Test: Flaschenwärmer

Flaschenwärmer im Test : Schnelle Nahrungszubereitung

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Veröffentlicht 26.10.2020

Wenn das Baby hungrig ist, muss es sehr schnell gehen – der Brei oder das Fläschchen müssen dann innerhalb kürzester Zeit verzehrfertig aufgewärmt werden. Ein Babykostwärmer erledigt dies schnell und bequem. Wir haben uns 25 Modelle für Sie angesehen und gründlich getestet.

Yves Boss
Yves Boss
testet mit großer Leidenschaft Produkte aus dem Kinderbereich. Als Vater von zwei Söhnen im Alter von ein und elf Jahren interessiert er sich für Dinge, die den Alltag einer Familie erleichtern können.

Die Nahrung des Babys sollte nicht zu kalt und auch nicht zu heiß sein. Gerade unerfahrene Eltern sind oftmals unsicher und lernen erst nach einiger Zeit, die ideale Temperatur richtig abzuschätzen. Früher gab es Babykostwärmer natürlich nicht, aber wenn die heutige Zeit die Möglichkeit bietet, warum sollte man dann nicht auf einen Flaschenwärmer oder Babykostwärmer zurückgreifen? Man muss nicht viel Geld locker machen und hat die Sicherheit, dem Nachwuchs eine optimal temperiertes Mahl zu servieren.

Energiesparend: Beurer BY 52

Energiesparend

Beurer BY 52

Voll und ganz überzeugte uns der BY 52 von Beurer. Ein ziemlicher Hingucker ist das abgerundete Design in freundlichen Farben. Die Bedienung des Gerätes ist dank des digitalen Displays einfach.

Mit einer Breite und Höhe von etwas weniger als 14 Zentimetern gehört das Gerät zu den kompakteren Modellen – ein deutlicher Vorteil, denn die meisten Eltern haben oft schon genug klobige Geräte zuhause.

Mit seinem Gewicht von knapp über 600 Gramm ist der Beurer ein Leichtgewicht. Aufgrund seiner kleinen Abmessungen und des minimalen Gewichts eignet er sich fabelhaft als Reiseflaschenwärmer.

Der Boden der Kunstoffflasche ist mit Gumminoppen versehen. Diese verhindern ein Wegrutschen und sorgen jederzeit für sicheren Stand auf allen glatten Oberflächen.

Babynahrung wird vom Beurer BY 52 in kürzester Zeit energiesparend und schonend erwähnt. Außerdem können Getränke und Nahrung dank präziser Eingabe der Temperatur stetig warmgehalten werden.

Bei der Nahrungserwärmung kann keine Temperatur eingegeben werden, sondern lediglich die Aufwärmzeit. Anfänglich müssen Eltern dementsprechend ein wenig herumexperimentieren, bis sie wissen, wieviel Wasser eingefüllt werden muss und wie lang die Aufwärmzeit eingestellt werden sollte, um die ideale Babykost-Temperatur von 37 beziehungsweise 38 Grad zuzubereiten. Wenn man weiß, wie es gemacht wird, können in unter sechs Minuten Getränke oder Nahrung sicher und schonend erwärmt werden.

Die Warmhaltezeit lässt sich separat an die Nahrung anpassen. Die Voreinstellung des Gerätes sind optimale 37 Grad. Wenn Sie es möchten, kann eine Temperatur von 35 bis 85 Grad eingestellt werden.­­­­­­

Der BY 52 funktionierte mit Trinkbehältern und Trinkflaschen für Kleinkinder sowie mit allen im Handel erhältlichen Gläsern und Flaschen. Sie sind meistens ein bisschen breiter und passen so nur in einige wenige Flaschenwärmer. Die Philips Avent-Trinklernflaschen beispielsweise sind mit circa sieben Zentimetern einen ganzen Zentimetern breiter als im Handel erhältliche Babytrinkflaschen. Ohne Probleme passen sie in den Babykostwärmer von Beurer. Das recht lange Kabel hat uns gut gefallen: Seine 100 Zentimetern sind verglichen mit den anderen getesteten Modellen sehr lang.

