Lockenpracht im Handumdrehen Test: Löckenstäbe

Lockenstäbe im Test : Lockenpracht im Handumdrehen

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Veröffentlicht 10.04.2020

Nur wenige Europäer haben Naturlocken, gerade mal 15 Prozent sind es, doch auch mit glatten Haaren kann man sich heutzutage über Locken freuen. Dazu braucht man nur einen Lockenstab. Wir haben 15 Modelle getestet und können einige empfehlen.

Kerstin Güntzel
Kerstin Güntzel
schreibt als freie Journalistin unter anderem für ELTERN, ELTERN family, Vanity Fair und die dpa. Sie ist zweifache Mutter und testet regelmäßig Produkte für Kinder.

Während die Römer noch Metallrohre für die Locken genommen haben, in die erhitzte Bronzestäbe gesteckt wurden, geht das heute bedeutend schneller. Stecker rein, Lockenstab benutzen und fertig. Doch hier – ähnlich wie bei anderen Beauty-Produkten auch – ist die Auswahl groß und die Unterschiede oft nicht gleich erkennbar. Wir haben daher 15 Lockenstäbe von 20 bis 120 Euro getestet und festgestellt, dass das teuerste Produkte nicht immer das beste ist.

IonTec-Funktion: Braun Satin Hair 7 CU710

Im Test am meisten überzeugen konnte uns der Braun Satin Hair 7 CU710, denn hier bleiben fast keine Wünsche offen.

Optisch überzeugt er in schwarz/silber, der Stab hat einen Durchmesser von 24 Millimetern und lässt sich daher auch leicht transportieren. Besonders gut gefällt uns die IonTec-Funktion.

IonTec-Funktion

Braun Satin Hair 7 CU710

Gemeint ist damit nicht die allgemein bekannte Ionentechnologie, hier werden vielmehr aktive Ionen benutzt. Die sind negativ geladen und die Haarsträhne wird von ihnen aktiv umschlossen, das Ganze wirkt antistatisch. Dadurch bekommt das Haar mehr Glanz, denn Feuchtigkeit wird ins Haar zurücktransportiert.

Was das bedeutet? Kein Frizz mehr! Wir hatten im Test tatsächlich das Gefühl, dass die Haare geschmeidiger werden, obwohl vier der Testerinnen oft von strohigem Haar geplagt werden. Außerdem hat der Lockenstab eine Keramikbeschichtung, die verhindert, dass sich Strähnen verheddern und schützt die Haarspitzen. Wichtig war uns auch die leichte Bedienung.

Wählen kann man zwischen 125 und 186 Grad neun Temperatureinstellungen, je nach Haardicke. Das LED-Display zeigt die Temperatur gut an und der Stab heizt wirklich schnell. Nach nur 45 Sekunden war die eingestellte Temperatur erreicht.

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Die Locken vom Braun Satin Hair 7 können sich sehen lassen.

Um die Locken zu drehen, wird die Klemme per Daumendruck geöffnet, Haare ein wenig oberhalb der Spitze eingelegt. Nun schließt man das Gerät und die Haare werden eingewickelt. Je nach Haarsträhne hatten wir nach 30 Sekunden schöne, regelmäßige und große Locken. Die Locken glänzten, waren weich und hielten bis zum Schlafen an.

Das hat aber etwas Übung erfordert, anfangs sprangen die Haarspitzen noch raus, mit der richtigen Richtung gab es aber keine Probleme mehr.

Gut gefällt uns die Temperaturboost-Funktion, sie heizt den Stab für kurze Zeit auf sehr hohe Temperaturen, sodass auch widerspenstiges und wirres Haar gebändigt wird. Dennoch empfanden wir den Stab am Kopf nie als heiß und er kann auch gut mit beiden Händen gehalten werden, denn oben und unten gibt es hitzeisolierenden Kunststoff.

Außerdem hat der Stab einen sehr stabilen Ständer, hier kann nichts versehentlich umkippen und den Teppich versengen. Nach einer halben Stunde schaltet das Gerät ohne Verwendung automatisch ab, diese Sicherheitsfunktion finden wir toll.

Was gäbe es da noch auszusetzen? Keinesfalls das zwei Meter lange Kabel, möglicherweise aber das Gewicht von 360 Gramm, das kann bei längerem Stylen doch in die Arme gehen.

