Lockenpracht im Handumdrehen Test: Löckenstäbe

Lockenstäbe im Test : Lockenpracht im Handumdrehen

Update 22.11.2021

Nur wenige Europäer haben Naturlocken, gerade mal 15 Prozent sind es, doch auch mit glatten Haaren kann man sich heutzutage über Locken freuen. Dazu braucht man nur einen Lockenstab. Wir haben 23 Modelle getestet und können einige empfehlen.

Update 22. November 2021

Wir haben drei weitere Lockenstäbe bzw. Welleneisen getestet. Unsere neue Welleneisen-Empfehlung ist das Remington Proluxe Adjustable Waver CI91 AW.

24. Februar 2021

Wir haben fünf neue Lockenstäbe getestet. Der Dyson Airwrap ist eine neue Empfehlung.

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Kerstin Güntzel
schreibt als freie Journalistin unter anderem für ELTERN, ELTERN family, Vanity Fair und die dpa. Sie ist zweifache Mutter und testet regelmäßig Produkte für Kinder.

Während die Römer noch Metallrohre für die Locken genommen haben, in die erhitzte Bronzestäbe gesteckt wurden, geht das heute bedeutend schneller. Stecker rein, Lockenstab benutzen und fertig. Doch hier – ähnlich wie bei anderen Beauty-Produkten auch – ist die Auswahl groß und die Unterschiede oft nicht gleich erkennbar. Wir haben daher 23 Lockenstäbe von 20 bis 120 Euro getestet und festgestellt, dass das teuerste Produkte nicht immer das beste ist.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
IonTec-FunktionLuxusmodellAutomatischWelleneisen-EmpfehlungEinfach
Test Lockenstab: Braun Satin Hair 7 CU710Test  Lockenpracht im Handumdrehen: Dyson AirwrapTest  Lockenstab: Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878Test: Remington Proluxe 4 In 1 Adjustable Waver Ci91 AwTest Lockenstab: Cloud Nine  Wand
Modell Braun Satin Hair 7 CU710 Dyson Airwrap Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878 Remington Proluxe Adjustable Waver CI91 AW Cloud Nine Wand
Pro
  • Macht tolle, langlebige Locken
  • Einfache Handhabung
  • Haarschonend
  • Gute Verarbeitung
  • Keramikbeschich­tung
  • Stabiler Ständer
  • 9 Temperaturstufen
  • Guter Preis
  • Haarschonend bei nur 120 Grad
  • Vielseitiges Zubehör
  • Leichte Hand­habung
  • Weniger statische Aufladung
  • Aufwendige, dekorative Aufbewahrungs­box
  • Sehr sicher, keine Verbrennungsgefahr
  • Piepston schützt vor Überhitzung
  • Haar-Temperatur­sensor
  • Keratin-Keramik­beschichtung
  • Ionentechnologie
  • Vierfach verstellbare Wellentiefe
  • Variable Temperatur­einstellungen
  • 3 m Kabellänge mit Dreh­gelenk
  • Tastensperre verhindert unkontrolliertes Verstellen der Temperatur
  • Schöne, glänzende Locken in verschiedenen Varianten
  • Sehr simple Bedienung
  • 3 Temperatur­stufen
Contra
  • Kein Federgewicht
  • Mehr Wellen als Locken
  • Sehr teuer
  • Nicht für Locken in besonders kräftigem, oder krausem Haar geeignet
  • Hohes Gewicht
  • Lockendrehen dauert evtl. etwas länger
  • Stolzer Preis
  • Relativ schwer
  • Etwas unförmig
  • Kein Zubehör
  • Gerät wird recht heiß
  • Relativ schwer
  • Haare rutschen manchmal am Stab ab
  • Sehr teuer
Bester Preis
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IonTec-Funktion: Braun Satin Hair 7 CU710

IonTec-Funktion

Braun Satin Hair 7 CU710

Test Lockenstab: Braun Satin Hair 7 CU710
Wenn wir uns einen Lockenstab kaufen würden, dann diesen. Das Gerät erlaubt sich fast keine Fehler.

