Test: Schulranzen Aufmacher

Schulranzen im Test : Robust und immer gut sichtbar

Update 10.03.2021

Ein Schulranzen mit grellen Signalfarben und reflektierenden Leuchtflächen lässt den Nachwuchs auf dem Schulweg deutlich sichtbarer erscheinen. Dunkle Farben lassen die Kids – gerade in den dunkleren Jahreszeiten – oft mit dem Hintergrund verschmelzen. Wir haben 37 Schulranzen getestet.

Update 10. März 2021

Wir haben acht weitere Schulranzen getestet. Neue Empfehlungen sind der McNeill Ergo Complete, der Ergobag Cubo Light und der Herlitz Ultralight.

Andrea Zschocher
schreibt als freie Journalistin und Bloggerin bevorzugt über Familie und mehr und testet Produkte für Babys und Kleinkinder.

Der Eintritt des Kindes in die Schule bringt immer eine große Veränderung für den Alltag einer Familie. Und da der Kauf eines Schulranzens auch ziemlich anstrengend werden kann, sind dabei einige Dinge zu beachten.

Die Möglichkeit die Größe zu verstellen ist neben dem Leergewicht des Ranzens ebenso wichtig. Denn der Nachwuchs wächst und der Schulranzen sollte möglichst ein paar Grundschuljahre überstehen. Weit bedeutender als die Optik ist die Strapazierfähigkeit – obgleich die Kiddies da anderer Meinung sind.

Für unseren Test haben wir 37 Schulranzen-Modelle von günstig bis hochpreisig getestet. Das preiswerteste Testmodell kostet etwa 70 Euro, die kostspieligsten Ranzen um 250 Euro. Dabei zeigte sich leider: Die sehr günstigen Modelle sind eher nicht empfehlenswert.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
HinguckerLeicht und bequemUltraleichtTolle OptikGut sichtbar
Test  Robust und immer gut sichtbar: McNeill Ergo CompleteRobust und immer gut sichtbar Test: Ergobag Cubo Light RanzenTest  Robust und immer gut sichtbar: Herlitz UltralightTest  Robust und immer gut sichtbar: Samsonite Sammies ErgofitRobust und immer gut sichtbar Test: Herlitz Midi Plus
Modell McNeill Ergo Complete Ergobag Cubo light Herlitz Ultralight Samsonite Sammies Ergofit Herlitz Midi Plus
Pro
  • Lässt sich gut auf die Körpergröße einstellen
  • Eher leicht
  • Hochwertiges Set
  • Magnet ist ein Blickfang
  • Viele gute Ideen
  • Anklippbarer Turnbeutel
  • Sehr leicht bei gutem Volumen
  • Schön leicht
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schön leicht
  • Viele Reflektoren
  • Hochwertiges Zubehör
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Viele Reflektoren
  • Guter Sitz
Contra
  • Die großen Magnet­flächen könnte für EC-Karten gefährlich werden
  • Die guten Ideen kosten extra
  • Kein Hüftgurt, nur Brustgurt
  • Schnalle braucht etwas Übung
  • Kordel könnte schnell ausreißen
  • Größeneinstellung etwas fummelig
  • Kein Hüftgurt, nur Brustgurt
Bester Preis
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Hingucker: McNeill Ergo Complete

Hingucker

McNeill Ergo Complete

Der Ergo Complete von McNeill ist mit einem Gewicht von circa einem Kilo eines der leichteren Modelle in unserem Test. Und ja, andere Schulranzen waren tatsächlich noch leichter. Unseren Testkindern fiel der Unterschied zur Konkurrenz jedenfalls nicht auf: Sie fanden das Gewicht nicht störend.

Uns fiel sofort der gigantische Magnet auf, der farblich abgestimmt zu den verschiedenen Farben des Ranzen angeboten wird. Er ist ein Blickfang und lässt sich bequem über den Schulranzen legen. Da die Magneten aber auch einzeln nachgekauft werden können, können Sie die Farben auch nach Belieben mixen.

Sollten Ihre Kinder den Magneten irgendwann nicht mehr mögen und sich ein neues Aussehen für den Ranzen wünschen (das geschieht wahrscheinlich schneller, als Ihnen lieb ist) können Sie dieses Problem ganz einfach lösen: Lassen Sie den beiliegenden Magneten einfach weg. Der Schulranzen bekommt dadurch eine dezentere Note und ist dementsprechend auch länger nutzbar.

Was unseren Testkindern gefiel: Der McNeill lässt sich einfach mit nur einem Handgriff öffnen. Ein einfaches Drehen am Verschluss lässt den Ranzen aufschnappen. Sogar Vorschulkinder bekommend das easy hin, so geht im Unterricht später alles glatt. Wir empfehlen außerdem mit den zukünftigen Schulanfängern das Öffnen zu trainieren, denn je geübter sie mit dem Schulranzen umgehen, desto weniger sind sie später im Unterricht abgelenkt. Bei den vielen neuen Eindrücken, die der neue Schulalltag bietet, kann selbst der eigene Schulranzen die Kinder manchmal überfordern.

