Test: Glätteisen

Glätteisen im Test : Für langanhaltend glatte Haare

Update 04.03.2022

Der Sleek-Look liegt noch immer im Trend, auch dank Promis wie Kim Kardashian und anderen – wer aber nicht von Natur aus glatte Haare hat, muss die widerspenstige Mähne erst zähmen. Dazu braucht man ein Glätteisen. Wir haben 27 Modelle getestet.

Update 4. März 2022

Wir haben sechs weitere Glätteisen getestet. Neue Empfehlungen sind das Remington Proluxe S9100 und das Golden Curl GL 829.

Kerstin Güntzel
schreibt als freie Journalistin unter anderem für ELTERN, ELTERN family, Vanity Fair und die dpa. Sie ist zweifache Mutter und testet regelmäßig Produkte für Kinder.

Glätteisen sorgen für glatte, glänzende Haare, so verwundert es nicht, dass z. B. 2016 mehr als 1,7 Millionen Deutsche mehrmals die Woche zum Glätteisen gegriffen haben. Glätteisen gibt es dabei in fast jeder Preisklasse und schon junge Mädchen nutzen sie, um glatte Haare zu zaubern.

Wir haben beim Test dieser zeitlosen Stylingmethode festgestellt, dass viele Geräte ihren Job gut machen und teuer nicht immer das beste sein muss.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Mit Keramik­beschichtungMit Infrarot-TechnologieLuxusTeuer aber gutFür Reisen
Test: Remington Proluxe S9100Test: Golden Curl Gl 829Test  Glätteisen im Test: Für langanhaltend glatte Haare: GHD  Platinum+ Professional StylerTest  Glätteisen: Cloud Nine  The TouchTest Glätteisen: Remington Pearl S9500
Modell Remington Proluxe S9100 Golden Curl GL 829 ghd Platinum+ Professional Styler Cloud Nine The Touch Remington Pearl S9500
Pro
  • Besonders gleitfähige Keramikbeschichtung
  • Sehr schnelles Aufheizen
  • Leichtgewicht
  • Extralanges Kabel
  • Hitzebeständige Aufbewahrungstasche zugleich Unterlage
  • Schnelle, glänzende, langanhaltende Glättungsergebnisse
  • große LED Anzeige
  • Schonende Infrarot Technik
  • Einfaches Ein- und Ausschalten
  • Automatisches Abschalten bei Nichtgebrauch nach 30 Minuten
  • Langes Kabel
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Hitzebeständige Platten­schutz­kappe
  • Glättet toll
  • LED-Temperatur­anzeige
  • Innovative Form der Bedienung
  • Null Wartezeit beim Aufheizen
  • Zwei tolle Auto-Off-Funktionen
  • Super Preis-Leistungs-Verhältnis
  • 10 Temperaturstufen via LC-Display
  • Bis zu sechs Jahre Garantie
  • Auto-Off-Funktion
  • Turbo-Boost-Funktion
Contra
  • Helle Oberfläche verschmutzt leicht
  • Haare ziepen
  • Sehr teuer
  • Nach einer Nacht ist der glatte Look nicht mehr ganz so perfekt
  • Keine individuelle Temperatur­einstellung möglich
  • Sehr teuer
  • Sehr teuer
  • Stinkt zumindest anfangs nach Chemie
  • Glättet gut, aber nicht am besten
  • Design Geschmack­sache
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Mit Keramikbeschichtung: Remington Proluxe S9100

Mit Keramik­beschichtung

Remington Proluxe S9100

Test: Remington Proluxe S9100
Glänzend glatte Haare auf einen Streich inklusive Hitzeschutztasche zum fairen Preis in hübschem Design.

Das Proluxe S9100 Glätteisen von Remington überzeugte im Test. Verpackt in einer funktionellen und stylischen Hitzeschutztasche macht das Gerät direkt einen edlen, hochwertigen Eindruck. Das in Roségold und Cremetönen gehaltene Glätteisen liegt zudem leicht und angenehm in der Hand.

