Test: Kinderwagen

Kinderwagen im Test : Komfortabel die Welt erkunden

Update 21.07.2021

Eine der wichtigsten und auch teuersten Anschaffungen ist für viele werdende Eltern der Kinderwagen. Kombi-Kinderwagen bieten den Vorteil, dass sie sich zuerst mit einer Babyschale und später mit einem Sitz für größere Kinder umbauen lassen. Wir haben 24 Kinderwagen auf Herz und Nieren geprüft.

Update 21. Juli 2021

Wir haben zehn weitere Kinderwagen für Sie getestet. Neue Empfehlungen sind der Lila XP von Maxi-Cosi, der ABC Design Salsa 4 Air und der Veo von Kinderkraft.

Sebastian Schulke
schreibt als freier Autor unter anderem für Eltern Family. Er ist Vater zweier Kinder und testet vorwiegend Produkte rund um Familie, Mobilität und Fitness.

Ob es darum geht die perfekte Farbe für das Kinderzimmer auszusuchen oder einen Strampler – werdende Mütter lieben es, ihrem zukünftigen Baby ein hübsches Zuhause vorzubereiten. Darin sind Väter deutlich zurückhaltender. Das gilt allerdings nicht für die Wahl des Kinderwagens. Ob Kombi-Kinderwagen oder Auto, diese Themen interessieren die Väter.

Interessant ist es noch zu erwähnen, dass der in erster Linie an Funktionalität und Form begeisterte Papa beim Kauf eines Kinderwagens trotzdem nicht die endgültige Entscheidung trifft. Nach Herstellererfahrung treffen die Frauen die Entscheidung, ob und was für ein Modell angeschafft wird. Für gewöhnlich sind sie es auch, die mit dem Kinderwagen durch die Landschaft kurven.

In unserem Test haben wir die gängigsten Modelle ausführlich für Sie getestet. Unser Fokus lag dabei auf Kombi-Kinderwagen, die man ebenfalls zu einem Buggy umbauen kann.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Toller AllrounderSicher und hochwertigDezentes DesignFür große ElternFür Sparfüchse
Test: Maxi Cosi Lila XpTest: Bugaboo Fox 2Test: Abc Design Salsa 4 AirKombi-Kinderwagen Test: Joolz Day3Test: Kinderkraft Veo
Modell Maxi-Cosi Lila XP Bugaboo Fox 2 ABC Design Salsa 4 Air Joolz Day 3 Kinderkraft Veo
Pro
  • Montage sehr einfach und schnell
  • Schöne Details und Extras
  • Gut im Gelände
  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Sehr leicht
  • Sehr hochwertig verarbeitet
  • Kompakt zusammenlegbar
  • Fährt sich super und sehr wendig
  • Bestes Gurtsystem im Test
  • Super Federung
  • Sehr gutes Fahrverhalten in jedem Terrain
  • Einkaufskorb bereits dran
  • Gut zusammenklappbar
  • Stylisch
  • Zierlich und schmal
  • Relativ leicht
  • Lebenslange Garantie
  • Gute Verarbeitung
  • Der Preishit hier im Test
  • Mit Federung
  • Multifunktional
  • Alles drin - Babyschale, Babywanne und Sportsitz
Contra
  • Babywanne und Babyschale kosten extra
  • Anleitung unübersichtlich
  • Teuer
  • Umbau von Babywanne auf Buggy ist nervig
  • Griff an der Babywanne recht eng
  • Unten an der Babywanne keine Absätze zum Abstellen
  • Liege in der Babywanne nicht verstellbar
  • Geht ins Geld
  • Verschluss des Buggy-Sicherheitsgurts kompliziert
  • Umbau auf Buggy etwas kompliziert
  • Kinderwagen-Sitzfläche recht schmal
  • Recht übersichtlicher Einkaufskorb
  • Liegefläche mit Sportwagen kombiniert - nicht sehr komfortabel
  • Windschutz an der Babywanne schließt nicht ganz ab
Bester Preis
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Toller Allrounder: Maxi-Cosi Lila XP

Toller Allrounder

Maxi-Cosi Lila XP

Die recht undurchsichtige Aufbauanleitung des Maxi-Cosi Lila XP beschränkt sich auf paar Bilder mit Sprechblasen: »Click!«, »Pull!« oder »Push!«. Hier hätte der Hersteller ruhig mehr Worte einsetzen können. Das Konzept ist schnell einleuchtend: Viele Schritte sind selbsterklärend. Hier muss nicht lange rumgebastelt oder rumprobiert werden. Die gesamte Konstruktion des Kinderwagens ist sehr gut durchdacht. Äußerst bequem, dynamisch und sportlich tritt das Modell auf. Aufgrund der großen Reifen – hinten wie vorne – macht der Lila XP auf Kies, Asphalt und im Gelände eine gute Figur. Das gilt ebenfalls für den unkomplizierten und runden Aufbau. Ein Handgriff und ein Klick – schon ist das Allroundmodell aufgebaut und bereit für einen Ausflug. Es bietet hohen Fahrkomfort und eine hochwertige Verarbeitung.

Autoschale und Babywanne gehören nicht zur Grundausstattung und kosten extra. Dabei bewegt sich das Zubehör preislich durchaus in einem überschaubaren Rahmen. So bekommt man das Dreier-Gespann für unter 1000 Euro. Günstig ist das trotzdem nicht. Dafür bekommt man aber einen sportlichen, robusten und sehr komfortablen Kinderwagen, der über mehrere Generation Freude bereiten sollte. Autoschale und Babywanne lassen sich mit mit einem Handgriff und Klick problemlos und leicht auf das Kinderwagengestell setzen.

Das Fahrgefühl ist dank der großen Vollgummireifen ebenso angenehm und die Reifen machen auch im Gelände eine gute Figur. Zwei Schiebegriffe links und rechts am Gestell verriegeln die schwenkbaren Räder direkt und einfach. Die Federung arbeitet gut mit, falls man über Stock und Stein, durch einen Wald beziehungsweise über Schotter fährt. Die robuste und hochwertige Feststellbremse, die sich an den hinteren Reifen befindet, ist praktisch. Sie kann mittels eines roten Hebels an der rechten Seite mit einem Fuß aktiviert werden. Links befindet sich ein grüner Fußhebel, der sie wieder öffnet.

Um die innenliegenden Streben der Babywanne aufzustellen, wird etwas Kraft benötigt. Sie ist kuschlig, stabil und sehr großzügig bemessen. Mit einer Schlaufe vorn kann die Liegeposition verstellt werden. Vorn befinden sich ebenfalls Seitentaschen, die aber ein wenig klein und eng geraten sind. Die Matratze ist klimaregulierend und kann laut Hersteller gewendet werden. So wärmt sie bei winterlichen Temperaturen und kühlt im Sommer.