Im Test am meisten überzeugen konnte uns der Braun Satin Hair 7 CU710, denn hier bleiben fast keine Wünsche offen.

Optisch überzeugt er in schwarz/silber, der Stab hat 24 Millimeter Durchmesser und lässt sich daher auch leicht transportieren. Besonders gut gefällt uns die IonTec-Funktion.

Gemeint ist damit nicht die allgemein bekannte Ionentechnologie, hier werden vielmehr aktive Ionen benutzt. Die sind negativ geladen und die Haarsträhne wird von ihnen aktiv umschlossen, das Ganze wirkt antistatisch. Dadurch bekommt das Haar mehr Glanz, denn Feuchtigkeit wird ins Haar zurücktransportiert.

Was das bedeutet? Kein Frizz mehr! Wir hatten im Test tatsächlich den Eindruck, dass die Haare geschmeidiger werden, obwohl vier der Testerinnen oft von strohigem Haar geplagt werden. Außerdem hat der Lockenstab eine Keramikbeschichtung, die verhindert, dass sich Strähnen verheddern und schützt die Haarspitzen. Wichtig war uns auch die leichte Bedienung.

Wählen kann man zwischen 125 und 186 Grad neun Temperatureinstellungen, je nach Haardicke. Das LED-Display zeigt die Temperatur gut an und der Stab heizt wirklich schnell. Nach nur 45 Sekunden war die eingestellte Temperatur erreicht.

Test Lockenstab: Testsieger Braun Satin Hair 7 CU710.
Die Locken vom Braun Satin Hair 7 können sich sehen lassen.

Um die Locken zu drehen, wird die Klemme per Daumendruck geöffnet, Haare ein wenig oberhalb der Spitze eingelegt. Nun schließt man das Gerät und die Haare werden eingewickelt. Je nach Haarsträhne hatten wir nach 30 Sekunden schöne, regelmäßige und große Locken. Die Locken glänzten, waren weich und hielten bis zum Schlafen an.

Das hat aber etwas Übung erfordert, anfangs sprangen die Haarspitzen noch raus, mit der richtigen Richtung gab es aber keine Probleme mehr.

Gut gefällt uns die Temperaturboost-Funktion, sie heizt den Stab für kurze Zeit auf sehr hohe Temperaturen, sodass auch widerspenstiges und wirres Haar gebändigt wird. Dennoch empfanden wir den Stab am Kopf nie als heiß und er kann auch gut mit beiden Händen gehalten werden, denn oben und unten gibt es hitzeisolierenden Kunststoff.

Außerdem hat der Stab einen sehr stabilen Ständer, sodass hier nichts versehentlich umkippen und den Teppich versengen kann. Nach einer halben Stunde schaltet das Gerät ohne Verwendung automatisch ab, diese Sicherheitsfunktion finden wir toll.

Was gäbe es da noch auszusetzen? Keinesfalls das zwei Meter lange Kabel, möglicherweise aber das Gewicht von 360 Gramm, das kann bei längerem Stylen doch in die Arme gehen.

Ansonsten bekommt man hier aber ein Gerät, das die Haare schont, toll funktioniert und gute Ergebnisse bringt.

Luxusmodell: Dyson Airwrap

Luxusmodell

Dyson Airwrap

Test  Lockenpracht im Handumdrehen: Dyson Airwrap
Einer für alles: Zahlreiche Aufsätze und die patentierte Coanda-Technik zaubern selbst bei Ungeübten Haare wie frisch vom Friseur.

Das wahre Multitalent unter den Lockenstäben ist der Dyson Airwrap. Dafür muss man aber auch sehr viel Geld auf den Tisch legen. Doch gerade für Laien, die Schwierigkeiten beim Styling haben, ist dieses Modell ein Must-Have. Es ist seit Ende 2018 auf dem Markt und sowohl diverse Haarprofis als auch das Testteam stimmen überein, dass der Airwrap die 500 Euro tatsächlich wert ist. Er zaubert statt mit einem sehr heißen Eisen mit haarschonender, starker Föhnluft schöne Wellen.

