Test: Schulranzen Herlitzmidi

Schulranzen im Test : Robust und immer gut sichtbar

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Veröffentlicht 06.11.2020

Ein Schulranzen mit grellen Signalfarben und reflektierenden Leuchtflächen lässt den Nachwuchs auf dem Schulweg deutlich sichtbarer erscheinen. Dunkle Farben lassen die Kids – gerade in den dunkleren Jahreszeiten – oft mit dem Hintergrund verschmelzen. Wir haben 29 Schulranzen getestet.

Andrea Zschocher
Andrea Zschocher
schreibt als freie Journalistin und Bloggerin bevorzugt über Familie und mehr und testet Produkte für Babys und Kleinkinder.

Der Eintritt des Kindes in die Schule bringt immer eine große Veränderung für den Alltag einer Familie. Und da der Kauf eines Schulranzens auch ziemlich anstrengend werden kann, sind dabei einige Dinge zu beachten.

Die Möglichkeit die Größe zu verstellen ist neben dem Leergewicht des Ranzens ebenso wichtig. Denn der Nachwuchs wächst und der Schulranzen sollte möglichst ein paar Grundschuljahre überstehen. Weit bedeutender als die Optik ist die Strapazierfähigkeit – obgleich die Kiddies da anderer Meinung sind.

Für unseren Test haben wir 29 Schulranzen-Modelle von günstig bis hochpreisig getestet. Das preiswerteste Testmodell kostet etwa 70 Euro, die kostspieligsten Ranzen um 250 Euro. Dabei zeigte sich leider: Die sehr günstigen Modelle sind eher nicht empfehlenswert.

Sehr leicht: Ergoflex von DerDieDas

Sehr leicht

DerDieDas ErgoFlex

Viele Mamas und Papas geben darauf Acht, dass das Ranzengewicht gering ist, denn die Schul-Utensilien sind bereits schwer genug. Der Ergoflex besitzt ein verblüffend niedriges Gewicht und bietet die beste Voraussetzung dafür, dass der Nachwuchs sich nicht überheben kann.

Den Testkindern gefiel der ErgoFlex von DerDieDas auf Anhieb. Die Haptik des Ranzens konnte ebenfalls überzeugen, denn sie unterschied sich deutlich von den Konkurrenzmodellen. Auf die Tester wirkte der Ranzen beim ersten Berühren fast weich, was sicherlich auch daran liegen kann, dass er wenig Gewicht besitzt. Das geht aber nicht auf Kosten der Stabilität, denn der Ergoflex hat ein Stangengeflecht, das ihn in aufrechter Position hält.

Die Kinder freuten sich beim Aufsetzen über das angenehm geringe Gewicht des ErgoFlex. Wie die anderen getesteten Modelle auch, war er mit der gleiche Menge an Schulmaterialen von uns gefüllt worden. Besonders für Kinder von zierlicher Statur ist er so gut geeignet und auch andere Kinder freuen sich, wenn sie weniger Gewicht tragen müssen. Allgemein wird empfohlen, dass Kinder maximal zehn Prozent ihres eigenen Körpergewichtes tragen sollten. Beim ErgoFlex von DerDieDas wurde das Gewicht gleichmäßig gut auf den Kinderrücken verteilt. Außerdem zog das Gesamtgewicht die Kids nicht unangenehm nach hinten.

Der Schulranzen wird mit Sortierbox, einer Sporttasche, einem Mäppchen und einer gefüllten Federmappe geliefert. Inzwischen ist das guter Standard, vor allem die Sortierbox entpuppt sich im ziemlich weichen Schulranzen als eine echte Wohltat. Sie verleiht dem Ranzen so zusätzliche Stabilität. Unsere Testkinder waren jedenfalls auch erfreut, dass alles ordentlich sortiert war. Für die verschieden großen Kinder war es ein tolles Erlebnis, dass selbst die kleinsten Kinder den Ranzen eigenständig aus- und einräumen konnte.

Auch beim Schließen gab es so keine Probleme, sodass die Schulanfänger nicht nur von allein den Ranzen öffnen und die Tische in der Schule vorbereiten konnten, sondern ebenfalls bequem einen Bleistift, der am Boden des Ranzen lag, zu fassen bekamen. Da sich vieles am Ranzenboden ansammelt, wissen die Eltern, dass die Kleinen das Schulmaterial ohne Probleme vom Ranzenboden beseitigen können.