Die flauschige Polsterung des Innenraumes ist frei von chemischen Gerüchen und bietet eine Menge Platz für das Baby. Mittels Reißverschluss kann das Verdeck der Babywanne geschlossen und geöffnet werden. Es besitzt zusätzlich einen Windschutz, der sich links und rechts aber nur recht unpraktisch anbringen lässt. Die beiden runden Öffnungen müssen über zwei ebenfalls runde Halter an der Haube des Kinderwagens gezogen werden. Das benötigt viel Kraftaufwand, das hätte praktischer und einfacher gestaltet werden können.

Die großen Absätze unterhalb der Wanne sind dagegen äußerst praktisch. Dadurch kann die Babywanne auch mal auf feuchtem oder schmutzigem Untergrund abgestellt werden. Schön: Zwischen den vorderen Reifen sitzt ein Trittbrett für schon größere Geschwister: Einfach aufsteigen, mitfahren und dabei dem kleineren Geschwister ins Gesichts schauen. Ein geräumiger Einkaufskorb zwischen den Offroadreifen rundet das Ganze ab. Dessen Seitenwände hätten unserer Meinung nach allerdings etwas etwas höher ausfallen können.

Der höhenverstellbare Sportsitz bietet ebenfalls eine Menge Komfort. Er kann einfach und bequem zu einer komfortablen Liegefläche umgebaut werden. Ein 5-Punkt-Gurt sorgt jederzeit für einen sicheren Transport des Nachwuchses. Per Knopfdruck lässt sich der Schiebebügel in der Höhe verstellen. Möchte man den Lila XP einklappen, drückt man einfach den entsprechenden Knopf und zieht ihn ein wenig zur Seite. Viola, schon klappt der Kinderwagen zusammen.

Der Lila XP von Maxi-Cosi ist eine gelungenes Allround-Talent, der locker durch urbane Lebensräume und Gelände rollt und dabei für jede Menge Spaß sorgt. Wir können diese gelungene Mischung aus Geländeflitzer, Limousine und Sportwagen empfehlen.

Sicher und hochwertig: Bugaboo Fox 2

Sicher und hochwertig

Bugaboo Fox 2

Test: Bugaboo Fox 2
Sehr leicht, extrem wendig und bestens gefedert, aber auch teuer.

Wirklich überzeugt hat uns der Fox 2 von Bugaboo. Er fährt sich sehr leicht, hält seine Spur fast von selbst und ist durch sein geringes Gewicht sehr wendig. Außerdem punktet er mit einer tadellosen Verarbeitungsqualität, nichts quietscht oder klappert, der Bugaboo übersteht auch problemlos mehrere Baby-Generationen. In unserem Test trumpfte er mit der besten Federung aller Wagen auf. Fazit: Der Wagen strotzt nur so vor Qualität.

Sein variantenreiches, cooles Design und seine schmalen Abmessungen von nur 60 Zentimetern Gesamtbreite sind weitere positive Punkte. Eine Vielzahl von Kombinationen und Farben sind möglich: Ein grüner Kindersitz mit gelbem Dach oder lieber ein bunt gemustertes Verdeck mit einer blauen Wanne, die außerdem einen tollen Tragegriff hat? So können die Eltern selbst zu Designern werden. Uns wundert es da kaum, dass das Modell aus Holland einen Kult-Charakter besitzt und oft von anderen Herstellern kopiert wird.

Wir hatten bereits das Vorgängermodell des Fox von Bugaboo getestet. Der Nachfolger Fox 2 kann mit kleinen Überarbeitungen aufwarten, die das Testurteil aber nicht verändern. So gibt es jetzt beispielsweise ein brandneues Sonnendach mit Lüftungsfenster und Guckloch. Die Babywanne verfügt nun über mehr Stauraum, da zwei zusätzliche Fächer hinzugefügt wurden. Außerdem wurden der Tragebügel sowie die Knöpfe zum Zusammenklappen des Kinderwagens überarbeitet. Er lässt sich nun leichter öffnen und die Sitzposition deutlich zweckmäßiger einstellen.

Auch beim Design wurde der Bugaboo Fox ein wenig optimiert: Der mittlere Teil des Kinderwagens ist nun etwas größer dimensioniert und ein Schutz der Schiebestange integriert. In zusammengeklappten Zustand bietet das extra Schutz für die Ledergriffe. Durch die großen Vollgummiräder ist der Fox unerwartet geländegängig – platte Reifen gehören damit außerdem der Vergangenheit an. Gras oder Kopfsteinpflaster meistert der Bugaboo mit Leichtigkeit. Selbst Schnee oder ein sandiger Strand können mit dem Gefährt problemlos gemeistert werden, weil er jederzeit in eine Outdoor-Zweirad-Position gebracht werden kann. Kein anderes Testmodell besaß ein so leichtes Fahrverhalten, was auch der exzellenten Federung geschuldet ist. Die sorgt für eine sehr gute Straßenlage, selbst abgesenkte Bordsteinkanten bringen den Nachwuchs nicht aus dem Schlaf.

Die Feststellbremse, die sich leicht mit nur einem Fuß bedienen lässt, überzeugte uns ebenfalls. Im Gegensatz zu anderen getesteten Modellen sind bei den Seitenwänden der Babywanne mit ihrer sehr weichen Matratze keine harten Rohre verbaut. Gut finden wir die großzügig bemessene Fläche des gut gepolsterten Kindersitzes und die bequeme Fußablage. Bis zu einem Maximalgewicht von 17 Kilogramm und einem Alter von zwei bis drei Jahren lässt sich der Sitz nutzen.

Der Buggy hat eine angenehme Höhe von 59 Zentimetern. Das macht das Hineinsetzen und Herausnehmen des Kindes sehr komfortabel. Ein Fünfpunkt-Gurt bändigt das Kind, wenn es mal nicht brav im Bugaboo Fox 2 sitzenbleiben möchte. Der Verschluss des Gurtes gehört definitiv zu den unkompliziertesten und besten in unserem Test. Gut finden wir ebenfalls, dass sich lange Schlitze für die Gurte an der Kindersitz-Rückenlehne befinden. Sollten die Bänder herausrutschen, lassen sie sich mühelos wieder einfädeln.