Außerdem verfügt der Flaschenwärmer über eine Kontrollleuchte und einen Überhitzungsschutz. Zusätzlich gibt es noch eine Abschaltautomatik: Nach Ablauf der Aufwärmzeit stellt das Gerät den Betrieb von selbst ein und schaltet sich aus.

Die Betriebslautstärke des Gerätes ist angenehm dezent. So kann er ohne Probleme auch in der Nacht im elterlichen Schlafzimmer eingesetzt werden, wenn die Nahrung möglichst leise und schnell erwärmt werden muss.

Einen Punkt müssen wir negativ bemängeln: Der Flaschenwärmer verfügt über keine Möglichkeit zum Kabelaufrollen. Das wäre nicht nur optisch beim Aufstellen des BY 52 im Küchenbereich schöner gewesen, sondern auch beim Verstauen sehr hilfreich.

Die Handhabung des Beurer funktionierte ohne Probleme: Die Flasche oder das Gläschen werden mithilfe des Kosthebers in das Gerät gestellt. Dann wird Wasser ins Gerät eingefüllt und angeschaltet. Dafür müssen zuerst die Taste für Ein-/Aus und danach die Taste für das Schnellheizen gedrückt werden.

Die Aufwärmzeit wird auf dem Digitaldisplay angezeigt. Zu Anfang ist die Zeit auf eine Viertelstunde voreingestellt, kann dann aber selbst auf drei bis achtzehn Minuten genau angepasst werden. Sechzig Sekunden vor dem Ende der programmierten Aufwärmzeit fängt die LCD-Anzeige zu blinken an.

Kostheber und Deckel lassen sich ohne Probleme reinigen und sind spülmaschinengeeignet. In einem Turnus von vier Wochen sollte das Gerät entkalkt werden.

Tolle Haptik: Eccomum Babykostwärmer

Tolle Haptik

Eccomum Flaschenwärmer

Flaschenwärmer Test: Eccomum Flaschenwärmer
Der Eccomum heizt schnell und ist toll verarbeitet.

von 134 Lesern gekauft

Ebenso beeindruckte uns der Eccomum: Angenehm zu handhaben, von hochwertiger Qualität und schnell. Mit dem Eccomum wurden in nur drei Minuten gleichermaßen unsere 250 Milliliter und 150 Milliliter Milchflaschen auf 37 Grad erwärmt. Auch der Brei (190 Gramm) war nach dieser Zeit und mit einmaligem Umrühren bereit zum Verzehr. Möglich machen das die beachtlichen Wattzahlen des Gerätes: Mit 500 Watt belegt das Gerät einen Spitzenplatz.

Die Zubereitungszeit läuft auf dem Gerätedisplay ab. Die Voreinstellung sind drei Minuten. Die Anzahl der Minuten und die Gradzahl können aber manuell über Plus- und  Minustasten angepasst werden. Ist das Gerät fertig, erklingt ein Signalton, der einen sehr viel weniger nervigen Klang als manch anderer der getesteten Kandidaten hat.

Die Verarbeitungsqualität des Eccomum ist spitze. Die Oberfläche in einem Crème-Ton besitzt ein glanzloses Finish, das mit einer tollen Haptik überzeugt. Die Druckknöpfe bieten ein tolles Druckgefühl. Wir können den Eccomum empfehlen!

Schnell: Philips Avent SCF355/00

Schnell

Philips Avent SCF355/00

Eines der schnellsten getesteten Geräte beim Erwärmen von Babynahrung war der Avent SCF355/00 von Philips: Milch auf Zimmertemperatur wurde in nur 180 Sekunden auf die optimale Trinktemperatur erwärmt. Außerdem besitzt er eine Funktion zum Auftauen, mit der gefrorener Brei oder Milch gleichmäßig und schonend aufgetaut werden können.

Der Avent ist schick und schlicht und besitzt eine breite Flaschenaufnahme, in die alle seriellen Gläschen- und Flaschenarten hineinpassen. Die Bedienung ist per Drehknopf unkompliziert und schnell. Allerdings ist er etwas teurer als unser Testsieger.

Über den Drehknopf wählt man das Aufwärmprogramm aus und die praktische mitgelieferte Halteklammer erweist sich bei Entnahme der noch heißen Gläser und Flaschen als nützlich.