Im Lieferumfang sind der typische Dyson-Föhnaufsatz, eine Volumenaufsatz und diverse Bürsten vorhanden. Zudem sind vier Lockenaufsätze dabei. Der Aufsatz mit drei Zentimetern dreht Locken rechts, der mit vier Zentimetern links ein. Für ein perfektes Ergebnis sollte die Haarsträhne stets vom Gesicht weg eingedreht werden. Somit muss man also den Aufsatz ab der Hälfte des Kopfes wechseln. Mit seinem speziellen Coanda-Effekt saugt der Airwrap die Strähne an und wickelt sie ganz automatisch auf.

Brandblasen oder ermüdendes stylen über Kopf gibt es hier nicht. Das Modell erhitzt sich nicht stärker als 120 Grad, das ist vor allem für empfindliche und feine Haare sehr schonend. Die Strähne lässt sich per leichtem Druck der »Cool Shot«-Taste auskühlen, bevor die Locke freigegeben wird. Nachteil: Mit diesem Schonprogramm hält die Lockenpracht nicht sonderlich lange und Korkenzieherlocken kann man nicht erzielen.

Der Dyson Airwrap bietet ein multifunktionales Styling-Tool, das Föhn, Volumen- und Glättbürste, sowie Lockenstab in einem parat hält. Das Modell strapaziert das Haar nicht, ist einfach in der Handhabung, zaubert aber eher Wellen anstatt Locken. Möchte man lieber langanhaltende, perfekte Locken oder besitzt man krause oder sehr dicke Haare, sollte man besser zu einem klassischen Lockenstab greifen.

Vorsicht: Das Gerät sollte man am besten direkt bei Dyson bestellen. Auf Amazon wurden bereits Plagiate entdeckt, die nach kurzer Zeit nicht mehr funktionierten und nicht umgetauscht werden konnten.

Automatisch: Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878

Automatisch

Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878

Test  Lockenstab: Philips Stylecare Prestige Moisture Auto Curler BHB878
Sicher, praktisch und haarschonend: der beste automatische Lockendreher im Test.

Ein toller automatischer Lockendreher ist der Stylecare Prestige Moisture Auto Curler von Philips. Das Design gefällt uns, er ist in Weiß und Roségold gehalten und wirkt hochwertig. Sicher ist das Gerät zudem, denn der Heizstab – motorisiert – befindet sich innen im Kelch, so verbrennt man sich nicht die Finger.

Zunächst wirkt der Stylecare etwas seltsam, die Bedienungsanleitung sagt einem aber schnell, wie man ihn benutzt. Den Haaransatz in den Stab halten, Strähne von oben hineinziehen, innen am Heizstab vorbeiziehen und vorne durch die Öffnung wieder raus. Automatisch geht es dann weiter, per Knopfdruck wird die Strähne in den Kelch gezogen und um den Heizstab, der sich innen befindet – die Lockenkammer – gewickelt. Der Heizstab dreht sich dabei um die eigene Achse. Die Dauer kann man auswählen, je nachdem gibt es dann nach zwölf, zehn oder acht Sekunden ein akustisches Signal und die Locke ist fertig.

Wir bekommen schöne Ergebnisse, geschmeidige Locken, schön glänzend. Das liegt wohl an der Keratin-Keramikbeschichtung, sowie an den antistatischen Ionen. Außerdem misst das Gerät die Temperatur der Haare, sodass sie nicht ausgetrocknet werden – wenn man denn die mittlere Temperaturstufe wählt. Zur Wahl stehen 170, 190, sowie 210 Grad.

In der Gebrauchsanleitung gibt es eine Tabelle, die anzeigt, welche Zeit- und Temperatureinstellungen man für welche Art Locken – fest bis wellig – braucht. Insgesamt gibt es fünf Knöpfe, einer davon bestimmt die Lockenrichtung, hier gibt es auch eine automatisch wechselnde Variante. Man kommt so gesamt auf 27 verschiedene Stylings.