Die Buggy-Rückenlehne des Bugaboo kann via eines Hebels aus Plastik variabel bis in die liegende Position verstellt werden. Ein zusätzliches Halteband am Griff sorgt für Sicherheit. Die waschbaren Bezüge und ein großzügiger Aufbewahrungskorb sind weitere Pluspunkte. Der Fox lässt sich klein zusammenfalten – auch die Räder sind abnehmbar – sodass er auch in die Kofferräume von Kleinwagen passt.

Sehr schön: Das Modell ist umweltschonend. Bugaboo hat mit dem Fox sein erstes nachhaltiges Modell gebaut: Die einfarbigen Stoffe der Bezüge des Wagens bestehen zu 100 Prozent und die melierten Stoffe zu fünfzig Prozent aus recycelten Polyethylen-Flaschen.

Am Fox haben wir nur wenig auszusetzen, nur einige Kleinigkeiten am Wagen finden wir kritikwürdig: Beispielsweise das fehlende Sichtfenster im Verdeck. Der Kunstledergriff lässt sich simpel in der Höhe verstellen, die Nahtstellen am rutschfesten Leder können allerdings auf längere Dauer unangenehm in der elterlichen Hand liegen.

Der Umbau der Wanne auf den Buggy gestaltete sich ebenfalls nervig: Erst muss der Bezugsstoff umständlich aus dem Gestell der Wanne herausgeholt werden, dann der Kindersitz drübergezogen. Bis wir diesen Vorgang richtig verstanden, verging einige Zeit. Für uns fällt diese Technik aber nicht besonders stark ins Gewicht, weil man diese wahrscheinlich einmalig pro Baby durchmacht.

Schade: Eine Babyschale für das Auto liefert der Hersteller nicht mit. Adapter für Babyschalen von Maxi-Cosi oder Britax Römer können mit dem Bugaboo Fox 2 aber genutzt werden.Der Preis ist leider etwas happig: Mit circa 1.150 Euro exklusive einer Babyschale für das Auto war der Fox der kostspieligste Wagen in unserem Test. Natürlich ist der Wert beim Wiederverkauf und seine Nachhaltigkeit durch die Langlebigkeit und Qualität hoch – trotzdem ist das eine Menge Geld.

Dezentes Design: ABC Design Salsa 4 Air

Dezentes Design

ABC Design Salsa 4 Air

Das Design des ABC Design Salsa 4 Air ist sehr dezent ausgefallen. Der Kinderwagen überzeugt durch eine sehr gute Konzeption, Fahrverhalten, Verarbeitung, Aufbau sowie Funktionalität. Aber beginnen wir zuerst mit der Montage des Salsa 4 Air. Der Metallstift, der eine Steckverbindung der Offroadreifen darstellt, ist vom Hersteller bereits mit einer schmierenden Fettschicht versehen worden. Da sollten Sie etwas aufpassen. Uns gefällt das gut, da es die Langlebigkeit fördert.

Darüber hinaus fällt der Aufbau einfach und klar aus. Auch bei diesem Modell besteht die Anleitung aus einfachen Skizzen, die allerdings nicht immer eindeutig sind. Aber Kinderwagen sind jetzt auch nicht super kompliziert konstruiert: Mit wenigen Handgriffen haben wir den ABC Design aufgebaut. Der Einkaufskorb ist sogar schon zwischen den Rädern befestigt und wird zusammen mit dem Wagen ausgeklappt. Ein kleines Manko: Eine Strebe des Kinderwagens schränkt den Platz im Laderaum des Fahrzeugs etwas ein.

Schiebt man den Salsa, überzeugt der Kinderwagen sofort durch seine großen, hochwertigen, mit Luft gefüllten Reifen vorne und hinten. Mit denen kann er problemlos Treppenstufen, Kopfsteinpflaster, Asphaltpisten, Wald- und Wiesenpfade sowie Forst- und Kieswege meistern. Das Federsystem des Gestells sorgt für sehr viel Fahrkomfort bei Eltern und Kind. Die großen Vorderreifen sind perfekt für urbane Landschaften und Gelände geeignet, sollten aber nicht fixiert werden. Der geringe Radabstand der Vorderreifen sorgt bei Fixierung für ein starres und steifes Fahrverhalten: Der Salsa büßt dann stark an Wendigkeit ein.

Die flauschige Innenausstattung der Babywanne und das Belüftungsfenster gefällt, über hochwertige Reißverschlüsse kann man das Babywannen-Verdeck schließen und öffnen. Die Rückenlehne kann leider nicht verstellt werden. Die Haube und das Verdeck werden mittels Druckknöpfen an der Babywanne befestigt. Das funktioniert mit leichtem Druck gut. Nicht so gut: Der Tragegriff, der sich an der Haube befindet, ist für größere Hände ein wenig schmal und eng. Außerdem verfügt die Wanne über keine wirklichen Absätze: Die Noppen auf der Unterseite sind unserer Meinung nach nicht zum Abstellen auf schmutzigem oder feuchtem Untergrund geeignet.

Der Sportsitz des Maxi-Cosi lässt sich in eine komfortable Liege- und Schlafposition bringen und daher auch für ganze kleine Kinder nutzen. Fußlehne und Rückenlehne lassen sich verstellen. Der komplette Aufsatz kann umgesetzt werden. So kann das Kind nicht nur Papa oder Mama ansehen, sondern auch seine Umwelt beobachten. Auch hier sehr wichtig: Das Kind bitte erst in eine sitzende Position bringen, wenn es selbstständig ohne Hilfsmittel oder ohne Gurt sitzen kann. Bis es soweit ist, kann das Kind behaglich und komfortabel in der Babywanne liegend oder im Sportsitz durch die Landschaft gefahren werden.

Schön: Der Salsa 4 Air lässt sich mit wenigen Handgriffen zusammenklappen. Ein Tragegriff am Kinderwagengestell erleichtert den Transport per Muskelkraft und Hand. Der Bügel zum Schieben ist mit Leder bezogen und lag während des gesamten Tests angenehm und gut in unserer Hand. Er ist höhenverstellbar und bietet ausreichend Platz für Wickeltaschen-Halterungen sowie einen Getränkehalter.

Ein Salsa 4 Air von ABC Design kann elegant und wendig durch das Gelände oder durch die Stadt bewegt werden. Er ist ein guter, treuer und zuverlässiger Begleiter. Er kann auch als sogenanntes Starter-Set erworben werden – eine 3er-Kombination bestehend aus Autoschale, Sportsitz und Babywanne.

Für große Eltern: Joolz Day 3

Für große Eltern

Joolz Day 3

Kombi-Kinderwagen Test: Joolz Day3
Schick, gut gebaut und recht leicht, aber nicht ganz so praktisch.