Für Reisen: Chicco Flaschenwärmer für unterwegs

Für Reisen

Chicco Flaschenwärmer für unterwegs

Test Flaschenwärmer: Chicco Flaschenwärmer für unterwegs
Auch im Auto kann man dank Adapter Brei oder Milch warm machen. Es dauert allerdings eine ganze Zeit.

Der mobile Chicco Flaschenwärmer für unterwegs kann von Ihnen natürlich auch in den heimischen vier Wänden benutzt werden. Dafür empfehlen wir, den Geräte-Untersatz mit dem integrierten Adapter zu entfernen, dann besitzt der Chicco einen sicheren Stand. Die Funktionsauswahl ist klein, lediglich zwei Programme für entweder Gläschen oder Fläschchen sind vorhanden. Gestört hat uns das nicht, denn das Erwärmen klappte prima.

Sobald man den Flaschenwärmer mit Wasser befüllt hat, wird der Halter samt Fläschchen oder Gläschen eingesetzt. Dann wird der Schalter auf den gewünschten Modus gestellt und die rote Kontrolllampe leuchtet auf. Sobald das Gerät den Aufwärmzyklus beendet hat, schaltet die Lampe auf grün um und mit einer angenehmen Lautstärke ertönen fünf Piepstöne. So hat man Zeit für andere Dinge und bleibt nicht vor dem Chicco stehen und wartet.

Über fünf Minuten vergingen, bis wir das Piepsen hörten. Von uns wurde dann ein Wärmegrad von exakt 46,1 Grad gemessen. Das ist absolut okay, denn bis der hungrige Nachwuchs beispielsweise in den Hochstuhl gesetzt wurde und alles für die Mahlzeit vorbereitet ist, wird die Temperatur vermutlich wieder gefallen sein. Wenn Sie unsicher sind, testen Sie die Nahrung selbst mit einem Löffel. Sollten Sie nicht unmittelbar füttern können, wird die Nahrung vom Gerät noch sechzig Minuten – bis zur automatischen Abschaltung – warm gehalten.

Auch wenn das Gerät unterwegs verwendet wird, gelten alle genannten Punkte. Beim Anschließen an den Auto-Zigarettenanzünder dauert das Aufwärmen mit dem Chicco hingegen länger. Hier werden nur 50 der vollen 110 Watt verwendet, deswegen sollten Sie schon beizeiten mit dem Erwärmen beginnen. Dass es die Möglichkeit gibt, während der Autofahrt Milch oder Brei aufzuwärmen, finden wir praktisch.

Was gibt es sonst noch?

Dank der verschiedenen Stufen lässt sich der MAM separat anpassen. Für einen sicheren und festen Stand sorgen seine Gummifüße. Der Innenraum macht hier ebenfalls keinerlei Probleme und ermöglicht von Trinkbechern bis Fläschchen alles. Durch Aufrollen des Kabels kann er ordentlich und sicher verstaut werden. Die sehr leichte Bedienung und der Preis überzeugten uns. Der Korb mit seinem langen Griff ist außerdem praktisch. Mit ihm geht die Entnahme von Flaschen und Gläschen problemlos und schnell.

Das 860 Gramm schwere Gewicht des kleinen, BPA-freien Omorc 3 in 1 mit Hilfsring und Flaschenkorb fiel uns sofort negativ auf. Das Gerät steht dank seiner Gummifüße aber zu jedem Zeitpunkt stabil und sicher. Im Karton finden sich neben einem Messbecher mit 120 Millilitern Fassungsvermögen auch eine Schnullerbürste. Über die angenehm weichen Tasten sind die zwei Modi »Wärme-Isolation« und »Heizen« leicht bedienbar und das Weißziffer-LCD lässt sich in jeder Situation gut ablesen. Die für Babynahrung ideale Temperatur von 37-38 Grad wurde mit im Test gemessenen 32 Grad leider nicht erreicht.

