir getestet

Alle Mundduschen wurden von uns auf hinsichtlich Verarbeitung und Funktionen getestet. Wir beurteilten die Handhabung und die Höhe des Drucks und achteten auf die Lautstärke im Betrieb. Wir stoppten die Zeit bis zur Tankleerung, jeweils mit Minimal- und Maximaldruck.  So ermittelten wir, wie schnell der Tank wieder aufgefüllt werden muss.

Die meisten von uns getesteten Mundduschen ziemlich laut: Der im Badezimmer gemessene Schalldruckpegel bewegt sich zwischen 70 und 80 Dezibel. In den späten Abendstunden, wenn Ihre Mitbewohner bereits schlafen, sollte man die Benutzung daher vermeiden. Die Duschen sind auch bei geschlossener Badezimmertür immer noch deutlich zu hören.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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