Die Höhe des Lenkers kann leicht eingestellt werden. Deswegen ist der Day 3 von Joolz auch für großgewachsene Eltern eine gute Wahl. Kindersitz und Wanne nehmen ebenfalls hohe Position ein. So benötigt der Nachwuchs bei einem Restaurantbesuch keinen Hochstuhl. Trotzdem wirkt das Modell zierlich. Selbst auf Kopfsteinpflaster fährt sich der Joolz gut. Fast zu gut. Deswegen gehört er auf diesem Untergrund nicht zu unseren Lieblingsmodellen. Das Kind sollte das Geschaukel aber mögen.

Die Gummireifen können mit einem Fuß fixiert werden und sind vor Reifenpannen gefeit. Die Babywanne bietet dem Baby eine Menge Platz und lässt sich mit praktischen Tragegriffen gut transportieren. Das große XL-Verdeck bietet dank hinterem Belüftungsfenster und einem Lichtschutzfaktor von 50+ ausreichend Kühle und Schutz vor der Sonne. Die Abdeckung ist mit einem praktischen Reißverschluss versehen.

Die Wanne lässt sich kinderleicht herausnehmen: Einfach die beiden Druckknöpfe gleichzeitig drücken, die Wanne anheben – und das war es schon. Der Buggy verfügt über eine Fußstütze, die sich verstellen lässt, und auf beiderseitigen Knopfdruck lässt sich die Rückenlehne bequem in drei Stufen bis in eine liegende Position einstellen.

Der entspannte Aufbau gefiel uns ebenfalls: Der Joolz kam schon halbfertig an. Möchten Sie den Kinderwagen mit dem Auto transportieren, macht sich dieser im Kofferraum angenehm flach. Vorher mussten wir aber eines der zwei Räder entfernen, damit der Kinderwagen in den Laderaum des Kleinwagens passte. Als wir den Kinderwagen das erste Mal zusammenklappen wollten, klemmte bedauerlicherweise ein Hebel. Anfangs hatten wir ein wenig Angst das Teil abzureißen. Danach funktionierte es aber tadellos.

In gefaltetem Zustand steht der Kinderwagen platzsparend aufrecht. Toll: Joolz gewährt eine lebenslange Garantie! Der Sicherheitsgurt des Buggys ließ sich allerdings nur schwer schließen: Zuerst schließt man vier Magnete um dann obendrein beide Seiten einzuklicken. Im Test verdrehte sich der Sicherheitsgurt gern mal, das bedeutete für uns noch mehr Fummelei.

Regelrecht Ratlosigkeit herrschte bei uns, als wir die Wanne abbauen wollten, um den Kindersitz zu montieren. Das Handbuch lieferte hier keinerlei Hilfestellung. Nach einiger Zeit hatten wir dann aber eine Erleuchtung: Der Rahmen muss aus der Babywanne gefummelt werden, indem der Stoff mit viel Kraftaufwand  herausgezogen und damit zwei Teil aus Kunststoff voneinander getrennt werden. Später fanden wir ein hilfreiches Anleitungsvideo auf der Hersteller-Homepage. Die Sitzfläche des Buggy ist leider etwas schmal geraten. Schmaler als bei den restlichen Testmodellen.

An den kleinen Stoffkorb darunter kamen wir kaum heran: Das Gestänge liegt direkt darüber. Die dicke Innennaht des mit Kunstleder bezogenen Griffes könnte bei längerem Gebrauch unangenehm drücken. Kommen wir zum Preis: Der ist gepfeffert ausgefallen und beinhaltet kein Zubehör! Gönnt man sich die dazugehörige Babyschale mit dem dazugehörigem Adapter des Herstellers muss man nochmal circa 350 Euro auf den Preis draufschlagen. Aber für ein schönes Design geben Liebhaber auch mal gern mehr aus.

Für Sparfüchse: Kinderkraft Veo

Für Sparfüchse

Kinderkraft Veo

Der Kinderkraft Veo bietet für einen geringen Preis eine Menge qualitativ hochwertiges Zubehör: Autoschale, Babywanne, Sportsitz sowie eine Wickeltasche. Schon bei der Montage sind wir positiv überrascht: Der Sportsitz des Veo ist praktischerweise in die Wanne integriert und lässt sich mit wenigen Handgriffen umbauen. Praktisch: Auf dem Kinderwagengestell mit dem Sportsitz liegt nun eine dicke Matratze. Minimalisten wird es freuen: Dadurch müssen nicht zuhause die einzelnen Teile des Kinderkraft aufbewahrt werden. Eine Strebe aus Metall stabilisiert die Babywanne, die zusätzlich mittels zweier Klettverschlüsse an ihrer Unterseite befestigt wird. Allerdings wirkt die Liegefläche wacklig und schmal, da sich die Gurte des Sportsitzes unter der Matratzenauflage befinden. Notfalls können die Gurte auch entfernt werden. Dann dauert der Umbau aber auch deutlich länger.

Für den Umbau zum Sportsitz muss nur das Matratzenpolster entfernt, zwei Schnallen befestigt und hinten an der Rückenlehne ein Gurt festgezogen werden. Der Sportsitz kann in drei verschiedenen Positionen angepasst werden. Er besitzt einen 5-Punkt-Gurt und einen Schutzbügel, der dem Kind während der Ausfahrt ausreichend Halt bietet. Am Schiebebügel befinden sich Halterungen zur Befestigung der Wickeltasche. Und mittels eines mitgelieferten Adapters kann die Babyschale fürs Auto auf das Kinderwagengestell gesetzt werden.

Auch beim Fahrverhalten kann der Kinderkraft Pluspunkte sammeln. Die großen Reifen aus Vollgummi hinten besitzen eine gute Laufruhe, die kleineren Vorderreifen aus EVA-Schaumstoff laufen unruhig und sind sehr leicht. Per Knopfdruck können diese leicht festgestellt werden. Mit Waldpfaden, Wiesen, Kieswegen und der Straße kommt das Modell gut zurecht. Auch kleinere Hindernisse wie Steine oder Wurzeln meistert der Veo problemlos aufgrund seiner Flexibilität und guten Wendigkeit. Eine Federung mit zwei Stufen erhöht den Fahrkomfort an den hinteren Rädern.