Den ErgoFlex bekommt man für circa 200 Euro im Set, preislich liegt er damit im Mittelfeld.

Mit Hüftgurt: McNeill Ergo Primero

Mit Hüftgurt

McNeill Ergo Primero

Test Strapazierfähig und immer gut sichtbar: McNeill Ergo Primero
Ein leichter Ranzen, der sich gut einstellen lässt und der gute Sichtbarkeit dank zahlreicher Reflektoren ermöglicht.

Der McNeill Ergo Primero ist, ebenso wie der DerDieDas, sehr leicht. Der von außen mit Kunststoff verkleidete Boden gefiel uns gut. Oft stellen die Kinder die Schulmappe nach der Schule auf den Boden des Spielplatzes. Gut, wenn dann hinterher nicht alles durchgeweicht ist.

Was uns gar nicht gefallen hat: Zu den anderen getesteten Modellen wirkt der Verschluss vergleichsweise ziemlich minderwertig. Die fünf- beziehungsweise sechsjährigen Kinder konnten im Test das Magnetschloss ohne Probleme schließen und öffnen, die Verarbeitungsqualität des Plastik ließ uns allerdings daran zweifeln, ob die ersten Grundschuljahre wirklich überstanden werden. Das war dann aber auch die einzige Unzulänglichkeit des McNeill.

Die abnehmbaren Hüftgurte wurden von den Testkindern als komfortabel zu tragen und positiv bewertet. Das Abnehmen musste allerdings von den erwachsenen Testern übernommen werden, da die kleinformatigen Karabinerverschlüsse für die Kinder zu feingliedrig zum Öffnen waren. Der Hüftgurt selbst konnte aber von allen Kindern im Test geschlossen und geöffnet werden. Ob das im täglichen Leben dann jeden Tag genutzt wird, sei jetzt aber mal dahingestellt. Der Hüftgurt soll die Kids zusätzlich Entlasten, indem er das Gewicht des Ranzens von beiden Schultern des Kindes nimmt. Nicht jedes Kind erkennt den Sinn darin, da sollten die Eltern ein wenig gut zureden.

Der erste gekaufte Schulranzen wird im Allgemeinen von der ersten bis zur vierten Klasse benutzt. Um das zu ermöglichen, muss der Schulranzen größenverstellbar sein. Das ist beim McNeill kein Problem, denn er ist von Größe Small bis Größe Large verstellbar. Hauptsächlich wird das über die Ranzen-Rückwand gewährleistet. Einfach am farblich gelben Regler auf die passende Größe einstellen – fertig. Dafür werden nur Sekunden gebraucht und jeder kann es problemlos einstellen. Bauchgurt und Brust können ebenso verstellt werden.

Beim McNeill gehören zum Schulranzen noch ein Schlüsselanhänger, ein Turnbeutel, eine mit Stiften gefüllte Federtasche und ein Federmäppchen dazu.

An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass es neben dem Ergo Primero ebenfalls eine McLight-Version gibt, die mit zusätzlichen LED-Streifen bestückt ist. Das verbessert die Sichtbarkeit von Ranzen und Träger, in dieser Version beträgt der Preis des Schulranzens, je nach Ausstattung und Modell, dann auch mal eben bis zu happige 70 Euro mehr. Hier muss man selbst entscheiden, ob man diesen Preis ausgeben möchte oder einfach bei der Basic-Variante selbst Reflektoren anbringt.

Viele Extras: Ergobag Pack

Der Ergobag Pack ist mit einem Preis von fast 250 Euro eher kein preiswertes Modell, kommt dafür aber mit einer Menge durchdachtem Zubehör im Set. Der Turnbeutel zum Anklippen fällt dabei besonders auf. Bedenken Sie aber, dass das Klippen mit dem Kind geübt werden sollte. Denn nicht nur Fingerspitzengefühl wird bei der Bedienung der kleinen Klipper benötigt – auch das Befestigungssystem muss erst einstudiert werden.