Glätteisen Test: Remington Proluxe S9100 Test

Die gleitfähigen Keramikscheiben des Modells von Remington sind elf Zentimeter lang, haben abgerundete Enden und sind mit einer Federung ausgestattet. Neun Stufen zwischen 150 und 230 Grad stehen für die Temperaturregulierung zur Verfügung. Das Display zeigt die aktuelle Temperatur gut sichtbar an. Außerdem wird dort die Hitzestufe durch ein, zwei oder drei aufleuchtende Wellen angezeigt.

Die optimale Temperatur zum Haare glätten liegt, wie wir gelernt haben, bei 185 Grad. Hierfür besitzt das Proluxe die sogenannte Pro+ Stufe. Wird die entsprechende Taste zwei Sekunden lang gedrückt, hat das Glätteisen die perfekte Temperatur. Auf dem Display leuchtet dann die Anzeige »PRO« auf. Bis das S9100 komplett aufgeheizt ist, vergehen gerade einmal 15 Sekunden. Das ist schnell, liegt aber über den vom Hersteller versprochenen 10 Sekunden.

Das Remington glättet die Haare Strähne für Strähne, teils in einem Streich, und gleitet dabei butterweich durch das Haar. Vom Hersteller werden 50 Prozent mehr Glättung bei einem Durchzug versprochen. Ob das stimmt, können wir nicht nachweisen. Allerdings kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Mit der OPTIheat-Technologie sollen die Styling-Ergebnisse zudem länger anhalten. In unserem Test glänzten die geglätteten Haare den ganzen restlichen Tag und fühlten sich wunderbar weich an. Auch das drei Meter lange Kabel ist super. Eine Sicherheitsabschaltung, die nach 60 Minuten aktiv wird, gibt es auch und die Aufbewahrungstasche kann, da sie hitzebeständig ist, beim Haare glätten als Unterlage verwendet werden.

Mit Infrarot-Technologie: Golden Curl GL 829

Mit Infrarot-Technologie

Golden Curl GL 829

Das Glätteisen von Golden Curl arbeitet mit Infrarot. Der Vorteil besteht darin, dass die Infrarot-Strahlung die Haare von innen heraus erwärmt. Durch diese Technik wird weniger Hitze zum Glätten benötigt als bei klassischen Glätteisen.

Außerdem soll so die äußere Schuppenschicht geschützt und die natürliche Feuchtigkeit des Haars erhalten werden. Das Stylen der Haare auf diese Weise ist schonender und liefert länger anhaltende Ergebnisse. Wissenschaftlich bewiesen ist die schonende Wirkung bisher allerdings nicht. Die LED-Anzeige visualisiert den Aufheizvorgang, sodass Sie genau wissen, wann das Gerät einsatzbereit ist. Die maximal erreichbaren 230 Grad sollten Sie ihrem Haar zuliebe allerdings nicht ausreizen.

Glätteisen Test: Golden Curl Gl 829 Test

Etwas verwundert waren wir davon, dass das Glätteisen laut Betriebsanleitung nur maximal 200 Grad heiß werden kann. Wir nutzten für unseren Test allerdings sowieso immer die haarschonenderen 180 Grad. Feines Haar ließ sich schnell und mit wunderbar glänzenden Ergebnissen glätten. Der Effekt hielt zwei Tage an. Dickeres Haar konnte ebenfalls zügig und gut bearbeitet werden.

Das GL 829 ist für so gut wie alle Haartypen geeignet und dennoch schmal genug, um auch mit Ponyfransen fertig zu werden. Für den entstehenden Glanz sind scheinbar die mit Keramiköl beschichteten Turmalin-Titan-Platten verantwortlich. Auch Beach Waves lassen sich mit dem Golden-Curl-Glätteisen realisieren.

Der einzige Wermutstropfen ist, dass es manchmal ein bisschen ziept. Außerdem ist der Preis durchaus hoch.

Die Bedienung des GL 829 ist kinderleicht. Die Tasten sind so angebracht, dass man nicht aus Versehen die Temperatur verstellen kann. Das mitgelieferte Zubehör besteht aus einer hitzebeständigen Unterlage und einem Hitzehandschuh. Das Schwenkkabel sorgt für mehr Flexibilität beim Stylen.