Der Simbr 6-in-1 Flaschenwärmer verfügt über viel Zubehör: Ein Babyflaschenhalter, eine Stroh- und eine Schnullerbürste sowie ein sogenanntes Dampfgitter für insgesamt zwei Babyflaschen. Die weißen großen Ziffern des LC-Display sind auf der dunkelroten Schalttafel sehr gut zu erkennen. Das Gerätehandbuch ist leicht verständlich, detailliert und mit Abbildungen illustriert. Neben den verschiedenen Modi »Sterilisieren«, »Auftauen«, »schnelles Aufheizen«, »Essen erhitzen« und »Milch wärmen« bietet das Gerät außerdem einen Aufwärmmodus für Formula-Milch. Wir finden es toll, dass der Hersteller auch an Folge- oder Pre-Milch gedacht hat. Eine Wasser- und eine Milchflasche, die nebeneinander auf dem Dampfgitter Platz finden, können so zur selben Zeit erwärmt werden.

Ebenso gefällt uns die Möglichkeit Eier zu kochen sowie die Verwendung von Beuteln mit Muttermilch. Die Temperatur des Wassers kann zu jeder Zeit bequem auf dem digitalen Display des Gerätes abgelesen werden. Recht lang dauerte das Aufwärmen von Babymilch mit Zimmertemperatur auf verzehrfertige 41 Grad. Nach 16 Minuten kam das erlösende Piepsen. Nach 12-minütiger Erwärmzeit wurde die Nahrung auf mundfertige 43 Grad erhitzt.

Sehr gut gefallen hat uns der Sterilisationsmodus. Die drei verschiedenen Modi für Silikon-Plastik- und Glasflaschen – mit den an das jeweilige Material angepassten Sterilisationszeiten, arbeiteten allesamt sehr zuverlässig. Die viel zu lauten akustischen Signale haben uns nicht gefallen. Jede Bestätigung, Einstellung oder Auswahl wird von einem lauten nervigen Piepsen begleitet.

Links und rechts am unteren Teil sitzen die Deckel-Handgriffe. Beim Abnehmen des Deckels mit einer Hand und dem Kind auf dem anderen Arm tropfte nach dem Sterilisieren sehr heißes Kondenswasser auf unsere Finger. Das direkte Anfassen und Abnehmen mit den Händen erwies sich ebenfalls als schmerzhaft beziehungsweise unangenehm. Warum kein praktischer Griff wie bei vergleichbaren Modellen verbaut wurde, ist uns ein Rätsel. Das Dampfgitter des Gerätes erwies sich von Zeit zu Zeit etwas instabil und kippelte. Das kann an der Funktions- und der damit verbundenen Bauweise liegen: Wird das Gitter umgedreht, verwandeln sich die Standfüße in zwei Aufnahmepunkte für umgedrehte Babyflaschen, die dann bequem desinfiziert werden können.

Das entfernt an einen Plastikbecher erinnernde Aussehen des NUK Thermo 3 in 1 wirkt mit dem simplen Stellrad ziemlich minimalistisch. Die gummierten Füße verleihen dem leichten NUK zu jeder Zeit einen festen Stand. Es ist keinerlei Anzeige für Zeit oder Temperatur verbaut worden, dafür zeigt ein blau beleuchteter Ring um das Einstellrad den Betrieb des Gerätes an. Wenn die Temperatur erreicht ist erlischt dieser. Das ziemlich kurze Kabel fiel uns negativ auf. Zum Erwärmen werden die Gläschen oder Babyflaschen in den Gerätekorb eingesetzt. Am Stellrad können drei verschieden Modi ausgewählt werden: Babynahrung wärmen, Milchflasche wärmen und Auftauen.

Muttermilchbeutel und Polyethylenflaschen können im Gerät nicht erwärmt werden. Laut Hersteller müssen die Gläser und Flaschen ohne den Verschluss oder Deckel erwärmt werden. Flaschenmilch wurde innerhalb von sieben Minuten auf 42 Grad und Nahrung im Glas in 14 Minuten auf 52 Grad erhitzt. Ziemlich heiß wurde der NUK-Flaschenwärmer im Betrieb. Das Handbuch, welches fast ausschließlich nur technischen Daten und Sicherheitshinweisen besteht, sollte ausführlicher sein. Das Verhältnis von Leistung und Preis ist absolut zufriedenstellend.