Wenn es dann fehlerfrei funktioniert,hat der Nachwuchs wirklich freie Hände. Sobald der Turnbeutel am Ranzen festgeklippt ist, wird er so auch nicht so leicht vergessen. Im Gesamtpreis enthalten sind außerdem ein Mäppchen für Stifte und eine mit Buntstiften gefüllte Federtasche.

Der Pack von Ergobag ist variabel auf Kinderkörpergrößen von einem bis 1,50 Meter anpassbar. Das funktioniert dank des starken Klettverschlusses recht einfach. Außerdem verfügt der Ergobag über einen extra Schutz für Bauch- und Brustgurt, welchen unsere Testkinder als positiv und sehr bequem bewertet haben. Der wasserdichte Stoff und viele Reflektoren runden den guten Eindruck ab.

Die Brust- und Bauchgurte lassen sich leicht öffnen, wie der Ranzen auch. Keines unserer Kinder hatte damit Schwierigkeiten und die Kinder-Tester waren happy, alles eigenständig zu bewältigen. Mit einem Gewicht von 1,3 Kilogramm ist das Modell ziemlich schwer, was ein Testkind auch prompt bemängelte. Wir empfehlen, den Ranzen in gefülltem Zustand mit dem Nachwuchs auszuprobieren, um gemeinsam herauszufinden, ob er der Richtige für das Kind ist.

Tolle Optik: Samsonite Sammies Ergofit

Tolle Optik

Samsonite Sammies Ergofit

Große Freude brach beim Anblick des Samsonite Sammies Ergofit unter den Kindern aus. Wir berichten aus unserer eigenen Erfahrung immer wieder, dass die Testkinder sehr oft nach optischen Merkmalen beurteilen und sich für Dinge entscheiden, die vielleicht weniger komfortabel, aber »so schön« sind. Deswegen stieg unsere Spannung, ob die großen Hoffnungen, die die Testkinder in dieses Modell steckten, sich auch erfüllen würden.

Der Ranzen besitzt eher die Merkmale eines Rucksacks und ist nicht so starr wie eine klassische Ranzen-Variante. Er kann sogar mithilfe einer Kordel geschlossen werden. Für die Tester war das aber eher ein Mangel, denn keines unserer Testkinder konnte das entsprechend umsetzen. Wir gehen davon aus, dass im Schulalltag der Kinderranzen dann wahrscheinlich in erster Linie mit dem Ranzenverschluss geschlossen werden wird oder der Kordelgummi schon bald gerissen ist. Hier sollten Sie mit ihrem Kind vor Schulbeginn üben.

Den ersten Anschein, dass dieser Rucksackranzen eher ein leichteres Modell ist, konnten die Testkinder bestätigen, als sie es huckepack trugen. Kein Meckern oder Murren, stattdessen freudiges Springen. »Oh, der ist aber schön leicht«, konnten wir hören. Um sicherzustellen, dass doch nicht das Aussehen für dieses Ergebnis verantwortlich war, testeten wir mit verbundenen Augen und setzten den Testkindern ein anderes Ranzenmodell auf. Sofort kamen Beschwerden von ihnen. Also wieder zurück zum Ergofit und schon folgte die selbe Reaktion: Die Kinder erklärten uns, dass das Ranzengewicht kaum zu spüren war.

Der Brustgurt ließ sich bequem schließen und wird an Riemen geführt. Er passt sich also gut der Kindergröße an und bewegte sich mit den Testkindern gut mit. Der Gurt für den Bauch drückt nicht und trägt sich angenehm. Er nimmt das Gewicht gut von den Kinderschultern.

Den Ergofit auf die passende Größe einzustellen, erforderte etwas Fingerspitzengefühl und Geduld. Denn der Klettverschluss muss am Rücken gelöst und neu positioniert werden. Da das Klettband aber etwas zu fest hält, bewirkte dieser Testpart bei uns und allen Testkindern mit ihren unterschiedlichen Körpergrößen heftiges Fluchen. Im Alltag werden sie den Ranzen aber nicht sehr oft justieren müssen. Dafür ist er aber exakt auf jede Kindergröße einstellbar.

Da der Ergofit aber vielmehr wie ein klassischer Rucksack als ein Schulranzen wirkt, bleibt er länger anziehend für Ihr Kind. Konzipiert ist der Ranzen für die Grundschuljahre eins bis vier. Das Verhältnis von Leistung und Preis stimmt für uns, weil wir der Meinung sind, dass der Sammies lange in Gebrauch bleiben wird.

