Das ist der beste Föhn: neue Haartrockner Im Test

Föhne im Test : Schnelles Styling für die Haare

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Veröffentlicht 09.05.2020

Föhnen oder Lufttrocknen – diese Frage stellen sich viele Menschen nach dem Haarewaschen. Lufttrocknen ist schonender, keine Frage. Es dauert dafür aber auch deutlich länger, daher greifen viele gerne zum Föhn. Wir haben 20 Modelle getestet.

Irene Wallner
Irene Wallner
ist Autorin aus München und schreibt über Beauty-Produkte, Haushaltsgeräte und Produkte für Babys und Kinder.

Die Auswahl an Föhnen ist mittlerweile riesig und für teure Markenmodelle kann man schonmal einige hundert Euro ausgeben. Aber lohnt sich das auch? Wir haben in zwei Testrunden 20 verschiedene Marken und Modelle getestet und uns selbst ein Bild von deren Leistung gemacht. Unsere Erkenntnis: teuer muss ein Föhn nicht sein, sofern man keine speziellen Anforderungen an ihn hat. Was Sie sonst noch beim Kauf und der Anwendung beachten müssen, erfahren Sie im Test.

Für Gesundes Haar: Philips HP8280/00

Der Philips HP8280/00 gefällt uns, denn hiermit werden die Haare nicht trocken oder kaputt. Wir empfehlen ihn für alle, die trotz regelmäßigem Föhnen gesundes und glänzendes Haar behalten möchten.

Für gesundes Haar

Philips HP8280/00

Test Föhne – Testsieger Philips Moisture Protect
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit neuester Technologie und tollem Design.

Der Hersteller nennt das schonende Prinzip »Moisture Protect«, das bedeutet, dass ein verbauter Infrarot-Sensor durchgehend die Oberflächentemperatur der Haare misst und wenn bedenkliche Temperaturen erreicht werden, wird die Hitzezufuhr verringert. Da somit keine zu große Hitze auf die Haare trifft, werden sie auch nicht zu trocken.

Insgesamt gibt es sechs verschiedene Temperaturstufen – theoretisch, denn einstellen kann man nur drei. Das liegt daran, dass das Gerät bei Bedarf selbst reduziert bzw. erhöht.

Laut Hersteller bleibt so auch mehr Feuchtigkeit in den Haaren, als wenn man sie an der Luft trocknen lassen würde, testen konnten wir das nicht. Dennoch haben sich die Haare nach dem Einsatz angenehm weich und gesund angefühlt. Lusttrocknen lieferte da aber hinsichtlich der Feuchtigkeit auch kein schlechteres Ergebnis. Das ist aber nur unser Eindruck, Faktoren wie Haargesundheit, Haarlänge und anderes spielen hier sicher eine Rolle.

Angenehm aufgefallen ist uns, dass das Gerät nie zu heiß wurde. Das bedeutet selbst in direkter Kopfnähe wird die Wärme reguliert, wir haben nie über 70 Grad gemessen. Somit kann man damit die Haare auch mit der Rundbürste föhnen. Das war für uns die beste Leistung im Test und damit ist sie eine klare Empfehlung.

Allerdings ist der Föhn mit 550 Gramm auch nicht so leicht, beim Föhnen bemerkt man das aber nicht. Auch lange Haare lassen sich damit mühelos föhnen.

Auch die Größe überraschte uns am Anfang, störte im Test aber nicht, denn durch den Soft-Touch-Griff liegt der Föhn gut und angenehm in der Hand.

Die gemessenen 70 Dezibel empfinden wir nicht als zu störend, außerdem pfeift hier nichts, es gibt aber natürlich leisere Modelle wie etwa den Dyson.

Lange Haare waren nach sechs Minuten trocken, das kann die Konkurrenz etwas besser. Allerdings wird hier ja auch die Temperatur reguliert und der Föhn wird nicht so heiß, die Haare leiden also weniger beim Föhnen. Uns gefällt das.

