Test: Elektrische Zahnbürste Aufmacher

Elektrische Zahnbürsten im Test : Komfortables Zähneputzen

Update 04.03.2022

Zähneputzen mit einer elektrischen Zahnbürste soll gründlich und angenehm sein, so verspricht es die Werbung. Wer die elektrischen Helfer für die Zahnpflege ausprobieren möchte, sieht sich aber mit einer schier endlosen Auswahl und vielen Werbeversprechen konfrontiert. Halten sie alle, was sie versprechen? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben 25 elektrische Zahnbürsten getestet.

Update 4. März 2022

Wir haben neun weitere Zahnbürsten getestet. Die Oral-B Pro 3 3000 und die Oral-B iO Series 7 sind neue Empfehlungen.

Doreen Menz
testet mit Leidenschaft Produkte aus den verschiedensten Bereichen. Als Hobbyköchin und Gamerin interessiert sie sich nicht nur für Computer und Küchengeräte, sondern auch für Haushaltsgeräte und Gesundheitsthemen.

Um uns ein genaues Bild von der Handhabung und den Funktionen der Zahnbüsten zu machen, haben wir sie mehrere Wochen lang getestet und kamen dabei zu einer überraschenden Erkenntnis: Gute elektrische Zahnbürsten müssen nicht teuer sein. Beim Putzergebnis haben wir keine Unterschiede zwischen den günstigen und den teuren Modellen festgestellt, die zusätzliche Komfortausstattung, die einige teure Modelle bieten, finden wir wenig hilfreich. Anders sieht es mit Andruckkontrolle und Timer aus, diese Funktionen finden wir praktisch.

Wir haben 25 elektrische Zahnbürsten getestet mit Preisen zwischen 40 und 180 Euro im Test, wovon 25 derzeit noch lieferbar sind. Fünf Geräte konnten uns besonders überzeugen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Angenehme BedienungLange AkkulaufzeitGünstigSchallzahnbürstePraktische Ladestation
Test: Braun Oral B Pro 3 3000Test  elektrische Zahnbürste: Happybrush Rotierende ZahnbürsteTest  elektrische Zahnbürste: Braun Oral-B Pro 750Test  elektrische Zahnbürste: Braun Oral-B Pulsonic Slim Luxe 4000Test: Braun Oral B Io Series 7
Modell Braun Oral-B Pro 3 3000 Happybrush R2 Braun Oral-B Pro 750 Braun Oral-B Pulsonic Slim Luxe 4000 Braun Oral-B iO Series 7
Pro
  • Andruckkontrolle
  • Wertig
  • Schönes Design
  • Günstige Ersatzbürsten
  • 2 Zusatzmodi
  • Wertig
  • Preiswert
  • Wertig
  • Sehr handlich
  • Elegantes Design
  • 2 Zusatzmodi
  • Wertig
  • Andruckkontrolle
  • Wertig
  • 4 Zusatzmodi
  • Mit App
  • Intelligentes Putzen
  • Putzdauer wird angezeigt
Contra
  • An/Aus-Schalter ist Staubfänger
  • Keine Andruckkontrolle
  • Timer mit kleinen Schwächen
  • Keine Andruckkontrolle
  • Keine Andruckkontrolle
  • Teuer
  • Nur teure Köpfe für iO-Zahnbürsten aufsteckbar
Bester Preis
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Angenehme Bedienung: Braun Oral-B Pro 3 3000

Angenehme Bedienung

Braun Oral-B Pro 3 3000

Test: Braun Oral B Pro 3 3000
Die Braun Oral-B Pro 3 3000 bringt alle nötigen Basisfunktionen mit und ist sehr solide und zuverlässig.

Die Pro 3 3000 ist mit dem neuen Standard-Handstück von Oral-B ausgestattet und liegt gut in der Hand. Verglichen mit den Vorgängermodellen ist es glatter und wirkt moderner. Zudem lässt sich der An-/Ausschalter angenehmer drücken. Die Oral-B reinigt die Zähne angenehm und sehr gründlich, sie fühlen sich nach dem Putzen glatt und sauber an.