Ebenso gefielen uns das im Umfang enthaltene Set, welches sich aus dem Regenschutz, Turnbeutel, Kletties, Heftordner, Portemonnaie, Mäppchen, einem gefüllten Mäppchen und vielen Reflektoren besteht. Gerade der Sportbeutel, der eine vollwertige Tasche abgibt und so auch bei weiteren Aktivitäten Verwendung finden kann, hob sich deutlich von den Konkurrenzmodellen ab. Als äußerst sinnvoll erwies sich das am Ranzen befestigte Regencover – eine gute und sehr praktische Idee, die von uns als positiv bewertet wurde.

Gut sichtbar: Herlitz Midi+

Gut sichtbar

Herlitz Midi +

Der Midi+von Herlitz stellt sicher, dass Ihr Nachwuchs auf dem Weg zur Schule gesehen wird. Er besitzt Reflektoren an der Seite sowie an den Tragegurten. Außerdem wurde ein fluoreszierendes Material verwendet, um die Sichtbarkeit des Trägers zu erhöhen. In den letzten Jahren haben Tests der Stiftung Warentest geradezu verheerende Ergebnisse bei der Sichtbarkeit zu Tage gebracht. Darum bewerten wir dies als gute Innovation. An dieser Stelle müssen wir allerdings darauf hinweisen, dass auch andere Hersteller an der Sichtbarkeit ihrer Modelle nachgebessert haben.

Der Midi+ besitzt einen erstklassigen Stand. Selbst bei schnellem Aus- und Einräumen und hektischen Bewegungen blieb er standhaft. Verschiedene Fächer sorgen für eine gewisse Ordnung. Den Testkindern war Ordnung übrigens ziemlich wichtig.

Die ziemlich dicken Rückenpolster wurden von unseren Testkindern als komfortabel und »nicht schwitzig« empfunden. Wir Test-Eltern blieben da trotzdem kritisch und haben unsere Kinder ein bisschen »sporteln« lassen – mit geschultertem Ranzen. Und tatsächlich war nichts nass oder feucht vom Schweiß. Die Schultergurte können bequem auf die Größe des Kindes eingestellt werden. Das Ranzen-Öffnen gelang ohne größere Probleme, »einfach« (O-Ton der Kinder) die Schließe eindrücken, und er ist offen.

Die Kinder spürten wenig Gewicht auf dem Rücken. »Angenehm« und »Oh, leicht«, schilderten die Kids das Tragegefühl. Verbunden mit dem äußerst verlockenden Preis können wir den Midi + sehr empfehlen.

Was  gibt es sonst noch?

Suchen Sie ein besonders robustes Modell, schauen Sie sich ruhig den Genius von Scout an. Gut gefallen hat uns die wasserabstoßende Beschichtung, die jedes Scout-Modell hat. Alle Eltern kennen bestimmt die Situation, in der eine Wasserflasche im Ranzen umkippt, denn kaum ein Kind nutzt die dafür vorgesehene Seitentasche. Der Ranzenrücken lässt sich auf Größen von Small bis Extralarge einstellen, was dem Scout eine lange Nutzung garantieren soll. Sollte Ihr Kind also schon größer sein, kann der Schulranzen weiterhin eine ganze Weile mitwachsen. Mitgeliefert werden eine Sporttasche, eine Federmappe und eine gefüllte Stiftemappe. Auch wenn der Ranzen mit 1,1 Kilogramm eigentlich recht leicht ist, war die Schulmappe den Testkindern huckepack aber ein bisschen zu schwer.

Der Alpha von Scout weist nur wenige Unterschiede gegenüber dem Genius auf. Auch dieses Modell kann von Größe Small bis Extralarge eingestellt werden. Dafür wird allerdings Fingerspitzengefühl und eine Münze benötigt. Das Einstellen gestaltete sich leider nicht so einfach, aber so häufig ist das ja glücklicherweise auch nicht nötig. Laut Hersteller beziehen sich die Einstellungen von XL, L, M und S, auf große, mittlere und kleine Kinder. Genauer wird die Angabe leider nicht. Die erforderliche Einstellung für das Kind muss durch simples Herumprobieren herausgefunden werden. Dass der Ranzenverschluss höhenverstellbar ist, fanden Eltern wie Testkinder richtig spitze, denn so kann der Ranzen als Ganzes mitwachsen und sieht künftig nicht fipsig auf dem Kreuz des dann größeren Kindes aus.