Das Luxusgerät: Dyson Supersonic

Das Luxusgerät

Dyson Supersonic

Test Föhn: Dyson Supersonic
Ungewöhnliches Design, toll verarbeitet und sehr gutes Föhn-Ergebnis, aber sehr teuer.

Ein absolutes Luxusgerät ist der Dyson Supersonic, die Leistung überzeugte uns sogar mehr als beim Philips, allerdings ist er alles andere als ein Schnäppchen und uns zu teuer. Wir empfehlen ihn aber für alle, die bereit sind, für einen wirklich tollen Föhn auch einen beachtlichen Preis zu zahlen.

Er ist mit 64 Dezibel recht leise und das 2,70 Meter lange Kabel sollte auch ausreichend sein. Beim Föhnen laden sich die Haare nicht elektrisch auf, auch beim Kämmen und Anziehen danach nicht. Hier hebt er sich deutlich von der Konkurrenz ab.

Der Motor ist hier im Griff eingebaut, eine Gummiisolierung sorgt aber dafür, dass man die Vibrationen kaum bemerkt. Somit liegt der Schwerpunkt hier nicht im Kopf, dadurch kann einfacher hantiert werden und man ist mit diesem Föhn wendiger, das Gefühl gefällt uns gut.

Die Knöpfe zum Einstellen der Temperatur und für das Gebläse befinden sich aber am Föhnkopf, dadurch stören sie nicht.

Zur Wahl stehen drei Temperaturstufen: 60, 80 und 100 Grad, damit hier nichts zu kalt oder zu heiß ist, wird die Temperatur 20 Mal pro Sekunde gemessen.

Hier wird tolles Design mit guter Handhabung und einer schonenden Trocknung verbunden. Für fast 400 Euro bekommt man hier ein tolles, aber unglaublich teures Gesamtpaket.

Misst die Haarfeuchtigkeit: Braun Satin Hair 7

Misst die Haarfeuchtigkeit

Braun Satin Hair 7

Ein weiterer Föhn mit Thermo-Sensor ist der Braun Satin Hair 7. Hier wird ebenfalls die Feuchtigkeit der Haare gemessen, während man föhnt und dann die Temperatur entsprechend angepasst. Dennoch gibt es einen Unterschied zum Philips-Gerät, denn der Brau-Föhn wird deutlich heißer, bis zu 80 Grad messen wir auf sehr kurzer Distanz.

Dazu ist er auch etwas schwerer und wir finden, dass er nicht so handlich ist. Praktisch finden wir aber, dass LEDs anzeigen, wie hoch die Temperatur ist. Je höher die Temperatur, desto heller das Licht.

Außerdem gib es hier zwei Kaltstufen, wir finden allerdings, dass eine ausreichend wäre.

Der Braun-Föhn hat Philips gegenüber aber einen entscheidenden Vorteil: Er ist 30 Euro günstiger. Wen die etwas schlechtere Ergonomie und Handhabung nicht stören, der bekommt dennoch einen guten Föhn.

Günstig: Philips HP8230/00

Günstig

Philips HP8230/00

Einen günstigeren Föhn hat Philips aber auch im Angebot mit dem HP8230/00. Hier gibt es zwar keine Infrarottechnologie, aber stattdessen eine Thermo-Protect-Einstellung. Die trocknet mit hohem Luftstrom bei 57 Grad sehr schonend. Das Kabel misst 1,80 Meter, das ist noch akzeptabel, mit 2100 Watt ist dieser Föhn nicht ganz so leistungsstark die andere Empfehlung von Philips.

Der Philips-Föhn liefert das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer einen schlichten, aber guten Föhn sucht, bekommt ihn hier.