Wie die Mehrzahl der getesteten Ranzen wird auch der Ergo Complete in einem Set mit einem Schlüsselanhänger, einem Turnbeutel, einem Mäppchen und einer gefüllten Federtasche geliefert. Federmappe, Mäppchen und Turnbeutel sind bei vielen Modellen guter Standard. Die Federmappenfüllung fällt je nach Preis unterschiedlich hochwertig aus. Die Federmappe des Ergo Complete ist mit hochwertigen Stiften ausgestattet. Einen Schreiblernfüller sucht man leider vergebens.

Für manche Kids ist in Hinsicht auf besseren Überblick und mehr Ordnung eine Sortierbox sinnvoll. Beim Ergo Complete empfanden wir die Ausstattung des Ranzens aber als ausreichend.

Das einstimmige Urteil unserer Testkinder in puncto Komfort: »Ich finde den gut. Der fühlt sich nicht schwer an!« Der McNeill trägt sich angenehm auf dem Kinderrücken, nichts schneidet ein oder drückt. Das eher dicke Polster stört nicht beim Tragen.

Die Hüft- und Brustgurte konnten von allen Kinder geöffnet und geschlossen werden. Ob die Gurte dann im Alltag auch wirklich genutzt werden, sei jetzt mal dahingestellt. Der Gurt soll die Schultern des Kindes zusätzlich entlasten und das Gewicht des Ranzens von diesen nehmen. Nicht jedes Kind kann darin einen Sinn erkennen, hier sollten Sie gut zureden.

Der erste Ranzen wird im Allgemeinen von der ersten bis zur vierten Klasse benutzt. Um das zu ermöglichen, muss ein Schulranzen in der Größe verstellbar sein. Beim Ergo Complete von McNeill ist das problemlos möglich, er lässt sich auf die drei Größen Small, Medium und Large einstellen. Problemlos gewährleistet wird das primär über die Ranzen-Rückwand. Der kleine, mittig sitzende Regler wird nach oben gestellt (die Verriegelung ist dann sozusagen geöffnet) und danach an den Schultergurten gezogen. Haben Sie die anvisierte Größeneinstellung erreicht, wird der Regler wieder verriegelt. Das funktioniert gut und in nur wenigen Sekunden.

Wir empfehlen, gerade in der Herbst- und Winterzeit, für eine erhöhte Sichtbarkeit, den Schulranzen mit zusätzlichen Katzenaugen auszustatten. Die Stiftung Warentest schlussfolgerte sogar, dass fast jedes Ranzenmodell auf dem Absatzmarkt über keine genügende Sichtbarkeit verfügt.

Leicht und bequem: Ergobag Cubo light

Leicht und bequem

Ergobag Cubo light

Der Cubo light von Ergobag besitzt ein Fassungsvermögen von 19 Litern, wiegt dabei aber nur knapp 800 Gramm. Bei den getesteten Modellen ist das eine Besonderheit, da leichtere Modelle dies durch ein geringeres Volumen erreichen. Beim Cubo light ist das anders.

Für die Fertigung des Cubo light wurden laut Hersteller 20 Flaschen aus PET recycelt. Wir haben das in unserem Testlauf nicht überprüft, finden aber das Bestreben nach mehr Nachhaltigkeit bei der Produktion von Alltagsgegenständen sehr lobenswert.

Eine Wohltat ist das leichte Öffnen des Cubo light in der Hektik des Schulalltags. Selbst auf dem Rücken unserer Testkinder ist er eine echte Erleichterung. Sie fanden den Ranzen: »sehr leicht« und »super bequem«, obwohl der Ranzen von uns mit den selben Schulmaterialien wie die Konkurrenzmodelle gefüllt wurde.

Der im Lieferumfang enthaltene Sportbeutel kann am Schulranzen festgeklippt werden. Üben Sie das ruhig ein paarmal mit ihren Kids. Es erfordert nämlich leider ein wenig Spitzengefühl, denn das Befestigungssystem ist anfänglich schwer zu meistern. Danach funktioniert es einwandfrei und die Kleinen haben Ihre Hände frei für andere Sachen. Ein festgeklippter Turnbeutel kann so auch nicht irgendwo vergessen werden. Im Kaufpreis enthalten sind außerdem ein Stiftemäppchen und eine gefüllte Federtasche.

Einige Ranzen-Features sind sehr gut durchdacht. Neben einem Fach für ein Regencape werden auch unterschiedliche Reflektorset-Versionen angeboten. Diese sind allerdings nicht im Set von Ergobag enthalten. Der Ergobag ist aber konzeptionell dafür ausgelegt. Wollen Sie diese Möglichkeit nutzen, müssen Sie leider noch mal Geld drauflegen.

Dasselbe gilt ebenfalls für Sporttasche, Brustbeutel, Trinkflasche und eine passende Brotdose. Das sind Extras, auf die verzichtet werden kann, aber die Reflektoren und das Regencape hätten ruhig inklusive sein können. Zumindest extra Fächer gibt es hierfür am Ranzen.

Der Cubo light von Ergobag kann leider nicht entsprechend der Größe des Kindes eingestellt werden. In unserem Test konnten wir aber feststellen, dass unterschiedlich große Kinder ausgezeichnet mit diesem Testmodell zurecht kamen. Eine clevere Schnittform kann also bewirken, dass eine Einstellung der Größe überflüssig wird.