Für zusätzlichen Komfort sorgen die beiden Griffe aus sogenanntem Öko-Leder – und zwar beim Tragegriff der Babywanne und beim Schutzbügel des Sportsitz. Beide liegen gut und angenehm in der Hand. Das kleine Sichtfenster in der Haube des Kinderwagens sorgt für ein dezentes und leises Schließen und Öffnen, ohne den Schlaf des Nachwuchses zu stören. Der geräumige Einkaufskorb bietet neben einer Wickeltasche eine Menge Stauraum, um bei Familienausflügen für fast alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Sehr einfach und leicht lässt sich der Kinderkraft Veo über zwei Griffe zusammenklappen. Außerdem passt das Modell in jeden Laderaum. Mittels eines praktischen Tragegriffs lässt sich der Veo gut und leicht transportieren. Die Aufbauanleitung des Herstellers finden wir nicht wirklich gelungen. Dessen scheint sich der Hersteller auch bewusst zu sein. Auf dem Deckblatt weißt er auf ein entsprechendes Video auf seiner Homepage hin.

Was gibt es sonst noch?

Der Moov 3 in 1 von Kinderkraft bietet ein überragendes Verhältnis von Preis und Leistung. Für einen Preis von 200 bis 250 Euro bekommt der Käufer eine gute Dreier-Kombination inklusive einer Babyschale für das Auto. Design und Verarbeitung sind natürlich nicht vergleichbar mit dem Level der luxuriösen Gefährte, aber gänzlich verstecken müssen sich die Eltern aber auch nicht. Den in einem dezenten Grau gehaltenen Moov finden wir optisch schlicht und sehr ansprechend. Der Aufbau des Kinderwagens war sehr angenehm: Viele Teile waren vormontiert, der Rest war überwiegend selbsterklärend. Der Griff zum Schieben kann ohne Probleme niedriger oder höher gestellt werden. Der Wagen von Kinderkraft besitzt eine gute Wendigkeit beim Fahren. Die Stoßdämpfer hinten und vorne tun einen guten Dienst. Ebenfalls gute Arbeit leistet das mit nur einem einzigen Handgriff faltbare Kinderwagendach mit durchsichtigem Fenster. Ein zusätzlicher Sonnenschutz kann noch per Reißverschluss ausgeklappt werden.

Die doppelseitige Hinterradbremse lässt sich mit nur einem Fuß lösen und betätigen. Die wacklige Babywanne, die für Kids bis zu einem Alter von acht Monaten konzipiert ist, besitzt einen praktischen Haltegriff und kann mit nur einem Klick ein- und ausgebaut werden. Ähnlich komfortabel funktioniert der Vorgang mit der Babyschale für den PKW. Ebenfalls unverzichtbar ist der abwaschbare, große Einkaufskorb. Der Buggy kann sowohl gegen als auch in Fahrtrichtung anmontiert werden, verfügt über eine großzügig dimensionierte Sitzfläche, eine integrierte Fußablage sowie einen Haltegriff. Die Lehne kann mühelos und leicht per Zug an einem Plastikgriff in drei Postionen justiert werden: sitzend, halbliegend und liegend. Auch die Sicherheitsgurte mit einem Fünf-Punkt-System in Babyschale und Buggy überzeugen. Das Modell macht sich auf Knopfdruck sehr klein. Wir brauchten etwas, bis uns einleuchtete, wie die großzügig bemessene Babywanne zu einem Buggy umgebaut wird. Das Handbuch war da leider nicht hilfreich. Abzüge gibt es von uns, weil die vorderen Räder, die sich leicht mit einem Fuß feststellen lassen, etwas eiern und flattern. Leider spürt das Kind in der Babywanne den Stahlrahmen. Unschön: Als wir den Wagen das erste Mal zusammenfalteten, zerkratzte er sofort. Auch die Matratze für das Baby ist nicht gut gepolstert. Unser Fazit: Viel Wagen für sehr wenig Geld.

Der Yoyo+ von Babyzen fällt optisch aus unserer Testreihe: Er ist sehr klein, äußerst drehfreudig und macht einfach nur Spaß. Mit nur einem Handgriff kann der Babyzen blitzschnell aufgeklappt und genauso fix wieder zusammengeklappt werden. Mit einem unter der Sitzfläche angebrachten Tragegurt lässt er sich sogar bequem schultern und angenehm transportieren. Laut Hersteller Babyzen soll er sogar als Handgepäck am Flughafen durchgehen. Die Babywanne bietet nur wenig Schutz, da sie über keine Verstärkung verfügt. Außerdem kann man die Sicherheitsgurte der Liegefläche nicht abnehmen. So müssen die Gurte unter das Matratzenpolster gestopft werden, oder der Mini muss angeschnallt im Yoyo+ liegen. Sehr komfortabel ist das leider nicht. Die Liegefläche ist außerdem nicht allzu groß – mit einer Abmessung von 76 Zentimetern mal 29 Zentimetern ist sie die kleinste in unserem Test.

Sobald der Nachwuchs von selbst sitzen kann, kann der Babyzen als Buggy benutzt werden. Somit ist der Yoyo+ ein flexibler und zuverlässiger Begleiter im Alltag und auf Urlaubsreisen. Einfach und schnell lässt sich das Modell mit nur wenigen Handgriffen montieren. Das Gestell aus Aluminium ist sehr stabil, sieht auf den ersten Blick aber wie ein bulliger Buggy aus, in dem eine Babywanne sitzt. Die Wanne besteht aus einer dünnen Matratze und gespannten Bezügen aus Stoff. Eine dickere Zudecke gibt es obendrauf. In den winterlichen Monaten könnte diese Kombination für den Nachwuchs aber zu kalt werden. Der Fahrkomfort ist trotz der kleinformatigen Räder gut. Im Gelände wie auch auf Asphalt macht der Yoyo+ einen guten Eindruck. Praktisch: Ein Arretieren oder Einstellen der Reifen entfällt damit komplett. Die Bremse ist ein kleiner, roter Schalter an der Hinterachse des Kinderwagens – und kann mit nur einem Fuß bedient werden. Wenn Sie viel mit dem Mini auswärts sind und anfänglich eher auf Babytrage oder Tragtuch setzen, dann werden Sie den Yoyo+ schnell zu schätzen wissen. Von seinen kleinen Abmessungen und vom Design ist das Modell aus Frankreich eine absolute Augenweide.