Reiseföhn: Beurer Reisehaartrockner StylePro HC25

Reiseföhn

Beurer Reisehaartrockner StylePro HC25

Auch auf Reisen haben viele gern einen Föhn dabei, denn nicht immer ist er im Hotel vorhanden. Diese Art von Föhn sollte vor allem platzsparend, handlich und leicht sein. So ist es auf jeden Fall beim Beurer StylePro HC25, der wiegt nur 400 Gramm und der Griff kann eingeklappt werden. Wir empfehlen ihn als Reiseföhn.

Das Gerät hat nur 1600 Watt, dafür aber überraschend viel Power. Die Ionentechnologie funktioniert offenbar ebenfalls, denn die Haare waren im Test nicht elektrisch aufgeladen und dennoch weich und glänzend.

Allerdings ist er recht laut, dafür bietet er aber mit 100 und 240 Volt zwei verschiedene Netzspannungen uns eignet sich damit auch für Auslandsreisen.

Die Verarbeitung scheint hochwertig und auch das Design gefällt uns, die gummierte Oberfläche sorgt dafür, dass er schön griffig ist. Zwei Föhnstufen können über einen Schiebeknopf eingestellt werden, die Temperatur kann man nicht extra wählen. Für kalte Luft muss der Kälteknopf gedrückt werden.

Wir empfehlen diesen kleinen und platzsparenden Föhn für Reisen.

Was gibt es sonst noch?

Die Heizkammer des Remington Air3D D7779 ist hinten offen, sodass er optisch ein wenig an den Dyson erinnert. Auch hier ist der Motor in den Griff verbaut. Dennoch hat uns dieser Föhn nicht ganz überzeugt, denn trotz glänzenden Haaren finden wir ihn nicht spezieller als andere Modelle mit Ionentechnologie, dafür aber teurer.

Die Nase des Föhns ist recht kurz, so muss man seine Arme während dem Einsatz nicht sonderlich strecken muss wie bei anderen Modellen. In der Heizkammer befindet sich ein Filter, der leicht entnommen und gereinigt werden kann. Zwei Styling-Düsen sind im Lieferumfang dabei und zudem ist das Gerät rutschfest. Außerdem gibt es einen Volumen-Diffusor und einen Koffer in Schwarz.

Etwas zu viel Power hat der GHD Air, der einen AC-Wechselstrommotor hat. Das Gerät wiegt etwa 700 Gramm (ohne Kabel, mit Düse) und ist damit das schwerste Testgerät. Die Stylingdüse war uns auf mittlerer Temperatur zu viel, die Haare wurden verknotet.

Sehr leise ist der Valera Swiss Silent 6500 Light Ionic. Zudem hat er mit 3,10 Metern ein sehr langes Kabel, durch Rotorcord verknotet sich hier auch nichts, denn ein integriertes Drehelement verhindert, dass das Kabel sich dreht und so verknoten kann. Allerdings war uns die Leistung der vorhandenen Gebläsestufen zu wenig, wir hätten uns mehr Luftstrom gewünscht.

Auch der BaByliss Le Pro Express war uns etwas zu kraftvoll, er hat mit die höchste Wattleistung im Test, auf höchster Stufe ist er uns bei langen Haaren aber deutlich zu kräftig. Außerdem wird er nahe am Kopf sehr heiß. Das Gewicht und die Handhabung waren aber gut.

Beim Grundig HD 6080  gefielen uns Handhabung und Kabel, nicht aber die Lautstärke oder das Ergebnis. Die Haare haben sich schnell ausgetrocknet angefühlt und sich trotz Ionenfunktion gekräuselt. Verarbeitung und Design sind aber in Ordnung.

Der Beurer S5 2200 Udo Walz sollte dem Namen entsprechend eigentlich gute Leistung bringen, hat aber keine Ionenfunktion und Ergebnis und Handhabung konnten uns nicht überzeugen. Ergonomisch finden wir ihn auch nicht, die Haare flogen nach dem Föhnen, fühlten sich strohig und dünn an. Außerdem war er uns schon auf Stufe zwei zu heiß.