Ein Schlampermäppchen, eine gefüllte Federmappe, ein Klettie-Set, mit dem sich der Ranzen verschönern lässt und ein Turnbeutel sind im Set enthalten. Die extra Sporttasche muss also nicht zwingend erworben werden. Der Cubo light gehört zwar zu den teueren Testmodellen, konnte aber in Bezug auf Langlebigkeit, Qualität und Tragekomfort im Gesamturteil überzeugen.

Ultraleicht: Herlitz Ultralight

Ultraleicht

Herlitz Ultralight

Test  Robust und immer gut sichtbar: Herlitz Ultralight
Ein leichter Schulranzen aus dem mittleren Preissegment, der die Testkinder und uns überzeugen konnte.

Der Herlitz Ultralight ist preiswert und gehört zu den leichtesten Ranzen in unserem Test. Sein Gewicht liegt bei etwas unter 700 Gramm. Dafür beträgt sein Fassungsvermögen aber lediglich 15 Liter. Das ist weniger als der Durchschnitt der meisten Ranzen aufnehmen kann.

Alle wichtigen Utensilien für die Schule finden aber trotzdem Platz im Ranzen. Es könnte allerdings passieren, dass nicht so gut organisierte Kinder die Schulsachen lustlos in den Ultralight stopfen und dadurch schnell Chaos mit Inneren des Ranzens entstehen kann. Aber auch das Erlernen des pfleglichen Umgangs mit dem eigenen Schulranzen gehört nun einmal zum Schulalltag dazu.

Nachdem unsere Testkinder den Ranzen geschultert hatten, brach lautstark Freude darüber aus, dass der getragene und gefüllte Schulranzen »leicht wie eine Feder« sei. Sie kamen einwandfrei mit dem Gewicht des Ranzens zurecht, auch wenn Herlitz keinen Gurt für die Hüfte bietet, der das Gewicht von den Schultern auf die Hüften verteilt. Der Ultralight erinnert vom Tragegefühl und Sitz an einen Rucksack. Unsere Testkinder lobten ihn als schön bequem.

Die Größe kann leider nicht verändert werden, der Ultralight ist ONE SIZE. In unserem Test passte der Ranzen den unterschiedlich großen Testkinder problemlos.

Das Öffnen des Ranzens war da etwas komplizierter. Für das Drücken der Schnalle muss einiges an Kraft und durch das gleichzeitige Ziehen etwas mehr Koordination aufgewendet werden. Vor Schulbeginn sollte das mit den Kleinen auf jeden Fall geübt werden. Bei manchen Eltern werden angesichts der Schnalle nostalgische Erinnerungen an die eigene Kindheit aufkommen, da diese damals gängig an den Ranzen waren. Für mehr Sicherheit sorgt ein extra Reflektor an der Schnalle.

Den verhältnismäßig günstigeren Preis haben wir weiter oben schon erwähnt. Ein positiver Aspekt, da viele Ranzen heutzutage eine Investition sind. Dazu muss aber auch erwähnt werden, dass der niedrigere Preis über die mit weniger Markenprodukten ausgestattete Herlitz-Federmappe daherkommt. Da die Stifte dieselbe Qualität beim Malen aufweisen, ist das für uns kein Manko.

Der Herlitz Ultralight ist eine Empfehlung für zarte und schmale Kinder, die wenig Last auf den Schultern tragen möchten.

Tolle Optik: Samsonite Sammies Ergofit

Tolle Optik

Samsonite Sammies Ergofit

Test  Robust und immer gut sichtbar: Samsonite Sammies Ergofit
Ein Schulranzen der wie ein Rucksack daherkommt und für Grundschulklasse eins bis vier geeignet ist.

Große Freude brach beim ersten Anblick des Sammies Ergofit von Samsonite unter den Kindern aus. Wir berichten aus unserer eigenen Erfahrung immer wieder, dass die Testkinder sehr oft nach optischen Merkmalen beurteilen und sich für Dinge entscheiden, die vielleicht weniger komfortabel, aber »so schön« sind. Deswegen stieg unsere Spannung, ob die großen Hoffnungen, die die Testkinder in dieses Modell steckten, sich auch erfüllen würden.

Der Ranzen besitzt eher die Merkmale eines Rucksacks und ist nicht so starr wie eine klassische Ranzen-Variante. Er kann sogar mithilfe einer Kordel geschlossen werden. Für uns war das aber eher ein Mangel, denn keines unserer Testkinder konnte das entsprechend umsetzen. Wir gehen davon aus, dass im Schulalltag der Kinderranzen dann wahrscheinlich in erster Linie mit dem Ranzenverschluss geschlossen werden wird oder der Kordelgummi schon bald gerissen ist. Hier sollten Sie mit ihrem Kind vor Schulbeginn üben.

Den ersten Anschein, dass dieser Rucksackranzen eher ein leichteres Modell ist, konnten die Testkinder bestätigen, als sie es huckepack trugen. Kein Meckern oder Murren, stattdessen freudiges Springen. »Oh, der ist aber schön leicht«, konnten wir hören. Um sicherzustellen, dass doch nicht das Aussehen für dieses Ergebnis verantwortlich war, testeten wir mit verbundenen Augen und setzten den Testkindern ein anderes Ranzenmodell auf. Sofort kamen Beschwerden von ihnen. Also wieder zurück zum Ergofit und schon folgte die selbe Reaktion: Die Kinder erklärten uns, dass das Ranzengewicht kaum zu spüren war.