Der Hersteller gibt an, dass naturkrauses Haar erst glattgeföhnt werden soll. Wenn sich das Haar während des Wickelns verheddern, schaltet das Gerät von selbst ab. Außen wird nichts warm, hier waren wir uns ganz sicher, dass man sich nicht verbrennen kann.

Zur Reinigung für den Heizstab wird ein Filzzylinder mitgeliefert und ein Plastikplättchen mit Zacken, mit dem kann man die Haarsträhnen abmessen. Mit dem neuen Stab, so der Hersteller, können Strähnen bis 64 Zentimeter Länge gelockt werden, das ist doppelt so viel wie beim Vorgängermodell.

Allerdings ist das Modell mit 150 Euro nicht billig und kostet auch ein wenig Zeit. Dank Motor ist der Lockenstab auch etwas schwerer, 580 Gramm wiegt er. Die Bedienungsanleitung ist leicht verständlich, aber leider ein wenig unhandlich.

Insgesamt ein sehr sicheres Gerät, wenn man gewillt ist, so viel Geld dafür auszugeben.

Welleneisen-Empfehlung: Remington Proluxe Adjustable Waver CI91 AW

Welleneisen-Empfehlung

Remington Proluxe Adjustable Waver CI91 AW

Test: Remington Proluxe 4 In 1 Adjustable Waver Ci91 Aw
Das Remington Proluxe zaubert tolle Wellen in die Haare – das sind zwar keine richtigen Locken, dafür halten sie aber viel länger!

Das Remington Proluxe ist für uns das beste Welleneisen im Test. Wellen sind zwar keine Locken, allerdings sehen das Volumen und die Struktur, die vom Welleneisen erzeugt werden, sehr natürlich aus. Zudem halten sie auch deutlich länger als das Ergebnis der Lockenstäbe.

Das Welleneisen ist in vier Stufen verstellbar und erzeugt verschiedene Wellen von sanft (Position 1) bis intensiv (Position 4). Die Einstellung wird über ein Rad an der Spitze des Geräts gewählt. Da die Spitze nicht heiß wird, lässt sich das Rad auch im heißen Zustand bedienen.

Durch die strukturierte Keramikbeschichtung sollen die Haare geschont werden, zudem wird ein Verrutschen der Strähne auf der Stylingfläche verhindert. Die Bedienung des Welleneisens ist denkbar einfach: Strähne abtrennen, in das Eisen legen und dieses schließen – dann je nach Haartyp und Temperatur ein paar Sekunden halten. Anschließend kann man sich Schritt für Schritt Richtung Haarspitze vorarbeiten. Für Wasserwellen werden die Haare quer zwischen die Stäbe gelegt, das erfordert ein wenig Übung. Auch das Stylen der Haare am Hinterkopf erfordern etwas Geschick oder die Hilfe einer zweiten Person.

Mit einem Gewicht von 630 Gramm ist das Remington nicht gerade leicht, mit der Zeit wird der Arm daher etwas schwer. Für das Gewicht ist möglicherweise die hitzeisolierte Unterseite mitverantwortlich. Dank ihr lassen sich aber auch kurze Haare nah am Ansatz stylen, ohne dass man sich dabei verbrennt. Praktisch ist auch die Tastensperre, durch die ein unbeabsichtigtes Verstellen des Temperaturreglers verhindert wird. Die Temperatur kann man aus fünf Stufen von 150 bis 210 Grad wählen.

Die gewünschte Temperatur wird innerhalb von nur 30 bis 45 Sekunden erreicht. Eine Hitzeschutzmatte gibt es nicht, allerdings kippt das Welleneisen wenn man es ablegt nur zur Seite, ohne dass die heißen Stäbe den Untergrund berühren. Benutzt man das Eisen 60 Minuten lang nicht, stellt sich das Gerät von selbst ab.

Das Remington Proluxe erzeugt unkompliziert langanhaltende, glänzende und abwechslungsreiche Wellen.