Die Zahnbürste hat die beiden Zusatzfunktionen Sensitiv und Zahnfleischschutz an Bord. Das ist vor allem für ältere Menschen und solche mit empfindlichem Zahnfleisch bzw. Zähnen wichtig. Eine Andruckkontrolle ist ebenfalls mit dabei: Drückt man die Bürste zu fest auf die Zähne, leuchtet am Hals der Zahnbürste eine rote Lampe auf.

Der Preis ist okay, verglichen mit deutlich teureren elektrischen Zahnbürsten gibt es keine großen Unterschiede bis auf das Putzen mit App, was aber wohl von den wenigsten genutzt wird. Mitgeliefert werden eine Aufsteckbürste sowie eine Ladestation.

Die Oral-B Pro 3 3000 sollte eine Woche ohne Aufladen durchhalten, bei zwei Wochen Urlaub sollte man aber besser das Ladegerät einpacken. Zwar sollte laut Hersteller der Akku zwei Wochen halten, trotzdem sollte man auf Nummer sicher gehen. Ein Reiseetui liegt nicht bei.

Lange Akkulaufzeit: Happybrush R2

Lange Akkulaufzeit

Happybrush R2

Test  elektrische Zahnbürste: Happybrush Rotierende Zahnbürste
Die Happybrush erledigt ihren Job ebenfalls gründlich und angenehm.

Ebenfalls eine rotierend-oszillierende Zahnbürste bietet Happybrush. Von dem Hersteller hat nicht jeder etwas gehört, bei der Marke handelt es sich nämlich um ein deutsches Startup. Vor allem hat uns die Akkulaufzeit von mehr als zwei Stunden im Dauerbetrieb begeistert, das bedeutet, dass 31 Tage langer Betrieb möglich ist, ohne aufladen zu müssen. Einzig Schallzahnbürsten schaffen hier noch mehr.

Ein weiterer Vorteil neben der reinen Akkulaufzeit: der Mikro-USB-Anschluss für die Ladestation. Das bedeutet, man kann die Zahnbürste auch per Smartphone-Kabel oder Adapter laden – das spart Platz im Urlaubskoffer.

Das Gerät bietet drei Modi: sensitiv, normal und polierend. Ersatzbürsten sind bereits für fünf Euro im Doppelpack erhältlich. Im Gegensatz zu Oral-B gibt es hier aber nur runde Aufsteckbürsten.

Eine optische Andruckkontrolle gibt es hier nicht, auch wenn der Bürstenkopf bei zu starkem Aufdrücken nachgibt. Der Timer setzt die Vibrationen alle 30 Sekunden kurz aus, nach zwei Minuten vibriert die Zahnbürste aber einfach weiter.

Die Happybrush R2 empfehlen wir als günstige Bürste mit langer Akkulaufzeit.

Günstig: Braun Oral-B Pro 750

Günstig

Braun Oral-B Pro 750

Test  elektrische Zahnbürste: Braun Oral-B Pro 750
Die Oral-B Pro 750 tut was sie soll – ohne jeglichen Schnickschnack und zu einem guten Preis.

Wer kein Problem mit einer fehlenden Andruckkontrolle hat und keine Zusatzfunktionen braucht, sollte sich die Oral-B Pro 750 ansehen. Die reine Putzleistung ist genauso gründlich, wie bei teureren Geräten. Wäre eine Andruckkontrolle integriert, wäre der Oral-B Pro 750 gar unser Favorit gewesen.

Diese Zahnbürste ist wirklich erschwinglich und ist schon für 30 Euro zu haben. Von dem günstigen Preis, merken wir beim Putzen nichts, sie macht einen guten Job. Spezielle Modi zum Putzen besitzt das Gerät nicht, da man meist sowieso nur mit einem Modus putzt, dürfte es hier kaum zu Einschränkungen kommen.

Was uns fehlt, ist eine Andruckkontrolle. Wenn man dazu neigt, beim Zähneputzen regelmäßig auf die Zähne zu viel Druck auszuüben, kann das Zahnfleisch geschädigt werden. Daher empfehlen Zahnärzte diese Funktion wärmstens. Wer aber weiß, wie fest er aufdrückt und keine sensiblen Zähne hat, kann auch dieses Modell nehmen.