Für einen Anschaffungspreis von circa 1.000 Euro bekommt man den Trailz von Stokke. Für eine Babyschale aus dem gleichen Hause sind noch einmal circa 250 Euro extra fällig. Er besitzt ein gutes Fahrverhalten, ist beweglich und schön gefedert. Mit seinen großen, wahlweise luftgefüllten oder Hartgummireifen rollt er ohne Probleme durch jedes Gelände. Der mit Kunstleder überzogenen Griff lässt sich in der Höhe verstellen. Die Bremse arbeitet gut. Die weich gepolsterte Wanne für Kids bis neun Kilogramm fällt sehr groß aus. Die Einkaufsablage ist wasserfest. Das Verdeck der Babywanne mit Blendschutz und Belüftungsfenster ist erweiterbar und lässt sich ohne Druckknöpfe leicht falten. Die Babywannen-Abdeckung verfügt über einen zweckmäßigen Reißverschluss.

Der qualitativ wasserabweisende, hochwertige und robuste Stoff mit einem Lichtschutzfaktor von 50 + wirkt hochwertig. Der weich gepolsterte, großzügig bemessene Kindersitz, der mit einer Fußstütze versehen ist, kann gegen und in Fahrtrichtung montiert werden und trägt ein Maximalgewicht von 20 Kilogramm. Die Rückenlehne lässt sich einfach in eine Liegeposition verstellen. Für kleine Eltern ist der Trailz von Stokke zu hoch bemessen. Da hilft es auch nicht, den Griff des Wagens entsprechend anzupassen. Für großgewachsene Mamas und Papas ist er dagegen genau richtig. Der Stokke lässt sich trotz seiner beachtlichen Größe klein zusammenfalten. Der Fünf-Punkt-Gurt aus hochwertigem Kunststoff lässt sich etwas schwer schließen. Die Vorderräder lassen sich zwar feststellen, allerdings nur händisch. Moskitonetz und/oder Regenschutz kosten extra. Bei so einem hohen Anschaffungspreis für uns eher unverständlich.

Wir haben ebenfalls den Cameleon 3 von Bugaboo getestet – das Nachfolgemodell vom Bugaboo Cameleon 2. Der Kinderwagen ist das Paradebeispiel eines Klassikers, der es problemlos in die Gegenwart geschafft hat. Das aktuelle Modell besitzt einen Tragebügel, der drehbar ist, sowie gepolsterte Schultergurte. Die Reifen des Wagens können außerdem leichter demontiert werden. Der zusammengefaltete Rahmen lässt sich noch einfacher auseinanderklappen. Die dritte Version des Cameleon liegt mit einem Preis von 900 bis etwa 1.000 Euro ein wenig unter dem des Fox. Beide Modelle ähneln sich, allerdings wurde der Bugaboo neu konzipiert. Wir fanden den Fox aber noch ein Stück komfortabler.

Der Kinderwagen hat kleine Vorderräder, die aber bei jedem Einsatz im Gelände mühelos querfeldein rollen. Mit Babywanne wiegt der Cameleon 11,3 Kilogramm, als Buggy 10,5 Kilogramm. Der Wechsel vom Sportsitz zur Babywanne ist ähnlich mühsam wie beim »Fuchs« von Bugaboo. Bei Bedarf kann der Wagen auch zu einem Strandmobil umgebaut werden. Mit einigen wenigen Handgriffen wird aus dem Gefährt mit vier Rädern ein zweirädriger Kinderwagen, den Sie hinter sich herziehen können. Das aktuelle Modell des Cameleon ist empfehlenswert, leichtläufig und langlebig und geringfügig günstiger als das Modell Fox 2 von Bugaboo. Doch trotz des günstigen Preises und des Gesamteindrucks kann das Chamäleon den Fuchs von Bugaboo nicht überholen.

Beim Beqooni Kinderwagen haben wir vergeblich nach der Bauanleitung gesucht. Es gibt nämlich keine. Beqooni möchte damit nach eigener Aussage die Umwelt schonen und Ressourcen einsparen. Außerdem verwertet der Hersteller mit jedem Wagen 58 Plastikflaschen, um Müll aus Plastik zu reduzieren. Die Kunststoffflaschen werden laut Beqooni gereinigt, eingeschmolzen und zu feinen Plastikfäden verarbeitet. Aus diesen werden die Außenstoffe des Kombikinderwagens gefertigt. Auf der Homepage von Beqooni werden die einzelnen Arbeitsschritte mit kleinen Videos dokumentiert. Diese sind leider aber durch die Verwendung nur einer Kameraeinstellung nicht immer anschaulich. Der Umbau vom Kinderwagen mit Wanne zum Sportsitz funktioniert dank hochwertiger Reißverschlüsse unkompliziert und sehr gut. Der Innenraum der Babywanne ist hervorragend gepolstert. Die Wanne verfügt über ein kleines Sichtfenster, damit die Eltern nicht nur ihren kleinen Liebling, sondern auch ihr Baby alles im Blick behalten kann. Allerdings verströmte der Innenraum in unserem Test einen starken chemischen Geruch. Nach wenigen Tagen war dieser aber verflogen.

Im Wald, auf Wiesen, Kieswegen und auf Asphalt macht das Modell von Beqooni einen guten Eindruck. Optisch wurden wir vom dezenten und funktionalen Design an das Modell von Bugaboo erinnert. Der Einkaufskorb ist eher wie eine Einkaufstasche konzipiert und nicht offen zugänglich. Umständlich! Darüber hinaus funktioniert der Druckknopf zum Öffnen und Schließen nur schwergängig. Der Getränkehalter ist ein schönes Extra und im Basispreis enthalten. Ein Adapter für die Babyschale, Fußsack, Moskitonetz, Regencape, Sonnenhalter und Sonnenschirm kosten extra. Dafür lässt sich der Wagen leicht und schnell zusammenklappen und verfügt sogar über einen integrierten Tragegurt. Der Beqooni überzeugt fahrtechnisch und optisch sowie mit einem ausgezeichneten Preis.

Wissenswertes über Kombi-Kinderwagen

Kombi-Kinderwagen sind für diejenigen konzipiert, die sich nicht mehrmals mit der Wahl eines fahrbaren Untersatzes für das Kind auseinandersetzen möchten. Ihr Vorteil liegt klar auf der Hand: Ein einziger Kauf reicht, um ihrem Kind die Mobilität zu sichern, bis es von allein sicher laufen kann. Ab dem Beginn der Geburt bis in das frühe Kindergartenalter deckt das Kombi-Gerät alle Transportbedürfnisse perfekt ab: Der Wagen wächst buchstäblich mit ihrem Kind mit.

Ermöglicht wird das durch den Umbau von einer Babywanne zur Babyschale für den PKW und zu einem Buggy beziehungsweise Sportwagen. Teilweise bieten die Kinderwagen-Hersteller fertig geschnürte 3-in-1-Pakete inklusive verschiedenem Zubehör an. Bei anderen Herstellern sind nur Wanne, Rahmen und der Buggy im Kaufpreis enthalten. Die Babyschale und die Extras können auf Wunsch separat erworben werden. Auch bei den von uns unseren getesteten Modellen ist das unterschiedlich.