Der McNeill Pure Flex besitzt nur ein Innenfach. In der Praxis zeigte sich, dass die Testkinder mit zwei Fächern besser zurecht kommen. Das ist aber reine Geschmackssache. Die Kinder beurteilten von: »ich kann mich nicht gut damit bewegen« bis zu »schön leicht«. Deswegen landet der McNeill Pure Flex für uns nur im Mittelfeld.

Überzeugen konnte uns der Ranzen mit der guten Einstellung der Körpergröße, seinem guten Stand und den vielen Reflektoren. Leicht und mit einem einigen Klick können die Größen Small, Medium oder Large eingestellt werden. So kann der McNeill lange mitwachsen. Den Bauch- und Brustgurt fanden wir auch sehr praktisch.

Das Versprechen des Herstellers, dass sich der OneTwo von Deuter ausgesprochen leicht und bequem tragen lässt, konnten die Testkinder nicht attestieren. »Viel zu schwer«, lautete ihr einstimmiges Urteil. Der OneTwo wiegt zwar etwas mehr als die anderen Ranzen in unserem Test, ist aber mit seinen 1,2 Kilogramm jetzt auch kein Brocken. Gerade in gefülltem Zustand fühlte er sich viel massiver auf den Rücken der Kinder an. Der Deuter passte sich dem Rücken der Kids gut an, trotzdem konnte die Größeneinstellung nicht richtig überzeugen. Das leichte Öffnen und Schließen des Ranzens gefiel unseren Testkindern gut.

Ein Portemonnaie, eine Federmappe und eine Sporttasche bringt der OneTwo von Haus aus mit. Ein großes Manko fiel uns allerdings auf: In der Mappe für die Stifte gab es keinen Platz mehr für einen Füllhalter. Eine absolute Ausnahme in unserem Test.

Mithilfe eines Rades lässt sich der 2in1 von Step by Step auf die Kindergröße einstellen. Wird am Rad gedreht, erscheint eine Größenskalierung. Laut Step by Step kann die Einstellung der Größe vorgenommen werden, während das Kind den Schulranzen huckepack trägt. Im Test hat das bei uns nicht sonderlich gut funktioniert, aber vielleicht klappt das bei Ihnen ja besser. Beim Packen des Ranzens fiel der 2in1 zu unserem Leidwesen immer wieder um. Da es keine Magnete zur Verschönerung gibt, muss man sich bei diesem Ranzen mit den gegebenen Motiven begnügen.

Dass der Ranzen von unseren Kindern subjektiv als nicht schwer betrachtet wurde, hat uns gut gefallen. Einen weiteren Pluspunkt gibt es zusätzlich für den Umstand, dass das Modell mit wenigen Handgriffen zu einem Rucksack umgestaltet werden kann und so außerschulisch verwendet werden kann.

Der McNeill Ergo Light besitzt keinen Hüftgurt. Die Testkinder beklagten sich, dass das Polster ihnen an ihren Rippen weh tat. Da sich der Rücken des Ranzens nicht auf die Kindergröße einstellen ließ und alle Testkinder dies beanstandeten, wurde dieser Punkt von uns nachteilig im Test vermerkt. Das zeigt uns mal wieder, wie wichtig das gemeinsame Ausprobieren des Ranzens mit den Kindern ist.

Was Testeltern und Testkinder gleichsam positiv bewerteten: Es gibt ein Element, das blinkt und viele Reflektoren. Die Kinder finden das spannend und den Eltern gibt es zusätzliche Sicherheit, weil die blinkenden Elemente im Dämmerlicht gut auffallen. Dank einer herausnehmbaren Trennwand im Inneren des Ranzens lässt sich beispielsweise bei Bedarf ein Bücherfach einrichten. Dem McNeill Ergo Light liegen neben einer Federmappe, einem Turnbeutel auch eine gefüllte Federtasche sowie ein Flyer bei, der Kinder und Eltern über die Bedeutung einer gesunden Ernährung aufklärt.