Luxus: GHD Platinum+ Professional Styler

Luxus

ghd Platinum+ Professional Styler

Vom GHD Platinum+ Professional Styler sind wir ebenfalls überzeugt. Aus- und Einschalten geht per Knopfdruck und nach gefühlten zehn Sekunden ist das Gerät einsatzbereit. Hier wird mit den angegebenen 20 Sekunden bei der Aufheizzeit wirklich tief gestapelt. Wann man loslegen kann, erfährt man außerdem durch einen leisen Signalton.

 Glätteisen Test: Glätteisen Test Ghd Beweis

Unsere 14-jährige Testerin hat welliges, dickes Haar und ist stylingerprobt. Wir finden das Gerät stabil und in der Hand liegt es auch bequem. Nichts klappert, das spricht für gute Qualität und mit seinem Design in Weiß und Schwarz sieht es auch noch schick aus.

Die Handhabung ist einfach, einmal durch die Haarsträhne gehen und schon hat man glatte Haare, das spart Zeit. Der Look sieht auch gut aus, das Haar ist schön weich und ohne Frizz. Dank Gabelgelenk liegen außerdem die Stylerplatten genau übereinander, so gibt es keinen Knick im Haar.

Locken kann man damit auch drehen. Hierfür müssen nur die Strähnen mit dem Gerät eingerollt werden. Auch auf Reisen eignet es sich gut – dank Universalspannung. Ebenso gefällt uns das Kabel mit 2,70 Metern Länge, verwirrenden Schnickschnack gibt es hier nicht. Die Bedienung ist dadurch sehr einfach. Heiß wird das Gerät auch nicht und es gibt drei Jahre Garantie. Somit kann man sich nicht die Finger verbrennen, ebenso wenig die Kopfhaut und Ohren. Zudem gibt es noch eine Plattenschutzkappe.

Das Platinum+ kühlt angenehm schnell wieder ab. Zudem gibt es einen automatischen Schlafmodus als Sicherheitsfunktion, das Gerät wird nachdem es 30 Minuten nicht in Betrieb war abgeschaltet. Die hier verwendete Technologie heißt Ultra Zone: Infinity-Sensoren kontrollieren dabei 250 mal in der Sekunde die Wärme von den Platten, so soll die gemäß Hersteller perfekte Temperatur von 185 Grad dauerhaft aufrecht erhalten werden.

Das klingt gut, aber dafür kann die Hitze hier nicht an die eigene Haarstruktur individuell angepasst werden. Etwa 200 Euro sind außerdem ein stolzer Preis. Unsere Testerin ist übrigens am nächsten Morgen von den Freundinnen gefragt worden, ob sie das Glätteisen gewechselt hätte, die Haare sähen strohiger aus als mit dem Tonedo, das sie sonst benutzt. Auch die Testerin selbst fand die Haare am zweiten Tag weniger weich, sie verhedderten sich außerdem recht schnell. Ansonsten ist das GHD Platinum+ Professional Styler aber top!

Teuer aber gut: Cloud Nine The Touch

Teuer aber gut

Cloud Nine The Touch

Test  Glätteisen: Cloud Nine  The Touch
Für den hohen Preis bekommt man einiges geboten – das The Touch ist ein Luxusgerät.

Das Cloud Nine The Touch ist mit 130 Euro sicher kein Schnäppchen, wir finden aber, dass es seinen Preis definitiv wert ist. Schwarz und stylisch ist es, überzeugt uns zudem mit toller Leistung.

Glätteisen Test: Cloudnine

Allerdings hat dieses Glätteisen nach dem Auspacken sehr nach Chemie gerochen. Mit dabei  ist eine hitzeresistente Plattenschutzkappe und ein Hitzeschutzetui.

Wir sind mit der Euphorie dennoch etwas vorsichtig, denn einige Kunden berichten darüber, dass es schnell defekt wird. Wir empfanden das Gerät im Test aber als sehr durchdacht und mitdenken kann es auch.

