elektrische Babyschaukel Test: Joie Serina 2in1

Elektrische Babyschaukeln im Test : Für sanftes Einschlafen

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Veröffentlicht 27.11.2020

Wenn das Baby bereits ein paar Wochen alt ist, möchte es nicht nur in der Wiege schlafen. Es sucht die Nähe der Eltern und beginnt erste Entdeckungen zu machen. Babyschaukeln geben dem Säugling die Möglichkeit, am Familienleben teilzunehmen. Wir haben 13 elektrische Babyschaukeln getestet.

Andrea Zschocher
Andrea Zschocher
schreibt als freie Journalistin und Bloggerin bevorzugt über Familie und mehr und testet Produkte für Babys und Kleinkinder.

Im Grunde sind elektrische Babyschaukeln nur Babywippen mit einem Motor. Während die Babywippen mittels elterlicher Hand oder durch die Bewegungen des Kindes bewegt werden, wird das bei den Elektro-Wippen von einem Elektromotor übernommen, der entweder mit Batterien oder per Strom aus der Steckdose versorgt wird. Für den Säugling ist das völlig ungefährlich, da der Motor nicht über genügend Stärke verfügt, um zu hohe Schwungkräfte zu entwickeln.

Besonders praktisch ist eine E-Wippe dann, wenn der Säugling nur durch sanfte Schaukelbewegungen einschläft, welche sonst Mama oder Papa übernehmen müssen – was äußerst ermüdend für die Eltern sein kann. Preislich kosten die elektrischen Wippen auch nicht deutlich mehr als manuelle, höherpreisige Wippen.

Flexibel einsetzbar: Joie Serina 2 in 1

Flexibel einsetzbar

Joie Serina 2 in 1

Test elektrische Babyschaukel: Joie Serina 2 in 1
Die Joie Serina ist sehr flexibel einsetzbar und hat allerhand Extras zu bieten. Es kann gewippt oder vibriert werden – wie das Baby es am liebsten hat.

Sehr überzeugt sind wir von der Joie Serina 2 in 1. Der Aufbau gelingt schnell und ist kinderleicht. Für Eltern mit kleinen Babys, die häufig weinen, ist das ein wichtiger Punkt und ein deutlicher Pluspunkt in unserer Bewertung.

Ein weiterer positiver Punkt: Die Serina kann als Babywippe auch ohne die elektronische Schaukelfunktion genutzt werden. Das bot keine andere Babyschaukel in unserem Test. Sie kann außerdem problemlos mit in den Urlaub mitgenommen werden. Das ist sehr praktisch, da das Baby im Urlaub oder bei Besuchen etwas Vertrautes dabei haben sollte. Wichtig: Die Wippe ist nicht als Auto-Kindersitz zu benutzen!

Neben der Schaukelfunktion kann die Serina auch vibrieren. Per Knopfdruck kann zwischen den zwei Funktionen gewählt werden. Die Vibrationsfunktion ist in erster Linie für Babys interessant, die keine Schaukelbewegungen mögen.

 elektrische Babyschaukel Test: Joie Serina 2 In 1 Testsieger
Die Joie Serina 2in1.

Nicht alle Kinder mögen das gleichmäßige Hin- und Hergeschaukel. Das macht die Wippe ebenfalls für sensiblere Kinder interessant. Unserer Testbaby schlief auf jeden Fall sofort ein.

Die Schaukel kann am Stromnetz oder mit Batterien betrieben werden. Das unterscheidet sie von fast allen anderen Geräten im Test. Im Lieferumgang befinden sich Stecker mit verschiedenen Anschlüssen, sodass für jede Steckdose mit Sicherheit der passende Netzstecker dabei ist. Außerdem kann die Wippe im Notfall mit Batterien betrieben werden. So sind Papa und Mama für jede eventuelle Situation gerüstet, egal ob die Batterien ausverkauft sind oder ein Stromausfall vorliegt.