Ansonsten bekommt man hier aber ein Gerät, das die Haare schont, toll funktioniert und gute Ergebnisse bringt.

Für Korkenzieherlocken: BaByliss iPro C525E

Der BaByliss ipro C525E 25mm funktioniert ganz ähnlich wie das Gerät von Braun, dank Fixierklemme. Damit ist er nicht nur einfach zu benutzen, es gibt auch zehn verschiedene Temperaturstufen zwischen 100 und 200 Grad, die entsprechend der Haarstruktur ausgewählt werden können.

Für Korkenzieher­locken

BaByliss ipro C525E

Nach etwas unter einer Minute ist das Gerät heiß und es kann losgehen. 30 Sekunden dauert es dann pro Strähne, bis die Testerinnen schöne Locken haben, die nicht nur dick sind, sondern auch lange halten.

Auch Korkenzieherlocken sind kein Problem, besser sogar als beim Lockenstab von Braun. Außerdem verfügt der BaByliss über eine Keramikbeschichtung, die die Haare schont und wir finden die Qualität des Lockenstabs insgesamt gut.

Lockenstab Test: Testsieger Braun Satin Hair 7.Was und gut gefällt: Der Lockenstab ist handlich und ist dank mit weniger als 300 Gramm auch schön leicht. Am Stab ist ein Drehkabel, das zwei Meter misst, die leichte Bedienung gefällt uns. Anfassen ist hier außerdem erlaubt, denn hitzeisolierendes Plastik verhindert, dass man sich vorne und hinten die Finger verbrennt, so kann der Stab problemlos mit zwei Händen festgehalten werden.

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Normales und dickes Haar wird gut gelockt.

Ein weiterer Pluspunkt in Sachen Sicherheit: ein Sicherheitsstandfuß, der dafür sorgt, dass garantiert nichts umfällt. Für etwa 20 Euro bekommt man hier viel Leistung für wenig Geld.

Allerdings waren die Test-Locken dank IonTec beim Braun-Gerät doch ein wenig gesünder und glänzender. Das Design überzeugt uns ebenfalls nicht so ganz und die Anzeige könnte übersichtlicher sein. Insgesamt aber definitiv ein Preis-Leistungs-Tipp.

Einfach: Cloud Nine Wand

Ein ganz anderes Design findet man beim Cloud Nine Wand. Hier handelt es sich um einen Lockenstab in konischer Form mit einem Überzug aus koreanischen Felsenmineralien. Das sieht alles nicht nur cool aus, sondern spart auch Platz in der Tasche.

Einfach

Cloud Nine Wand

Test Lockenstab: Cloud Nine Wand
Einfacher kann Lockenwickeln nicht sein!

Dafür ist dieses Gerät aber mit 400 Gramm deutlich schwerer als manch anderer Lockenstab und 36 Zentimeter sind auch nicht gerade kurz. Das war es dann wieder mit der Platzersparnis, zumindest in der Länge. Praktisch ist das für lange Haare dennoch, so kann man eine ganze Strähne einwickeln, nur das Gewicht könnte bei der Handhabung stören.

Der Griff ist bequem und das drehbare Kabel mit 2,60 Metern auch lang genug. Benutzt man den Stab 30 Minuten nicht, so schaltet er automatisch ab. Der Stab ist hochwertig verarbeitet, das hat aber auch seinen Preis, stolze 120 Euro kostet er.

Vor allem die einfache Bedienung gefällt uns, nach dem Anschalten wählt man zwischen High, Medium und Low die Temperatur, nach 15 Sekunden Aufheizen kann man die Strähnen um den Stab wickeln und loslegen. Pro Strähne dauert es etwa 20 Sekunden.

An der dicksten Stelle des Stabes bekommt man große Locken, die schön gleichmäßig sind und glänzen, hier hat der Stab einen Durchmesser von 39,5 Millimetern. An der schmalsten Stelle mit 12,7 Millimetern bekommt man Korkenzieherlocken. Das Gerät hat übrigens die Hair Awards zweimal gewonnen, verdient.