Schnell geht es mit dem Remington Proluxe AC9140, denn der bietet 2400 Watt. Außerdem hat er einen Turbo-Knopf mit zusätzlich 400 Watt, dadurch hatten wir aber eher zerzauste Haare, die frisselig und trocken wirkten. Andere Geräte können das besser. Am Griffende kam ein kalter Luftzug und zwar permament, das irritierte uns etwas. Optisch wirkt der Föhn elegant, liegt gut in der Hand, allerdings ist er anfällig für Kratzer bzw. Flecken.

Wissenswertes über Föhne

Dass Lufttrocknen für die Haare schonender ist, wissen die meisten, doch Föhnen spart Zeit, zumindest bei dicken oder langen Haaren. Wer Volumen möchte, sollte außerdem auch lieber zum Föhn greifen, das gilt zumindest für glatte Haare. Bei Locken kann ein Föhn schnell zu viel des Guten sein.

 Föhn Test: Haare Trocknen
Lufttrocknen dauert länger, schont aber die Haare.

Da der Föhn dem Haar durch die heiße Luft Feuchtigkeit entzieht, muss man auf die richtige Technik und das passende Modell achten. Wird beim Föhnen auch die Feuchtigkeit der trockenen Haare entzogen, werden sie schnell brüchig.

Die Temperatur sollte daher nicht zu hoch sein, sobald es sich am Kopf zu heiß anfühlt, ist es zu viel, das bedeutet ab etwa 70 Grad.

Außerdem sollte man einen Abstand von 15 bis 20 Zentimetern zwischen Föhn und Kopf einhalten, sodass die Kopfhaut nicht gereizt wird. Wer Wert auf Schnelligkeit legt, sollte daher eher eine hohe Gebläsestufe statt hoher Temperatur wählen.

Wenn man nichts riskieren will, kann man auch ein Hitzschutz-Spray verwenden, das ist vor allem bei häufigem Föhnen ratsam. Einfach vor dem Föhnen aufsprühen und das Haar wird geschützt. Ebenso hilfreich: ein Diffusoraufsatz, der die Luft verteilt und so Hitzeentwicklung auf nur einer Stelle verhindert.

Schneller fettige Haare bekommt man außerdem durch zu hohe Temperaturen, denn das fördert die Talgbildung, wenn es blöd läuft, kommt es auch zu Verbrennungen.

Viele unserer Testgeräte haben eine Ionentechnologie, doch was bringt die?

Elektronen können von Atomen durch Reibung gelöst werden, dadurch gibt es positiv geladene Ionen, die stoßen sich gegenseitig ab. Eben das passiert gerne mal beim Föhnen, die Haare laden sich elektrisch auf und stehen ab. Durch die Ionentechnologie wird das verhindert, denn im Föhn wird Luft mit Ionen mit negativer Ladung erzeugt. Zudem soll diese Technik die Haare weich und glänzend machen.

Im Test hatten nur drei Geräte diese Technik nicht. Die Ionisierung klappt aber nur bei trockenen Haaren, denn nasse Haaren halten keine elektrische Ladung.

So haben wir getestet

Wie haben im Test die Temperatur gemessen, mit 20 Zentimeter Abstand und auch direkt an der Öffnung. Darüber hinaus hat uns die Lautstärke interessiert.

Außerdem haben wir uns die Handhabung angesehen, unter anderem Gewicht und Kabellänge sowie die Trockenzeit. Auch der Preis in Relation zur Leistung spielte eine Rolle.

Geföhnt haben wir mit 15 Zentimeter Abstand bei gesunden Haaren, die Geräte bekamen alle eine Stylingdüse und wir haben eine mittlere Temperatur bei höchster Gebläsestufe gewählt.

Insgesamt fanden wir Föhne mit Ionentechnologie besser, die Haare laden sich weniger auf, allerdings haben es nur zwei Testgeräte geschafft, dass die Haare auch nach Kämmen und Anziehen nicht elektrisiert waren.

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