Beide Varianten bieten leise Schaukelbewegungen, ob die Joie mit Batterien oder Netzstrom betrieben wird. Die Lautstärke ist ein nicht zu unterschätzendes Thema. Mit der Zeit kann das Geräusch des Motors den Eltern nämlich gewaltige Kopfschmerzen bereiten. Für Baby dagegen sind diese Geräusche meist beruhigend und fördern das Einschlafen.

 elektrische Babyschaukel Test: Joie Serina 2in1
Endlich eingeschlafen.

Die Stärke der Schaukelbewegungen ist bei der Serina 2in1 steuerbar, von kräftig bis sanft. Wird es den Babys zu viel, werden die Kleinen das signalisieren. Die meisten Baby können aber von einer starken Intensität gar nicht genug bekommen.

Manche Babys bevorzugen »White Noise« – ein stetiges Rauschen – als Einschlafhilfe, andere eher Lieder zum Einschlafen. Für erstere gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Apps mit Waschmaschinen-, Staubsauger- oder Föhngeräuschen.

Da die Joie neben Musikstücken auch Geräusche abspielen kann, können Sie sich diese Apps mit der Schaukel sparen. Die Palette ist allerdings ziemlich eingeschränkt: Fünf verschiedene Geräusche und fünf Lieder. Die Geräusche klangen relativ realistisch. Ebenfalls eine gute Nachricht: Die Wippe kann auch ohne eine Geräuschkulisse schaukeln, da der Ton ausgeschaltet werden kann.

Die Serina verfügt außerdem über ein Nachtlicht, welches vier unterschiedlichen Helligkeitsstufen bietet. Da in unserem Test auf der hellsten Stufe Kind und Mutter geblendet wurden, kommt bei uns die Frage auf, was das Baby eigentlich davon haben soll.

Bei vielen der getesteten Babyschaukeln mussten wir leider die Gurte beanstanden, mit denen der Nachwuchs gesichert wird. Oft sind diese Gurte nur für neugeborene Kinder konzipiert. Bei der Serina 2 in 1 können allerdings auch kräftigere und ältere Kinder gesichert werden. Die Ausstattung mit der Sitzverkleinerung für Säuglinge lässt unseren Testsieger also ein Stück mit dem Kind mitwachsen. Ab einem Gewicht von neun Kilo ist allerdings Schluss. Dann sollten Sie die Babywippe nicht mehr verwenden.

Derartig vielseitig einsetzbar wie das Modell von Joie ist aktuell keine zweite elektrische Babyschaukel. Sie ist allerdings nicht gerade günstig, und auch beim Design haben wir einen etwas anderen Geschmack.

Modernes Design: 4Moms Rockaroo

Modernes Design

4moms Rockaroo

Wer ein futuristisches Design mag und sich mit der Optik der Serina nicht anfreunden kann, für den ist die 4moms Rockaroo vielleicht etwas.

Die Wippe gefällt mit einem tollen Design. Die ausgeformte Liegefläche und der sehr einfache Aufbau haben uns ebenfalls überzeugt. Die Rockaroo muss nur noch aus dem Karton genommen werden und ist dann sofort einsatzbereit.

Die Rockaroo wird per Stromkabel mit Strom versorgt. Über ein Kabel können Musikplayer oder Smartphone angeschlossen werden. Die Musik wird über die integrierten Lautsprecher der 4moms mit einem überraschend gutem Klang abgespielt.

Dafür ist die Schaukel nur schlecht transportabel. Und ohne Versorgung mit Strom aus der Dose wippt sie auch nicht.

Das größte Manko sind die lauten Bewegungsgeräusche der Rockaroo-Wippe. Andere Berichte von Kunden berichten ähnliches, es scheint sich also um keinen Einzelfall zu handeln.

Mit Moskitoschutz: Kinderkraft Flo

Mit Moskitoschutz

Kinderkraft Flo 2 in 1

Test: Kinderkraft Flo 2 In 1
Relativ preiswerte Babyschaukel, die schnell auf- und abgebaut ist.