Darauf sollte man beim Schulranzenkauf achten

Täglich werden Schulranzen mit vielerlei Schul-Utensilien bepackt, da kommt ein bisschen Gewicht zusammen. Wichtig ist, dass die Last des Ranzens gleichmäßig und gut auf Becken und Schultern verteilt werden, sonst kann es zu Schäden an der Wirbelsäule kommen. Gepolsterte Träger und ein umfangreicher Hüftgurt sind hierbei hilfreich.

Ebenso bedeutsam ist, dass die Schulmappe an die derzeitige Größe des Kindes angepasst werden kann und zwar einfach und stufenlos. Hier wurden im Test Unterschiede deutlich. Einige Ranzen boten überhaupt keine Einstellmöglichkeit. Bei anderen Modellen ging das lediglich an den dünnen Riemen der Schultern. Ein bisschen hilft das, aber lange werden diese Ranzen nicht mitwachsen.

 Test: Schulranzen
Ein Ranzen sollte den stürmischen Kinder-Alltag gut überstehen.

Allgemein waren wir recht happy, denn bei einem Großteil der getesteten Ranzen ließen sich sowohl die Schulterriemen als auch der Rücken an die Kindergröße anpassen. Wenn man nicht nach zwei Jahren erneut einen Schulranzen kaufen möchten, sollte man auf mitwachsende Modelle achten.

An fast jedem Modell können Magnet- oder Klettapplikationen befestigt werden. Unsere Testkinder testeten sich mit heller Begeisterung durch die Ranzen-Auswahl und bewiesen wiederholt, dass Kinder nach anderen Kriterien entscheiden als die Erwachsenen. Im Test stand für sie hauptsächlich die Optik der Ranzen an erster Stelle. Das führte dazu, dass bestimmte Ranzen nur mit einem gewissen Maß an Überredungskunst ausprobiert wurden.

Weil sich bei der Anprobe dann schnell klar wurde, dass die scheinbar »hässlichen« Ranzen auch sehr bequem sein konnten, änderten die Kinder ihre Meinung dann doch noch. Für Eltern lohnt es sich also, stoisch zu sein und auf eine Anprobe zu bestehen. Zum Schluss kann ja dann nach wie vor das knallbunte Teil anprobiert werden, dass sowieso nicht in Frage kommt.

Ein schöner Tipp: Wenn man sich mit dem Nachwuchs in einem Geschäft in Ruhe die Auswahl anschauen möchten, bitten Sie den Verkaufsberater darum, sich gegengeschlechtliche Schulranzen zeigen zu lassen. Jungs probieren Mädchenranzen aus und umgekehrt. So fixieren sich die Kids nicht so auf die Optik, sondern vorwiegend auf den Komfort beim Tragen. Wenn Sie das passende Modell gefunden haben, kann hinterher aus der Kollektion des Ranzens ausgesucht werden.

Das Ranzengewicht

Für Eltern ist das Gesamtgewicht weitaus wichtiger als die Optik des Ranzens. Im leeren Zustand wiegen die meisten Ranzen zwischen 0,8 und 2,3 Kilo. Die Angaben der Hersteller sind dabei nicht immer korrekt. Darum haben wir für Sie nachgemessen. In unserer Vergleichstabelle finden Sie unsere Messergebnisse.

Da bereits schon ab der ersten Schulklasse Turnbeutel, Brotdose, Wasserflasche, Federmäppchen Hefte und Bücher mitgenommen werden, schleppen die Kleinen an jedem Schultag schon mal fünf bis sieben Kilo. Da sollte der Ranzen wenigstens möglichst leicht sein.

Unsere Testkinder haben nicht nur die Schulranzen Probe getragen, sondern ebenfalls ausprobiert, ob sie einwandfrei an ihre Schulsachen herankommen. Gerade für kleinere Kids ist es manchmal schwer, den Taschenboden zu erreichen. Wichtig ist vor allem, ob das eigene Kind den Verschluss von allein öffnen kann. Ein paar der Testkinder hatten Probleme beim Öffnen der Verschlüsse.