Schallzahnbürste: Braun Oral-B Pulsonic Slim Luxe 4000

Schallzahnbürste

Braun Oral-B Pulsonic Slim Luxe 4000

Bei den Schallzahnbürsten empfehlen wir die Oral-B Pulsonic Slim Luxe 4000. Sie kann nicht nur einiges, sondern sieht dabei auch noch hübsch aus. Die Zahnbürste ist schön leicht und liegt sehr komfortabel in der Hand. Vergleicht man zudem den Pulsonic mit den günstigeren Schallzahnbürsten, fühlt man, dass hier wie bei klassischen Zahnbürsten die Zähne gründlich gereinigt werden.

Die Akkulaufzeit ist einer der großen Stärken des Pulsonic, der kommt ganze 14 Tage ohne erneutes Aufladen aus. Auch ein Timer ist mit dabei, der sorgt alle 30 Sekunden dafür, dass die Bürste rotiert. Das zeigt an, dass der Quadrant gewechselt werden soll. Wenn man das einhält, putzt man genau 120 Sekunden.

Für das Zähneputzen selber gibt zwei Zusatzmodi: einen Polier-Modus und einen Sensitiv-Modus für eher empfindliches Zahnfleisch.

Vor allem Frauen dürfte das rosé gefallen, teurere Modelle gibt es alternativ in Silber. Mitgeliefert wird eine Ladestation und eine Aufsteckbürste, in der Ladestation können zwei Ersatzköpfe verstaut werden. Wir sehen unserer Meinung nach hier die beste Schallzahnbürste.

Praktische Ladestation: Braun Oral-B iO Series 7

Praktische Ladestation

Braun Oral-B iO Series 7

Die Braun Oral-B iO Series 7 gibt tolles Feedback: Hat man mindestens zwei Minuten lang die Zähne geputzt, zeigt einem die Oral-B iO Series 7 von Braun einen Smiley an. Zudem zeigt das schwarz-weiße Display stets die Putzdauer an. Die Ladestation wurde im Vergleich zum Vorgängermodell verbessert, denn sie ist jetzt flacher, leicht magnetisch und hat eine moderneres Design. Wenn man möchte, kann man auch mit App putzen.

Dank des Magnetismus lässt sich die Oral-B ohne umzufallen abstellen, da die Basis auch schwer genug ist, wird die Aufnahme nicht erschwert. Andere Ladestationen im Test waren zu leicht, sodass beim Hochnehmen der Zahnbürste auch die Station mit aufgenommen wurde. Bei der alten Ladestation von Oral-B gab es einen kleinen Aufstecksockel, auf dem die Zahnbürste platziert wurde. Dafür hatte sie eine Hohlwölbung, in der sich schnell mal Schimmel gebildet hat. Bei der neuen Basis bleibt das nun aus.

Auch die Lautstärke hat sich positiv verändert, denn die Zahnbürste putzt nun leiser, was wohl daran liegt, dass sie keine rein oszillierende Bürste mehr ist, sondern zusätzlich mit Mikrovibrationen arbeitet. An einen Bürstenkopfwechsel erinnert das Display einen auch, was sehr praktisch ist.

Es stehen fünf Putzmodi zur Verfügung: Tägliche Reinigung, Tiefenreinigung, Zahnfleischschutz, Sensitiv und Aufhellen. Zudem hat die Oral-B iO Series 7 eine visuelle Andruckkontrolle zu bieten: Drückt man zu stark auf, leuchtet am Hals der Zahnbürste der Ring rot auf. Über die Akkulaufzeit gibt der Hersteller keine Auskunft, nach unserem Test würden wir aber auf zwei Wochen tippen. Ein Reiseetui wird mitgeliefert.

In der App wird das Areal angezeigt, das gerade geputzt wird. Ist dieses ausreichend gesäubert, wird es weiß gefärbt. Daneben kann man auch Punkte und Medaillen sammeln, das ist aber eher eine nette Spielerei.