Die Flo von Kinderkraft überzeugt im unteren Preissegment als ein günstiges und gutes Modell. Sie bietet eine Menge für eine kleinen Kaufpreis. Da die Wippe mit Batterien als auch am Stromnetz betrieben wird, kann sie flexibel eingesetzt werden und die Suche nach den Blockbatterien entfällt. Der Ab- und Aufbau klappt innerhalb von Sekunden: Es werden einfach nur Stäbe ineinander geschoben und schon ist die Babyschaukel einsatzbereit. Besonders praktisch bei Familienbesuchen oder im Urlaub. So hat der Nachwuchs immer etwas Vertrautes dabei.

Als positiv bewerten wir die einstellbare Rückenlehne. Die erzielte Auswirkung ist nicht allzu groß, aber völlig ausreichend bei Babys. Das abmontierbare Kopfteil gefiel uns ebenfalls gut. Die Kleinen wachsen ja äußerst rasch, da ist es von Vorteil, wenn das Kissen später abgenommen werden kann. Im Lieferumfang ist ein Mobilebogen enthalten, der ausgiebig bespielt wurde. Allerdings verbog der sich gefährlich, wenn das kleine Baby mit Nachdruck daran zog.

In drei Stufen kann die Geschwindigkeit der Kinderkraft Flo unterteilt werden. Allerdings sind die Stufen alle ähnlich schnell. Das Baby fand die Geschwindigkeit sehr gut, ungeachtet dessen welche Stufe wir wählten. Die acht Naturgeräusche und Melodien, die die Kinderkraft abspielt, wurden allerdings nicht so begeistert angehört. Der Sound klang krachig und blechern. Trotz Anpassung der Lautstärke konnten die Tester das Baby nicht so richtig damit überzeugen. Da die Babyschaukel aber auch ohne Musik wunderbar funktioniert und der Säugling sich sichtlich wohlfühlte, geben wir ihnen den Rat, einfach auf diese Funktion zu verzichten.

Platzsparend: Ingenuity Swing ’n Go

Platzsparend

Ingenuity Swing 'n Go

Test elektrische Babyschaukel: Ingenuity Hugs and Hoots
Eine solide Wahl für all diejenigen, die eine günstige Wippe mit guter Schaukelleistung suchen.

Die Ingenuity Swing ’n Go ist für ein Babygewicht von drei bis neun Kilogramm ausgelegt. Da das Testbaby gewichtstechnisch eher am oberen Ende liegt, konnten wir in unserem Test überprüfen, ob die Swing ’n Go das etwas höhere Gewicht bewältigen kann. Denn diese Wippe ist vergleichsweise eher klein.

Alles klappte problemlos. Natürlich erst, nachdem wir die vier Blockbatterien Mono D / LR 20 gekauft hatten, die wahrscheinlich keiner einfach so zu Hause herumliegen hat. Wir waren ziemlich erstaunt, dass die Block-Batterien zusätzlich mit noch einmal knapp zehn Euro zu den Kosten hinzukamen.

Eine Hersteller-Versprechung lautet, dass durch eine spezielle Technik die Batterien eine dreimal so lange Wirkungsdauer haben. Im Test konnten wir das leider nicht weiter überprüfen, weil die Tester die Schaukel keinem ununterbrochenen Dauertest unterzogen haben. Ein wichtiger Herstellerhinweis: Vermeiden Sie das Schlafen des Babys für eine längere Zeit in der Ingenuity!

Unserer Testbaby mochte das Geschaukel, das in fünf unterschiedlichen Geschwindigkeiten von langsam bis flott gewählt werden kann. Es gluckste zufrieden, wurde ruhig und bespielte den mit Tieren aus Plüsch bestückten, mitgelieferten Spielebogen. Man sollte allerdings gut darauf achten, dass er richtig eingeklickt ist, sonst können kräftigere Babys sich den Aufbau leicht auf den kleinen Kopf ziehen.