Es gibt eine LED-Temperaturanzeige und ein digitales Display. Auswählbar sind 165 oder 195 Grad, die Auswahl funktioniert, indem man die mineralbeschichteten Platten aus Keramik kurz hintereinander auf und zu klickt, ähnlich wie eine Zange. Das funktioniert gut und die gewünschte Temperatur wird sofort eingestellt, hier gibt es keine Wartezeit. »Das schnellste Glätteisen der Welt.« – laut Hersteller.

Ein mittels Micro-Computer gesteuertes Heizsystem sorgt dafür, dass sich die Hitze anpasst. Wir haben 195 Grad bei dickem Haar gewählt und bekamen weiche, glänzende glatte Haare. Strohige Haare sucht man hier vergeblich.

Außerdem ist das Glätteisen sicher, wenn es eine halbe Minute nicht benutzt wird, schaltet es sich ab. Die letzte Temperatur wird sofort wieder eingestellt, sobald es wieder genutzt wird. Nach insgesamt 30 Minuten schaltet es ohne Benutzung komplett ab, automatisch.

Das Kabel ist mit 2,60 Metern ebenfalls lang genug und hat ein Drehgelenk. Auch wenn das Gehäuse ein wenig heiß wurde, bestand hier keine Gefahr, sich zu verbrennen.

Für Reisen: Remington Pearl S9500

Für Reisen

Remington Pearl S9500

Für Reisen empfehlen wir das Remington Pearl S9500. Er lässt sich vor allem sehr einfach bedienen und hat eine weltweite Spannungsanpassung. Beides finden wir gut, hübsch ist es zudem.

Glätteisen Test: Remingtonpearl

Hier bekommt man ein hochwertiges Glätteisen mit Keramik-Schlussbeschichtung, sogar mit echten Perlen. Die Haare hielten sogar über Nacht und waren schön glatt. Allerdings hatten die Strähnen alle einen kleinen Knick an den Stellen, an denen wir das Glätteisen angesetzt hatten.

Vor allem gefiel uns aber die einfache Bedienung, zunächst wird die »Ein«-Taste gedrückt, beim digitalen LC-Display kann man dann die Temperatur bestimmen. Es gibt dabei zwischen 150 und 235 Grad zehn Möglichkeiten. Außerdem stellt eine Turbo-Boost-Option gleich die maximale Stufe ein. Eine Tastensperre ist dafür verantwortlich, dass die Temperatur nicht aus Versehen wieder verstellt werden kann. Nach zehn Sekunden war das Gerät heiß und piepste.

Außen wird es dabei fast nicht warm, das finden wir gut. Das Kabel misst drei Meter und hat ein Drehgelenk, außerdem gibt es eine Sicherheitsabschaltung nach einer Stunde, wenn es nicht benutzt wird.

Außerdem eignet sich dieses Glätteisen für Reisen, denn es hat eine weltweite Spannungsanpassung. Außerdem kann man die gefedert gelagerten, extralangen Heizplatten sehr platzsparend zusammenklappen und für den Transport verriegeln.

Die weiße Aufbewahrungstasche ist hitzebeständig und gefällt uns ebenfalls. Außerdem bekommt man hier trotz günstigem Preis bis zu sechs Jahre Garantie.

Was gibt es sonst noch?

Das Tondeo Cerion Curve macht die Haare nicht nur glatt, sondern auch weich und glänzend, keine strohige Strähne blieb zurück und die Haare waren bis zu drei Tage glatt. Uns gefällt am Tondeo außerdem sein Design, es ist schlicht gehalten in schwarz bzw. weiß und silber. Nach 60 Minuten gibt es eine automatische Abschalt-Funktion, außerdem finden wir die Hitzeschutzmatte gut. Dort kann man das Glätteisen nämlich während dem Styling ablegen. Auch ist das Glätteisen angenehm leicht und das drei Meter lange Kabel mit Drehgelenk sorgt für viel Bewegungsfreiheit.

