Musikplayer Test: Musikplayer Kinder Aufmacher

Musik-Player für Kinder : Kindgerecht und robust

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Veröffentlicht 21.09.2020

Kinder lieben Musik und Hörbücher und wollen diese hören, wie und wo sie möchten. Aber sind die Abspielgeräte auch dementsprechend robust und kindgerecht? Wir haben 10 Musikplayer für Kinder getestet.

Dajana Leppin
Dajana Leppin
ist freie Journalistin, Bloggerin und Mutter von zwei Kindern. Sie testet alles, was man für kleine Kinder braucht.

»Hallo, hallo, schön, dass du da bist« oder »Alle Leut‘, alle Leut‘, geh’n jetzt nach Haus.« Wer kleine Kinder zum eigenen Haushalt zählt, kennt diese oder ähnliche Kinderlieder alle. Denn die laufen den ganzen Tag in Dauerschleife.

Kinder lieben es, zur Musik mitzutanzen und zu singen. Damit die Hörfreude nicht getrübt wird und auch die Eltern nach spätestens zehn Minuten keine tauben Ohren bekommen, sollten Sie bei der Auswahl eines Kinder-Musikplayers auf ein paar Dinge achten.

Die Auswahl an Musikplayern ist groß. Leider überzeugen nur wenige Modelle bei Qualität und Klang. Ein Player für Kinder muss natürlich nicht die gleiche Klangleistung wie die Musikanlage im Wohnzimmer der Eltern haben. Nichts ist aber schlimmer, als wenn die Lieblingsmusik der Kinder mit unangenehmen Fiep- oder Knarzgeräuschen durch die Wohnung dröhnt.

Kinder lassen sich davon wenig stören, aber die elterlichen Ohren hören ja ebenfalls mit. Da schadet es nicht, die Kleinen schon früh an einen angenehmen Klang zu gewöhnen. Wir haben uns zehn Musikplayer für Kinder ausgesucht und ausführlich getestet. Ein guter Player muss nicht allzu viel Geld kosten.

Kindgerecht und niedlich: Boxine Toniebox

Kindgerecht und niedlich

Boxine Toniebox

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Keine Ecken, Kanten oder Regler und eine einzigartige und kinderleichte Bedienung – das macht die Toniebox aus.

Die Boxine Toniebox erweckte bei uns auf den ersten Blick das Gefühl, anstatt eines Musikplayers ein Kuscheltiers vor sich zu haben. Sie wirkt  optisch ansprechend und kindgerecht.

Das Bedienungskonzept der Toniebox überzeugt durch seine simple Genialität: Statt Kassetten oder CDs wird eine kleine Figur auf die Oberseite der Box gestellt und schon geht’s los. Das haben selbst die ganz Kleinen sehr schnell raus. Wir finden: Kinderfreundlicher geht es nicht.

 Musikplayer Test: Musikplayer Kinder Aufmacher
Die Boxine Toniebox mit drei der niedlichen Datenträger.

Die Toniebox hat keine Rädchen und Regler oder scharfe Kanten. Dafür ist sie gut gepolstert und besitzt als Lautstärkeregler zwei »Ohren«. Kneift man in das größere Ohr wird es lauter, drückt man das kleinere wird es leiser. Eingeschaltet wird die Box auch über das Ohrenpaar – indem man mit Zeigefinger und Daumen eines der Ohren drücken. Die LEDs der Box leuchten grün auf und signalisieren, dass sie startklar ist.

Der eigentliche Höhepunkt der Box sind ihre sogenannten Tonies. Dabei handelt es sich um kleine Figuren zum Spielen, die die Kassette oder CD ersetzen. Jede Figur steht dabei für ein Musikstück oder ein Hörspiel: Die Bibi-Blocksberg-Figur spielt ein Geschichte von Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen startet eine Geschichte von Benjamin Blümchen und viele andere mehr.

Es müssen dafür nicht nur bespielte Figuren verwendet werden. Wer eine seiner Lieblingsgeschichten nicht unter den angebotenen Tonies findet, kann sie mit den »Kreativ-Tonies« ungeachtet dessen trotzdem hören. Dabei handelt es sich um Figuren, die von den Eltern eigenständig bespielt werden können. Dies geht sehr leicht, indem die gewünschte Geschichte als Audio-Datei per Rechner in die sogenannte Tonie-Cloud hochgeladen wird. Es gibt zusätzlich eine Smartphone-App, mit der eigene Audiofiles aufgenommen werden können.