Verfügbar sind acht verschiedene Melodien sowie drei Naturgeräusche. Wir können zu den Melodien raten, wenn Sie der Meinung sind, dass ihr Nachwuchs diese Art der Beschallung mag. Die elektronischen Naturgeräusche erinnerten uns einfach zu sehr an die Geräusche einer Toilettenspülung.

Die Schaukel lässt sich simpel aufbauen und zusammenklappen. Aufgrund des guten Verhältnisses von Preis und Leistung ist die Ingenuity für uns eine Empfehlung.

Länger nutzbar: Fisher-Price Rainforest Wippe

Länger nutzbar

Fisher-Price Rainforest CMR10

Test elektrische Babyschaukel: Fisher Price Rainbow Forrest FoldnBounce
Vibriert nur, kann aber von älteren Kindern als Schaukelstuhl genutzt werden.

Für Eltern, die lieber etwas sparen möchten, ist das günstigste Testmodell vielleicht etwas. Die Rainforest Wippe von Fisher-Price vibriert allerdings nur. Da sie nicht elektrisch schaukelt, ist sie also keine Babyschaukel im eigentlichen Sinne.

Unserem Baby gefiel das aber besonders gut. Auch die über der Wippe gespannten Spielzeuge und das bunte und fröhliche Design kamen gut an.

Bei schon größeren Kindern kann die Rainforest Wippe in einen Schaukelstuhl umgewandelt werden. Sie trägt Kinder bis maximal 18 Kilogramm und macht sie damit deutlich länger verwendbar als andere Babyschaukeln.

Die Fisher-Price lässt sich im Handumdrehen zusammenlegen und verstauen. Das ist bei elektrischen Babyschaukeln eine Seltenheit. Damit ist die Wippe eine Empfehlung für alle sparsamen Familien, die über wenig Platz verfügen. Aber wie schon erwähnt: Sie schaukelt nicht von selbst.

Was gibt es sonst noch?

Die Chicco Polly Swing up ist eher für zarte und kleine Babys geeignet. Mit seinen Gewicht von siebeneinhalb Kilogramm war unser Baby bereits zu schwer für die Chicco, die sich aufgrund des Gewichts nur mit Mühe und Not schaukeln ließ. Für Eltern und Neugeborene ist die Wippe aber auch wegen des höheren Sitzes des Babys interessant. Beim Rausholen und Hineinsetzen des Babys wird so der Rücken geschont. Ein weiteres Plus ist die Fernsteuerung, mit der blecherne Geräusche und Musik ausgewählt werden können. Der eigentlich niedrige Preis ist für die relativ geringe Nutzungsdauer unserer Meinung nach aber immer noch zu hoch.

Die Mamaroo von 4moms begeisterte uns durch ihren äußerst simplen Zusammenbau. Sie hat deutlich mehr Funktionen als ihr Vorgängermodell, die Rockaroo. Preislich schlägt sie allerdings mit mehr als 100 Euro aufs Haushaltskonto. Diese preisliche Differenz ist auch der Grund, weshalb wir die Mamaroo nicht empfehlen können.

Die Mamaroo bietet fünf unterschiedliche Schaukelrichtungen und fünf unterschiedlichen Geschwindigkeiten: Autofahren, Känguru, Wellen, Wiegen und Schaukeln. Unser Testbaby blieb davon relativ unbeeindruckt. Das Geschaukel wurde zwar gemocht, es war aber für uns nicht erkennbar, dass die Modi dazu beitrugen, den Säugling merklich zu beruhigen.

Laut Hersteller eignet sich die Wippe für ein Gewicht bis zu elf Kilogramm beziehungsweise bis das Baby selbstständig sitzen kann. Im praktischen Test erkannten wir aber schnell: Mit den 7,5 Kilogramm Babygewicht hatte die Wippe aber schon erheblich zu kämpfen. Die Wippenbewegungen waren recht laut, in leerem Zustand aber leiser.