Neben der Series 7 gibt es auch die Series 6, 8 und 9, wobei die Unterschiede zum einen im Zubehör liegen: Bei der 6er ist die alte Basis dabei, die 8er und 9er werden mit Reiseetuis geliefert. Zum anderen bieten die 8er und 9er Modelle zusätzliche Funktionen und ein Farbdisplay, was aber keinen wirklichen Mehrwert bietet. Da sich der Aufpreis für diese Modelle also nicht lohnt, ist die Oral-B iO Series 7 unsere Empfehlung.

Was gibt es sonst noch?

Die Oral-B Genius 10000 verbindet sich mit einer App und gibt Feedback zum Zahnputzverhalten. Das hat aber seinen Preis. Zusätzlich stellt die App auch Fragen zum Putzverhalten und anderen Details, etwa ob das Zahnfleisch blutet, ob Zahnseide benutzt wird und ob die Zunge gereinigt wird oder eine Mundspülung verwendet wurde. Diese Informationen werden dann genau dokumentiert und man kann anschließend auswerten, ob man sich ausreichend um die eigene Zahnhygiene gekümmert hat. Außerdem gibt es einen Kalender, eine Wettervorhersage und Temperaturanzeige.

Für diese Funktionen benötigt die Zahnbürste Sichtkontakt mit dem Anwender. Deshalb wird eine Halterung fürs Smartphone mitgeliefert, die am Spiegel oder an einer anderen freien Fläche befestigt werden kann. Beim Putzen schaut man dann direkt in die Smartphone-Kamera. Im Anschluss an das Putzen wird eine Zusammenfassung und Bewertung erstellt, zudem wird in der Oral-B-App die Andruckkontrolle angezeigt. Die Andruckkontrolle wird außerdem an der Bürste selber durch Licht angezeigt.

Sehr gut: Eine App-Pflicht gibt es nicht, auch ohne die App lässt sich die Zahnbürste nutzen. Außerdem gibt es fünf Zusatzmodi: Sensitiv, Pro-Clean, Zahnfleischschutz, Aufhellen und Zungenreinigung. Drückt man zu fest, schaltet die Bürste automatisch die Sensitiv-Funktion hinzu. Für uns definitiv genial und sehr praktisch.

Die Philips Sonicare 9900 Prestige ist eine extrem teure Schallzahnbürste, die schon beim Auspacken ordentlich Eindruck macht: Das Lade-Case besteht aus einem edlen, veganen Leder sowie einer schicken, glänzenden Basis. Für die Ladestation wird auch ein Spritzschutz aus Kunststoff mitgeliefert. Die Bürste vibriert ziemlich stark und ist recht laut, was auf Dauer unangenehm ist. Es stehen drei Stufen zur Auswahl, die per Touch ausgewählt werden, an einen Bürstenkopfwechsel wird ebenfalls erinnert. Eine Andruckkontrolle sowie eine Akkustandsanzeige sind auch mit dabei. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, das hat aber eben auch seinen Preis, sodass es nicht zur Empfehlung gereicht hat.

Auch die Panasonic DentaCare Sonic Vibration EW-DC12 hat eine hochwertige Verarbeitung und eine praktische Ladestation. Die Zahnbürste hat ein schönes Design mit kupferfarbenen Elementen und bietet drei Putzmodi. Allerdings ist sie sehr laut und hat keine Andruckkontrolle. Dafür ist der aufgerufene Preis einfach zu hoch.

Die Oral-B Vitality verfügt über keine weiteren Putzmodi, außerdem ist sie nicht so schnell wie die Pro-Modelle mit 7600 Bewegungen pro Minute. Empfehlenswert ist sie nur, wenn Sie nicht so viel Geld ausgeben möchten. Der Akku hält 9 Tage, das Handstück wirkt etwas klobig, dennoch bekommt man hier für etwa 17 Euro eine günstige Zahnbürste. Sie eignet sich vor allem für diejenigen, die auf Zusatzfunktionen verzichten können.