Die Figur wird zum Abspielen oben ein kleines rotes Feld auf die Oberseite der Toniebox gestellt. Die Box erkennt automatisch die entsprechende Figur und startet die Wiedergabe des dazugehörigen Hörspiels. Wird die Figur von der Box genommen, beendet auch die Toniebox die Wiedergabe.

Möchte das Kind ein Kapitel einfach auslassen, verpasst man der Box einen kleinen Klaps auf eine der beiden Seiten. Zum Vor- und Rückspulen wird sie nach rechts oder links gekippt. Wir finden das klasse!

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Ist der Tonie-Akku nach etwa sieben Stunden Wiedergabezeit leer, stellt man sie in ihre im Umfang enthaltene Ladestation. Nach drei Stunden Wartezeit ist sie voll geladen und wieder einsatzbereit.

Von der kleinen Box darf man klanglich nicht allzu viel erwarten – im Test gehörte ihr Klang allerdings zum Besten. Für das heimische Zimmer der Kinder ist er absolut ausreichend.

Das Design und das Konzept der Toniebox begeisterten uns – dafür ist sie aber auch nicht ganz günstig. Die Tonie-Box selbst ist mit circa 80 Euro nicht allzu teuer, die Figuren kosten aber extra und das kann mit der Zeit ins Geld gehen. Denn man jede Figur »enthält« immer nur eine Hörspielgeschichte. Möchte das Kind ein neues, spannendes Hörspiel hören, muss eine neue Tonie-Figur gekauft werden, die mit jeweils 12 bis 15 Euro nicht gerade ein Schnäppchen ist.

Aber da bleiben den Eltern ja noch die Kreativ-Tonie-Figuren, die nach Belieben bespielt werden können. Mit ihnen kann nicht nur eine persönliche Playlist erstellt werden, es spart zusätzlich auch noch Geld. Neuerdings kann man übrigens weitere Folgen eines Hörspiels auch online auf eine Figur laden.

Tonie-Cloud & Tonie-App

Über die Cloud können Eltern die Tonies samt Box verwalten. Hier können den Kreativ-Tonies Audio-Files zugewiesen werden und die unterschiedlichen Playlisten nach verschiedenen Kriterien sortiert werden.

Wenn die Eltern sich einen Account erstellt und mit diesem angemeldet haben, haben sie die Möglichkeit, weitere Mitglieder einzuladen und den Tonie-Haushalt zu verwalten. So kann festgelegt werden, ob nur eigens bespielte Kreativ-Tonies abgespielt werden, oder ob die Wiedergabe fremder Tonies, zum Beispiel von Freunden der Kinder, erlaubt sind. Wenn man also möchte, hat man die vollständige Handhabe über die Inhalte, die vom Nachwuchs angehört werden.

Wird ein Kreativ-Tonie ausgewählt, kann er mit Hörbüchern, Musik oder was Ihre Kinder wünschen gefüllt werden. Die Audioformate WMA, OGG, WAV, M4A und Mp3 werden unterstützt. Ein »kreativer« Tonie hat eine Kapazität von maximal 90 Minuten.

Das ist großartig, hat allerdings im Zeitalter des Streaming von Audiodateien einen Nachteil: Die Playlisten von Spotify & co. sind derzeit nur recht schwer auf einen Kreativtonie zu bekommen. Da die meisten Eltern ihre Musik inzwischen bei einem der vielen Streaming-Dienste haben, finden wir das schade.

Zwar können die eigenen Songs von beispielsweise Spotify zum Hören im Offlinemodus auf Computer oder Smartphone gespeichert werden, aber da die Dateien verschlüsselt sind, lassen sie sich so nicht auf die Kreativ-Tonies laden. Eine Möglichkeit existiert aber doch: Mittlerweile werden Apps angeboten, mit denen die Songs der Streaming-Dienste zu Mp3 konvertiert werden können. Da dabei der Kopierschutz geknackt wird, ist das aber illegal und noch dazu ziemlich mühsam.

Da bleibt nur die Hoffnung, dass Hersteller Boxine in naher Zukunft die Möglichkeit schafft, die Box als Abspielgerät für die Streaming-Anbieter zu konzipieren, sodass eine Playlist einem der Kreativ-Tonie zugewiesen werden kann. Das würde die Tonie-Box perfekt machen.