Über den in der Wippe integrierten Player lässt sich eigene Musik abspielen oder aus vier Klänge aus der Natur wählen. Nutzen Sie dafür besser die kostenfreie App: Das im Umfang enthaltenen Kabel ist sehr kurz geraten, sodass das Smartphone neben der Wippe liegen muss. Die Mamaroo wird über ein Netzkabel betrieben. Der Netzstecker ist allerdings arg groß geraten.

Uns hat die Wippe gut gefallen. Da Sie für deutlich weniger Geld aber die Rockaroo bekommen können, lohnt sich wohl eher ein Blick auf diese Modell. Sollte der Kaufpreis bei Ihnen eher eine untergeordnete Rolle spielen, sollten Sie auch mit der Mamaroo zufrieden sein.

Für Eltern, denen Langlebigkeit wichtig ist, könnte vielleicht die Caretero Bugies etwas sein. Sie ist auf ein Körpergewicht von bis zwölf Kilogramm zugelassen. Wir glauben, dass die Mehrheit der Kids mit diesem Gewicht meist schon von allein sitzen kann, aber sollten sie sich einen »Puffer beim Gewicht« wünschen, weil Sie ja beim Kauf nicht wissen können, wann der eigene Nachwuchs sitzen wird, dann könnte die Caretero eine Option für sie sein. Im Test schaffte sie es aber nicht, die elf Kilogramm des Kleinkindes in Schwingung zu versetzen. Wir hatten starke Zweifel dabei, das Kind in die Wippe zu setzen, weil das Modell nicht so wirkte, als würde sie das Gewicht gut bewältigen können.

Die 7,5 Kilogramm des Testbabys waren aber kein Problem. Hier schaukelte sie in fünf unterschiedlichen Schnelligkeiten (die sich in der Abstufung der Geschwindigkeit nicht so deutlich sehr unterschieden) leicht vor sich hin. Ebenfalls mochten wir den im Lieferumfang enthaltene Tischeinsatz, mit dem das Baby zusätzlich in der Wippe liegend gefüttert werden. Das ebenfalls im Umfang enthaltene Mobile kann sich drehen und beleuchtet werden, was unserer Baby sehr mochte.

Bei den Naturgeräuschen und Melodien war viel Lärm dabei, in diesem Bereich überzeugten aber die wenigsten Wippen. Im Zweifelsfall nutzen Sie dieses Gimmick nicht.

Die Caretero Bugies wird in sechs verschiedenen Farbtönen und mit sechs verschiedenen Käfervarianten angeboten. So ist für jeden Geschmack etwas dabei. Darüber hinaus gibt es einen integrierten Timer, der die Schaukel für acht, 15 oder 30 Minuten bewegt. Sollten sie eine Menge Platz haben und beim Maximalgewicht einen Puffer wünschen, ist die Wippe keine schlechte Wahl. Der Sitz kann um einen Winkel von 90 Grad gedreht werden. Ein nützliches Feature, wenn Sie beginnen Babykost beizufüttern.

Eine elektrische Schaukel aus dem unteren Preissegment ist die Minky von Kinderkraft. Der Zusammenbau ist etwas umständlich, daher empfehlen wir, sie nicht andauernd auf- oder abzubauen. Sie bietet drei unterschiedliche Geschwindigkeiten, auch wenn sich diese nur minimal voneinander unterscheiden. Die von Kinderkraft als beruhigend beworbenen Naturklänge und Melodien waren laut und erinnerten an die Geräusche eines Wasserklosetts. Die Schaukel kann mit Strom aus der Steckdose und Batterien betrieben werden. Ein großer Pluspunkt, wenn im Haushalt keine passenden Batterien zu finden sind.

Im Lieferumfang finden sich ein Mobile, welches das Baby gern mochte und ein Mückenschutz. Die Rückenlehne ist leider nicht verstellbar. Eigentlich kein Problem, da nur die ganz Kleinen in der Wippe liegen und sowie keinen Ausblick brauchen. Sollten Sie aber später mit der Beikostfütterung beginnen, ist eine Verstellung der Sitzposition äußerst praktisch.