Nach 20 Sekunden zeigt ein rotes Kontrollämpchen, dass die richtige Hitze erreicht ist und der Stromverbrauch wird dank Energy Saving System reduziert. Man kann mit dem Gerät übrigens auch Locken drehen, denn die Platten sind gerundet. »Curvy« heißt diese Ausstattung und wir finden, sie funktioniert sehr gut. Für 50 Euro bekommt man hier tolle Qualität. Einzige Mankos sind, dass das Gerät lange zum Abkühlen braucht und das Gehäuse bei der Nutzung recht heiß wurde.

Das Furiden Glätteisen kommt in edlem goldenem Design daher und bietet vor allem viel Zubehör: mit dabei ist ein Kamm, eine hitzebeständige Tasche, ein Handschuh und zwei Haarklammern. Das Glätteisen ist handlich und die Bedienung überaus einfach. Am Drehrad wählt man einfach eine von fünf Temperaturstufen von 120 bis 230 Grad. Das Gerät verfügt über Keramik-Turmalin-Platten, die nur 15 Sekunden zum aufheizen brauchen. Außerdem gibt es auch hier eine Sicherheitsabschaltung nach 60 Minuten.

Das Styling funktionierte hervorragend. Die Haare waren weich, glänzend und glatt über mehrere Tage. Ein Kabel mit Drehgelenk ist dabei, es misst 2,50 Meter. Das chinesische Glätteisen macht einen hochwertigen Eindruck und auch die Kundenbewertungen lassen auf ähnliche gute Erfahrungen wie unsere schließen. Außerdem hat es eine weltweite Spannungsanpassung und kann daher auch mit auf Reisen gehen. Allerdings riecht es bei der Benutzung etwas chemisch und das Gehäuse wurde recht heiß. Zudem ist es teurer als das Gerät von Tondeo, liefert aber ein marginal schlechteres Gesamtergebnis.

Der Philips Straight Care kommt in hübschem Weiß-Rosé daher und bringt eine hitzebeständige Tasche mit. Außerdem gibt es hier eine Ionic-Funktion, die soll dafür sorgen, dass die Haare nicht strohig werden und geschont werden. Ein MoistureProtect-Sensor soll die Haare außerdem 30 Mal pro Sekunde analysieren und dementsprechend die Temperatur einstellen, so bleibt Feuchtigkeit erhalten.

Zunächst fiel uns der Geruch nach Verbranntem und nach Chemie auf, das war kein guter Einstieg. Die Bedienung ist einfach und das Glätteisen liegt gut in der Hand. Aufgeheizt ist es nach 15 Sekunden und es stehen die Temperaturstufen 150, 175 und 200 Grad zu Auswahl.

Die Ionisierungsfunktion hat uns nicht sonderlich gefallen, wir bekamen damit weder normales, noch dickes oder welliges Haar glatt und finden auch das Kabel zu kurz. Außerdem wird das Gehäuse recht heiß. Ohne die Funktion wurden die Haare dann auch schön weich und glatt. Die federnden Keramikplatten sollen außerdem Haarbruch verhindern. Wir finden 60 Euro für wenig überzeugende Funktionen aber zu viel.

An den Ghd Gold Professional Styler hatten wir hohe Erwartungen, denn er sieht nicht nur gut aus, sondern viele empfehlen ihn auch. Das konnten wir im Test aber nicht ganz nachvollziehen. 

Auch dieses Gerät stank erstmal nach Chemie. Hier gibt es mineralpulverbeschichtete Vollkeramikpartikel, die sollen Feuchtigkeitsverlust verhindern und das Glätteisen ist gut verarbeitet. In unter einer halben Minuten heizt es auf und hat eine Plattenschutzkappe, die hitzebeständig ist. Außerdem gibt es auch hier eine Auto-Off-Funktion nach 30 Minuten ohne Benutzung. Vom Ergebnis sind wir aber nicht überzeugt. Glatte Haare bekamen wir, aber keinen Glanz, sondern eher fettige wirkendes Haar und das trotz frisch gewaschener Haare.