Einen Kritikpunkt haben wir aber doch: durch die Form des Stabs rutschen die Locken schnell hin zur schmaleren Seite, so muss man das Haar für größere Locken festhalten oder

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Der Cloud Nine kann Korkenzieherlocken und auch größere.

wieder hochschieben, mit einigen Verrenkungen klappt das. Alleine, ohne Hilfe ist das anstrengend und man könnte sich schnell verbrennen, denn der Lockenstab wird ziemlich heiß. Das bemerkten wir beim Test auch auf der Kopfhaut. Mit dabei ist deshalb ein Schutzhandschuh, wenn wir den benutzen, rutscht der Stab aber leicht aus der Hand.

Zum Abkühlen gib es eine Trommelschutzkappe, dieser wird über den Stab gestülpt. Das funktioniert aber nicht besonders gut, denn sie wird ebenfalls schnell heiß. Der Ständer ist wackelig und der Lockenstab kippt schnell um. So lange wie beim Braun-Gerät haben die Locken nicht gehalten. Mit Abstrichen also empfehlenswert.

Automatisch: Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878

Ein toller automatischer Lockendreher ist der Stylecare Prestige Moisture Auto Curler von Philips. Das Design gefällt uns, er ist in Weiß und Roségold gehalten und wirkt hochwertig. Sicher ist das Gerät zudem, denn der Heizstab – motorisiert – befindet sich innen im Kelch, so verbrennt man sich nicht die Finger.

Automatisch

Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878

Test Lockenstab: Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878
Sicher, praktisch und haarschonend: der beste automatische Lockendreher im Test.

Zunächst wirkt der Stylecare etwas seltsam, die Bedienungsanleitung sagt einem aber schnell, wie man ihn benutzt. Den Haaransatz in den Stab halten, Haarsträhne von oben hineinziehen, innen am Heizstab vorbeiziehen und auf der Vorderseite durch die Öffnung wieder raus. Automatisch geht es dann weiter, per Knopfdruck wird die Strähne in den Kelch gezogen und um den Heizstab, der sich innen befindet – die Lockenkammer – gewickelt. Der Heizstab dreht sich dabei um die eigene Achse. Die Dauer kann man auswählen, je nachdem gibt es dann nach zwölf, zehn oder acht Sekunden ein akustisches Signal und die Locke ist fertig.

Wir bekommen schöne Ergebnisse, geschmeidige Locken, schön glänzend. Das liegt wohl an der Keratin-Keramikbeschichtung und den antistatischen Ionen. Außerdem misst das Gerät die Temperatur der Haare, sodass sie nicht ausgetrocknet werden – wenn man die mittlere Temperaturstufe wählt. Zur Wahl stehen 170, 190 und 210 Grad.

In der Gebrauchsanleitung gibt es eine Tabelle, die anzeigt, welche Art von Zeit- und Temperatureinstellungen man für welche Art Locken – fest bis wellig – braucht. Insgesamt gibt es fünf Knöpfe, einer davon bestimmt die Lockenrichtung, hier gibt es auch eine automatisch abwechselnde Variante. Man kommt so gesamt auf 27 verschiedene Stylings.

Der Hersteller gibt an, dass naturkrauses Haar erst glattgeföhnt werden soll. Wenn sich die Haare während des Wickelns verheddern, schaltet das Gerät von selbst ab. Außen wird nichts warm, hier waren wir uns ganz sicher, dass man sich nicht verbrennen kann.

Zur Reinigung für den Heizstab wird ein Filzzylinder mitgeliefert und ein Plastikplättchen mit Zacken, mit dem kann man die Haarsträhnen abmessen. Mit dem neuen Stab, so der Hersteller, können Strähnen bis 64 Zentimeter Länge gelockt werden, das ist doppelt so viel wie beim Vorgängermodell.

Allerdings ist das Gerät mit 150 Euro nicht billig und kostet auch ein wenig Zeit. Dank Motor ist der Lockenstab auch etwas schwerer, 580 Gramm wiegt er. Die Bedienungsanleitung ist leicht verständlich, aber leider ein wenig unhandlich.

Insgesamt ein sehr sicheres Gerät, wenn man gewillt ist, so viel Geld dafür auszugeben.

Was gibt es sonst noch?

Auch beim Philips Procare bekommt man einen Stab mit Motor, außerdem gibt es einen Strähnenunterteiler. Damit erhält man die passende Strähnenbreite für den Lockenstab. Laut Hersteller beträgt die Zeit zum Aufheizen maximal eine halbe Minute, wir haben teils fast eine Minute gemessen, das ist aber noch in Ordnung. Als Ergebnis bekommt man glänzende, gepflegte und schöne Locken. Große Locken, die natürlich fallen, bis hin zu Korkenzieherlocken sind möglich.