Die App für Tablets und Smartphones bietet noch eine zusätzliche Option: Ist die sogenannte Live-Funktion eingeschaltet, werden aufs Handy gesprochene Nachrichten von einem Kreativ-Tonie wiedergegeben. Wenn Papa und Mama beispielsweise unterwegs sind, können sie den Kleinen ungeachtet dessen eine Zu-Bett-Geh-Geschichte erzählen. Toll!

Bei Smartphones mit Android-Betriebssystem können neben selbst aufgenommenen Audiodateien auch vorhandene Smartphone-Audiodateien in die Tonie-App hochgeladen werden. Dafür wird die Datei einfach ausgewählt und über das Symbol »Teilen« der App geteilt.

Weil Apple den Zugriff auf das Dateisystem verweigert, funktioniert das bei iOS-Geräten leider nicht. Über Dropbox oder iCloud ist es zwar möglich, per Computer aber wesentlich einfacher.

Die Box von Tonie überzeugte im Test als der einzige Player mit einem innovativen, gut durchdachten Bedienungskonzept für das Zeitalter nach der CD. Da heutzutage nur noch Musik vom Smartphone oder Laptop abgespielt werden, sind die Tonies eine auf Kinder zugeschnittene Lösung, damit auch den Allerkleinsten ihr ganz persönliches Musikerlebnis realisiert wird. Nur die Einbettung von Streaming fehlt bisher.

Sehr leicht und aus Holz: Winzki Hörbert

Sehr leicht und aus Holz

Winzki Hörbert

Test Musikplayer für Kinder: hörbert
Hörbert ist ein Traum für kleine Kinder: Leicht zu bedienen, robust und aus Holz gefertigt.

Der Hörbert ist ein Audioplayer für Kinder, der Naturliebhaber aufhorchen lassen wird, denn er ist fast komplett aus Holz gefertigt.

Das Musikabspielgerät besitzt ein kindgerechtes und schlichtes Design und ist einfach zu handhaben. Hörbert hat im Lieferumfang eine Speicherkarte, auf der Sie mit einer simplen Software die Musik des Kindes speichern können.

Besonders schön sind die farbenfrohen Tasten, über die der Nachwuchs zwischen den unterschiedlichen Hörspielen und Liedern hin- und her wechseln kann. Anhand der Farben kann er sich schnell merken, wo die Stücke abgespeichert wurden.

Auch bei der Sicherheit überzeugte uns der Player, denn er hat keinerlei bewegliche Kleinteile. So ist er robuster als andere portable Player. Zudem sieht das Gerät sieht gut aus und ist leicht. Für uns ist Hörbert ein toller »Eyecatcher« im Kinderzimmer.

Der Hörbert ist leider auch ziemlich kostspielig: Für einen Musikplayer sind über 200 Euro eine ganze Menge Geld.

Guter Klang: Lexibook RCD102

Guter Klang

Lexibook RCD102

Test Musikplayer: Lexibook RCD102FZ Musikplayer
Überraschend gut klingt der Player von Lexibook und noch dazu können Kinder aus vielen schönen Designs wählen.

Der Lexibook-Player ist ebenfalls ein gutes Gerät, weil er vergleichsweise gut klingt, sich kinderfreundlich bedienen lässt – und dabei nicht allzu viel kostet. Ausgesprochen gut gefallen hat uns die ballähnliche, abgerundete Aufmachung. Am Lexibook finden sich keine spitzen oder scharfen Kanten. So können ihn bereits die Allerkleinsten verwenden.

Sehr kinderfreundlich ist die Menge an Design-Varianten für das Lexibook. Wir testeten das Modell mit der Eiskönigin. Es gibt zusätzlich noch viele andere Designs für Kinder wie Barbie, Minnie Mouse, Minions, Frozen Olaf, Cars, Spiderman … und mehr. Damit sollte jeder kindliche Geschmack getroffen werden.

Vom Klang gefiel uns der Lexibook-Player gut. Er hat ein angenehmes Klangbild und klingt für seine Lautsprechergröße außergewöhnlich satt.

Der Lexibook kann mit dem im Umfang enthaltenen Netzteil als Standgerät oder als mobiles Gerät unter Verwendung von Batterien genutzt werden. Er benötigt sechs LR14 Batterien. Diese müssen separat gekauft werden, da sie nicht mitgeliefert werden. Das Fach für die Batterien sitzt an der Geräte-Rückseite und wird über zwei Klickschalter geöffnet. Die Anzahl der Schalter ist übersichtlich, sodass die Handhabung des Players kindgerecht und sehr einfach ist. Über das Rädchen lässt sich die Lautstärke gut regeln. Ein Mikrofon ist beim Lexibook nicht vorhanden.