Welche Argumente sollten gegen einen Kombi-Kinderwagen sprechen? Die Kosten liegen höher als für ein reines Buggy-Modell oder einzelnen Liegekinderwagen. Und das außerdem nur für eine verhältnismäßig kurze Zeit. Die Liegefunktion wird nur solange gebraucht, bis der Nachwuchs von selbst sitzen kann. Im Regelfall beträgt dieser Zeitraum etwa zwischen sechs und neun Monate. Danach wird das Kind in einem Sportsitz oder Buggy kutschiert.

Haben Sie sich anfangs für eine Babytrage entschieden, lohnt sich der Kauf eines Kombi-Kinderwagens nicht. Ein Buggy ist dann eine vorteilhaftere Wahl, beispielsweise der Yoyo+ von Babyzen. Für dieses Modell ist ebenfalls eine Liegewanne erhältlich.

Der Kombi-Kinderwagen besitzt ein höheres Gewicht und ist zusammengeklappt ausladender als ein Buggy, aber auch komfortabler. Ein Großteil der Eltern kauft deswegen später einen zusätzlichen Buggy für die alltäglichen familiären Ausflüge. Ein Kombi-Kinderwagen ist also doch nicht die von vielen erhoffte eierlegende Wollmilchsau.

Jede Familie hat andere Ansprüche an einen Kinderwagen: Die einen führen regelmäßig einen Hund in ländlichen Gegenden Gassi, die anderen huschen nur schnell in den Supermarkt. Deswegen sollte das Einsatzgebiet des Wagens gut überlegt sein. Lebt man eher ländlich oder in der Großstadt? Wird der Kinderwagen oft im Kofferraum des Autos geparkt oder steht fast nur im Treppenhaus? Wohnen Sie im fünften Stock eines Mehrfamilienhauses ohne Fahrstuhl und müssen die Babywanne immer abbauen und nach oben tragen? Oder haben Sie ein einstöckiges Haus mit Auffahrt und eigener Garage? Nur einige der Gründe, sich zu entscheiden, ob es ein Modell zum schnellen Verstauen im Auto oder ein leicht umbaubarer Kinderwagen sein soll.

Die Optik?

Ein nicht zu unterschätzender Faktor, der anfangs vielleicht oberflächlich klingt: Der Kinderwagen sollte den Eltern gut gefallen. Praktisch in oder her, wenn Sie sich ständig über das Design ärgern, werden Sie nicht glücklich. Aber zum Glück ist die Auswahl an funktionalen und hübschen Modellen riesig. Apropos: Schlichte einfarbige Modelle in Grau, Schwarz, Dunkelblau und Beige sind vielleicht keine auffälligen Hingucker, aber bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von bis zu vier Jahren sehen die Eltern sich nicht so leicht satt. Klassische Farbtöne harmonieren auch deutlich leichter mit der Garderobe der Eltern.

Was wiegt der Kinderwagen?

Ganz klar ist das Gewicht eines der wichtigsten Argumente für oder gegen den Kauf des Modells. Nicht jeder S-oder U-Bahnhof verfügt über einen Aufzug. Oft fehlt der nette Helfer, der spontan hilft den Kinderwagen die Treppen zur Arztpraxis oder zum Reformhaus hochzutragen. Bestimmt möchten Sie beim Heben in den Laderaum des Wagens einen Bandscheibenvorfall vermeiden. Frauen sind rein anatomisch auf eher leichtere Modelle festgelegt, damit sie sich mit dem Gewicht des Wagens inklusive schwerer werdendem Kind nicht den Rücken verrenken. Da zählt jedes Kilo weniger – vorausgesetzt, die Qualität stimmt und das maximale Belastungsgewicht liegt mindestens bei 15 Kilogramm. Kinderwagen mit einem Rahmen aus Aluminium wiegen meist weniger und korrodieren nicht. Gestelle aus Stahl sind deutlich widerstandsfähiger, aber oft auch schwerer.

Wie sieht es mit der Größe aus?

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Größe des Kombi-Kinderwagens, sowohl im zusammengelegten als auch in aufgestelltem Zustand. Je kleiner und schmaler das Modell, desto entspannter und flotter sind Sie unterwegs. Einerlei, ob in den Gassen von Supermärkten, im Café, im Hausflur eines Mehrfamilienhauses, im Zug oder im öffentlichen Nahverkehr. Messen Sie den Kofferraum Ihres Wagens vor einem Kauf zentimetergenau aus. So vermeiden Sie unangenehme Überraschungen. Aber bedenken Sie dabei: Eine große Buggy-Sitzfläche ist für Ihr Kind deutlich bequemer als eine knapp bemessene Fläche. »Stiftung Warentest« empfiehlt für die Babywanne eine Breite bis 35 Zentimeter und eine Länge zwischen 78 und 80 Zentimetern. Für ein bequemes Lenkgefühl benötigen großgewachsene Eltern eine Griffhöhe von mindestens 110 Zentimetern. Deutlich rückenfreundlicher ist es außerdem, wenn die Babywanne etwas höher gelagert ist. Bei einem Buggy freuen sich Kleinkinder, wenn die Sitzfläche so tief liegt, dass sie leicht selbst hineinklettern können.

Und der Komfort im Alltag?

Der Alltag mit einem Kleinkind oder Baby ist schon stressig genug, da brauchen Papa und Mama nichts, was ihn darüber hinaus erschwert. Das gilt vor allem für den Kombi-Kinderwagen. Darum muss alles am Kinderwagen schnell und einfach zu handhaben sein. Testen Sie Ihren Favoriten also ruhig vorher – immer mit einem Gewicht drin – egal, ob im Geschäft oder bei einem Online-Kauf unmittelbar nach der Montage: Welche Einstellungen können vorgenommen werden? Kann die Rückenlehne einfach verstellt werden? Kann das Kind auch flach in dem Buggy liegen? Ist der Eindruck des Wagens hochwertig? Sind Wanne und Sportwagen bequem gepolstert?