Außerdem gefällt uns, dass der Lockenstab außen kühl bleibt, die Qualität überzeugt uns. Verbrennen kann man sich hier nicht. Außerdem gibt es ein zwei Meter langes, drehbares Kabel und auch das Design in Schwarz mit Goldstreifen gefällt uns. Unter den Geräten mit Motor ist dieser automatische Curler der schmalste und leichteste mit 500 Gramm, eignet sich daher auch für unterwegs. Wirklich leicht ist ein halbes Kilo aber auch nicht.

Etwas wie IonTec von Braun zum Schutz der Haare sucht man hier vergeblich, dafür kostet er aber mit 100 Euro doch einiges und es dauert mit ihm auch ein wenig länger als mit anderen Stäben. Wir empfehlen ihn nur bedingt.

Der Remington Advanced Colour Protect CI 8605 kommt in einem hübschen Champagnerton daher, hat eine Klemme und Keramikbeschichtung sowie UV-Filter. Laut Hersteller soll das sehr schonend sein, er eignet sich außerdem auch für strapaziertes und/oder gefärbtes Haar. Per Taste kann ein Hitzesensor aktiviert werden, der misst die Temperatur der Haare und reguliert dementsprechend die Hitzeausgabe. Auf der Verpackung findet sich die etwas verwunderliche Warnung »Enthält Spuren von Nüssen.« Was es damit auf sich hat? Im Stab ist Shea-Öl eingelagert, das soll die Haare pflegen und führt zu dem etwas skurrilen Warnhinweis.

Auf Anhieb gelangen uns keine guten Ergebnisse auf mittlerer Stufe, die gelockten Haare hielten nicht lange

Es gibt aber auch eine Turbo Boost-Funktion, die erhitzt schnell auf 210 Grad und damit funktioniert der Stab besser. Wir haben einen Stabumfang von 32 Millimetern, sodass die Haare voluminös werden, den versprochenen extra Pflege- bzw. Glanzeffekt haben wir aber nicht gesehen. Mit 376 Gramm gehört der Stab zu den schwereren Modellen.

Was uns gefällt, ist der eingebaute Standfuß, der ist schön stabil. Außerdem gibt es ein drei Meter langes Kabel und auch die mitgelieferte Tasche in Beige und Gold gefällt uns.

Ebenfalls von Remington kommt der Curl & Straight Confidence S6606. Hier soll es sich um Lockenstab und Glätteisen in einem handeln. Wenn er geschlossen ist, wirkt der Remington wie ein Lockenstab, er ist schön verarbeitet und in Dunkelgrau gehalten. Innen befinden sich zwei Keramikplatten, die liegen aufeinander, sind geschwungen und rosa.

Selbst bei der höchsten Temperatur von 200 Grad haben wir hier aber nur Wellen hinbekommen, keine »schwungvollen Locken« wie versprochen. Es gibt drei Temperaturstufen und wir haben mit dünnen Haarsträhnen und langsamen Bewegungen getestet.

Dafür ist aber die Bedienung einfach, das zeigt dieses Video. Wenn man Locken möchte, so wird eine Haarsträhne nahe am Ansatz eingeklemmt, dann dreht man den Stab um 180 Grad und zieht mit drehender Bewegung bis zur Haarspitze. Dabei muss man die Spitze des Stabes zusammendrücken, nur so schließen die Platten, die Spitze ist aber hitzebeständig.

Zum Glätten zieht man den Stab gerade nach unten, hier haben wir bei feinem Haar keine guten Ergebnisse bekommen, denn selbst wenn man das Gerät zusammendrückt, gibt es hier einen kleinen Abstand zwischen den Platten. Das Drücken beim Styling störte uns und das Kabel ist mit 1,85 Metern relativ kurz.

Ebenfalls ein Lockenstab mit Motor kommt mit dem BaByliss Curl Secret 2. Intuitiv ist hier nicht viel. Nachdem wir uns im Internet ein Video angesehen haben, verstanden wir das Prinzip auch. Der Stab heizt schnell auf, sogar für 230 Grad braucht er nur ungefähr eine Minute. Außerdem gefällt uns der Ruhezustand und die automatische Abschaltfunktion. Für Anfänger eignet er sich aber nicht wirklich und ein Helfer macht das Ganze deutlich leichter.