Einfach: Cloud Nine Wand

Einfach

Cloud Nine Wand

Test Lockenstab: Cloud Nine  Wand
Einfacher kann Lockenwickeln nicht sein! Allerdings bittet der Hersteller dafür ordentlich zur Kasse.

Ein ganz anderes Design findet man beim Cloud Nine Wand. Hier handelt es sich um einen Lockenstab in konischer Form mit einem Überzug aus koreanischen Felsenmineralien. Das sieht alles nicht nur cool aus, sondern spart auch Platz in der Tasche.

Dafür ist dieses Gerät aber mit 400 Gramm deutlich schwerer als manch anderer Lockenstab und 36 Zentimeter sind auch nicht gerade kurz. Das war es dann wieder mit der Platzersparnis, zumindest in der Länge. Praktisch ist das für lange Haare dennoch, so kann man eine ganze Strähne einwickeln, nur das Gewicht könnte bei der Handhabung stören.

Der Griff ist bequem und das drehbare Kabel mit 2,60 Metern auch lang genug. Benutzt man den Stab 30 Minuten nicht, so schaltet er automatisch ab. Der Stab ist hochwertig verarbeitet, das hat aber auch seinen Preis, stolze 120 Euro kostet er.

Vor allem die einfache Bedienung gefällt uns: Nach dem Anschalten wählt man zwischen High, Medium und Low die Temperatur, nach 15 Sekunden ist der Stab aufgeheizt und man kann die Strähnen um den Lockenstab wickeln und loslegen. Pro Strähne dauert es ca. 20 Sekunden.

An der dicksten Stelle des Stabes bekommt man große Locken, die schön gleichmäßig sind und glänzen, hier hat der Stab einen Durchmesser von 39,5 Millimetern. An der schmalsten Stelle mit 12,7 Millimetern bekommt man Korkenzieherlocken. Das Gerät hat übrigens die Hair Awards zweimal gewonnen, verdient.

Einen Kritikpunkt haben wir aber doch: durch die Form des Stabs rutschen die Locken schnell hin zur schmaleren Seite, so muss man das Haar für größere Locken festhalten oder

wieder hochschieben, mit einigen Verrenkungen klappt das. Alleine, ohne Hilfe ist das anstrengend und man könnte sich schnell verbrennen, da der Lockenstab ziemlich heiß wird. Das bemerkten wir beim Test auch auf der Kopfhaut. Mit dabei ist deshalb ein Schutzhandschuh, wenn wir den benutzen, rutscht der Stab aber leicht aus der Hand.

Zum Abkühlen gib es eine Trommelschutzkappe, dieser wird über den Stab gestülpt. Das funktioniert aber nicht besonders gut, denn sie wird ebenfalls schnell heiß. Der Ständer ist wackelig und der Lockenstab kippt schnell um. So lange wie beim Braun-Gerät haben die Locken nicht gehalten. Mit Abstrichen also empfehlenswert.

Was gibt es sonst noch?

Das BaByliss Easy Waves Welleneisen C260E erzeugt einfach und schnell Volumen und leichte Wellen. Das Welleneisen heizt sich innerhalb einer Minute auf, die erreichte Temperatur wird durch ein Lichtsignal am Griff angezeigt. Zur Wahl stehen drei Temperaturstufen – 160, 180 sowie 200 Grad. Die Rückseite ist mit Kunststoff geschützt und wird nur mäßig heiß, so verbrennt man sich nicht so leicht. Mit dem Styling waren wir in nur zehn Minuten fertig.

Das flexible Drehgelenk am Kabel ist ebenfalls positiv, mit 1,75 Metern ist das Kabel allerdings etwas kurz. Auch eine Sperre zum Verschließen der Heizplatten gibt es hier nicht. Hierfür muss man nach dem Abkühlen das Kabel herumwickeln.