Bei kinnlangem Haar gab es außerdem Probleme bei der Handhabung, kurze Strähnen rutschen heraus. Dafür liegt das Glätteisen aber gut in der Hand.

Hier gibt es lediglich eine Temperaturstufe, denn laut Hersteller sollen 185 Grad die beste Temperatur für schonendes Glätten sein, diese Temperatur hält das Gerät auch konstant. Haarschäden werden dadurch vermieden. Das hat aber den Nachteil, dass man nicht auf individuelle Haartypen eingehen kann, denn dickes Haar braucht eine andere Temperatur als dünnes. Feines dünnes Haar soll z. B. nicht über 170 Grad behandelt werden. Das Gehäuse wird außerdem recht warm, unsere Testerin hatte fast Angst um ihre Ohren. Wir empfehlen eher andere Geräte.

Das Babyliss I-Pro 230 Steam ist das einzige Dampf-Glätteisen in unserem Test, wir waren aber etwas enttäuscht davon. Laut Hersteller benötigt es destilliertes Wasser, das muss umständlich eingefüllt werden, denn der Tank ist klein. Wir haben die mittlere Dampfgeschwindigkeit gewählt, auf einmal lief aber kochendes Wasser raus. Das finden wir sehr gefährlich und es dürfte nicht passieren.

Für den Pumpeffekt mussten die Heizplatten mehrfach auf- und zugeklappt werden. Wählen konnte man dann, ob man den integrierten Kamm nutzen möchte und falls ja für feines Haar (mittel) oder dickeres Haar (hoch). So lassen sich die Strähnen beim Glätten auch gleich entwirren, das finden wir gut.

Die Haare waren nach der Behandlung aber nicht ganz glatt, eher strohig. Die Dampffunktion war weniger schonend, sondern hat das Styling eher verzögert, wir brauchten pro Kopf fast 60 Minuten. Eine Tankfüllung reicht auch nicht, wir haben bis zu viermal nachgefüllt.

Ohne Dampf haben wir das Gerät dann auch getestet, nun war das Glättergebnis in Ordnung. Die Haare waren danach aber etwas rau und standen etwas ab, da nützte auch die antistatische Ionic-Funktion nichts. Das Kabel war uns aber zu kurz, außerdem ist das Gerät recht schwer und braucht zwei bis drei Minuten zum Aufheizen. Außerdem hat es nach Chemie gestunken.

Gefallen haben uns aber die fünf Temperaturstufen von 170 bis 230 Grad, außerdem gibt es drei Jahre Garantie und auch LED-Display und hitzebeständige Isoliermatte sowie eine automatische Abschalt-Funktion nach einer Stunde haben uns gefallen.

Vom Braun Satin Hair 7 Iontec ST 710  waren wir nicht begeistert. Egal ob mit oder ohne Iontec-Funktion und trotz höchster Temperaturstufe. Wählen kann man 15 Stufen zwischen 130 und 200 Grad. Dennoch wurden wellige, dickere Haare nicht glatt, hier fehlt wohl die Hitze. Während der Iotec-Funktion nervte außerdem das Summen unglaublich und das Kabel ist mit nur zwei Metern zu kurz.

Eventuell glättet es bei feinem Haar besser. Außen wird es außerdem fast nicht warm und heizt schnell auf und schaltet nach 30 Minuten automatisch ab. Außerdem gibt es ein LED-Anzeige und eine Taste für Temperaturboost.

Wissenswertes über Glätteisen

Bevor man sich ein Glätteisen kauft, sollte man ein wenig darüber wissen. Beispielsweise kommt dickes Haar besser mit Hitze klar als dünnes oder splissiges. Je gesünder das Haar, desto öfter darf man glätten.

Aber auch bei robusten Haaren ist tägliches Glätten nicht empfehlenswert. Zweimal pro Woche ist Ordnung, aber nur mit Hitzeschutz-Spray, Fluid oder Mousse. Sonst können kaputte Strähnen schnell brechen.

Für langanhaltend glatte Haare Test: Glätteisen Styling
Tägliches Glätten ist nicht empfehlenswert.