Der Brustgurt ließ sich bequem schließen und wird an Riemen geführt. Er passt sich also gut der Kindergröße an und bewegte sich mit den Testkindern gut mit. Der Gurt für den Bauch drückt nicht und trägt sich angenehm. Er nimmt das Gewicht gut von den Kinderschultern.

Den Ergofit auf die passende Größe einzustellen, erforderte etwas Fingerspitzengefühl und Geduld. Denn der Klettverschluss muss am Rücken gelöst und neu positioniert werden. Da das Klettband aber etwas zu fest hält, bewirkte dieser Testpart bei uns und allen Testkindern mit ihren unterschiedlichen Körpergrößen heftiges Fluchen. Im Alltag werden sie den Ranzen aber nicht sehr oft justieren müssen. Dafür ist er aber exakt auf jede Kindergröße einstellbar.

Da der Ergofit aber vielmehr wie ein klassischer Rucksack als ein Schulranzen wirkt, bleibt er länger anziehend für Ihr Kind. Konzipiert ist der Ranzen für die Grundschuljahre eins bis vier. Das Verhältnis von Leistung und Preis stimmt für uns, weil wir der Meinung sind, dass der Sammies lange in Gebrauch bleiben wird.

Ebenso gefielen uns das im Umfang enthaltene Set, welches sich aus dem Regenschutz, Turnbeutel, Kletties, Heftordner, Portemonnaie, Mäppchen, einem gefüllten Mäppchen und vielen Reflektoren besteht. Gerade der Sportbeutel, der eine vollwertige Tasche abgibt und so auch bei weiteren Aktivitäten Verwendung finden kann, hob sich deutlich von den Konkurrenzmodellen ab. Als äußerst sinnvoll erwies sich das am Ranzen befestigte Regencover – eine gute und sehr praktische Idee, die von uns als positiv bewertet wurde.

Gut sichtbar: Herlitz Midi+

Gut sichtbar

Herlitz Midi Plus

Robust und immer gut sichtbar Test: Herlitz Midi Plus
Der Ranzen im preislichen Mittelfeld ist angenehm leicht und hat viele Reflektoren.

Der Midi+von Herlitz stellt sicher, dass Ihr Nachwuchs auf dem Weg zur Schule gesehen wird. Der Ranzen besitzt Reflektoren an der Seite sowie an den Tragegurten. Außerdem wurde ein fluoreszierender Werkstoff verwendet, um die Sichtbarkeit des Trägers zu erhöhen. In den letzten Jahren haben Tests der Stiftung Warentest geradezu verheerende Ergebnisse bei der Sichtbarkeit zu Tage gebracht. Darum bewerten wir dies als gute Innovation. An diesem Punkt müssen wir allerdings darauf hinweisen, dass auch weitere Herstellerfirmen an der Sichtbarkeit ihrer Modelle nachgebessert haben.

Der Midi+ besitzt einen erstklassigen Stand. Selbst bei schnellem Aus- und Einräumen und hektischen Bewegungen blieb er standhaft. Verschiedene Fächer sorgen für eine gewisse Ordnung. Den Testkindern war Ordnung übrigens ziemlich wichtig.

Die ziemlich dicken Rückenpolster wurden von unseren Testkindern als komfortabel und »nicht schwitzig« empfunden. Wir Test-Eltern blieben da trotzdem kritisch und haben unsere Kinder ein bisschen »sporteln« lassen – mit geschultertem Ranzen. Und tatsächlich war nichts nass oder feucht vom Schweiß. Die Schultergurte können bequem auf die passende Größe des Kindes eingestellt werden. Das Ranzen-Öffnen gelang ohne größere Probleme, »einfach« (O-Ton der Kinder) die Schließe eindrücken und er ist offen.

Die Kinder spürten wenig Gewicht auf dem Rücken. »Angenehm« und »Oh, leicht«, schilderten die Kids das Tragegefühl. Verbunden mit dem äußerst verlockenden Anschaffungspreis können wir den Midi + sehr empfehlen.

Was gibt es sonst noch?

Viele Mamas und Papas geben darauf Acht, dass das Ranzengewicht gering ist, denn die Schul-Utensilien sind bereits schwer genug. Der Ergoflex besitzt ein verblüffend niedriges Gewicht und bietet die beste Voraussetzung dafür, dass der Nachwuchs sich nicht überheben kann.

Den Testkindern gefiel der ErgoFlex von DerDieDas auf Anhieb. Die Haptik des Ranzens konnte ebenfalls überzeugen, denn sie unterschied sich deutlich von den Konkurrenzmodellen. Auf uns wirkte der Ranzen beim ersten Berühren fast weich, was sicherlich auch daran liegen kann, dass er wenig Gewicht besitzt. Das geht aber nicht auf Kosten der Stabilität, denn der Ergoflex hat ein Stangengeflecht, das ihn in aufrechter Position hält.