Wissenswertes über elektrische Zahnbürsten

Runde oder längliche Bürste? Oszillierend-rotierend, Schall- oder Ultraschallzahnbürste? Andruckkontrolle? Und wenn ja sensitiv oder visuell? Tiefenreinigung, Aufhellfunktion, Bluetooth – es gibt all das und noch vieles mehr bei elektrischen Zahnbürsten. Man muss sich nur entscheiden und gerade das fällt schwer, wenn man sich nicht auskennt oder nicht weiß, was für einen wichtig ist.

Die ähnlichen Modellbezeichnungen der großen Marken helfen da auch nicht weiter. Wir haben jedenfalls festgestellt: Der Preis macht hinsichtlich der Zahnhygiene keinen Unterschied.

Um Ihnen bei der endlosen Auswahl helfen zu können, haben wir uns die bekanntesten Marken angesehen, Studien gelesen und mit Experten gesprochen.

Wie wende ich eine Zahnbürste richtig an?

Elektrische Zahnbürsten entfernen gemäß einer Meta-Studie der Cochrane Collaboration mehr Plaque als normale Handzahnbürsten und zwar bis zu 11 Prozent. 21 Prozent weniger Beläge hatten Testteilnehmer mit elektrischen Zahnbürsten nach drei Monaten. Auch beim Putzen per Hand ist die Technik entscheidend, zumal viele Studien von Herstellern elektrischer Zahnbürsten in Auftrag gegeben werden. Wie man Zähne richtig putzt, zeigt dieses Video:

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Das richtige Putzen erfordert einiges an Übung und Disziplin, denn jeder Zahn will mit kreisenden, kleinen Bewegungen im 45-Grad-Winkel gebürstet werden, dann von Rot nach Weiß bürsten. Elektrische Zahnbürsten übernehmen einen Großteil der Arbeit. Einige empfehlen, die Zahnbürste sanft kreisen zu lassen, andere raten dazu, über die Zähne zu streichen oder zu schwingen. Wichtiger als die Methode ist vor allem, dass man konsequent alles putzt. Ein festgelegtes System hilft dabei. Putzen sollte man jedenfalls täglich zwei Mal für zwei Minuten. Eher sogar drei. Und nach drei Monaten will die Bürste – ob manuell oder elektrisch – gewechselt werden.

Welche Art der Reinigung?

Zahnbürsten können in rotierend-oszillierend, Schall- und Ultraschallbürsten unterteilt werden, letztere sind in Deutschland aber eher selten zu finden.  Die haben wir ebenso wie batteriebetriebene Zahnbürsten nicht getestet.

Rotierend-oszillierend bedeutet, dass der Kopf von einem Motor angetrieben wird und die Bürste dabei 8000 Mal in der Minute rotiert und bis über 40000 Mal pulsiert. Die Bürste wird dabei gegen und mit dem Uhrzeigersinn und vor und zurückbewegt. Diese 3-D Technik können fast alle Modelle mit Rund-Bürsten.

Zum Reinigen Bürste einige Sekunden an den Zahn halten und dann zum nächsten wechseln. Diese Art von Zahnbürsten ist in der Regel billiger als Schallzahnbürsten, aber auch hier gibt es deutliche Preisunterschiede. Der Preis spielt für die Leistung aber kaum eine Rolle.

Schallzahnbürsten dagegen haben einen piezoelektrischen Wandler statt dem Motor, das versetzt die Borsten in schnelle Schwingungen mit mehreren zehntausend Seitwärtsbewegungen in der Minute. Das verbraucht weniger Strom, daher muss solch eine Zahnbürste seltener geladen werden.

Gereinigt wird hier nicht mit Schallwellen, durch die Bewegung der Borsten wird vielmehr Zahnbelag gelockert und entfernt.

Zu fest aufdrücken sollte man insgesamt bei keiner Zahnbürste, Schallzahnbürsten ähneln von der Putztechnik her eher Handzahnbürsten und haben meist eine ovale Form.