Temperaturen über 200 Grad braucht man normalerweise nicht, außer die Haare sind sehr kraus oder dick. Sonst schmilzt eventuell die oberste Haarschicht und man bekommt einen Strohkopf. Beanspruchtes, coloriertes oder feines Haar sollte daher eher bei maximal 170 Grad geglättet werden. Auf einer Stelle sollte man dabei nicht zu lange verharren, sonst gibt es einen Knick und das Haar kann sogar brechen.

Was muss man beachten?

Am besten nicht direkt vor dem Glätten Haare waschen, denn ohne schützende Fettschicht werden die Haare stärker angegriffen. Lieber abends waschen und am Morgen glätten.

Nasse Haare sollten gar nicht geglättet werden, sie könnten verbrennen. Bei einigen Glätteisen sind sie aber erlaubt.

Will man glätten, so sollten die Haare unterteilt werden, damit man sich von unten nach oben hocharbeiten kann. Deckhaar am Ende, es besteht aber Verbrennungsgefahr. Daher lieber fünf Zentimeter Abstand zu Kopfhaut und Ohren einhalten. Damit es nicht zu platt wird, sollte man über dem Kopf glätten und die Strähne zur Seite ziehen, waagrecht.

Mit vielen Glätteisen lassen sich auch Locken oder Wellen machen, dazu einfach die Strähne locker um die obere Platte wickeln und das Eisen langsam nach unten ziehen.

Danach sollte man z.B. marokkanisches Arganöl verwenden, denn die Haare werden recht strapaziert. Die ungesättigten Fettsäuren bringen Volumen und Glanz. Alternativ kann man auch einmal wöchentlich eine Intensivkur machen. Bei ausgetrockneten Haaren hilft nur, aufs Glätten zu verzichten.

Was sollte ein gutes Glätteisen haben?

Vor allem verschiedene Temperaturstufen und ein langes Kabel sollte ein Gerät haben, außerdem haben wir Wert auf gut schließende Platten gelegt.

Für langanhaltend glatte Haare Test: Glätteisen
Das Eisen sollte gut in der Hand liegen.

Glätteisen kann man in solche unterteilen, die dem Zangen-Prinzip folgen, die haben schmale Platten und abgerundete Ecken. Außerdem gibt es Glätteisen, die besonders breite Platten haben und sich für widerspenstige, dicke Haare eignen.

Das Eisen sollte gut in der Hand liegen und leicht sein, außerdem ist uns die automatische Abschaltung wichtig, wenn das Gerät nicht gebraucht wird.

Außerdem gibt es antistatisch Ionen-Funktionen, die sollen elektrische Aufladung verhindern, die Haare vor Hitze schützen, befeuchten und außerdem soll die Schuppenschicht schneller geschlossen werden und das Haar so mehr glänzen.

Uns gefallen Glätteisen, die schnell aufheizen, das konnten die meisten Testmodelle teils unter einer halben Minute.

Praktisch finden wir auch eine Memory-Funktion und weltweite Spannungsanpassung.

Am besten finden wir bei der Beschichtung Keramik, die verteilt die Wärme gleichmäßig. Außerdem ist auch eine Kombination aus Keramik und Turmalin oder Keramik und Titanium gut.

Turmalin verhindert eine Statische Aufladung und Titanium soll die Haare schonen und gut glätten. Die meisten Glätteisen haben eine Keramikbeschichtung, so auch unsere Testmodelle.

So haben wir getestet

Wir haben zunächst viel recherchiert und gelesen, dann haben wir die bekanntesten Modelle und Marken gesucht und mit drei Testerinnen zehn Modelle ausprobiert.

Jede der Testerinnen hatte eine andere Haarstruktur und Haarlänge. Die Autorin hat kinnlange Haare, die wellig und fest sind, die anderen Testerinnen haben wellige, lange Haare und normale bzw. dickere Haare.

Viele der Testprodukte haben ihre Sache gut gemacht und bei den meisten hielten die glatten Haare auch bis zum nächsten Tag.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.