Die Kinder freuten sich beim Aufsetzen über das angenehm geringe Gewicht des ErgoFlex. Wie die anderen getesteten Modelle auch, war er mit der gleiche Menge an Schulmaterialen von uns gefüllt worden. Besonders für Kinder von zierlicher Statur ist er so gut geeignet und auch andere Kinder freuen sich, wenn sie weniger Gewicht tragen müssen. Allgemein wird empfohlen, dass Kinder maximal zehn Prozent des eigenen Körpergewichtes tragen sollten. Beim ErgoFlex von DerDieDas wurde das Gewicht gleichmäßig gut auf den Kinderrücken verteilt. Außerdem zog das Gesamtgewicht die Kids nicht unangenehm nach hinten.

Der Schulranzen wird mit Sortierbox, einer Sporttasche, einem Mäppchen und einer gefüllten Federmappe geliefert. Inzwischen ist das guter Standard, vor allem die Sortierbox entpuppt sich im ziemlich weichen Schulranzen als eine echte Wohltat. Sie verleiht dem Ranzen so zusätzliche Stabilität. Unsere Testkinder waren jedenfalls auch erfreut, dass alles ordentlich sortiert war. Für die verschieden großen Kinder war es ein tolles Erlebnis, dass selbst die kleinsten Kinder den Ranzen eigenständig aus- und einräumen konnte.

Auch beim Schließen gab es so keine Probleme, sodass die Schulanfänger nicht nur von allein den Ranzen öffnen und die Tische in der Schule vorbereiten konnten, sondern ebenfalls bequem einen Bleistift, der am Boden des Ranzen lag, zu fassen bekamen. Da sich vieles am Ranzenboden ansammelt, wissen die Eltern, dass die Kleinen das Schulmaterial ohne Probleme vom Ranzenboden beseitigen können.

Den ErgoFlex bekommt man für circa 200 Euro im Set, preislich liegt er damit im Mittelfeld.

Der McNeill Ergo Primero ist, ebenso wie der DerDieDas, sehr leicht. Der von außen mit Kunststoff verkleidete Boden gefiel uns gut. Oft stellen die Kinder die Schulmappe nach der Schule auf den Boden des Spielplatzes. Gut, wenn dann hinterher nicht alles durchgeweicht ist.

Was uns gar nicht gefallen hat: Zu den anderen getesteten Modellen wirkt der Verschluss vergleichsweise ziemlich minderwertig. Die fünf- beziehungsweise sechsjährigen Kinder konnten im Test das Magnetschloss ohne Probleme schließen und öffnen, die Verarbeitungsqualität des Plastik ließ uns allerdings daran zweifeln, ob die ersten Grundschuljahre wirklich überstanden werden. Das war dann aber auch die einzige Unzulänglichkeit des McNeill.

Die abnehmbaren Hüftgurte wurden von den Testkindern als komfortabel zu tragen und positiv bewertet. Das Abnehmen musste allerdings von den erwachsenen Testern übernommen werden, da die kleinformatigen Karabinerverschlüsse für die Kinder zu feingliedrig zum Öffnen waren. Der Hüftgurt selbst konnte aber von allen Kindern im Test geschlossen und geöffnet werden. Ob er  im täglichen Leben dann jeden Tag genutzt wird, sei jetzt aber mal dahingestellt. Der Hüftgurt soll die Kids zusätzlich Entlasten, indem er das Gewicht des Ranzens von beiden Schultern des Kindes nimmt. Nicht jedes Kind erkennt den Sinn darin, da sollten die Eltern ein wenig gut zureden.

Der erste gekaufte Schulranzen wird im Allgemeinen von der ersten bis zur vierten Klasse benutzt. Um das zu ermöglichen, muss der Schulranzen größenverstellbar sein. Das ist beim McNeill kein Problem, denn er ist von Größe Small bis Größe Large verstellbar. Hauptsächlich wird das über die Ranzen-Rückwand gewährleistet. Einfach am farblich gelben Regler auf die passende Größe einstellen – fertig. Dafür werden nur Sekunden gebraucht und jeder kann es problemlos einstellen. Bauchgurt und Brust können ebenso verstellt werden.

Beim McNeill gehören zum Schulranzen noch ein Schlüsselanhänger, ein Turnbeutel, eine mit Stiften gefüllte Federtasche und ein Federmäppchen dazu.

An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass es neben dem Ergo Primero ebenfalls eine McLight-Version gibt, die mit zusätzlichen LED-Streifen bestückt ist. Das verbessert die Sichtbarkeit von Ranzen und Träger, in dieser Version beträgt der Preis des Schulranzens, je nach Ausstattung und Modell, dann auch mal eben bis zu happige 70 Euro mehr. Hier muss man selbst entscheiden, ob man diesen Preis ausgeben möchte oder einfach bei der Basic-Variante selbst Reflektoren anbringt.

Der Pure flex von McNeill besitzt nur ein Innenfach. In unserem Praxistest bestätigte sich aber, dass die Testkinder besser mit zwei Fächern im Schulranzen zurecht kamen. Aber das fällt in die Rubrik Geschmackssache. Die Urteile der kleinen Tester reichten von »ich kann mich nicht gut damit bewegen« bis hin zu »schön leicht«. Für uns erreicht der McNeill deswegen einen guten Platz im Mittelfeld.