Über viel Zubehör verfügt der Bimirth. Im Umfang enthalten sind eine Zitruspresse, ein Messbecher, zwei kleine Schälchen für geringere Mengen und Reinigungswerkzeuge. Ob das ganze Zubehör auch wirklich Verwendung findet? Unsere 250 Milliliter Test-Milch wurde innerhalb von sechseinhalb Minuten erwärmt. Obwohl der Flaschenwärmer an sich ein gutes Gerät ist, besitzt er doch ein großes Defizit: Seine schlecht verarbeiteten Knöpfe lassen sich nur äußerst schwer drücken. Das komplette Gerät muss mit äußerster Kraft festgehalten werden, damit der Druck auf den Knopf gelingt. Sollte man noch einen Säugling im Arm halten, ist das äußerst ungünstig.

Der etwas schiefe Griff oben am Deckel des ansehnlichen Eccomum 6 in 1 fiel uns beim Auspacken sofort auf. Die qualitative Verarbeitung des Doppelflaschenwärmers ist okay. Eine Schnullerbürste sowie ein Messbecher gehören ebenfalls mit zum Lieferumfang. Das Eccomum-Display kann dank weißer LC-Ziffern gut abgelesen werden. Die Bedienknöpfe sind dagegen aber klein ausgefallen. Gerade der Knopf für Ein/Aus ist buchstäblich winzig. Für Väter mit größer dimensionierten Fingern oder in der Alltagshektik sind diese schwer zu treffen und zu bedienen. Das Handbuch ist, von grammatikalischen Fehlern mal abgesehen, gut verständlich. Drei Modi bringt der Eccomum mit: »Sterilisieren«, »Warmhalten« und »Schnelles Aufheizen«.

Heizt das Gerät, so wechselt die Kontrolllampe von der blauen Farbe auf ein sattes Rot. Akustische Signale in angenehmer Lautstärke unterstützen den Benutzer bei der Bedienung: Befindet sich nicht eine ausreichende Menge Wasser im Flaschenwärmer, gibt der Eccomum eine Warnmeldung. Lobenswert ist die automatische Abschaltung des Warmhaltemodus nach einer Stunde. Flexibel und auf das Grad genau kann die Temperatur am Eccomum eingestellt werden. In unserem Test blieb die tatsächliche Temperatur durchgehend sechs bis sieben Grad Celsius unter dem voreingestellten Wert: Trotz eingestellter 38 Grad wurde die Milch auf lediglich 32 Grad erhitzt. Ausgleichen lässt sich das aber durch eine höhere Anpassung der Erwärmtemperatur.

Bescheiden kommt der dezente, runde und kleine NIP Babykostwärmer daher. Wir hatten öfters den Eindruck, dem Flaschenwärmer fehle ein sicherer Stand. Im Test kippte der NIP dann auch ziemlich leicht bei Berührung um. Über den Drehknopf können die drei Modi »Sterilisieren«, »Nahrung erwärmen« und »Milchflaschen erwärmen« gewählt werden. Ein Thermostat sorgt für die selbstständige Abschaltung des Gerätes und Überhitzungsschutz. Der klapprige Deckel, der ohne Verschluss oder Sicherung auf den Geräteeinsatz gelegt wird, fiel ziemlich leicht vom NIP herunter. Babynahrung und Milch wurden vom Gerät auf gute 43 Grad erwärmt. Das Aufwärmen von zimmerwarmer Milch (23 Grad) auf verzehrfertige 38 Grad benötigte eine Viertelstunde.

Das schnelle Erwärmen gefiel uns gut: Milch auf Raumtemperatur wurde in knapp sechs Minuten auf mundgerechte 38 erwärmt. Das Babynahrung im Einsatz des NIP erwärmt und als Gefäß benutzt werden kann, fanden wir gut. Bei der Sterilisation eines Saugers im Einsatz fiel uns auf, dass die benötigte Hitze zu niedrig ist. Der Deckel, der nur auf das Gerät gelegt wird, sorgte leider nicht für den nötigen Deckel-Abschluss, um die erforderliche Temperatur zu erreichen. Die neun Minuten Sterilisationszeit sind in Ordnung. Bei jedem Einsatz und in allen Modi blieb die Temperatur des Gerätes kühl. Deckel und Einsatz des Flaschenwärmers können im Geschirrspüler gereinigt werden.