Wir hatten ein wenig Angst, dass sich Strähnen verheddern bzw. dass der Motor sie so falsch einzieht, dass die Haare nicht mehr befreit werden können und die Haare verbrennen. Passiert ist das aber nicht. Beim Test stoppte das Gerät aus unerklärlichen Gründen aber einige Male im Betrieb.

Es gibt auch für Beach Waves einen Aufsatz, der funktioniert aber nur, wenn er richtig einrastet. Und wurde das Gerät insgesamt auch zu heiß, eine der Testerinnen hätte sich daran beinahe verbrannt. Die Locken sehen ebenfalls nicht so aus, wie es versprochen wird. Dafür werden sie aber weich. Uns überzeugt er nicht wirklich.

Den 6-in-1 Professional Curling Wand von Bestope empfehlen wir ganz und gar nicht. Es gibt sechs Aufsätze mit Kegeln von 13 bis 25 Millimeter, außerdem einen Wellenstab und einen 32-Millimeter-Stab.

Allerdings sind die entgegen den Angaben des Herstellers nicht hitzeresistent und ein Kunststoffhalter war auch nicht dabei. Außerdem fehlt die Abschaltfunktion, wir sehen hier eher eine mögliche Brandgefahr.

Die Übersetzung der Gebrauchsanleitung ist alles andere als gelungen, verständlich ist sie nicht. Mit dabei sind zwei Klammern, mit denen man die Strähnen abtrennen kann.

Wissenswertes über Lockenstäbe

Nicht alle Lockenstäbe eignen sich für jede Art von Locken, daher sollte man ihn nach den persönlichen Vorlieben aussuchen.

Wir finden Stäbe mit gerader oder konischer Form am einfachsten. Einfach die Strähne um das Metallstück wickeln, dann wird sie erhitzt. Alternativ gibt es Heizstäbe aus Metall mit Klemmbügel, so kann die Strähne nicht wegrutschen.

Außerdem gibt es auch Lockenstäbe mit Motor, Haarsträhne festklemmen und schon wird das Haar automatisch eingezogen und erwärmt. Hier gibt es teils Geräte mit Steamer, das ist Dampf auf dem Wassertank, das soll das Haar geschmeidig machen, Glanz und Feuchtigkeit liefern. Wir hatten damit im Test eher Probleme, aber das ist Geschmackssache.

Sind Lockenstäbe schädlich?

Ob Lockenstäbe dem Haar schaden, dazu hat wohl jeder seine eigene Meinung. Die gelegentliche Nutzung dürfte aber kaum etwas ausmachen. Nutzt man den Stab aber täglich, so könnte es bei feinen, blondierten oder strapazierten Haaren aber doch zu Problemen kommen. Die Haarstruktur könnte dann dauerhaft geschädigt werden.

Grundsätzlich sollte der Stab also nicht zu heiß eingestellt sein, an die richtige Temperatur kann man sich langsam herantasten. 180 Grad dürften den meisten reichen. Extensions und dünnes Haar vertragen eher keine Hitze über 170 Grad, graue oder dicke Haare dagegen kommen auch mit bis zu 220 Grad klar.

Die getesteten Lockenstäbe waren alle für trockenes Haar gedacht, feuchtes Haar und Hitze ist keine gute Kombination.

Wie wird der Lockenstab benutzt?

Man sollte sich immer auf eine Haarpartie konzentrieren und nicht überall gleichzeitig anfangen. Strähne für Strähne kann sich nichts verheddern und man bekommt schöne Locken. Am besten – das empfehlen Profis und Hersteller – die fertigen Haare abtrennen und am besten alle Strähnen gleich breit lassen.

Aber auch ohne Klammern zum Abtrennen haben wir im Test gute Ergebnisse erzielt, das muss jeder selbst entscheiden.

Lockenstab Test: Kleine Kringel oder sanfter Schwung?
Beim Styling hat man die Qual der Wahl: wie groß sollen die Locken werden?