Überzeugt haben uns die gute Standfestigkeit, die große Menge an Reflektoren und dass der Schulranzen variabel auf die Größe des Kindes eingestellt werden kann. Mit nur einem Klick lässt sich der Schulranzen auf eine der drei Größen einstellen (Small, Medium oder Large). Der Pure flex kann so lange mitwachsen. Den Bauch- und Brustgurt fanden die wir ebenfalls praktisch.

Der Ergobag Pack ist mit einem Preis von fast 250 Euro eher kein preiswertes Modell, kommt dafür aber mit einer Menge durchdachtem Zubehör im Set. Der Turnbeutel zum Anklippen fällt dabei besonders auf. Bedenken Sie aber, dass das Klippen mit dem Kind geübt werden sollte. Denn nicht nur Fingerspitzengefühl wird bei der Bedienung der kleinen Klipper benötigt – auch das Befestigungssystem muss erst einstudiert werden.

Wenn es dann fehlerfrei funktioniert, hat der Nachwuchs wirklich freie Hände. Sobald der Turnbeutel am Ranzen festgeklippt ist, wird er so auch nicht so leicht vergessen. Im Gesamtpreis enthalten sind außerdem ein Mäppchen für Stifte und eine mit Buntstiften gefüllte Federtasche.

Der Pack von Ergobag ist variabel auf Kinderkörpergrößen von einem bis 1,50 Meter anpassbar. Das funktioniert dank des starken Klettverschlusses recht einfach. Außerdem verfügt der Ergobag über einen extra Schutz für Bauch- und Brustgurt, welchen unsere Testkinder als positiv und sehr bequem bewertet haben. Der wasserdichte Stoff und viele Reflektoren runden den guten Eindruck ab.

Die Brust- und Bauchgurte lassen sich leicht öffnen, wie der Ranzen auch. Keines unserer Kinder hatte damit Schwierigkeiten und die Kinder-Tester waren happy, alles eigenständig zu bewältigen. Mit einem Gewicht von 1,3 Kilogramm ist das Modell ziemlich schwer, was ein Testkind auch prompt bemängelte. Wir empfehlen, den Ranzen in gefülltem Zustand mit dem Nachwuchs auszuprobieren, um gemeinsam herauszufinden, ob er der Richtige für das Kind ist.

Ihr Kind hat eine große Statur und möchte einen Ranzen, der eher einem Rucksack ähnelt? Dann ist der Sammies Ergonomic von Samsonite vielleicht eine gutes Modell für Sie, denn sein Aussehen fällt auf. Der Sammies sieht wie ein Ranzen für große Schulkinder aus, also mindestens für die Viertklässler. Er erfreute sich großer Beliebtheit bei unseren Testkindern und produzierte Aussagen, wie: »Der sieht aber toll aus, nicht so wie für Kleine«. Samsonite empfiehlt den Sammies Ergonomic für die erste bis dritte Klasse, ab der vierten Klasse sollte dann auf ein größeres Schulranzen-Modell gewechselt werden.

Mit einem Leergewicht von 1,2 Kilo platziert sich der Schulranzen im Mittelfeld. Samsonite verspricht, dass beim Sammies kein PVC-Kunststoff verarbeitet wurde. Diese Aussage konnten wir bedauerlicherweise nicht in unserem Test überprüfen. Die Größeneinstellung wurde hingegen von uns getestet. Mithilfe eines festen Klettverschlusses funktionierte die Anpassung im Schulterbereich gut, wenn auch etwas fummelig. Hier wird etwas Geduld benötigt. Zwei unserer Testkinder hatten ein paar Schwierigkeiten beim Öffnen der Schnalle, was nach etwas Herumprobieren im Kreis der Kinder eigenständig gelöst wurde. Eltern sollten Ihre Kinder vor einem eventuellen Kauf ruhig mit der Schnalle herumspielen lassen. Nachdem unsere Testkinder sprichwörtlich den Dreh heraus hatten, bereitet das Schließen und Öffnen keine Probleme mehr.

Beim ersten Aufsetzen des Rucksackes dachten die Testkinder, dass Füllmaterial fehlen würde: »Der ist ja superleicht auf dem Rücken«. Einige der Kinder wollten sogar den Bauch- und Brustgurt nicht anlegen, weil sie das Ranzengewicht nicht spürten. Ein gutes Zeichen.

Der Sammies hat einen Turnbeutel, eine Sortiermappe, ein Portemonnaie, ein Federmäppchen und eine gefüllte Stiftemappe im Gepäck. Bei so vielen Extras kann der Beginn des Schulalltag ja fast nicht mehr schief gehen.

Der Ergo Explorer von McNeill lässt sich einfach und schnell auf die Körpergröße des Kindes einstellen. Da möchten die Eltern nicht ewig herumhantieren, auch, weil die Kids schnell mal die Geduld verlieren. Die Seiten- und Fronttaschen lassen sich mittels Reißverschlüssen schließen und öffnen. So wird der Verlust von kleinteiligen Dingen deutlich minimiert. Mit einem Gewicht von 1,3 Kilo gehört der Ergo Explorer zu den leichteren Modellen im Test. Der McNeill kommt mit weniger Reflektoren daher, sorgt aber durch die Ausstattung mit Reflexmaterialien für eine deutlich erhöhte Sicherheit.