Können die Griffe unkompliziert an die eigene Körpergröße angepasst werden? Ist der Lenkergriff auch für einen längeren Zeitraum bequem und rutschfest? Schluckt die Federung Erschütterungen? Lassen sich Wanne und Sitz gegen und in Fahrtrichtung montieren? Wie schwierig ist es für die Eltern, die Babywanne dran- und abzubauen? Wie leicht kann von der Wanne auf Buggy oder Autositz gewechselt werden? Wie klein macht sich der Wagen? Ist das Fixieren der Vorderräder kompliziert? Gerade in den Wintermonaten, wenn die Straßen schneebedeckt sind, ist das wichtig. Funktioniert das Feststellen benutzerfreundlich mit dem Fuß oder nur mit den Händen? Kann das Verdeck zurück- und vorgeklappt werden? Bietet es ausreichend Schutz vor der Sonne? Ist die Abdeckhaube der Wanne praktischerweise mit einem Reißverschluss oder mit umständlichen Knöpfen versehen? Lässt sich der Sicherheitsbügel umklappen, um den Mini leichter hineinzuheben? Verfügt das Material über einen UV-Schutz?

Sind die Fußstützen individuell anpassbar und der Sicherheitsgurt einfach und gut zu schließen? Wie viel kann der Einkaufskorb aufnehmen? Ist das Material leicht zu reinigen? Wieviel Zubehör gehört zum Kinderwagen? Sind ein Moskitonetz und eine Regenhülle mit dabei? Kann Zubehör nach oder dazu erworben werden? Und last but not least: Wie leicht ist die Montage des Wagens?

Welche Bereifung ist am besten?

Es gilt die Faustregel: Große Räder lassen sich einfacher und sicherer lenken – vor allem im Gelände, sind aber auch schwerer. Kleinere Rollen stehen oft zu nah beieinander, blockieren meist auf Gras und Schotter und sind weniger standfest. Vordere Räder, die sich in einem Winkel von 360 Grad schwenken lassen, sind wendig auf asphaltiertem Untergrund, sollten aber fixiert werden können, um im Schneematsch oder auf Schotter ein besseres Vorankommen zu ermöglichen.

Kinderwagen besitzen generell Plastik-, Hartgummi- oder Luftreifen. Luftgefüllte Reifen sind vergleichbar mit Fahrradreifen. Der Vorteil? Selbst bei Ausfahrten über Stock und Stein federn sie erstklassig, schützen den Nachwuchs ausreichend vor Erschütterungen und lassen sich gut schieben. Wie bei einem Fahrrad besteht aber die Gefahr einen platten Reifen zu bekommen. Sie müssen auch immer mal wieder Luft nachpumpen.

Reifen aus Hartgummi können keinen Platten bekommen. Ihr Einsatzgebiet ist in erster Linie für die Großstadt konzipiert. Da sie nicht federn, geben sie jedes Holpern direkt an den Nachwuchs weiter. Reifen aus Plastik finden sich nur bei Billigmodellen. Sie haben eigentlich nur Nachteile.

Wie sieht es mit der Sicherheit aus?

Die wichtigsten Faktoren für einen sicheren Transport des Kindes sind ein Sicherheitsbügel im Buggy, ein Hosenträgergurt mit Fünf-Punkt-Sicherheitssystem sowie eine hochwertige Feststellbremse. Reflektoren sorgen nachts oder in den winterlichen Monaten für zusätzliche Sicherheit. Ein vorhandenes GS- oder TÜV-Siegel zeigen, dass die Sicherheitsnormen beachtet und eingehalten werden.

Und auch die Sicherheit von Mama und Papa ist wichtig: Wenn der Wagen zusammengeklappt wird, kann es bei manchen Modellen leicht zum Quetschen der Finger kommen. Ein No-Go! Einen guten Schutz vor Diebstahl bietet ein sicheres Fahrradschloss am Kombi-Kinderwagen.

Bietet der Hersteller Serviceleistungen?

Renommierte Hersteller bieten meist einen umfangreichen Reparaturservice, eine Vielzahl an Ersatzteilen und eine kostenfreie Servicenummer. Bei No-Name-Modellen aus China kann man oft nicht hundertprozentig sicher sein. Aus Nachhaltigkeitsgründen empfehlen wir, beim Kauf ein paar Euros mehr auszugeben und den Wagen dafür eine längere Zeit zu nutzen, als bei ersten Materialschäden den kompletten Kinderwagen zu entsorgen. Achten Sie bei einem Kauf auch auf die Garantieleistung. Viele Firmen bieten einen Garantiezeitraum von 24 Monaten. Ein Hersteller in unserem Test verspricht sogar eine lebenslange Garantie.

Lieferzeit?

Bestellen Sie den Kinderwagen noch vor der Geburt des Kindes. Erfahrungsgemäß sind die Lieferzeiten oft länger, manchmal mehrere Wochen bis einige Monate, bis der gewünschte Wagen geliefert wird.

So haben wir getestet

Alle oben genannten Attribute haben wir im Test berücksichtigt. Alle Kinderwagen wurden von uns montiert und anfänglich mit der Wanne getestet. Gehörte eine Schale für den PKW dazu, haben wir die auch unter die Lupe genommen. Danach wurden alle Kombi-Kinderwagen zu einem Buggy umgebaut. Das klappte, je nach Modell, mal einfacher, mal komplizierter und stellenweise nur mit großem Kraftaufwand.

Weil ein Kombi-Kinderwagen mit höherem Gewicht oft besser rollt und sich anders verhält, fuhren wir beim ersten Testdurchlauf probeweise entweder mit einem einjährigen Kind oder setzten eine Kiste mit Apfelsaftschorle in Buggy und Wanne. Ein Kasten Bier hätte die Passanten in der Münchner Innenstadt wahrscheinlich eher irritiert.

Befremdete Blicke ernteten wir beim zweiten Testlauf in Münchens Alten Botanischen Garten. Den hatten wir als Geländeparcours mit Rasen, Kies, Wurzeln und Steinen sowie natürlichen und alltäglichen Hindernissen, um neben der urbanen auch die geländetaugliche Einsatztauglichkeit jedes Modells zu überprüfen. Immer wieder schauten vorbeilaufende Besucher des Parks in die Wägen und waren über die in eine Plastikfolie gewickelten Ziegelsteine mehr als verwundert.

Zu guter Letzt wurden alle Kinderwagen von uns zusammengeklappt und ausprobiert, wie leicht sie in einen Kleinwagen-Kofferraum passen. Unser Testwagen war eine A-Klasse von Mercedes. Hinein gingen alle Modelle, aber bei einigen Wägen ließ sich der Laderaum nur knapp schließen, bei anderen Wägen blieb sogar noch Platz – und bei manchen wurden mehr Handgriffe benötigt als bei anderen. Ein Pluspunkt war, wenn die Räder des Wagens nicht demontiert werden mussten.

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