Ist ein Babykostwärmer wirklich nötig?

Wer seinem Kleinkind oder Baby ideal temperierte und behutsam erwärmten Brei, Getränke oder Milch geben möchte, für den empfiehlt sich der Kauf eines Flaschenwärmers.

Kritiker werden jetzt bestimmt anmerken: »Kann man doch auch im Topf mit Wasser erwärmen« oder »Gab es früher auch nicht«. Und sie haben recht. Wirklich zwingend wird ein Babykostwärmer nicht benötigt. Hat man aber mal ein Modell benutzt, möchte man ein solches Gerät nicht mehr missen, denn es spart Energie, ist unkompliziert und praktisch.

Die ideale Temperatur der Babymilch sollte verzehrfertige 37 bis 38 Grad betragen. Ein Flaschenwärmer erreicht diese Temperatur genau und sehr schnell. Wird die Milchflasche in einem Wasserbad erwärmt, ist die Temperatur der Babymilch häufig zu heiß und sollte erst ein kurze Zeit abkühlen, bis die mundgerechte Temperatur erreicht ist. Und Eltern wissen, dass selbst wenige Minuten mit hungrigen, schreienden Kind sich endlos anfühlen.

 Test: Flaschenwaermer
Vor dem Verzehr sollte die Trinktemperatur zusätzlich am Handgelenk überprüft werden.

Bei Babykost- oder Flaschenwärmern verhält es sich wie mit einer Spülmaschine: Ist keiner im Haushalt vorhanden, weiß man mit Sicherheit, dass keiner gebraucht wird. Hat man schon mal einen benutzt, möchte man auf keinen Fall mehr auf so ein Gerät verzichten.

Ich spreche da aus eigener Erfahrung, denn eine lange Zeit habe ich keinen Flaschenwärmer im Haushalt benutzt. Die Fläschchen wurden im Wasserbad und danach der Brei in einer Mikrowelle erwärmt, allerdings nur sehr ungern und nur eine kurze Zeit. Als ich dann den ersten –  noch recht simplen – Babykostwärmer gekauft hatte, war ich prompt entzückt und konnte mir mein tägliches Leben ohne das Gerät nicht mehr länger vorstellen.

Die heutige Auswahl an Babykost- oder Flaschenwärmern ist riesig. Mit Autoadapter, mit Licht- oder Wasser, mit Warmhaltefunktion, mit Auftaufunktion, digital oder analog und vielen Funktionen mehr. Für jede Lebenssituation und wirklich jeden Geschmack gibt es das passende Gerät.

Aufgrund ihrer kleinen Größe und Kompaktheit können die Babykostwärmer überall angeschlossen und genutzt werden. Dabei muss es nicht immer zwingend die Küche sein. Wer sich in der Nacht den Gang in selbige sparen möchte, kann die Babyflasche auch abends zuvor zubereiten. Im Bade- oder Schlafzimmer kann die Nahrung dann in kürzester Zeit innerhalb von wenigen Minuten aufgewärmt werden. Da viele der Geräte sehr leise arbeiten, wird der Rest der Familie auch nicht gestört.

Die Funktionsweise der Geräte

Zuerst einmal vorneweg: Den Flaschenwärmer auf die benötigten 37 Grad voreinstellen und ruckzuck erwärmt das Gerät Milch oder Brei genau auf die gewünschte Temperatur – das funktionierte mit keinem der Modelle. Denn kein einziges der Geräte kann die Temperatur der Milch oder des Breis direkt messen. Bei einem zähflüssigen Brei würde das auch nicht sonderlich viel ausmachen, denn ohne das Umrühren des Breis ist dieser am Rand wärmer als in der Mitte.

Die Babykostwärmer erwärmen die Nahrung fast immer im Wasserbad: Das Wasser wird in das Gerät eingefüllt, Gläschen oder Fläschchen werden in das Gerät gestellt und dann wird er gestartet. Die Mehrzahl der Fläschchenwärmer heizen dann so lange weiter, bis die eingestellte Zeit zu Ende ist. Andere Geräte schalten sich nach Erreichen einer vorher eingestellten Temperatur ab.