Der Brustgurt konnte die Testkinder leider nicht überzeugen. Wir vermuten, die Kinder wollten ihn schlichtweg nicht benutzen. Für uns geht das aber in Ordnung. Im Set des Ergo Explorers finden sich ein Schlüsselanhänger, ein Turnbeutel, eine Federmappe und eine gefüllte Federtasche.

Der Beckmann of Norway ist ebenfalls für größere Kinder geeignet. Das »1. Klasse Set Champion« wirkt optisch eher wie ein Rucksack, als ein Schulranzen. Obwohl der Beckmann bereits für Erstklässler konzipiert ist, hatten die Testkinder hier ein paar  Schwierigkeiten. Zwei (leichtgewichtige) Testkinder waren nicht in der Lage, den Ranzen zu öffnen. Außerdem war er für sie zu groß. Das Modell lässt sich leider nicht individuell auf die Körpergröße einstellen. So empfehlen wir diesen Ranzen eher für Zweit- oder Drittklässler. Ab diesen Klassenstufen werden Rucksackmodelle plötzlich beliebter als das klassische Ranzenmodell.  Der Boden des Ranzens ist aus Stoff und verzeiht Schmutzflecken und jede Art von Kleckereien eher weniger.

Jetzt zum Positiven: Die Qualität des Beckmann hat uns sehr gut gefallen. Die Materialien des sorgfältig durchdachten Schulranzens wirken äußerst hochwertig. Ebenso das Zubehör: eine Trinkflasche, eine Brotbüchse, ein Portemonnaie, eine Federmappe und einen weiteren Rucksack, der auch als Sportbeutel verwendet werden kann.

Der Sportbeutel kann an den Rucksack angeklippt werden. Außerdem verfügt der Schulranzen über einen integrierten Regenschutz. Keines unserer Testkinder war in der Lage, diesen über den Rucksack zu ziehen. In ein, zwei Jahren sieht das sicherlich anders aus. Der Beckmann of Norway ist aufgrund seiner hochwertigen Art eine ausgezeichnete Alternative für ältere Grundschüler.

Darauf sollte man beim Schulranzenkauf achten

Täglich werden Schulranzen mit vielerlei Schul-Utensilien bepackt, da kommt ein bisschen Gewicht zusammen. Wichtig ist, dass die Last des Ranzens gleichmäßig und gut auf Becken und Schultern verteilt werden, sonst kann es zu Schäden an der Wirbelsäule kommen. Gepolsterte Träger und ein umfangreicher Hüftgurt sind hierbei hilfreich.

Ebenso bedeutsam ist, dass die Schulmappe an die derzeitige Größe des Kindes angepasst werden kann und zwar einfach und stufenlos. Hier wurden im Test Unterschiede deutlich. Einige Ranzen boten überhaupt keine Einstellmöglichkeit. Bei anderen Modellen ging das lediglich an den dünnen Riemen der Schultern. Ein bisschen hilft das, aber lange werden diese Ranzen nicht mitwachsen.

 Test: Schulranzen
Ein Ranzen sollte den stürmischen Kinder-Alltag gut überstehen.

Allgemein waren wir recht happy, denn bei einem Großteil der getesteten Ranzen ließen sich ebenso die Schulterriemen als auch der Rücken an die Kindergröße anpassen. Wenn man nicht nach zwei Jahren erneut einen Schulranzen kaufen möchten, sollte man auf mitwachsende Modelle achten.

An fast jedem Modell können Magnet- oder Klettapplikationen befestigt werden. Unsere Testkinder testeten sich mit heller Begeisterung durch die Ranzen-Auswahl und bewiesen wiederholt, dass Kinder nach anderen Kriterien entscheiden als die Erwachsenen. Im Test stand für sie hauptsächlich die Optik der Ranzen an erster Stelle. Das führte dazu, dass bestimmte Ranzen nur mit einem gewissen Maß an Überredungskunst ausprobiert wurden.

Weil sich bei der Anprobe dann schnell klar wurde, dass die scheinbar »hässlichen« Ranzen auch sehr bequem sein konnten, änderten die Kinder ihre Meinung dann doch noch. Für Eltern lohnt es sich also, stoisch zu sein und auf eine Anprobe zu bestehen. Zum Schluss kann ja dann nach wie vor das knallbunte Teil anprobiert werden, dass sowieso nicht in Frage kommt.

Ein schöner Tipp: Wenn man sich mit dem Nachwuchs in einem Geschäft in Ruhe die Auswahl anschauen möchten, bitten Sie den Verkaufsberater darum, sich gegengeschlechtliche Schulranzen zeigen zu lassen. Jungs probieren Mädchenranzen aus und umgekehrt. So fixieren sich die Kids nicht so auf die Optik, sondern vorwiegend auf den Komfort beim Tragen. Wenn Sie das passende Modell gefunden haben, kann hinterher aus der Kollektion des Ranzens ausgesucht werden.

Das Ranzengewicht

Für Eltern ist das Gesamtgewicht weitaus wichtiger als die Optik des Ranzens. Im leeren Zustand wiegen die meisten Ranzen zwischen 0,8 und 2,3 Kilo. Die Angaben der Hersteller sind dabei nicht immer korrekt. Darum haben wir für Sie nachgemessen. In unserer Vergleichstabelle finden Sie unsere Messergebnisse.