Für Karaoke geeignet: X4-Tech Bobby Joey

Für Karaoke geeignet

X4-Tech Bobby Joey

Für kleine Karaoke-Künstler ist der Musikplayer X4-Tech Bobby Joey mit CD eine tolle Option. Die zwei integrierten Mikrofone sorgen bei den Kindern für eine Menge Spaß und Abwechslung, denn mit ihnen können Freunde oder Geschwister gemeinsam ihr Lieblingslieder mitsingen.

Der Bobby Joey wird mit einer Auswahl an verschiedenen Aufklebern geliefert (Prinzessin, Drache, Superheld und andere), mit denen sich das Kind sein individuelles Hörspielgerät selbst designen kann.

Der X4-Tech ist einfach bedienbar, handlich und gut zu tragen. Die Tasten besitzen unterschiedliche geometrische Formen, die den Kindern die Handhabung erleichtern sollen. In unserem Test gehörte der Bobby Joey zu den klanglich besseren Playern.

Die Tasten sind gespiegelt auf beiden Seiten angebracht worden. Das hat wohl ästhetische Gründe. Das wurde in einigen Tests als negativ bemängelt, weil es bei den Kindern für Verwirrung sorgen kann. Wir fanden dieses Detail allerdings nicht störend.

Robust & günstig: JBL JR Pop

Robust und günstig

JBL JR Pop

Test Musikplayer: JBL JRPop
Für ältere Kinder, die schon ein Smartphone oder einen MP3-Player haben, eine gute Wahl.

Der JR Pop von JBL ist etwas Besonderes. Er ist kein selbständiger Musikplayer, sondern eine kleine Bluetooth-Lautsprecherbox. Damit er Musik abspielt, muss er noch mit einem Mp3-Player oder einem Smartphone gekoppelt werden. Damit eignet er sich für ein wenig ältere Kinder.

Der JBL klang in unserem Test bedeutend besser als die Toniebox. Dabei ist der Durchmesser des Lautsprechers mit 7,5 Zentimetern grade mal so groß wie die Handfläche einer Hand.

Der JR Pop ist sehr stabil und überstand auch schon mal einen zwei Meter Sturz auf unseren Parkettboden. Das kleine Klangwunder ist außerdem wasserdicht nach Standart IPX7 und hält laut Angabe des Herstellers den Aufenthalt in einer Wassertiefe von einem Meter 30 Minuten lang aus. Die kleinformatige Lautsprecherbox ist also wahrscheinlich kaum kaputtzukriegen.

Wenn Musik abgespielt wird, leuchtet der Lautsprecher in psychedelischen Farben, das kann auf Wunsch aber auch abgeschaltet werden.  Ansonsten finden sich am Lautsprecher die Tasten für Ein/Aus, die Kopplung mit Bluetooth und die Lautstärke. Personalisiert werden kann der JR Pop mit beiliegenden Stickern.

Über ein Micro-USB-Kabel wird der Lautsprecher geladen. Ein Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang. Während des Ladens leuchtet der kleine Lautsprecher in einem pulsierendem Grün. Eine Anzeige für den Ladestand ist leider nicht vorhanden.

Da unsere Lieblingsmusik sich immer häufiger als Mp3-File auf dem Laptop oder Smartphone befindet, ist ein robuster, kindgerechter Lautsprecher eine tolle Idee. Das Herumschlagen mit einem zeitlich überholten Medium (wie zum Beispiel der CD) entfällt und das bei einem äußerst günstigen Preis von 30 Euro.

Was gibt es sonst noch?

Der Lenco SCD-24 überzeugt mit einer guten Tonqualität und einem super Preis. Dennoch finden wir das Gerät für Kleinkinder ungeeignet. Das liegt am wenig ansprechenden Äußeren und am recht großen Gewicht. Ältere Kinder werden wahrscheinlich weder mit dem Radio noch mit CDs viel anfangen können.

Dasselbe betrifft den Grundig RCD 1445: An sich ein einwandfreies Gerät, welches für kleinere Kinder nicht so sehr geeignet ist. Die Bedienung ist zu umständlich und das Gerät ist zu groß und zu schwer. Damit ist es eher für Schulkinder geeignet. Aber die möchten vorzugsweise einen Mp3-Player.

Der Idena 40104 ist ein Musikplayer, der dank seiner beide Mikrofone optisch sehr ansprechend ist, doch leider bei der Klangqualität mehr als enttäuschte. Die Mikrofonqualität ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Das wird dann auch durch die witzige Optik nicht wettgemacht. Außerdem fanden wir ihn viel zu teuer.