Reflektoren dürfen nicht fehlen

Auf den Ranzen aufgenähte Reflektoren bewirken eine bessere Sichtbarkeit – aber nur wenn Licht auf sie fällt. Der Satch Pack besitzt in das Material eingearbeitete Reflektoren durch die – laut Satch – die Sichtbarkeit verbessert wird. Diese Aussage konnten wir in unserem Test nicht überprüfen.

Einige Schulranzen verfügen über eingebaute Lämpchen. Wir denken aber nicht, dass das die Wahrnehmbarkeit im öffentlichen Straßenverkehr nachhaltig verbessert. Sollte Ihr Kind seinen Weg zur Schule an einer kritischen Straße haben, kann man alternativ auch ein LED-Rücklicht vom Fahrrad am Ranzen befestigen. Die Leuchtkraft ist außerdem heller als bei eingebauten Ranzenlämpchen.

 Test: Schulranzen Reflektor
Reflektoren sind ein wichtiger Bestandteil für Sicherheit im öffentlichen Straßenverkehr.

Blinklichter, Magneten und Klettverschlüsse sind vor allem für die Kids ein Anreiz zum Kauf, unser Test wurde davon aber nicht beeinflusst. Verständlich finden wir, dass die Kids ihren alltäglichen Begleiter immer wieder neu verschönern wollen. Wir empfehlen Ihnen, darauf acht zu geben, ob es die Möglichkeit gibt verschiedene Kletties am Ranzen zu befestigten, oder ob die Klettverschlussform es nur zulässt, vom Hersteller mitgelieferte Kletties am Ranzen zu befestigen.

Ranzen-Sets als Grundausstattung

Viele der Schulranzen am Markt können als Set gekauft werden, so bekommt man auf einen Schlag die komplette Grundausstattung für das Kind. Oft gehören zum Lieferumfang. Turnbeutel, Federmäppchen und gefüllte Stiftemappen. Manche Turnbeutel lassen sich am Ranzen einklippen, so dass der Nachwuchs freie Hände hat. Eine sinnvolle und intelligente Idee. Bei anderen Modellen kann der Sportbeutel über den Kinderarm gehängt werden: Der Beutel ist dann aus extra leichtem Stoff gearbeitet.

Die Stiftemappen sind oft nur mit Buntstiften gefüllt und haben meistens keinen Füller im Gepäck. Manche Modelle kommen beispielsweise mit Radiergummi oder Bleistiften, allerdings sollten man hier nicht allzu viel erwarten.

Sollte man zum Thema Ranzenkauf noch spezielle Fragen haben sollte, kann man sich auf der DIN-Website, der Verbraucher- Interessenvertretung über die DIN-Normen beim Kauf eines Ranzens informieren.

So haben wir getestet

Fünf Vorschulkinder im Alter zwischen fünf beziehungsweise sechs Jahren haben alle Ranzenmodelle anprobiert und ein- sowie ausgeräumt. Wie einfach und gut sich die unterschiedlichen Größen einstellen ließen, konnten wir dank der unterschiedlichen Körpergrößen der Kinder leicht überprüfen. Um zu vermeiden, dass die Kids ein Modell rein optisch zu ihrem Liebling wählen, wurden ihnen die Ranzen mit verbundenen Augen aufgesetzt. So konnten wir ihre neutrale Meinung zum Tragekomfort einholen.

Die Testkinder waren total aus dem Häuschen, denn der Ranzenkauf leitet für die Kleinen den Schulanfang ein. Einige Kids hatten schon mit den Eltern nach Ranzen geschaut. Das gemeinschaftliche Auspacken sorgte dabei für Staunen. Sofort waren bei den Mädchen und Jungen Präferenzen zu erkennen.

Alle Kinder probierten alle Ranzen auf und wollten mit ihrem Liebling beginnen. Und das wurde nach den Extras oder dem Design ausgewählt. So war einer der günstigste Ranzen, der Ylvi und die Minimoomis, bei den Kindern sehr begehrt, weil er als einziger im Test blinken konnte. Ebenso war der Timeless Eco vom Hersteller School of Mood bei den Kindern äußerst beliebt, da sein Design an eine Seejungfrau erinnerte. Die Kletties waren außerdem mit Wendepailletten ausgestattet, was den Kindern sehr gefiel ist.

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