Da bereits schon ab der ersten Schulklasse Turnbeutel, Brotdose, Wasserflasche, Federmäppchen Hefte und Bücher mitgenommen werden, schleppen die Kleinen an jedem Schultag schon mal fünf bis sieben Kilo. Da sollte der Ranzen wenigstens möglichst leicht sein.

Unsere Testkinder haben nicht nur die Schulranzen Probe getragen, sondern ebenfalls ausprobiert, ob sie einwandfrei an ihre Schulsachen herankommen. Gerade für kleinere Kids ist es manchmal schwer, den Taschenboden zu erreichen. Wichtig ist vor allem, ob das eigene Kind den Verschluss von allein öffnen kann. Ein paar der Testkinder hatten Probleme beim Öffnen der Verschlüsse.

Reflektoren dürfen nicht fehlen

Auf den Ranzen aufgenähte Reflektoren bewirken eine bessere Sichtbarkeit – aber nur wenn Licht auf sie fällt. Der Satch Pack besitzt in das Material eingearbeitete Reflektoren durch die – laut Satch – die Sichtbarkeit verbessert wird. Diese Aussage konnten wir in unserem Test nicht überprüfen.

Einige Schulranzen verfügen über eingebaute Lämpchen. Wir denken aber nicht, dass das die Wahrnehmbarkeit im öffentlichen Straßenverkehr nachhaltig verbessert. Sollte Ihr Kind seinen Weg zur Schule an einer kritischen Straße haben, kann man alternativ auch ein LED-Rücklicht vom Fahrrad am Ranzen befestigen. Die Leuchtkraft ist außerdem heller als bei eingebauten Ranzenlämpchen.

 Test: Schulranzen Reflektor
Reflektoren sind ein wichtiger Bestandteil für Sicherheit im öffentlichen Straßenverkehr.

Blinklichter, Magneten und Klettverschlüsse sind vor allem für die Kids ein Anreiz zum Kauf, unser Test wurde davon aber nicht beeinflusst. Verständlich finden wir, dass die Kids ihren alltäglichen Begleiter immer wieder neu verschönern wollen. Wir empfehlen Ihnen, darauf acht zu geben, ob es die Möglichkeit gibt verschiedene Kletties am Ranzen zu befestigten, oder ob die Klettverschlussform es nur zulässt, vom Hersteller mitgelieferte Kletties am Ranzen zu befestigen.

Ranzen-Sets als Grundausstattung

Viele der Schulranzen am Markt können als Set gekauft werden, so bekommt man auf einen Schlag die komplette Grundausstattung für das Kind. Oft gehören zum Lieferumfang. Turnbeutel, Federmäppchen und gefüllte Stiftemappen. Manche Turnbeutel lassen sich am Ranzen einklippen, so dass der Nachwuchs freie Hände hat. Eine sinnvolle und intelligente Idee. Bei anderen Modellen kann der Sportbeutel über den Kinderarm gehängt werden: Der Beutel ist dann aus extra leichtem Stoff gearbeitet.

Die Stiftemappen sind oft nur mit Buntstiften gefüllt und haben meistens keinen Füller im Gepäck. Manche Modelle kommen beispielsweise mit Radiergummi oder Bleistiften, allerdings sollten man hier nicht allzu viel erwarten.

Sollte man zum Thema Ranzenkauf noch spezielle Fragen haben sollte, kann man sich auf der DIN-Website, der Verbraucher- Interessenvertretung über die DIN-Normen beim Kauf eines Ranzens informieren.

So haben wir getestet

Fünf Vorschulkinder im Alter zwischen fünf beziehungsweise sechs Jahren haben alle Ranzenmodelle anprobiert und ein- sowie ausgeräumt. Wie einfach und gut sich die unterschiedlichen Größen einstellen ließen, konnten wir dank der unterschiedlichen Körpergrößen der Kinder leicht überprüfen. Um zu vermeiden, dass die Kids ein Modell rein optisch zu ihrem Liebling wählen, wurden ihnen die Ranzen mit verbundenen Augen aufgesetzt. So konnten wir ihre neutrale Meinung zum Tragekomfort einholen.

Die Testkinder waren total aus dem Häuschen, denn der Ranzenkauf leitet für die Kleinen den Schulanfang ein. Einige Kids hatten schon mit den Eltern nach Ranzen geschaut. Das gemeinschaftliche Auspacken sorgte dabei für Staunen. Sofort waren bei den Mädchen und Jungen Präferenzen zu erkennen.

Alle Kinder probierten alle Ranzen auf und wollten mit ihrem Liebling beginnen. Und das wurde nach den Extras oder dem Design ausgewählt. So war einer der günstigste Ranzen, der Ylvi und die Minimoomis, bei den Kindern sehr begehrt, weil er als einziger im Test blinken konnte. Ebenso war der Timeless Eco vom Hersteller School of Mood bei den Kindern äußerst beliebt, da sein Design an eine Seejungfrau erinnerte. Die Kletties waren außerdem mit Wendepailletten ausgestattet, was den Kindern sehr gefiel ist.

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