Wissenswertes über Musikplayer

Beim Spielen im Kinderzimmer kann es schon ziemlich wild zugehen. Es fallen Dinge zu Boden und es wird gehüpft, gerannt, gespielt und getobt. Kinderprodukte sollte also eine Menge aushalten. Was bringt es, wenn zwar ein Top-Musikplayer für den Nachwuchs im Kinderzimmer steht, der aber bereits nach dem ersten Sturz die Lieblings-CD nicht mehr abspielt, weil er nichts aushält?

Die Geräte müssen also gut verarbeitet und robust sein. Gefährliche Kleinteile sowie Regler oder defekte Gehäuse haben an Musikplayern nichts zu suchen.

Da Kinder mit den Augen entscheiden, spielt die Optik eine sehr große Rolle. Was sie visuell anspricht, gewinnt bei ihnen. Da können die Eltern noch so intensiv auf den Spross einreden und die besonderen Vorzüge des optisch schlichteren Musikplayers hervorheben. Haben sich die Kleinen in einen leuchtend pinken Player oder den mit Spiderman-Design verguckt hat, ist die Entscheidung endgültig gefallen.

Unserer Meinung nach gehört an einen guten Musikplayer für die Kleinen auch ein Tragegriff. Damit er auch von einem Kleinkind problemlos durch die Gegend getragen kann, muss er dazu noch leicht sein.

Die Bedienung eines Musikplayers muss kindgerecht und einfach sein. Viele Schalter sind da genauso unpraktisch wie kaum fühl- und sichtbare Schalter. Das nimmt den Kleinen die Freude am Player und verwirrt sie unnötig.

Der Musikplayer wird in die Kuschelhöhle genommen, von einem Raum zum nächsten transportiert oder neben dem Frühstückstisch aufgebaut. Kinder haben jeden Tag neue Ideen und mögen Abwechslung. Ein guter Musikplayer spielt da mit.

Kinder wollen alles selbst machen. Deshalb sind auch in Zeiten von Musik-Streaming der Mp3s CD-Player immer noch eine gute Idee. Der Nachwuchs möchte seine Musik selbst starten und aussuchen können. Das geht mit einer CD viel besser als mit einer Mp3-Playlist. Ständig um Hilfe zu bitten nervt den Nachwuchs – und die Eltern auch. Deswegen lautet das Motto: Weniger ist immer mehr. Playlisten und MP3s können bis zum ersten eigenen Smartphone warten.

Muss ein Mikrofon dabei sein?

Mikrofone sind bei vielen Eltern ein eher unbeliebtes Accessoire. Zum Einen, weil die Mikrofonschnur besonders für unter dreijährige Kinder eine Gefahrenquelle darstellt, und zum Anderen, weil die Kinderstimmen weit über die normale Zimmerlautstärke durch die Wohnung schallen.

Die Tonqualität der meisten Player mit Mikrofonen ist sehr schlecht, denn sobald das Mikrofon angeschaltet wird, ertönen oft auch nervende Summgeräusche und ein Rauschen. Das nimmt schnell den Spaß an der Musik. Auch durch das von Mikrofonen ausgelöste Echo und die damit verbundenen Rückkopplungen können extrem nervig sein. Kinder haben mit Mikrofonen allerdings jede Menge Spaß, denn mit ihnen können die Lieblingslieder schön mitgeträllert werden. Und für Kinder ist es ziemlich witzig, laut die eigene Stimme zu hören.

So haben wir getestet

Insgesamt wurden von uns zehn Musikplayer getestet. Wir hatten Testmodelle mit CD-Player, mit CD- und Kassetten-Player und MP3-Player. Mit der Toniebox von Boxine ist auch ein völlig neuartiges Audiosystem für Kinder dabei.

Test Musikplayer für Kinder: Alle Testkandidaten im Überblick
Einige der Testkandidaten.

Getestet wurden alle Geräte mit zwei Kleinkindern, knapp fünf Jahre alt und 15 Monate – und das nicht nur einmalig, sondern über den Zeitraum von drei Wochen. In diesem Zeitraum wurden alle Musikplayer mehrfach abgespielt, die Klappen geöffnet und geschlossen, die Geräte umher getragen und ein- und ausgeschaltet. So konnte von uns ein guter Eindruck gewonnen werden, welches der Geräte für den Nachwuchs taugt und welches nicht.

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