Gemeint ist der Wärmegrad der integrierten Heizplatte oder im besten Falle des Wasserbads, in dem sich die Flasche befindet, aber nicht des Babybreis oder der Babymilch! Welche Temperatur die Flaschennahrung nach dem Ende der Aufwärmzeit hat, ist von ihrer Konsistenz und der Temperatur vor Beginn der Heizperiode abhängig: Gekühlte Nahrung benötigt selbstverständlich eine längere Zeit zum Aufwärmen als Nahrung mit Zimmertemperatur, Brei erwärmt sich beispielsweise langsamer als Wasser.

Außerdem kann fast jedes Modell die zuvor erwärmte Babynahrung warm halten. Viele Geräte ermöglichen die gradgenaue Einstellung, auf der die Nahrung warmgehalten wird. Die Warmhaltefunktion wird von vielen Eltern dafür genutzt, um Wasser für eine Babyflasche auf der optimalen Temperatur warmzuhalten. Dann wird im Bedarfsfall nur noch das Milchpulver hinzugegeben, geschüttelt und schon ist die Babyflasche mit der optimalen Temperatur bereit. Daran nachteilig: Das Erreichen der richtigen Temperatur benötigt sehr lange.Mit jedem Modell muss also anfangs etwas herumprobiert werden. Das klingt wesentlich aufwendiger als es im Endeffekt ist. Nach ein paar Versuchen hat man im Normalfall raus, welche Einstellung für die korrekte Temperatur eines Gläschen oder einer Milchflasche benötigt wird.

Wasserlose Flaschenwärmer

Noch relativ neu sind Babykost- oder Flaschenwärmer, die mithilfe von speziellen Licht-Technologien die Gläschen und Flaschen erwärmen: Durch Infarot-Strahlen wird die Babynahrung schonend erwärmt. Diese Geräte lassen sich leicht reinigen und sind sehr hygienisch, da sich keinerlei Rückstände von Kalk im Gerät absetzen können. Das Erwärmen der Nahrung dauert allerdings bei ihnen oft länger als bei den Modellen mit der Wasserbad-Erwärmung.

Wahrscheinlich ist das einer der Gründe, warum Hersteller NUK das einzige von uns getestete Licht-Modell, das mit diesem Prinzip arbeitet, inzwischen vom Absatzmarkt genommen hat.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Unsere getesteten Flaschenwärmer besitzen fast alle eine ähnliche Grundausstattung. Einige Modelle bieten noch Extras wie einen zusätzlichen Auto-Adapter für die Nutzung während der Fahrt oder eine Auftaufunktion.

Die Aufnahmebreite für Flaschen ist ein wichtiger Aspekt beim Kauf. Denn Flaschenwärmer sind für Kleinkinder ebenfalls noch gut zu gebrauchen – um beispielsweise eine Tasse Kakao, Mich oder Tee zuzubereiten. Kleinkinder-Trinklernflaschen unterscheiden sich besonders in Breite und Größe sehr – und passen eventuell nicht in jedes Modell.

So haben wir getestet

Insgesamt wurden 25 Fläschchenwärmer von uns getestet. Davon sind fünf Modelle nicht mehr verfügbar. Außerdem wurde von uns zusätzlich ein nicht-elektrisches Modell für das Reisen getestet.

Sämtliche Flaschenwärmer wurden dreimal von uns getestet. Im ersten Durchgang erwärmten die Tester Milch in einer 250 Milliliter Flasche aus Kunststoff des Herstellers Skip Hop. In unserem zweiten Testlauf benutzten wir eine normale 150 Milliliter Drogeriemarkt-Kunststoffflasche. Außerdem wurde im letzten Durchgang die Erhitzung eines halbvollen Brei-Gläschens getestet.

Erwärmt haben alle Geräte, allerdings gab es deutliche Unterschiede bei Bedienung, Handhabung und Preis.

Fläschchenwärmer im Test: Die Testflaschen
Die verschiedenen im Test verwendeten Kunststoffflaschen.

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