Vor allem für Menschen mit empfindlichen Zähnen sind sie geeignet, da sie besonders sanft sind, sie können aber auch kribbeln oder kitzeln. Die Gewöhnung daran dauert ein paar Tage.

Ultraschallzahnbürsten haben eine noch höhere Schwingung, dafür braucht man aber spezielle Zahnpasta.

Preis und Funktionen

Hier gibt es hinsichtlich der Leistung und der Sauberkeit der Zähne keinen Unterschied, lediglich individuelle Vorlieben entscheiden über das Modell.

Hilfreich finden wir vor allem einen Timer und eine Andruckkontrolle, denn genau hier liegen die häufigsten Fehler beim Zähneputzen. Entweder man putzt zu kurz oder drückt zu fest auf.

Ein Timer weist meist nach 2 Minuten darauf hin, dass man lange genug geputzt hat, wie, das ist je nach Modell verschieden.

Einige Zahnbürsten geben außerdem je nach 30 Sekunden ein Signal, sodass man weiß, dass man den Mundbereich wechseln soll.

Durch zu viel Druck beim Putzen kann das Zahnfleisch zurückweichen oder Zahnhälse freilegen, hier macht eine Andruckkontrolle Sinn, denn die zeigt an, wenn man zu stark drückt.

Visuelle Kontrollen finden wir hier am besten.

Viele verschiedene Putzmodi klingen gut, haben in der Praxis aber keinen nachgewiesenen Effekt, zudem putzt man meist im gleichen Modus. Nur beim empfindlichen Zähnen sind verschiedene Varianten praktisch.

Muss die Zahnbürste »smart« sein?

Einige Modelle verbinden sich per Bluetooth mit einem externen Display oder dem Smartphone. Hier wollen sich die Hersteller vor allem voneinander abheben.

Ein SmartGuide zeigt die Putzzeit und den Modus an, außerdem, ob zu fest aufgedrückt wird. Fürs richtige Putzen gibt es am Ende dann Sternchen.

Einige Modelle bieten mit einem individuellen Putzplan noch mehr. Das ist z. B. bei der Oral-B App für Android oder iPhone der Fall, hier kann man z. B. bestimmen, ob die Zähne im Laufe der nächsten Wochen aufgehellt werden sollen, oder ob man sein Zahnfleisch besonders schonen möchte. Außerdem wird man daran erinnert, regelmäßig seine Zähne zu putzen.

Ob man richtig putzt, soll teils mittels Kamera erkannt werden, wir empfanden diese Funktion aber nicht als zuverlässig. Per Smartphone-Kamera wird das Zähneputzen verfolgt, wenn man etwas vergisst, wird man durch die Positionserkennung darauf hingewiesen. Theoretisch, denn im Test hat das nicht gut funktioniert, bewegen durften wir uns währenddessen fast nicht, sonst erkannte die App die Bewegungen nicht und es gab eine Fehlermeldung.

Wir empfinden die meisten innovativen Zusatzfunktionen als zu viel. Schließlich will man sich eigentlich nur die Zähne putzen. Die App mag anfangs spannend sein, kann auf Dauer aber sicher auch nerven, auch der SmartGuide ist dank vorhandener Andruckkontrolle und Timer überflüssig. Ebenso unnötig finden wir etwa die Bürstenköpfe mit Ionen-Technologie von Panasonic und die UV-Desinfektionsstation. Einfaches Ausspülen und trocknen lassen genügt laut Experten.

Welche Bürste?

Auch hier sehen wir keinen wirklichen Unterschied zwischen günstig und teuer.

Grundsätzlich sind Bürsten für rotieren-doszillierende Geräte etwas günstiger als die für Schallzahnbürsten. Oral-B liefert mit der TriZone-Bürste auch einen länglichen Ersatzkopf, der kann die Borsten seitwärts bewegen. Das ähnelt eher einer normalen Handzahnbürste und wir fanden sie sehr angenehm. Auch bei Braun gibt es TriZone-Modelle.

Wer keine Originalbürsten nachkaufen will, der hat die freie Wahl bei diversen Anbietern, bei Stiftung-Warentest schneiden die aber nicht besonders gut ab.

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