Abgesehen vom Preisunterschied und fehlender Ionisierung kann der Philips Stylecare Prestige BHB876 mit unserer Empfehlung desselben Herstellers mithalten. Der automatische Lockendreher ist praktisch, sicher und schont die Haare. Die fertigen Locken sind schön glänzend und haben den richtigen Schwung. Beim kleinsten Widerstand schaltet sich das Gerät aus und gibt das Haar frei. Man kann aus drei Temperaturstufen – 170, 190, 210 Grad – und drei Zeitslots von acht, zehn sowie zwölf Sekunden wählen.

Auch dieses Modell bleibt von außen kühl, sodass man sich nicht die Finger verbrennt. Bei Nichtnutzung schaltet sich der Stylecare nach 70 Minuten von selbst ab. Zur Reinigung liegt ein gefilzter Ring bei, der im Inneren des ausgeschalteten, abgekühlten Lockenstabs angebracht und ein paar Mal von oben nach unten bewegt wird.

Der elegante, kegelförmige, grau-rosafarbene Remington CI83V6 Keratin Protect bietet neben der Keratin-Keramik-Beschichtung auch Mandelöl. Er zaubert schön federnde, definierte Locken, die auch bis zum darauffolgende Tag halten. Sie fallen mit einem Durchmesser von 19 bis 28 Millimetern auch klein aus, es sei denn, es werden dickere Strähnen aufgewickelt.

Der Lockenstab besitzt keine Klemme, sodass die Haarspitze mit der Hand an der hitzebeständigen Spitze festgehalten werden muss. Bei Stiftung Warentest ist dieses Modell wegen der Verbrennungsgefahr durchgefallen und das trotz grundsätzlicher elektrischer Sicherheit: Bei Nichtbenutzung schaltet sich der Remington nach einer Stunde automatisch aus. Im Lieferumfang befindet sich neben der grauen Aufbewahrungstasche auch ein hitzebeständiger Handschuh.

Anfänger müssen hier aufpassen, dass sie sich nicht verbrennen. Daher ist der schlichte Stab eher etwas für Geübte. Dann ist dieses Modell eine solide Alternative zu einem guten Preis, mit dem man Locken schnell und flexibel drehen kann. Der Stab wiegt nur 315 Gramm, hat ein drei Meter langes Kabel und bringt zudem zum Ablegen einen kleinen Standfuß mit.

Fast gleichauf mit dem Cloud Nine Wand liegt der ghd Curve Creative Curl Wand. Jedoch verfügt er lediglich über eine Temperaturstufe. Der Lockenstab ist nach 15 Sekunden einsatzbereit und somit mit Abstand am schnellsten. Er stylt mit rund 185 Grad Celsius und zaubert definierte, langanhaltende Traumlocken.

Dank der leicht rauen Keramikbeschichtung wird das Haar geschont und sie erleichtert zudem das Umwickeln das leicht ovalen, konischen Stabs. Das Modell hat keine Klemme und die Spitze bleibt kalt. Mit dieser beliebten Form kann man sehr natürliche Beach Waves kreieren. Mit seinem Gewicht von 360 Gramm liegt das Modell im guten Mittelfeld und kann ohne Ermüdungserscheinung länger benutzt werden. Der im Lieferumfang enthaltene Hitzehandschuh bedeckt nur drei Finger, sodass zwei zum Abteilen der Haarsträhnen frei bleiben. Das Handling wird durch das schwenkbare, extralange Kabel erleichtert. Zum sicheren Abstellen ist zudem ein Ständer dabei.

Der ghd schaltet sich nach 30 Minuten im Standby von selbst ab. Dank Universalspannung ist das Modell weltweit verwendbar. Die Gebrauchsanleitung ist nicht sonderlich ausführlich. Es wird wohl vorausgesetzt, das man weiß, dass die Spitze des Stabes für mehr Sprungkraft beim Wickeln nach unten zeigen sollte.

Der Remington Advanced Colour Protect CI 8605 kommt in einem hübschen Champagnerton daher, hat eine Klemme und Keramikbeschichtung sowie UV-Filter. Laut Hersteller soll das sehr schonend sein, er eignet sich außerdem auch für strapaziertes und/oder gefärbtes Haar. Per Taste kann ein Hitzesensor aktiviert werden, der misst die Temperatur der Haare und reguliert dementsprechend die Hitzeausgabe. Auf der Verpackung findet sich die etwas verwunderliche Warnung »Enthält Spuren von Nüssen.« Was es damit auf sich hat? Im Stab ist Shea-Öl eingelagert, das soll die Haare pflegen und führt zu dem etwas skurrilen Warnhinweis.