Beim Modell »Disney Baby Minnie Mouse«von Bright Starts hat die Anleitung uns kurz Angst gemacht. Im Manual wird davon berichtet, dass Babys bei unsachgemäßer Nutzung der Wippe aus der selbigen gefallen und Schädelbasisbrüche erlitten haben. Ein wichtiger Hinweis, aber wir waren trotzdem ein wenig geschockt.

Eigentlich soll die Wippe für Babys mit einem Körpergewicht von bis zu neun Kilogramm konzipiert sein. Die 7,5 Kilogramm unseres Testbabys konnte die Wippe aber trotzdem nicht richtig bewältigen. Der Stoffbezug, dessen Anbringung äußerst mühselig war, wirkte als könnte er das Gewicht des Babys langfristig nicht halten. Das wollten wir dann doch nicht prüfen, Sicherheit ging hier vor. Mit einer lebensgroßen Babypuppe haben wir dann die Vibrationsfunktion getestet. Die Wippe vibriert und schaukelt nicht. Drei Batterien sind für den Betrieb nötig, die nicht im Lieferumfang enthalten sind.

Unserer Meinung nach ist die Wippe für zarte, leichte Babys gedacht. Im direkten Vergleich mit den Konkurrenzmodellen, die die Babys richtig hin- und her schaukeln, schneidet sie schlechter ab.

Keine Empfehlung bekommt die Swoon Motion von Babymoov. Einerseits ist der Aufbau sehr kompliziert, andererseits ist das Stromkabel sehr fein, bei dem Defekte mit Sicherheit vorprogrammiert sind. Ein weiteres Manko: Die Musik, mit der das Baby beschallt wird, kann nicht verändert werden und ist ausgesprochen laut. Die 7,5 Kilogramm unseres Testbabys wippte das Gerät eher schwerfällig hin und her. Für diesen ziemlich happigen Preis bekommen sie bessere Babyschaukeln.

Wissenswertes über elektrische Babyschaukeln

Manche Babyschaukeln wippen nur mit Netzstrom, andere brauchen Batterien. Optimal sind Schaukeln, die sowohl mit Batterien als auch mit Netzanschluss betrieben werden können. Gerade dann sehr praktisch, wenn im eigenen Haushalt gerade keine Blockbatterien vorhanden sind, der Säugling aber trotzdem geschaukelt werden soll.

Die Funktionsbandbreite von Wippen ist sehr groß. Einige Modelle wippen lediglich vor- und zurück, manche von hinten nach vorn, wieder andere von rechts nach links. Einige Modelle vibrieren zusätzlich. In allen Fällen lässt sich die Stärke der Schaukel- oder Wippbewegungen regulieren, von ganz sanft bis ziemlich kräftig.

Die meisten Modelle können auch Geräusche oder Musik abspielen. Die Güte des Klangs kann sich stark unterscheiden, manche klingen wie Toilettenspülungen, andere wiederum wie eine kleine Spieldose. Bei der Mamaroo und 4moms Rockaroo können sogar Musikplayer gekoppelt werden. So kann immer die Lieblingsmusik des Babys abgespielt werden. Die Mamaroo-Wippe kann außerdem mit der 4moms Global-App gekoppelt werden, sodass die Wippe mittels Smartphone gesteuert werden kann.

Nur begrenzte Nutzbarkeit

Alle Babyschaukeln besitzen eine Gewichtsgrenze. Wird diese überschritten, schwingt die Babywippe gar nicht oder nur langsam. Die Grenzen unterscheiden sich etwas, doch bei einem Gewicht von circa neun Kilogramm ist im Schnitt die Obergrenze erreicht.

 elektrische Babyschaukel Test: Babyschaukel
Das Baby entdeckt in der Schaukel seine Umwelt.

Elektrische Babyschaukeln sollten Sie nicht mehr benutzen, wenn das Baby von allein sitzt. Das sollte in einem Alter von sechs bis acht Monaten der Fall sein.