Die Strähnen sollte vor allem möglichst nah am Ansatz eingeklemmt werden, den Lockenstab dann bis kurz vor die Spitze ziehen und das Haar fast bis zum Ansatz des Geräts aufrollen. Position kurz halten – je nach Hitze bis 20 oder 30 zählen. Einige Hersteller geben aber auch bis zu 60 Sekunden pro Strähne an. Dann Klemme lösen und den Stab herausziehen.

Selbst die besten Locken hielten im Test aber maximal bis zum Schlafengehen an, am nächsten Morgen war davon nicht mehr viel zu sehen.

Wie bekommt man schöne Locken?

Am besten direkt nach der Haarwäsche Schaumfestiger für Locken benutzen das gibt länger Halt. Am nächsten Tag funktioniert das Styling dann besonders gut.

Vor der Anwendung sollten die Haare gut gekämmt werden und man sollte Hitzeschutz aufsprühen – der versiegelt die Haare, so gibt es keine Spliss und sie werden nicht so sehr angegriffen.

Angeblich soll man die Haare direkt nach dem Eindrehen nicht offen aushängen lassen, sondern per Finger nachdrehen und feststecken, bis sie kühl sind. Im Test konnten wir zwischen beiden Methoden keinen Unterschied feststellen.

Das Styling mit einem Lockenstab dauert zumindest am Anfang etwa eine Stunde, wenn man ein gutes Ergebnis will. Geübte schaffen es aber deutlich schneller. Dennoch empfehlen wir dringend einen Helfer, sofern sich einer anbietet, denn vor allem die ersten Male können Zeit kosten und schwierig sein.

Danach die Haare keinesfalls zu stark auskämmen, sanfte Bürstenstriche oder nur die Finger genügen vollkommen.

Wer oft Locken tragen will, kann auch die Haare dementsprechend schneiden lassen, Profis empfehlen hier etwa einen luftigen Stufenschnitt.

Wissenswertes vor dem Kauf

Vor allem sollte ein Lockenstab einfach anzuwenden sein. Eingeschlafene Arme durch einen zu schweren Stab will niemand. Eine Klemme erleichtert die Arbeit, sofern sie vorhanden ist, sollte sie mit einer Hand gelöst werden können und auch die Aufsätze sollten sich leicht wechseln lassen.

Bei guten Geräten kann man die Hitze gezielt einstellen, außerdem gibt es hier eine sichtbare Temperaturanzeige sowie eine Kontrollleuchte bzw. einen Balken. Damit sieht man, wann die Zieltemperatur erreicht ist. Das Aufheizen dauert meist unter drei Minuten.

Keramik- oder Teflonbeschichtung ist ebenfalls empfehlenswert, die schützen das Haar vor Hitze und sorgen für bessere Gleitfähigkeit, das verhindert verhedderte Haare. Das Ganze kostet mehr, lohnt sich aber.

Außerdem empfehlen wir einen ergonomischen Griff, ein Kabel von mindestens zwei Metern mit drehbarem Gelenk und schlank sollte der Stab auch sein, sonst nimmt er zu viel Platz im Koffer weg. Aufbewahrungstaschen finden wir ebenfalls gut.

Und auch Sicherheit geht vor. Damit es nicht zum Brand kommt, sollte der Stab eine Abschaltautomatik nach einer halben Stunde haben.

Ebenfalls ist ein solider Ständer wichtig, schön wäre auch eine hitzeisolierte Kunststoffmatte im Lieferumfang. Das ist hilfreich, da man oft beide Hände zum Abtrennen einer Strähne braucht. Bei manchen Herstellern gibt es zusätzlich einen Hitzeschutzhandschuh, der soll Verbrennungen verhindern. Allerdings rutscht damit im Test eher der Stab in der Hand.

So haben wir getestet

In der ersten Testrunde haben wir mit vier Mädchen getestet, von denen zwei eine normale Haarstruktur und zwei dicke Haare hatte. Schnell trennte sich bei den Geräten die Spreu vom Weizen. Das Update hat eine Testerin über mehrere Wochen hinweg durchgeführt.

Wir wollten vor allem wissen, mit welchem Stab man die besten Locken bekommt. Außerdem sollten Sie dabei auch glänzen und gesund aussehen.

Die Handhabung sollte möglichst einfach sein und außer dem Stab selbst sollte sich nichts erhitzen. Angesehen haben wir uns auch Verarbeitung und Zubehör sowie den Preis.

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