Auf Anhieb gelangen uns keine guten Ergebnisse auf mittlerer Stufe, die gelockten Haare hielten nicht lange

Es gibt aber auch eine Turbo Boost-Funktion, die erhitzt schnell auf 210 Grad und damit funktioniert der Stab besser. Wir haben einen Stabumfang von 32 Millimetern, sodass die Haare voluminös werden, den versprochenen extra Pflege- bzw. Glanzeffekt haben wir aber nicht gesehen. Mit 376 Gramm gehört der Stab zu den schwereren Modellen.

Was uns gefällt, ist der eingebaute Standfuß, der ist schön stabil. Außerdem gibt es ein drei Meter langes Kabel und auch die mitgelieferte Tasche in Beige und Gold gefällt uns.

Wissenswertes über Lockenstäbe

Nicht alle Lockenstäbe eignen sich für jede Art von Locken, daher sollte man ihn nach den persönlichen Vorlieben aussuchen.

Wir finden Stäbe mit gerader oder konischer Form am einfachsten. Einfach die Strähne um das Metallstück wickeln, dann wird sie erhitzt. Alternativ gibt es Heizstäbe aus Metall mit Klemmbügel, so kann die Strähne nicht wegrutschen.

Außerdem gibt es auch Lockenstäbe mit Motor, Haarsträhne festklemmen und schon wird das Haar automatisch eingezogen und erwärmt. Hier gibt es teils Geräte mit Steamer, das ist Dampf auf dem Wassertank, das soll das Haar geschmeidig machen, Glanz und Feuchtigkeit liefern. Wir hatten damit im Test eher Probleme, aber das ist Geschmackssache.

Sind Lockenstäbe schädlich?

Ob Lockenstäbe dem Haar schaden, dazu hat wohl jeder seine eigene Meinung. Die gelegentliche Nutzung dürfte aber kaum etwas ausmachen. Nutzt man den Stab aber täglich, so könnte es bei feinen, blondierten oder strapazierten Haaren aber doch zu Problemen kommen. Die Haarstruktur könnte dann dauerhaft geschädigt werden.

Grundsätzlich sollte der Stab also nicht zu heiß eingestellt sein, an die richtige Temperatur kann man sich langsam herantasten. 180 Grad dürften den meisten reichen. Extensions und dünnes Haar vertragen eher keine Hitze über 170 Grad, graue oder dicke Haare dagegen kommen auch mit bis zu 220 Grad klar.

Die getesteten Lockenstäbe waren alle für trockenes Haar gedacht, feuchtes Haar und Hitze ist keine gute Kombination.

Wie wird der Lockenstab benutzt?

Man sollte sich immer auf eine Haarpartie konzentrieren und nicht überall gleichzeitig anfangen. Strähne für Strähne kann sich nichts verheddern und man bekommt schöne Locken. Am besten – das empfehlen Profis und Hersteller – die fertigen Haare abtrennen und am besten alle Strähnen gleich breit lassen.

Aber auch ohne Klammern zum Abtrennen haben wir im Test gute Ergebnisse erzielt, das muss jeder selbst entscheiden.

Lockenstab Test: Kleine Kringel oder sanfter Schwung?
Beim Styling hat man die Qual der Wahl: wie groß sollen die Locken werden?

Die Strähnen sollte vor allem möglichst nah am Ansatz eingeklemmt werden, den Lockenstab dann bis kurz vor die Spitze ziehen und das Haar fast bis zum Ansatz des Geräts aufrollen. Position kurz halten – je nach Hitze bis 20 oder 30 zählen. Einige Hersteller geben aber auch bis zu 60 Sekunden pro Strähne an. Dann Klemme lösen und den Stab herausziehen.