Die Babywippen haben also keine lange Langlebigkeit, vor allem vor der Grundlage, dass sie preislich in einem Spielraum von 50 bis 250 Euro liegen, wobei die Mehrheit eher bei 100 bis 150 Euro angesiedelt ist.

Bedenken sie bitte auch: Nicht jedes Baby mag es, geschaukelt zu werden. Einige mögen lieber Vibration oder haben es gern ruhiger. Manche Babys mögen den Klang von Musik, andere Babys fühlen sich  schon von kleinsten Geräuschen gestört. Viele Babys möchten gern geschaukelt werden – besonders, wenn sie ausgeschlafen sind. Wenn Hunger aufkommt, oder der Mittagsschlaf ansteht, können die Bewegungen der Schaukel das Baby irritieren und frustrieren. Jedes Baby ist aber anders und damit unberechenbar. Da kann man einfach nur ausprobieren.

Die elektrischen Schaukeln rentieren sich in erster Linie für Babys und Kleinkinder, die gern geschaukelt und gehalten werden möchten und unruhig sind.  Nach der Entbindung sollten Eltern das relativ schnell merken. Wenn die Eltern das Baby in monotonen Bewegungen wiegen und dabei summen und das Baby dann ruhiger wird, können die elektrischen Wippen eine echte Erleichterung und Hilfe sein.

Wenn das Baby dann eingenickt ist, muss es in das Babybett umziehen, denn wie auch bei den Wippen ohne Schaukelfunktion sollten die Babys lediglich einen eingeschränkten Zeitraum darin verbringen. Manche Hersteller sprechen auch direkte Warnungen aus, die Kinder über einen langen Zeitraum in einer Wippe zu lassen. Ausführliche Infos zu diesem Thema können Sie im Test der besten Babywippe lesen.

So haben wir getestet

Nach langer Recherche haben wir letztendlich 13 Elektro-Babywippen-Modelle ausgewählt. Wir achteten darauf eine möglichst große Vielfalt im Test dabei zu haben. Die preislichen Unterschiede bei den elektrischen Wippen sind hoch: Günstige Modelle kosten etwa 50 Euro, die hochpreisigsten Wippen mehr als 250 Euro. Dabei geht der Geldwert nicht immer im Verhältnis mit der Leistung einher.

Unter stellenweise lautem Fluchen wurden alle Wippen aufgebaut. Viele Einzelteile mussten geschraubt und ineinandergesteckt werden. Nervig war auch das Batterieproblem. Herkömmliche AA- oder AAA-Batterien haben die meisten wohl zu Hause. Block-Batterien allerdings, die keiner der Wippen beilagen, mussten erst umständlich besorgt werden.

 elektrische Babyschaukel Test: Elektrische Babyschaukel Gruppenfoto
Die neuen Modelle aus dem neuen Update 2020. Minky von Kinderkraft, Bugies von Caretero und die Kinderkraft Flo. (v.l.n.r.)

Keine einzige der Wippen ließ sich intuitiv, also ohne Anleitung, aufbauen. Auch Schraubenzieher und ein Schraubenschlüssel sollten im Haushalt vorhanden sein.

Unser Testbaby mit einem Alter von sechs Monaten und einem Gewicht von 7,5 Kilogramm war noch nicht in der Lage zu sitzen. Jede der elektrischen Babyschaukeln wurde mit diesem Baby getestet. Nicht jede der Wippen schaffte dieses Gewicht. Das überraschte uns, obwohl alle Modelle für eine Spanne von drei bis neun Kilogramm konstruiert sind. Babywippen, die auf ein höheres Gewicht ausgelegt waren, testeten wir mit einem Kleinkind mit elf Kilogramm Gewicht, welches schon von allein sitzen konnte. Wir überprüften den sicheren Stand und ob die Schaukelwippen überhaupt noch in Schwingung gerieten.

Manche der Wippen beruhigten unser Baby so, dass es direkt einschlief – ein toller Beweis, dass die Wippe dem Baby gut gefiel.

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