Selbst die besten Locken hielten im Test aber maximal bis zum Schlafengehen an, am nächsten Morgen war davon nicht mehr viel zu sehen.

Wie bekommt man schöne Locken?

Am besten direkt nach der Haarwäsche Schaumfestiger für Locken benutzen das gibt länger Halt. Am nächsten Tag funktioniert das Styling dann besonders gut.

Vor der Anwendung sollten die Haare gut gekämmt werden und man sollte Hitzeschutz aufsprühen – der versiegelt die Haare, so gibt es keine Spliss und sie werden nicht so sehr angegriffen.

Angeblich soll man die Haare direkt nach dem Eindrehen nicht offen aushängen lassen, sondern per Finger nachdrehen und feststecken, bis sie kühl sind. Im Test konnten wir zwischen beiden Methoden keinen Unterschied feststellen.

Das Styling mit einem Lockenstab dauert zumindest am Anfang etwa eine Stunde, wenn man ein gutes Ergebnis will. Geübte schaffen es aber deutlich schneller. Dennoch empfehlen wir dringend einen Helfer, sofern sich einer anbietet, denn vor allem die ersten Male können Zeit kosten und schwierig sein.

Danach die Haare keinesfalls zu stark auskämmen, sanfte Bürstenstriche oder nur die Finger genügen vollkommen.

Wer oft Locken tragen will, kann auch die Haare dementsprechend schneiden lassen, Profis empfehlen hier etwa einen luftigen Stufenschnitt.

Wissenswertes vor dem Kauf

Vor allem sollte ein Lockenstab einfach anzuwenden sein. Eingeschlafene Arme durch einen zu schweren Stab will niemand. Eine Klemme erleichtert die Arbeit, sofern sie vorhanden ist, sollte sie mit einer Hand gelöst werden können und auch die Aufsätze sollten sich leicht wechseln lassen.

Bei guten Geräten kann man die Hitze gezielt einstellen, außerdem gibt es hier eine sichtbare Temperaturanzeige sowie eine Kontrollleuchte bzw. einen Balken. Damit sieht man, wann die Zieltemperatur erreicht ist. Das Aufheizen dauert meist unter drei Minuten.

Keramik- oder Teflonbeschichtung ist ebenfalls empfehlenswert, die schützen das Haar vor Hitze und sorgen für bessere Gleitfähigkeit, das verhindert verhedderte Haare. Das Ganze kostet mehr, lohnt sich aber.

Außerdem empfehlen wir einen ergonomischen Griff, ein Kabel von mindestens zwei Metern mit drehbarem Gelenk und schlank sollte der Stab auch sein, sonst nimmt er zu viel Platz im Koffer weg. Aufbewahrungstaschen finden wir ebenfalls gut.

Und auch Sicherheit geht vor. Damit es nicht zum Brand kommt, sollte der Stab eine Abschaltautomatik nach einer halben Stunde haben.

Ebenfalls ist ein solider Ständer wichtig, schön wäre auch eine hitzeisolierte Kunststoffmatte im Lieferumfang. Das ist hilfreich, da man oft beide Hände zum Abtrennen einer Strähne braucht. Bei manchen Herstellern gibt es zusätzlich einen Hitzeschutzhandschuh, der soll Verbrennungen verhindern. Allerdings rutscht damit im Test eher der Stab in der Hand.

So haben wir getestet

In der ersten Testrunde haben wir mit vier Mädchen getestet, von denen zwei eine normale Haarstruktur und zwei dicke Haare hatte. Schnell trennte sich bei den Geräten die Spreu vom Weizen. Das Update hat eine Testerin über mehrere Wochen hinweg durchgeführt.

Wir wollten vor allem wissen, mit welchem Stab man die besten Locken bekommt. Außerdem sollten Sie dabei auch glänzen und gesund aussehen.

Die Handhabung sollte möglichst einfach sein und außer dem Stab selbst sollte sich nichts erhitzen. Angesehen haben wir uns auch Verarbeitung und Zubehör sowie den Preis.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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